
Frankreich- Basiszins: 1,95%
- Aktionszins: 3,20% - gilt für die ersten 3 Monate

Frankreich- Basiszins: 0,80%
- Aktionszins: 3,10% - gilt für die ersten 3 Monate

Luxemburg- Basiszins: 1,50%
- Aktionszins: 3,05% - gilt für die ersten 3 Monate
Auf einen Blick


Ausländische Geldhäuser tun sich mit der sich mit der Kundenwerbung hierzulande oft schwerer als heimische. Folglich zahlen sie vielfach höhere Zinsen. Bei deutschen Banken gibt es dagegen meist nur Tagesgeldzinsen, die weit unter der Inflationsrate liegen. Zuletzt aber haben etliche deutsche Banken aufgeholt. Das gilt sowohl für die Neukunden-Angebote als auch für die variablen Zinsen, die für alle Kunden gelten. Hier finden sie einen Überblick über die derzeit höchsten Zinssätze in beiden Kategorien.
Wer ein neues Tagesgeldkonto bei einer deutschen Bank eröffnen möchte, bekommt derzeit die mit Abstand besten Zinsen angeboten. Bei den folgenden Angeboten gilt es aber genau auf die Bedingungen zu achten:
| Anbieter | Zinsen p. a. | Garantie-Zeit |
| Norisbank | 3,33 % (danach: 0,75 %) | bis 30.06.2025 |
| Raisin (früher: Weltsparen) | 3,20 % (danach: -) | 3 Monate |
| ProCredit Bank | 3,00 % (danach: 0,90 %) | bis 31.05.2026 |
| Comdirect | 3,00 % (danach 0,75 %) | 6 Monate |
| Tomorrow | 3,00 % (danach: 0,75 %) | 4 Monate |
| Umweltbank | 3,00 % (danach: 0,60 %) | 3 Monate |
Norisbank, Comdirect und Tomorrow zahlen die oben genannten Zinsen nur als zusätzliche Willkommensprämie für die Depot- beziehungsweise Girokonto-Eröffnung. Versüßt wird das Ganze bei den letzten beiden mit einer dreistelligen Barprämie, wenn die jeweiligen Bedingungen zur Kontoeröffnung erfüllt sind. Bei der Norisbank gehört dazu etwa die Nutzung des Kontowechsel-Services. Die Girokonten aller drei Banken sind aber lediglich bei aktiver Nutzung oder für junge Leute kostenlos. Nur wegen der Tagesgeldzinsen sollte man sie also nicht eröffnen.
Bei den übrigen Angeboten gilt die Zinsgarantie nur für wenige Monate. Im Anschluss sinken die Zinsen überall voraussichtlich auf unter ein Prozent. Ein für viele Kunden daher womöglich besseres Angebot stammt von der Volkswagen Bank. Hier erhalten Neukunden zwar "nur" 2,90 Prozent. Diese sind aber immerhin für ein halbes Jahr lang garantiert. Danach gibt es aktuell noch ein Prozent variable Zinsen. Wer ein dauerhaft gutes Tagesgeld sucht, orientiert sich ohnehin besser am variablen Zinssatz für alle Kunden.
Schließlich sind auch ohne Berücksichtigung von Neukunden-Prämien um die zwei Prozent mit deutschem Tagesgeld möglich. Auch bei den folgenden Banken gilt es aber, auf die genauen Bedingungen zu achten:
| Anbieter | Zinsen p. a. |
| Ascory Bank (früher: Varengold) | 2,30 % |
| Yapi Kredi | 2,00 % |
| GEFA Bank | 1,90 % |
| Akbank | 1,75 % |
| Smartbroker+ | 1,75 % |
| Traders Place | 1,75 % |
Zu den Tagesgeldern mit ungewöhnlichen Besonderheiten zählt etwa das der früheren Varengold Bank: Bei Ascory gilt eine Mindesteinlage von 2.500 Euro. Liegt das Guthaben darunter, gibt es keine Zinsen. Ähnlich ist es bei der GEFA Bank. Hier müssen wenigstens 10.000 Euro auf dem Konto liegen. Die Akbank zahlt den hier angegebenen Satz nur auf das "AK-Online Tagesgeld" mit jährlicher Ausschüttung. Alternativ gibt es dort noch das "AK Tagesgeld" mit Filial-Service" und das "AK-Online Tagesgeld" mit vierteljährlicher Zinszahlung. Aufgrund des geringen Zinsunterschieds (1,74 Prozent) ist die Variante mit vierteljährlicher Verzinsung derzeit die bessere Wahl.
Bei Smartbroker+ gehört das "Zinskonto" untrennbar zum Depot. Drei Wertpapier-Transaktionen im Quartal sind nötig, um den Zins zu bekommen. Ein- und Auszahlungen sind nur über das Verrechnungskonto des Depots möglich. So ist es auch bei Traders Place, wobei hier kein Wertpapier-Handel für die Verzinsung nötig ist. Allerdings gibt es eine dort Mindesteinlage von 5.000 Euro.
Auffällig ist, dass es mit Akbank und Yapi Kredi gleich zwei eigentlich türkische Banken in die Liste schaffen. Sie werden hier als deutsche Institute gezählt, weil sie an die gesetzliche deutsche Einlagensicherung angeschlossen sind. Die Yapi Kredi Bank Deutschland ist sogar ein ursprünglich deutsches Institut, da sie aus dem übernommenen Schwarzwälder Bankhaus J. Faisst entstanden ist. Trotz der Verbindungen zur Türkei und möglicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten dort halten wir die Anlagen bei diesen türkischen Banken für grundsätzlich sicher.

Frankreich
Frankreich
Luxemburg