Vorsicht Falle

Achtung Phishing: Betrüger nutzen Wechsel von Barclays zu easybank für Datenklau

Franziska Baum
Redakteurin
Aktualisiert am: 11.02.2026
Eine Phishing-Mail im Namen der easybank (ehemals Barclays) ist im Umlauf.

Vorsicht Falle für ehemalige Barclays-Kunden: Betrüger nutzen den Namenswechsel zu easybank aktuell massiv aus. Eine täuschend echte E-Mail fordert zur "Überprüfung Ihrer Kundendaten" auf – wir zeigen, woran Sie den Betrug sofort erkennen.

"Überprüfung Ihrer Kundendaten": Aktuell ist eine gefährliche E-Mail im Umlauf, die Kunden der ehemaligen Barclays Bank (jetzt easybank) ins Visier nimmt. Wir zeigen, woran Sie den Betrug erkennen.

Der Markenwechsel ist vollzogen: Seit Anfang Februar heißt das Barclays Privatkundengeschäft in Deutschland offiziell easybank. Wie von Experten befürchtet, nutzen Cyberkriminelle diese Umstellungsphase jetzt für gezielte Phishing-Angriffe.

Viele Kundinnen und Kunden sind durch den neuen Namen und das neue grüne Design ohnehin sensibilisiert für Nachrichten ihrer Bank. Genau das nutzen die Betrüger aus, um mit gefälschten E-Mails Zugangsdaten abzugreifen.

So sieht die aktuelle Betrugs-Mail aus

Unserer Redaktion liegt eine aktuelle Phishing-Mail vor, die vorgibt, vom "Easy Online Banking" zu stammen.

Der Betreff lautet: "Überprüfung Ihrer Kundendaten"

Der Inhalt der Nachricht:

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

um sicherzustellen, dass unsere Informationen stets aktuell und korrekt sind, bitten wir Sie, Ihre bei uns hinterlegten Daten zu überprüfen. Loggen Sie sich hierfür bitte in Ihren geschützten Kundenbereich ein.

[Button: Zum sicheren Kundenbereich]

Sollten Sie Unterstützung benötigen, steht Ihnen unser Kundenservice jederzeit gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße Ihre EasyBank

Um Vertrauen zu wecken, nutzen die Betrüger in der Mail eine Grafik, die den Übergang der Logos von Barclays zu easybank auf einem pinkfarbenen Hintergrund darstellt. Dies soll suggerieren, dass die Datenabfrage Teil des offiziellen Markenwechsels sei.

So sieht das Bild (png-Datei) im Anhang der gefälschten Mail aus.

Daran erkennen Sie den Betrug sofort

Obwohl die Aufmachung auf den ersten Blick plausibel wirkt, entlarven mehrere Details diese Nachricht eindeutig als Fälschung:

1. Der Absender (@gmx.de)

Die E-Mail stammt angeblich von "Easy Online Banking", doch ein Blick auf die tatsächliche Absenderadresse verrät den Betrug. In dem uns vorliegenden Fall endet die Adresse auf "@gmx.de".

Wichtig: Eine offizielle Bank würde niemals E-Mails über kostenlose Freemail-Anbieter wie GMX, Web.de oder Gmail versenden. Hierbei handelt es sich oft um private E-Mail-Konten unbeteiligter Dritter, die gehackt wurden ("Spoofing"), oder um neu angelegte Fake-Adressen. 

2. Der Link (shoutout...)

Wenn Sie mit der Maus über den Button "Zum sicheren Kundenbereich" fahren (ohne zu klicken!), sehen Sie das wahre Ziel des Links. In der aktuellen Welle führt dieser Link auf eine Adresse, die mit "https://shoutout..." beginnt.

Wichtig: Dies ist keine Domain der easybank oder von Barclays. Sie werden hier auf eine gefälschte Seite geleitet, die das Login-Fenster nur nachbaut, um Ihre Zugangsdaten zu stehlen. Es kann auch sein, dass Sie auf eine Webseite weitergeleitet werden, die mit Malware verseucht ist. Rufen Sie diese auf, infizieren Sie Ihren Laptop oder PC. Deswegen: Niemals Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails anklicken!

3. Die Schreibweise

Die Betrüger unterschreiben mit "Ihre EasyBank" (großes B). Die offizielle neue Marke schreibt sich im Logo und Fließtext jedoch klein "easybank". 

4. Der Vorwand

Die easybank (ehemals Barclays) hat bereits mehrfach kommuniziert: Sie müssen nichts tun. Ihre Daten wurden automatisch migriert. Eine aktive "Überprüfung" oder "Bestätigung" der Daten per Login ist für den Markenwechsel nicht erforderlich. Angesichts dessen ist die aktuelle Mail hinfällig.

Ich habe geklickt und Daten eingegeben – was nun?

Sollten Sie auf die Masche hereingefallen sein, müssen Sie schnell handeln. Jede Minute zählt, damit die Betrüger keine Transaktionen durchführen können.

  • Zugangsdaten ändern: Versuchen Sie sofort, sich über die echte Webseite (easybank.de) oder die offizielle App einzuloggen und Ihr Passwort zu ändern.
  • Karte sperren: Wenn Sie Kreditkartendaten eingegeben haben, sperren Sie die Karte umgehend. Das geht direkt in der App oder telefonisch über den Sperr-Notruf 116 116.
  • Bank kontaktieren: Nehmen Sie Kontakt mit dem Kundenservice der easybank auf. Nutzen Sie dafür nur die Nummer, die auf der Rückseite Ihrer echten Plastikkarte steht.
  • Umsätze prüfen: Behalten Sie Ihre Kontobewegungen in den nächsten Tagen genau im Auge. Unberechtigte Lastschriften können Sie zurückbuchen lassen.
  • Anzeige erstatten: Gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige – das ist auch online über die "Onlinewache" Ihres Bundeslandes möglich.

Helfen Sie anderen!

Haben Sie ebenfalls eine verdächtige E-Mail im Namen von Barclays oder easybank erhalten, die anders aussieht als oben beschrieben? Leiten Sie uns diese gerne an redaktion@biallo.de weiter. Wir warnen unsere Leser regelmäßig vor neuen Betrugsmaschen.

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 11.02.2026

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Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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