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Auf einen Blick
  • Die Finanzblick-App ist unabhängig von Banken und kann Konten nahezu aller Banken verwalten.

  • Kann die Multibanking-App Finanzblick die einzelnen Banking-Apps ersetzen?

  • Wir haben die Gratis-App getestet. In unserem Testbericht erfahren Sie, was Finanzblick alles kann und wo die Finanzblick-App unbedingt noch nachrüsten sollte.
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Finanzblick ist eine Onlinebanking-App der Firma Buhl Data Service GmbH aus Neunkirchen. Das Unternehmen ist bekannt für seine Steuersoftware wie das bekannte WISO Steuer-Sparbuch aber auch für Software im Bürobereich und in der Finanzbuchhaltung. Mit der kostenlosen Banking-App Finanzblick möchte der Softwareentwickler das Onlinebanking mit der Steuererklärung zusammenbringen und bietet eine Gratis-App mit Multibanking und zahlreichen weiteren Funktionen an.

Mithilfe der Banking-App führen Sie Konten von über 4.000 Banken in Deutschland in einer Finanz-App zusammen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihr Konto bei der Sparkasse, der Commerzbank, der DKB oder der Deutschen Bank führen. Sie integrieren die Konten in der Banking-App und haben damit einen guten Überblick über Ihre Finanzen. In unserem Test haben wir uns angeschaut, was die Multibanking-App Finanzblick drauf hat. Wo kann die kostenfreie Anwendung für Android und iOS punkten und an welchen Stellen hapert es?

Übrigens: Im Namen fast aller Banken befinden sich Spam-Mails und -SMS im Umlauf. Damit Sie auf die Phishing-Nachrichten nicht hereinfallen, haben wir die aktuellen Bedrohungen für die einzelnen Banken in Artikeln aufgelistet. 

 

Vor- und Nachteile der Finanzblick Banking-App

Von einer Multibanking-App erwarten wir, dass diese nicht nur wenige Banken integriert. Hier werden wir von Finanzblick auch nicht enttäuscht. Mit über 4.000 Banken und Sparkassen in Deutschland steht eine ordentliche Auswahl an Geldinstituten zur Verfügung. Neben den Girokonten und Kreditkarten können Sie in der kostenlosen App auch Kundenkarten von PayPal, Shell und Co. listen.

Besonders hervorzuheben ist der Bereich für die Auswertungen. Die Finanzblick-App belässt es nicht bei einer normalen Kategorisierung der Einnahmen und Ausgaben. Vielmehr bekommen Sie in der Banking-App umfangreiche Diagramme, mit denen Sie Ihr Finanzverhalten auswerten können. Zusätzlich gibt es eine automatische und individuelle Budgetierung inklusive einer Alarmfunktion bei Budgetüberschreitungen. Damit bietet die Finanz-App deutlich mehr, als die meisten Banking-Apps traditioneller Banken.

Leider hapert es im Test bei den Überweisungen. Während das Foto für die Fotoüberweisung noch schnell aufgenommen wird und die Daten fehlerfrei erkannt werden, wird die Überweisung im Anschluss leider nicht ausgeführt. Bei erneutem Versuch erhalten wir die Meldung eines “internen Fehlers”. Auch die versprochenen Push-Benachrichtigungen bei neuen Umsätzen funktionierte in unserem Test nicht zuverlässig. 

In den Einstellungen der Finanzblick-App können Sie zum neuen Finanzblick 360 wechseln. Dort bekommen Sie einen zusätzlich tollen Überblick über das Steuer-Banking. Alle für die Steuer relevanten Einnahmen und Ausgaben sind hier abrufbar. Das lästige Durchforsten der Kontoauszüge können Sie sich somit sparen.

In der Finanzblick-App hinterlegen Sie alle Konten, führen Überweisungen durch und finden Statistiken zu Ihren Einnahmen und Ausgaben (Quelle: Screenshot)

Vorteile

  • über 4.000 Banken können in die App integriert werden
  • zeigt alle Kontostände Ihrer integrierten Bank-Konten an
  • sicherer Login per Fingerabdruck oder Touch ID beziehungsweise Face ID
  • Einscannen von QR-Codes und Rechnungen (Fotoüberweisung) möglich
  • Kategorisierung von Einnahmen und Ausgaben
  • tolle Auswertung der Einnahmen und Ausgaben mithilfe von Diagrammen möglich
  • Synchronisation auf Smartwatch möglich
  • Terminüberweisungen möglich
  • Geldautomatensuche
  • 3 verschiedene Farbschemas zur Auswahl

Nachteile

  • Überweisung funktioniert im Test nicht
  • keine Push-Benachrichtigungen bei neuen Umsätzen
  • keine Verwaltung von Depots möglich

Verfügbar ist die Multibanking-App für Android-Geräte ab Android-Version 5.0 und für iPhone oder iPad ab iOS-Version 12.0. Außerdem können Sie die Finanzblick-App auf jedem Computer über eine Web-App nutzen. Getestet wurde die Banking-App auf einem iPhone mit Konten der Norisbank und Commerzbank.

Die Finanzblick-App können Sie ähnlich wie das Onlinebanking Ihrer Bank auch auf dem Computer über Ihren Browser nutzen. (Quelle: Screenshot/www.buhl.de)

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Sicherheit

Die Buhl Data Service GmbH ist auf die Verwaltung sensibler Finanzdaten spezialisiert und bringt hier umfangreiche Erfahrungen mit.  Das Unternehmen nutzt nach eigener Auskunft den aktuellen Bankstandard HBCI / FinTS, um eine sicher verschlüsselte, direkte Verbindung zu Ihrer Bank herzustellen. Da Buhl nur vorab hinterlegte und geprüfte Bankzertifikate akzeptiert, werden Phishing-Angriffe nahezu unmöglich. Die Buhl Data Service GmbH ist als Zahlungsinstitut für Kontoinformationsdienste und Zahlungsauslösedienste registriert und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. Ihre Daten für das Onlinebanking werden ausschließlich auf deutschen Servern gespeichert.

 

So bewerten Nutzer die Banking-App Finanzblick

Wie gut eine Banking-App tatsächlich ist, zeigen in der Regel auch die Bewertungen der App in den App-Stores. Schließlich stammen diese Bewertungen von den Nutzern, die die Finanzblick-App auch tatsächlich im Einsatz haben. Und die Bewertungen mit 4,3 Sternen im App Store und 4,0 Sternen im Google Play Store bestätigen unseren Eindruck der Anwendung.

Bewertung im Apple App Store: 4,3 von 5 Sternen

Bei den aktuellen Bewertungen von Apple-Nutzer wird besonders die gute Finanzübersicht und die Auswertungen der Einnahmen und Ausgaben hervorgehoben. Teilweise funktionieren bei den Usern aber einzelne Features nicht. Mit knapp 8.000 Bewertungen bekommt die Finanzblick-App von den Nutzern 4,3 von fünf Sternen. Damit liegt sie im oberen Mittelfeld.

Bewertung im Google Play Store: 4,0 von 5 Sternen

Auch die Android-Nutzer geben der Multibanking-App nur vier Punkte. Aufgrund der Struktur des Android-Betriebssystems und der Hardware gibt es unter Android häufig mehr Probleme. Hier wird vor allem bemängelt, dass es seit dem letzten Update nur eine Weiterleitung auf eine Web-App gibt. Außerdem scheint es Probleme beim Abrufen der Umsätze von einigen Banken zu geben.

 

Das sagt die Redaktion von biallo.de zur Banking-App Finanzblick

Die Multibanking-App Finanzblick hat einen guten Ansatz. Durch die ausgefeilten Diagramme können Sie Ihr Finanzverhalten gut auswerten. Im Test wird deutlich, dass in den Teil der Auswertungen ordentlich Arbeit geflossen ist. Mit den über 4.000 integrierbaren Konten ist auch ein Großteil der deutschen Banken und Sparkassen abgedeckt.

Derzeit können Sie über die Finanzblick-App eine Vorschau in das Finanzblick360 werfen. Dieses Tool bietet mit der Steuer-Auswertung einen ordentlichen Vorteil gegenüber anderen Banking-Apps an. Denn mithilfe der automatischen Auflistung aller für die Steuer relevanten Abbuchungen und Einnahmen wird Ihnen eine lästige Suche in den Kontoauszügen erspart. Erstellen Sie auch die Einkommensteuererklärung mit der WISO-Software von Buhl, so können Sie die einzelnen Posten mit einem Klick übernehmen.

Praktisch ist, dass Sie in den Buchungen in der Finanzblick-App bereits erkennen, welche Kontobewegungen steuerlich relevant sind. Diese werden zusätzlich mit einer Kategorie versehen. Eine Suche nach diesen Kategorien ist genauso problemlos möglich, wie die manuelle Zuordnung der Steuerkategorie zu Ihren Buchungen.

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir die Finanzblick-App nicht empfehlen, es sei denn, Ihnen reicht ein guter Überblick über alle Konten inklusive schöner Auswertungen und der Vorbereitung für die Steuererklärung. Denn wenn die Überweisungen nicht funktionieren, ist die Multibanking-App Finanzblick kein Ersatz für die Banking-Apps der Hausbanken.

 

Diese Probleme gab es in unserem Test

Fakt ist, dass sowohl auf der Webseite als auch in den App Stores bei Apple und Google Funktionen gelistet sind, die entweder nicht zuverlässig funktionieren oder gar nicht zu finden sind. Zum Beispiel bei den Überweisungen. Das Einscannen der Rechnungen funktioniert noch, wenn auch mit einer kleinen Pause, bis die Daten in den entsprechenden Feldern standen. Allerdings konnten wir im Test keine Überweisung durchführen, weil uns immer ein interner Fehler angezeigt wurde beziehungsweise das Zusammenspiel mit der TAN-App und der entsprechenden Bank nicht funktioniert hat. Uns blieb nur, die App wieder zu schließen.

Eigentlich ist vorgesehen, dass Sie Ihre Rechnungen in einem Ausgangskorb sammeln und dann alle zusammen abschicken können. Der Ausgangskorb ist in der Banking-App allerdings nicht zu finden beziehungsweise werden die zu tätigen Überweisungen nicht dort abgelegt. Die Pushbenachrichtigungen bei neuen Umsätzen funktionierten in unserem Test ebenfalls nicht.

Zusätzlich ist uns aufgefallen, dass die Social Media-Kanäle von Finanzblick aktuell nicht mehr betreut werden. Zumindest bei Facebook und Instagram ist der Account verwaist. Das wirft natürlich kein gutes Licht auf die kostenfreie Anwendung für Android und iOS. Dagegen werden fast alle Kommentare im Google Play Store beantwortet. Bei Apple sieht das schon wieder anders aus.

In unserer großen Übersicht zum Thema Banking-Apps finden Sie weitere nützliche Informationen und entdecken Vor- und Nachteile der Banking-Apps anderer Geldhäuser.

Über die Autorin Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war sie für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war sie als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat sie sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet, welches sie bei biallo.de ebenso einbringt wie ihr Wissen im Social Media Bereich.

  Franziska Baum