Auf einen Blick
  • Nach dem Rekordhoch im März 2021 bei rund 61.700 US-Dollar steht der aktuelle Bitcoin-Kurs bei rund 39.000 US-Dollar.

  • Derzeit steht die Krypto-Leitwährung jedoch heftig unter Druck. Grund sind schärfere Steuerregeln in den USA.

  • Neulinge, die jetzt in Bitcoin einsteigen wollen, sollten daher einiges beachten. Wir beantworten die zehn wichtigsten Fragen.
Wir haben uns die populärste Kryptowährung einmal genauer angeschaut.
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Bitcoin ist die bekannteste und älteste digitale Kryptowährung der Welt. Die Cyberdevise wird dabei als Zahlungsmittel und zur Wertaufbewahrung verwendet, was auch die Spekulation einschließt. Zwar ist auch eine Zahlung von Waren bei einigen Anbietern mit Bitcoin möglich, doch dominiert derzeit die Spekulation auf eine weitere Wertsteigerung. Aus diesem Grund vergleichen viele Investoren Bitcoin auch mit Gold, das oftmals als "sicherer Hafen" bezeichnet wird. 

Bitcoins sind wie alle Kryptowährungen unabhängig von den Entscheidungen der Staaten und Notenbanken und erfreuen sich daher immer größerer Beliebtheit, da die anhaltende Niedrigzinspolitik und reale Inflation gerade im Euro-Raum der Fiat-Währung schadet. Dies stärkt das Interesse an einer unabhängigen Währung und Bitcoin ist dabei der beste Kandidat.

Seit wann gibt es Bitcoin?

Bitcoin wurde 2008 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto als Idee veröffentlicht. Der erste Block wurde im Januar 2009 generiert und seitdem ist das Bitcoin Netzwerk offen für alle Teilnehmer.

Wie viele Bitcoins gibt es?

Die Anzahl an Bitcoins ist begrenzt. Jeden Tag kommen weitere hinzu, bis der gesamte Vorrat an Bitcoins erschöpft ist. Der Prozess verhält sich analog zu dem Edelmetall Gold, daher wird Bitcoin auch oft das "digitale Gold" genannt. In jedem Block (ca. alle zehn Minuten) werden 6,25 neue Bitcoins “geschürft”. Das bedeutet, dass jeden Tag rund 900 Bitcoins zusätzlich auf den Markt kommen. Diese Zahl ist jedoch nicht konstant, sondern halbiert sich etwa alle vier Jahre.

Wie viel ist ein Bitcoin wert?

Der Wert eines Bitcoins schwankt sehr stark und fiel vom Rekordhoch am 14. April von rund 65.000 US-Dollar auf zuletzt unter 40.000 US-Dollar (Juni 2021). Ursache für den jüngsten Kursrutsch sind die verschärften Steuerpläne und der Kamp gegen Geldwäsche in den USA. Allerdings hatte sich der Bitcoin zuvor seit Jahresanfang weit mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: Vor gut einem Jahr lag der Preis zum Ausbruch der Corona-Krise noch bei knapp über 6.000 Dollar. Seitdem ist ein wahres Kursfeuerwerk ausgebrochen.

Wieso steigt der Wert von Bitcoin?

Bitcoins gibt es nun seit über einem Jahrzehnt, doch die meiste Zeit davon war die Kryptowährung nicht wirklich einem breiten Publikum bekannt. Das ändert sich gerade rasant. Immer mehr Menschen wollen diesen Trend scheinbar nicht verpassen und investieren daher in Bitcoin. Das erklärt die jüngste Kursrally. Auch springen immer mehr professionelle und institutionelle Investoren auf den Zug auf. Diese haben bis jetzt nahezu noch gar nicht in Bitcoin investiert und entsprechend groß ist noch das Potenzial und damit verbunden eine möglich anhaltende Kursrally.

Befindet sich Bitcoin bereits in einer Blase?

Je weiter der Kurs in die Höhe schießt, desto lauter werden die Stimmen, die eine Blasenbildung befürchten. Das Problem dabei ist: Eine Blase lässt sich gar nicht oder nur schwer im Voraus erkennen. Der Wert von Bitcoin ist nämlich eng mit dem Interesse an dieser Kryptowährung verbunden. Solange das Interesse an Bitcoin steigt, wird auch der Preis weiter ansteigen. Bitcoin hat diesbezüglich gegenüber anderen Kryptowährungen den Vorteil, dass es ganz klar den Markt für Kryptowährungen dominiert und die verbreitetste digitale Währung ist. 

Die Gefahr, dass Bitcoin in der Bedeutungslosigkeit versinkt, ist also vergleichsweise geringer. Dennoch lässt sich natürlich das Risiko nicht ausschließen, dass es in der nahen Zukunft zu einer Trendwende kommt und Investoren, die jetzt noch einsteigen, mittelfristig mit Verlusten rechnen müssen.

Wie ist die Prognose für Bitcoin bis Ende 2021?

Die Prognosen für den Bitcoin-Kurs für die kommenden Monate gehen sehr stark auseinander. Während einige eine Blasenbildung und damit einhergehenden Kurssturz befürchten, sehen andere Bitcoin als das digitale Gold und erwarten eine weitere Kursrally. Einer der Hauptgründe für einen nachhaltigen Preisanstieg sehen viele Marktteilnehmer bei der noch immer geringen Marktpenetration. Gerade im Bereich professioneller Investoren gewinnt Bitcoin gerade erst an Fahrt. Eine weitere Verbreitung in dem Bereich könnte den Kurs weiter in die Höhe treiben.

Kann man mit Bitcoin bezahlen?

Bitcoin erfreut sich zwar immer größerer Beliebtheit, doch die meisten Geschäfte und Onlineshops erlauben noch keine Zahlung mit Kryptowährungen. Dies ändert sich aber gerade: Jüngst hatte Elon Musk angekündigt, dass in Zukunft neue Teslas auch mit Bitcoin bezahlt werden können. Auch viele weitere Anbieter wollen Zahlungen in Kryptowährungen anbieten. Jedoch ist der Kryptoprimus derzeit in erster Linie zur Wertaufbewahrung und Spekulation geeignet. Doch es gibt seit einiger Zeit auch erste Bitcoin-Kreditkarten.

Was sind die Nachteile von Bitcoin?

Einer der vielzitierten Kritikpunkte an Bitcoin ist der enorme Stromverbrauch. Hierzu muss man jedoch ins Verhältnis setzen, dass die Kryptowährung weltweit Anwendung findet. Die Cambridge Universität hat kürzlich eine Studie herausgebracht und den Stromverbrauch von der populärsten Kryptowährung Bitcoin ins Verhältnis zu anderen Staaten gesetzt. Bitcoin zeigt dabei weltweit einen höheren Stromverbrauch als die ganze Niederlande und liegt in etwa auf dem Niveau von Argentinien (44 Millionen Einwohner). Viele Kryptowährungen haben diesen Punkt allerdings erkannt und setzen auf einen anderen Algorithmus, um den Stromverbrauch deutlich zu reduzieren.

Ist Bitcoin sicher?

Die Kryptowährung an sich gilt als sehr sicher und es gibt nur wenige Szenarien, in denen jemand mit böswilliger Absicht hier manipulieren kann. Das ist eine der Besonderheiten an Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Insbesondere wenn jemand über 50 Prozent der Rechenleistung des gesamten Bitcoin-Netzwerks verfügen würde, bestünde die Möglichkeit der Manipulation. Dies gilt aber Stand heute als extremst unwahrscheinlich. Jedoch darf diese Sicherheit nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Dienstleistungen rund um das Netzwerk, wie etwa die Wallets, eine Schwachstelle darstellen. Diese Einfallstore haben jedoch nichts mit Bitcoin selbst zu tun. Sie könnten so aber aufgrund von Manipulationen und Fehlern an der Software Ihre Bitcoins verlieren.

Soll ich jetzt in Bitcoin investieren?

Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen Monaten rasant gestiegen und markierte regelmäßig neue Allzeithochs. Ein Investment ist also mit dem Risiko verbunden, dass es wieder zu einer deutlichen Korrektur kommen könnte, wie die vergangenen Tage auch zeigen. Es gibt jedoch auch Anzeichen, dass der Trend intakt ist und ein weiterer Kursanstieg bevorsteht. Generell bleibt Bitcoin ein eher volatiles und risikobehaftetes Investment.

Biallo-Tipp: Dividenden von Genossenschaftsbanken

Eine sichere und interessante und vor allem sichere Alternative sind  Genossenschaftsanteile von  Genossenschaftsbanken. Diese bieten Jahr für Jahr attraktive Dividenden, besonders die  Genossenschaftsanteile der Volksbanken werfen hohe Renditen ab.





  Tim Stockschläger

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