Auf einen Blick
  • Non-Fungible Token (NFT) sind spekulativ und faszinierend zugleich.

  • Biallo.de erklärt, wo Sammler und Anleger die virtuellen Kunstobjekte erwerben können und was sie bei der Auswahl des digitalen Marktplatzes beachten müssen.
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Das Handelsvolumen von Non-Fungible Token (NFT) explodierte geradezu im vergangenen Jahr. Nach einem Bericht des Blockchain-Portals The Block legten die Umsätze von 33 Millionen US-Dollar im Jahr 2020 auf mehr als 13 Milliarden US-Dollar zu. Im Januar setzte sich der rasante Anstieg zunächst fort, mit einem Plus von knapp 130 Prozent gegenüber Dezember, bevor es im Februar zu einer deutlichen Korrektur kam.

Doch nicht nur die Umsätze, auch die Wertsteigerungen der populärsten NFT sind gewaltig und ziehen immer mehr Aufmerksamkeit auf die digitalen Kunst- und Sammelobjekte. Wenn Sie im NFT-Markt mitmischen möchten, sollten Sie sich vor der ersten digitalen Shoppingtour aber gründlich informieren. Wir haben Ihnen bereits ausführlich erklärt, wie NFT funktionieren. In diesem Artikel erfahren Sie, wo Sie NFT kaufen können und was es zu beachten gibt.

 

Plattformen für den Kauf: Wo kann man NFTs kaufen?

NFT werden auf einer ständig wachsenden Zahl an digitalen Marktplätzen gehandelt. Einige Gaming-Plattformen wie NBA Top Shot oder das Online-Spiel Sorare mit seinen digitalen Spielerkarten sind spezialisiert auf bestimmte Themen und Objekte. Diese machen aber nur eine kleine Nische des Gesamtmarktes aus.

Fast der ganze globale NFT-Umsatz entfällt auf einige große Online-Plattformen mit einem umfassenden Angebot, das von digitalen und animierten Grafiken (GIFs) über Sammelkarten, Musik, Internet-Domains bis hin zu Parzellen in virtuellen Welten reicht.

Sind NFT erst einmal auf einem Online-Marktplatz aufgesetzt und verkauft, können Sie auch an einem anderen Marktplatz zum Verkauf angeboten werden.

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Die besten Plattformen im Überblick

NFT-Käufer sollten bei der Auswahl ihres bevorzugten Marktplatzes vorwiegend auf die Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit der Plattform und die anfallenden Gebühren achten. Für NFT-Sammler, die sich für bestimmte Künstler interessieren, sind in der Regel die digitalen Marktplätze interessant, welche diese Künstler für ihre als Drops bezeichneten Auktionen nutzen.

Opensea

Die bekannteste und mit Abstand größte Handelsplattform gilt Opensea. 2021 wurden fast 90 Prozent des gesamten NFT-Volumens auf Opensea umgesetzt. Auf dem Marktplatz werden praktisch alle Arten von NFT gehandelt. Nutzerinnen und Nutzer können sich hier wie auch bei anderen Plattformen ein eigenes Profil anlegen, auf dem sie auch ihre digitalen Besitztümer zur Schau stellen können – gemäß dem Opensea-Motto: „To own what moves you and share with the world.“ Opensea lässt sich mit einer Vielzahl von Krypto-Wallets verbinden. Bezahlt werden kann auf Opensea mit Ethereum (ETH), Polygon (Matic) und Klaytn (Klay).

Hinweis: Nehmen Sie sich vor gefälschten E-Mails im Namen von Opensea.io in Acht. Alles weitere zu diesem Thema erfahren Sie in einem ausführlichen Artikel.

Nifty Gateway

Auch auf Nifty Gateway können unterschiedlichste Arten von NFT gekauft werden. Auf Nifty Gateway kann mit Ethereum (ETH) gehandelt werden. Zudem bietet Nifty Gateway die Besonderheit, dass Kundinnen und Kunden ihren Account direkt mit einer Kredit- oder Debitkarte verlinken können. Die erworbenen NFT werden nach der Transaktion auf der Plattform in einem Wallet gesichert. Natürlich können Käufer ihre NFT auch in ein anderes externes Wallet transferieren. Nifty Gateway sorgte im Dezember 2021 für Schlagzeilen, als der anonyme Online-Künstler Pak sein Werk „The Merge” auf der Plattform für die Rekordsumme von 91,8 Millionen US-Dollar verkaufte.

Binance

Binance ist eigentlich als weltgrößte Krypto-Währungsbörse bekannt. Doch Binance hat in den vergangenen Monaten auch ein umfassendes NFT-Angebot aufgebaut. Hier kann mit Ethereum (ETH), aber auch Binance Coin (BNB) und dem an den US-Dollar gekoppelten Binance US-Dollar (BUSD) gehandelt werden. Binance lockt die Schöpfer von NFT mit einer Beteiligung von einem Prozent an allen künftigen Umsätzen, ebenso wie Verkäufer, die ein ursprünglich an anderen Marktplätzen erworbenes NFT erstmals auf Binance listen. Bei Binance müssen auch deutschsprachige Kunden – wie bei allen Branchengrößen – mit einer englischen Oberfläche zurechtkommen.

SuperRare

SuperRare bietet ebenfalls ein breites Spektrum an NFT, dabei ist die Auswahl und die Zahl der Nutzer aber deutlich geringer als bei den führenden Börsen wie Opensea. Bezahlt wird mit Ethereum (ETH). Daneben bietet die Plattform den Besitzern des SuperRare-Token RARE die Möglichkeit, den Marktplatz selbst mitzugestalten. Auf den SuperRare Spaces steht Nutzern und Künstlern zudem eine Art virtuelle Schaufenster zur Verfügung, die erweiterte Möglichkeiten zur Präsentation von Kunst und Kontext bieten sollen.

 

Wie bezahle ich meinen NFT-Kauf?

Digitale Kunstwerke werden üblicherweise auch in digitalen Währungen bezahlt. Im Gegensatz zu normalen Transaktionen spielt Bitcoin bei NFT keine Rolle, da diese nicht auf der Bitcoin-Blockchain aufgesetzt werden können. Stattdessen werden NFT hauptsächlich auf der Ethereum-Blockchain oder auch auf Solana oder Polygon aufgesetzt.

Die als Gas Fees bezeichneten Gebühren fallen auf alle Transaktionen an und unterscheiden sich je nach verwendeter Krypto-Währung deutlich. So gilt etwa die Standardwährung Ethereum als relativ kostenintensiv, zugleich aber auch als besonders sicher und sehr etabliert. Grundsätzlich bestimmt der Creator eines NFT, welche der auf der jeweiligen Plattform verfügbaren (Krypto-)Währungen zur Bezahlung akzeptiert werden.

Einige wenige Plattformen wie Nifty Gateway ermöglichen auch, eine Kredit- oder Debitkarte zu verlinken (siehe unter Nifty Gateway). Damit sparen sich Käufer den Umweg über einen Krypto-Broker und ein Krypto-Wallet.

 

Welche Gesetze müssen beim Kauf von NFT beachtet werden?

Der NFT-Markt entwickelt sich rasant weiter und die rechtliche Diskussion kann teils kaum Schritt halten. So gilt unter anderem die Besteuerung des Handels und potenzieller Gewinne mit NFT bislang weder von der Finanzverwaltung noch von der Rechtsprechung als geklärt. Investoren wird daher geraten, mögliche Gewinne im Zuge der Steuererklärung offenzulegen, um den Vorwurf der Steuerhinterziehung zu vermeiden.

Wichtig: Ein NFT-Kauf und Transaktionen auf Wallets lassen sich in der Regel nicht rückgängig machen, auch wenn nach Meinung von Experten grundsätzlich ein Widerrufsrecht beim Kauf von NFT gilt.

Auf jeden Fall sollten sich Investoren zunächst mit der Theorie und der Praxis vertraut machen, bevor sie ernsthaft und mit nennenswertem Einsatz auf diesem Markt mitmischen. Für den ersten Kauf empfiehlt es sich, mit kleinen Summen zu beginnen und sich erst mit der Plattform und der Funktionsweise vertraut zu machen.

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Über den Autor Jochen Hägele

Der Journalist und Autor beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren intensiv mit Wirtschafts- und Finanzthemen: zunächst als Finanzplatz-Korrespondent und leitender Redakteur des Anlegermagazins Börse Online und später in der Unternehmenskommunikation eines internationalen Vermögensverwalters. Seinen Studienabschluss in Wirtschaftswissenschaften machte Jochen Hägele an der Universität Hohenheim. Er berichtet insbesondere über Zinsanlagen und Geldpolitik und hat unter anderem einen Ratgeber zu Zinsanlagen veröffentlicht. Seit Anfang 2022 schreibt er für biallo.de

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