Auf einen Blick
  • Polygon (MATIC) gehört zu den Top-20-Kryptoprojekten weltweit.

  • Im Jahr 2021 wurde das Matic-Netzwerk in Polygon umbenannt und daher wird Polygon oft mit dem Zusatz “MATIC” erwähnt.

  • Polygon bezeichnet sich selbst als Ethereums Internet der Blockchains.
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Zu den größten Herausforderungen von Kryptowährungen und Blockchains gehört das Skalierungsproblem. Dieses Problem beschreibt die Verzögerung bei der Verarbeitung von Transaktionen und die steigenden Netzwerkgebühren, wenn die Transaktionsanzahl steigt.

In diesem Zusammenhang hat sich Polygon zur Aufgabe gemacht, die Skalierungsprobleme des Ethereum-Netzwerkes zu lösen. Ein Vorteil von Polygon ist, dass keine oder deutlich weniger Gebühren im Vergleich zur Nutzung des Ethereum-Netzwerks anfallen. Darauf sind wir auch in unserer Anleitung für den Kauf eines NFT eingegangen.

 

Steckbrief

Das Polygon-Netzwerk (ehemals Matic-Netzwerk) wurde im Jahr 2017 gegründet und ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Durch die vielen Anwendungsmöglichkeiten hatte Polygon am 27. September 2021 das erste Mal mehr aktive Nutzer als Ethereum. Zum Betrachtungszeitpunkt (28. März 2022) weist Polygon laut Coinmarketcap eine Marktkapitalisierung von zwölf Milliarden Euro bei einem Kurs von 1,55 Euro aus.

Damit hat die Kryptowährung in den vergangenen zwei Wochen in der Spitze fast 30 Prozent zugelegt. Seit Jahresanfang steht allerdings immer noch ein Minus von rund 30 Prozent zu Buche, nachdem der Wert im vergangenen Jahr mehrere Tausend Prozent zugelegt hat.

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Was ist Polygon?

Polygon beschreibt sich selbst als Ethereums Internet der Blockchain, da verschiedene Skalierungsmöglichkeiten verbunden werden. Ziel ist es, die Infrastruktur des Ethereum-Netzwerkes mit Blick auf eine höhere Nutzerzahl zu verbessern. Dabei unterstützt Polygon (MATIC) alle ethereumbasierten Anwendungen und ermöglicht eine schnellere und kostengünstigere Abwicklung von Transaktionen.

Außerdem bietet Polygon eine Möglichkeit für Entwickler, eine kostengünstige und schnelle Verknüpfung zu Ethereum aufzubauen. Das gelingt durch die Nutzung von sogenannten Side-und Plasma-Chains. Die Kryptowährung von Polygon, der MATIC Token, wird zur Sicherung des Netzwerkes und für die Zahlung der Transaktionsgebühren benötigt.

Zusammenfassend lässt sich die Funktion von Polygon bildlich wie folgt vereinfachen: Das Ethereum-Netzwerk ist wie der Kassenbereich in einem großen Einkaufszentrum, in dem nur mit dem Euro in bar gezahlt werden darf. Der bar gezahlte Euro repräsentiert in diesem Beispiel Ether als Hauptwährung von Ethereum. Sobald die Transaktionsanzahl durch eine erhöhte Anzahl an Kunden steigt, entstehen höhere Kosten für das Einstellen neuer Mitarbeiter und eine erhöhte Wartezeit durch lange Schlangen für die Kunden.

Nun kommt Polygon als Anbieter von intelligenten Abwicklungssystemen ins Spiel und bietet verschiedene Lösungen an. Neben der Variante, an einer zweiten Kasse eine Selbstbedienungsfunktion mit Kartenzahlung zu integrieren (Side-Chain), werden an den bestehenden Kassen zusätzlich ebenfalls Möglichkeiten zur kontaktlosen Zahlung integriert (Plasma-Chain).

 

Was ist eine Side-Chain?

Eine Side-Chain bedeutet das Betreiben einer weiteren Blockchain mit einem eigenen Sicherheitsmechanismus neben einer Haupt-Blockchain. Bei Polygon (MATIC) ist die Haupt-Blockchain das Ethereum-Netzwerk. Mittels intelligenter Verträge (Smart Contracts) kommunizieren Side- und Haupt-Chain miteinander und garantieren den Übertrag von Werten.

Durch die Smart Contracts wird ermöglicht, dass unzählige Transaktionen auf der Side-Chain verlaufen können und somit das Hauptnetzwerk entlastet wird. Die Besonderheit ist, dass auf der Haupt-Chain grundsätzlich nur zwei Transaktionen abgewickelt werden müssen. Das folgende Schaubild verdeutlicht die Funktionsweise in vereinfachter Form.

 

Was ist eine Plasma-Chain?

Auf den ersten Blick ist eine Plasma Chain dasselbe wie eine Side-Chain. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Plasma-Chains zu jedem generierten Transaktionsblock Informationen an die Haupt-Chain liefern und somit einen weiteren Sicherheitsmechanismus besitzen. Folglich kann im Gegensatz zu Side-Chains bei einem Fehler im oder beim Ausfallen des verwendeten Sicherheitsmechanismus anhand der gelieferten Informationen der Anspruch an einem Vermögenswert bewiesen werden. Das folgende Schaubild verdeutlicht die Funktionsweise in vereinfachter Form.


 

Vor- und Nachteile von Polygon

Die Vorteile von Polygon liegen in der schnellen Transaktionsabwicklung und den geringen Kosten. Durch die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten wird Polygon bei zahlreichen Projekten verwendet und ist daher bei Entwicklern sehr beliebt. Es gibt jedoch auch andere Projekte wie Polkadot am Markt, die ähnliche Lösungen anbieten und somit Konkurrenten sind. Außerdem ist eine Weiterentwicklung von Ethereum (etwa der Umstieg auf einen anderen Prüfmechanismus) nicht ausgeschlossen, wodurch der Vorteil der schnellen und günstigen Transaktionen nicht mehr ins Gewicht fallen könnte.

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Wo kann ich Polygon kaufen?

Polygon lässt sich einerseits bereits über die großen Plattformen wie Coinbase und Binance kaufen, andererseits aber auch über dezentrale Börsen wie Uniswap oder PancakeSwap.

 

Fazit

Mittels Polygon lassen sich Transaktionen außerhalb des Ethereum-Netzwerkes durchführen. Somit können bis zu 65.000 Transaktionen pro Sekunde um ein Vielfaches günstiger als Ethereum abgewickelt werden. Daraus resultiert, dass bereits über 7.000 dezentrale Anwendungen Polygon zur Skalierung genutzt haben. In diesem Zusammenhang konnte auch die Kryptowährung von Polygon (Matic Token) im Jahr 2021 einen Anstieg von 0,015 Euro auf über 2,00 Euro verzeichnen.

Grundsätzlich sollten Sie bei Geldanlagen in Kryptowährungen immer auch das Risiko im Auge behalten. Verwenden Sie nur so viel Geld, wie Sie im schlimmsten Fall auch verlieren können und setzen Sie nicht nur auf eine einzige Währung. Auch bei Kryptowährungen kann sich ein Sparplan anbieten, wie ihn beispielsweise Coindex anbietet. Damit investieren Sie gleich in eine Vielzahl Kryptowährungen, was das Verlustrisiko verringert.

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Über den Autor Timo Kohlhaase
seine Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte Timo Kohlhaase bei der Kasseler Sparkasse. Aktuell ist er dort als Kundenberater im Privatkundengeschäft tätig. Nebenberuflich hat er sich stets weitergebildet und daher folgte der Abschluss zum Bankfachwirt an der Frankfurt School of Finance and Management und danach der Bachelor in Betriebswirtschaftslehre an der PFH Göttingen. Durch sein Interesse an dem Wandel der Finanzwirtschaft und den Auswirkungen der Blockchain-Technologie eignete sich Timo Kohlhaase unter anderem mittels der Blockchain Masterclass des Frankfurt School Blockchain Centers umfassende Kenntnisse in diesem Bereich an. Zudem behandelte er die Thematik in seiner Bachelor-Thesis und engagiert sich ehrenamtlich bei der Digital Euro Association. Als Experte unterstützt Timo Kohlhaase seit März 2022 Biallo für die genannten Themenkomplexe.
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