Online-Partnerbörsen: Fallen bei der Partnersuche

Ratgeber der Woche Online-Partnerbörsen: Fallen bei der Partnersuche

Annette Jäger
von Annette Jäger
27.08.2018
Auf einen Blick
  • Singles gehen immer öfter auf Partnersuche im Internet. Wie viele davon wirklich in glücklichen Partnerschaften landen, ist reine Spekulation.

  • Bevor Singles im Netz auf die Suche nach Mr. oder Mrs. Right gehen, sollten sie sich klar machen: Single-Börsen sind ein Geschäftsmodell – mit Vertrag und Kosten.

  • Wie Partnerbörsen genau funktionieren und welche Fallstricke es zu beachten gilt, zeigt Ihnen unser Ratgeber,
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Singles auf Partnersuche verlassen sich nicht mehr nur auf den Zufall. Die gezielte Suche im Internet nach der Liebe fürs Leben oder dem kurzen Flirt ist längst zum Normalfall geworden. Der stetig steigende Umsatz der Branche veranschaulicht den großen Zustrom: im Jahr 2003 setzte die Branche 21,5 Millionen Euro um, im Jahr 2017 waren es 210,9 Millionen Euro (Quelle: singleboersen-vergleich.de).

Doch bevor Nutzer auf Liebessuche gehen, sollten sie die rosarote Brille abnehmen. Letztendlich geht es auch um ein Geschäft – der Nutzer schließt einen Vertrag ab und zahlt oftmals viel Geld für die Nutzung eines Portals. Leider geht es hier nicht immer transparent und korrekt zu. Erfahren Sie auf den folgenden Seiten mehr zu Kosten, Kündigungsfristen und Widerrufsmöglichkeiten.

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Partnerbörsen im Internet - wie funktionieren sie?

Das bietet das Internet

Wer das Wort "Singlebörse" in eine Internetsuchmaschine eingibt, erhält eine Flut von Angeboten. Einladungen zum Chatten, Flirten, Reisen und Kennenlernen. In Tausenden von Portalen kann man Singles treffen, die aber nicht alle unbedingt dasselbe im Sinn haben. Nur wenige davon sind auf ernsthafter Partnersuche. Bei einem Großteil der Angebote geht es in erster Linie um das unverbindliche Chatten und folgenlose Flirten.

Damit man im Single-Dschungel nicht verloren geht und auch auf der Website landet, die den eigenen Absichten entspricht, sollte man wissen, dass es grundsätzlich zwei verschiedene Such-Methoden gibt: Die Suche per Kontaktbörse und jene über eine Online-Partnervermittlung.

So funktionieren Kontaktbörsen

Bei einer Kontaktbörse stellt der Nutzer ähnlich wie bei einer Zeitungsannonce sein Profil ein. Wie viel jemand von sich preisgibt, bleibt ihm selbst überlassen. Alter, Postleitzahl, Hobbys, Beruf, Vorlieben und Abneigungen sind die üblichen Angaben. Fotos können in der Regel auch eingestellt werden. Meist geht der Nutzer auf solchen Portalen selbst auf Partnersuche und kann – ähnlich wie in Zeitungsannoncen – beliebig stöbern und andere Singles kontaktieren.

Kosten: Bei denmeisten Partnerbörsen steht zunächst ein kostenloser Service zur Verfügung, der geeignet ist, um das Suchsystem kennenzulernen: Das Einstellen einer Kontaktanzeige und eines Fotos gibt es bei den meisten zum Nulltarif. Wer dann mit anderen in Kontakt treten möchte, muss oft Mitglied werden. Wie umfangreich man kostenlos aktiv sein kann, ist von Seite zu Seite unterschiedlich. Die meisten Websites bieten eine Mitgliedschaft für ein, drei oder sechs Monate sowie ein ganzes Jahr an. Die Kosten variieren. Lovescout24 verlangt zum Beispiel 44,99 Euro pro Monat bei einer insgesamt dreimonatigen Laufzeit. Für diesen Preis können Nutzer unbegrenzt Kontakte mit anderen Mitgliedern knüpfen. Je länger die Laufzeit ist, desto günstiger wird der Monatspreis.

Geeignet für: Nutzer, die schnell und unkompliziert mit anderen in Kontakt treten wollen und die es nicht zwingend auf eine langfristige Partnerschaft abgesehen haben. Manche wollen auch nur den kurzen Flirt und unverbindlich online kommunizieren. Findet sich dabei die große Liebe, ist das ein schöner Nebeneffekt, aber es ist nicht zwingend das Ziel. Gerade in den Abendstunden oder am Wochenende sind oft Tausende von Nutzern online.

Das müssen Nutzer wissen: Nutzer stellen ihr eigenes Profil ein – und da wird auch gerne mal geflunkert oder maßlos übertrieben. Wissen muss man auch, dass die eigene Kontaktanzeige samt Foto in der Regel für alle Besucher der Kontaktbörse sichtbar ist.

Bekannte Angebote: lovescout24.de, zoosk.com, zweisam.de (für Singles ab 50 Jahren).

Lesen Sie auch: So klappt es mit dem Gemeinschaftskonto

So funktionieren Partnervermittlungen

Ganz anders funktionieren die Partnervermittlungen im Internet. Diese Angebote setzen auf einen umfangreichen und detaillierten, psychologisch basierten Persönlichkeitstest, bei dem es um mehr als Alter, Hobby und die Postleitzahl geht. Vielmehr fließen die persönlichen Einstellungen zum Leben und zu Partnerschaft mit ein.

Der umfangreiche Fragebogen wird dann ausgewertet und er bildet die Grundlage für die Partnervermittlung: Das Portal selbst schlägt dem Nutzer geeignete Partner vor. Ziel ist es, Partner zu finden, die möglichst viele Ähnlichkeiten haben. Denn nach psychologischen Erkenntnissen halten diese Partnerschaften am längsten. Statt der großen Masse wie bei den Kontaktbörsen, trifft man hier oft auf mehr Qualität bei den Partnerempfehlungen.

Kosten: Auch hier können Nutzer die Websites anfangs kostenlos testen. Wer allerdings alle Funktionen nutzen will und mit potentiellen Partnern in Kontakt treten möchte, muss Mitglied werden. Das ist nicht gerade günstig. Bei einer sechsmonatigen Mitgliedschaft fallen rund 70 Euro im Monat an. Viele Plattformen bieten zu besonderen Anlässen, wie beispielsweise am Valentinstag, Rabatte an. Neu in der Branche und deshalb erwähnenswert, weil das Preismodell eine Neuheit ist, ist das Portal Lemonswan: Alleinerziehende, Studenten und Auszubildende können die Plattform kostenlos nutzen.

Geeignet für: Nutzer, die eine langfristige Partnerschaft anstreben und dabei mehr auf Ähnlichkeiten setzen, als daran glauben, dass Gegensätze sich anziehen. Diese Methode eignet sich auch für Suchende, die es ernst meinen, aber vielleicht nicht die offensiven Flirt-Experten sind. Bevor man bei den Partnervermittlungen zum ersten Mal in Kontakt mit jemandem tritt, weiß man schon eine ganze Menge über sie oder ihn und hat gleich ein gemeinsames Thema, das man ansprechen kann.

Das müssen Nutzer wissen: Das eigene Profil ist nicht für alle sichtbar. Vielmehr macht das Portal geeignete Partnervorschläge. Der Nutzer entscheidet dann selbst, mit wem er in Kontakt tritt und wem er Zugang zum eigenen Profil gewährt. Auch wann und in welchem Umfang Fotos ausgetauscht werden, entscheiden die Nutzer selbst.

Bekannte Angebote: parship.de, elitepartner.de, edarling.de, lemonswan.de

Seiten für besondere Zielgruppen

Wer von vornherein weiß, dass er nur eine ganz bestimmte Zielgruppe ansprechen möchte, kann auch gleich bei einer spezialisierten Kontaktseite danach suchen: Es gibt spezielle Seiten für Senioren, Alleinerziehende, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung, Menschen, die nur auf der Suche nach einem Seitensprung sind, übergewichtig sind oder einen Partner speziell aus Osteuropa suchen. Kurz: Es gibt nichts, was es nicht gibt.

  • Biallo-Tipp: Je mehr Mitglieder eine Plattform zu verbuchen hat, umso größer sind die Chancen, den passenden Partner zu finden. Allerdings können Zahlen täuschen: Bei einigen Angeboten werden sowohl Karteileichen – schon lange nicht mehr aktive Mitglieder – oder auch passive Nutzer – jene, die eine Anzeige eingestellt haben, aber nicht zahlendes Mitglied sind und somit nicht aktiv in Kontakt treten können – mitgezählt.
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Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
1.
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4,99%
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So viel kostet eine Mitgliedschaft bei vier beliebten Partnerbörsen

Onlinebörse

Besonderheiten

Kosten Premium-Mitgliedschaft

Parship

www.parship.de

seit 2001 online

Anteil Frau/Mann: 50:50

- Partnervermittlungsbörse

- Singles zwischen 25 und 59 Jahren aus dem urbanen Umfeld

- wissenschaftliches Partner-Matching

6 Monate: 419,40 Euro

(69,90 Euro pro Monat)

- 12 Monate: 658,80 Euro

- (54,90 Euro pro Monat)

- 24 Monate: 837,60 Euro

- (34,90 Euro pro Monat)

Elite Partner

www.elitepartner.de

seit 2004 online

Anteil Frau/Mann: 54:46

- Partnervermittlungsbörse

- gebildete Singles (u.a. Akademiker) im Alter zwischen Ende 20 und Anfang 50

- wissenschaftliches Partner-Matching

6 Monate: 479,40 Euro

(79,90 Euro pro Monat)

12 Monate: 706,80 Euro

(58,90 Euro pro Monat)

24 Monate: 957,60 Euro

(39,90 Euro pro Monat)

LemonSwan

www.lemonswan.de

seit 2017 online.de

Anteil Frau/Mann: 53:47

- Partnervermittlungsbörse

- kostenlos für Alleinerziehende, Studenten und Auszubildende

- wissenschaftliches Partner-Matching

6 Monate: 449,40 Euro

(74,90 pro Monat)

12 Monate: 658,80 Euro

(54,90 pro Monat)

24 Monate: 957,60 Euro

(39,90 pro Monat)

LoveScout24

www.lovescout24.de

seit 2000 online

Anteil Frau/Mann:

Keine Angaben

- Kontaktbörse

- Registrierung innerhalb weniger Sekunden

- Freischaltung von Profilinhalten nach Prüfung durch den Kundenservice

Es gibt vier verschiedene Tarifoptionen. Wer unbegrenzte Kontaktmöglichkeiten nutzen möchte, zahlt z.B.:

1 Monat: 54,99 Euro

3 Monate: 134,97 Euro

(44,99 Euro pro Monat)

6 Monate: 239,94 Euro

(39,99 Euro pro Monat)

12 Monate: 407,88 Euro

(33,99 Euro pro Monat)

Quelle: biallo.de/Stand: Juli 2018. Die Angaben haben die Portale selbst zur Verfügung gestellt.

Fallen bei der Partnersuche

Automatische Mitgliedschaft

Eines muss dem Nutzer von Partnerbörsen im Internet klar sein: Die Portale sind ein Geschäftsmodell. Geld verdienen die Betreiber mit kostenpflichtigen Mitgliedschaften. Transparenz ist dabei nicht gerade eine Eigenschaft, die die Portale auszeichnet.

Tatsächlich ist es so, dass Nutzer sich auf den Portalen meist zunächst kostenlos oder für einen sehr geringen Preis registrieren können, um das Angebot kennenzulernen. Das kann man sich in vielen Fällen wie ein Probe-Abonnement einer Zeitung vorstellen. Nach Ablauf einer bestimmten Frist geht aber meist die zunächst kostenlose Mitgliedschaft in eine kostenpflichtige über, wenn der Nutzer versäumt, innerhalb einer Frist zu kündigen.

Um das zu vermeiden, sollten Nutzer vor der ersten Registrierung unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, kurz, die AGBs. Sie sind meist versteckt, ganz am unteren Ende einer Website untergebracht. Hier kann der Nutzer in Erfahrung bringen, ob und zu welchen Bedingungen seine kostenlose Portalnutzung in eine kostenpflichtige übergeht.

Widerruf

Sollte der Nutzer tatsächlich kostenpflichtiges Mitglied eines Portals geworden sein und will aber so schnell wie möglich wieder aus dem Vertrag aussteigen, kann er sein Widerrufrecht in Anspruch nehmen. Es gilt 14 Tage lang nach Vertragsabschluss – ohne Angabe von Gründen – vorausgesetzt, der Nutzer wurde auch vor Vertragsabschuss über sein Widerrufsrecht informiert.

  • Biallo-Tipp: Sollte der Anbieter nicht korrekt auf das Widerrufsrecht hingewiesen haben – nämlich in den AGBs – erlischt es erst zwölf Monate und 14 Tage nach Vertragsabschluss!

Einen Widerruf können Nutzer per E-Mail an das Portal senden. Seit 2016 ist es zwar gesetzlich geregelt, dass Nutzer online abgeschlossene Verträge auch online wieder kündigen können, also per Mail oder über ein Formular. Trotzdem ist eine schriftliche, per Einschreiben und Rückschein versandte Kündigung, sicherer – Nutzer haben einen Beweis in der Hand, dass sie den Widerruf abgeschickt haben.

Es gibt durchaus Portale, die behaupten, nie ein Kündigungsschreiben erhalten zu haben. Natürlich ist ein Widerruf immer innerhalb der 14-Tage-Frist möglich, auch wenn man ganz bewusst ein Abo abgeschlossen hat.

  • Biallo-Tipp: Ein Blick ins Impressum lohnt sich, bevor Nutzer sich bei einer Partnerbörse registrieren. Ist das Unternehmen in Deutschland ansässig oder im Ausland? Agiert es aus dem Ausland, kann es bei einer Rückabwicklung des Vertrags eher zu Schwierigkeiten kommen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet von Fällen, bei denen Kunden das Widerrufsrecht verweigert wurde, mit der Begründung, der Kunde sei bereits auf dem Portal aktiv geworden, habe Nachrichten von anderen Mitgliedern erhalten und verschickt. Das Widerrufsrecht verliert der Kunde bei Dienstleistungen jedoch nach Ansicht der Verbraucherzentrale nur dann, wenn der Vertrag bereits vollständig erfüllt wurde.

Das ist bei Partnerbörsen nicht der Fall, da das Mitglied ja bis zum Ende der Laufzeit ständig in neuen Kontakt mit anderen Mitgliedern treten kann und der Vertrag erst über die gesamte Laufzeit erfüllt wird. Die Verbraucherzentrale hat Portale, die das so handhaben, in der Vergangenheit bereits erfolgreich abgemahnt.

Wertersatz

Die Möglichkeit des Widerrufs klingt gut: Der Nutzer hat also noch 14 Tage lang das Recht, wieder aus dem Vertrag auszusteigen. Das ist insbesondere dann erleichternd, wenn er unabsichtlich über ein Probeabo in den Vertrag gestolpert ist. Doch leider geht jetzt oft der Ärger los. Denn die Plattformen erstatten nicht etwa das gesamte gezahlte Geld zurück – oftmals zahlen Kunden die Gesamtsumme eines Abos im Voraus – sondern berechnen einen sogenannten Wertersatz: Die Leistungen, die der Kunde bereits in Anspruch genommen hat, werden einbehalten bzw. berechnet.

Und da kommt es nicht selten zu horrenden Preisen. Es gibt Portale, die bis zu 75 Prozent der Gesamtkosten des Abos als Wertersatz berechnen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat deshalb beispielsweise das Portal Parship schon mehrmals abgemahnt und verklagt. Auch das Portal Elitepartner geriet in den Fokus der Verbraucherschützer.

  • Biallo-Tipp: Nutzer sollten unbedingt monatlich bezahlen und nicht die gesamte Summe für das Abonnement im Voraus entrichten. Wer seinen Vertrag widerrufen hat und die Dienste des Anbieters nicht mehr nutzt, sollte auch keine Zahlungen mehr leisten. Sollten Nutzer ein Sepa-Lastschriftenmandat erteilt haben, sollten sie auch dieses widerrufen und bereits abgebuchte Beträge von der Bank zurückholen lassen, rät die Verbraucherzentrale Hamburg.

Gerichtsstreitigkeiten

Viele Verbraucher haben tatsächlich wegen überzogener Wertersatzforderungen schon erfolgreich vor Gerichten gegen Partnerbörsen geklagt. Inzwischen gibt es Anwälte, die sich auf die Verfahren spezialisiert haben. Wer tatsächlich Forderungen geltend machen möchte, sollte umgehend handeln. Denn Ansprüche verjähren nach drei Jahren.

Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet von einem Fall, bei dem eine Frau, die ihre Mitgliedschaft bei Parship nach zwölf Tagen widerrufen hat, einen Wertersatz für zehn vermittelte Kontakte von über 300 Euro bezahlen sollte. Insgesamt hatte sie knapp über 400 Euro für ihr Abonnement bezahlt.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Kunden in solchen Fällen gute Chancen haben, ihr Geld zurück zu erhalten, wenn sie Klage einreichen. In vielen Fällen musste Parship die Anwalts- und Gerichtskosten für die Verfahren tragen. Auch ohne Anwalt können Kunden erfolgreich klagen.

  • Biallo-Tipp: Wenn der Nutzer innerhalb des 14-tägigen Widerrufsrechts keinerlei Kontakte über das Portal geknüpft hat, müsste ein im Voraus bezahlter Abonnementpreis grundsätzlich wieder zurückerstattet werden.

Kündigung

Auch die Kündigungsmodalitäten sind bei Online-Partnerbörsen in den meisten Fällen nicht kundenfreundlich gestaltet. Versäumt es der Nutzer, seinen Vertrag rechtzeitig zu kündigen, verlängert sich dieser automatisch: oft um die Dauer, die er ursprünglich vereinbart hat. Das sind dann oft hunderte von Euro, die zu bezahlen sind.

Diese Modalitäten gelten bei den Portalen unserer Tabelle:

Parship: Findet keine Kündigung statt,verlängert sich die jeweilige Mitgliedschaft automatisch um die in den produktbezogenen Vertragsinhalten spezifizierte Laufzeit - maximal um zwölf Monate.

Elitepartner: Findet keine Kündigung statt, verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch um maximal zwölf Monate.

Lemonswan: Findet keine Kündigung statt, verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch um weitere zwölf Monate bei allen drei Tarifvarianten.

Lovescout24: Findet keine Kündigung statt, verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch um den vom Kunden ursprünglich gewählten Zeitraum.

(Die Informationen haben die Portale selbst zur Verfügung gestellt.)

Wichtig: Das Widerrufsrecht lebt bei einer automatischen Verlängerung des Vertrages nicht wieder auf.

Regulär können Nutzer einen einmal abgeschlossenen Vertrag, bei dem die Widerrufsfrist verstrichen ist, nur zum Ende der Laufzeit kündigen. Oft beträgt die Frist zwölf Wochen zum Laufzeitende. Bei Lovescout24 hingegen nur 48 Stunden. Die Kündigungsfristen können Kunden den AGBs entnehmen. Eine Kündigung sollte sicherheitshalber per Einschreiben und Rückschein erfolgen.

  • Biallo-Tipp: Um die Kündigungsfrist keinesfalls zu versäumen, empfiehlt es sich, den Vertrag gleich nach Abschluss schriftlich zum Termin zu kündigen.

Diese Kündigungsfristen gelten bei den Portalen unserer Tabelle:

Parship: Die Kündigungsfrist beträgt zwölf Wochen zum Ende der jeweils vereinbarten Laufzeit.

Elitepartner: Die Kündigungsfrist beträgt zwölf Wochen zum Ende der jeweils vereinbarten Laufzeit.

Lemonswan: Die Kündigungsfrist beträgt zwölf Wochen zum Ende der jeweils vereinbarten Laufzeit.

Lovescout24: DieKündigung muss bis spätestens 48 Stunden vor Ablauf des Gültigkeitszeitraums erfolgen.

(Die Informationen haben die Portale selbst zur Verfügung gestellt.)

Zusatzangebote

Auch wenn man Premium-Mitglied bei einer Kontaktbörse geworden ist, kann man deshalb längst nicht alle Angebote kostenlos nutzen. Viele Services kosten extra, zum Beispiel ein individuelles Coaching, das die Chancen, einen Partner zu finden, erhöhen soll. Immer wieder kommt es vor, dass Nutzer diese Angebote versehentlich buchen. Ein paar Beispiele kostenpflichtiger Zusatzangebote:

Parship: Coaching, Single Events
Elitepartner: Coaching
Lovescout24: Connect Option (Auch Nicht-Premium-Mitglieder können den Nutzer kostenfrei kontaktieren. Außerdem wird das eigene Profil in den Suchergebnissen in einer Top-Position angezeigt.)

Vergleich Rechtsschutzversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 CIF-PRO-classic 188,45 Euro weiter
2 DMB Securo 198,29 Euro weiter
3 Ratio 229,00 Euro weiter
4 JurPrivat 235,00 Euro weiter
5 Compact Familie 236,93 Euro weiter
RS Privat/ Verkehr/ Beruf/ Wohnen, Laufzeit 1 Jahr, Antragsteller 30 J., nur Top-Familientarife.
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So finden Sie seriöse Partnerbörsen

Wer wild drauflos klickt, kann auch schnell scheitern. Denn nicht alle Leute, die im Web unterwegs sind, haben seriöse Absichten. Es tummeln sich in der Tat viele schwarze Schafe auf dem Markt der einsamen Herzen. Der größte Fehler, den viele Suchende machen, ist, zu schnell zu viele Informationen über sich preiszugeben und zu vertrauensselig zu agieren.

Das virtuelle Gegenüber wird häufig idealisiert und freizügig gibt man Adresse, Arbeitsplatz und Telefonnummer heraus. Daraus sind auch schon Stalking-Fälle geworden.

Ein anderer Klassiker: Der vermeintliche Traumpartner schickt gefälschte Bilder, erzählt eine erfundene Geschichte und bittet um Geld, um eine vorübergehende Notlage zu überbrücken. Der vertrauensselige Single auf der anderen Seite überweist das Geld und hört nie wieder etwas von dem guten Freund. Alles schon passiert. Die Dunkelziffer ist hoch, weil keiner gerne zugibt, einem Betrüger auf den Leim gegangen zu sein.

Die Polizei warnt vor diesem sogenannten Romance-Scamming: Unter anderem auf Online-Partnerbörsen suchen sich die sogenannten Scammer ihre Opfer. Sie beginnen einen Flirt, wirken absolut seriös, tischen aber eine erlogene, jedoch durchaus spannende Lebensgeschichte auf, und fordern irgendwann dazu auf, Geld zu überweisen oder sie bitten um Kopien von Personalausweis und Reisepass.

Anfällig für solche Betrügereien sind natürlich kostenlose und oft international ausgerichtete Partnerbörsen. Websites wie singleboersen-vergleich.de haben viele Seiten auf Sicherheit und Seriosität ausgewertet und können eine Hilfe bei der Suche sein. Eine seriöse Website sollte folgendes bieten:

Kosten: Seriöse Seiten verlangen einen Mitgliedsbeitrag. Je teurer die Mitgliedschaft ist, desto größer ist die Hürde für unseriöse Nutzer, sich anzumelden.

Überprüfung: Ein guter Anbieter überprüft seine Mitglieder. Manche verlangen die Vorlage eines persönlichen Dokuments wie eines Personalausweises. Andere überprüfen die Postadresse oder ein ganzes Team im Kundendienst überprüft eingestellte Kontaktanzeigen. Auf diese Weise können auch Karteileichen und passive Nutzer aussortiert werden. Eine solche Pflege der Seite gehört zum guten Kundendienst.

Kundenservice: Eine gute Seite sollte auch einen gut erreichbaren Kundenservice anbieten. Es empfiehlst sich, einfach mal anzurufen und zu testen, wie erreichbar die Ansprechpartner wirklich sind. Ein Impressum mit Adresse und Namen der Geschäftsführung ist ohnehin Pflicht.

Datenschutz: Auch eine Datenschutzerklärung muss zu lesen sein sowie Hinweise, wofür die eingestellten Daten und Bilder verwendet werden. Darauf hat man ein Recht. Daten dürfen nur mit Zustimmung weitergegeben werden. Wie der Anbieter damit umgeht, ist in den AGBs zu lesen. Damit Daten nicht von Fremden abgegriffen werden, lohnt es sich nachzulesen, welchen Sicherheitsstandard die Internetseite garantiert: Bei einer SSL-Verschlüsselung überprüft der Browser bei jedem Aufruf einer Webseite, ob der Internetseiten-Betreiber ein gültiges SSL-Zertifikat verwendet.

Transparenz: Genaue Kosten, die genauen Modalitäten der Mitgliedschaft, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen - das alles sollte übersichtlich dargestellt und leicht zu finden sein.

Profil löschen: Nach dem Vertragsende sollten Nutzer nochmal kontrollieren, ob der Betreiber der Seite auch das Profil gelöscht hat und damit auch alle Daten. Das sollten sie sich vom Betreiber schriftlich bestätigen lassen.

  • Biallo-Tipp: Viele Partnerbörsen werben mit Gütesiegeln wie einer Tüv-Plakette. Verbraucher sollten prüfen, was das Siegel genau garantiert. Es bestätigt nämlich nicht pauschal eine seriöse Webseite, sondern oftmals nur die Qualität eines Teilaspekts wie Datensicherheit.

Lesen Sie auch: Schutz vor Internetrisiken

Die Alternative

Die klassische Zeitungsannonce halten viele Verbraucherschützer immer noch für die effizienteste und seriöseste Methode, nach einem Partner zu suchen. Wer sich die Mühe macht und eine Anzeige formuliert und dafür im Durchschnitt 100 Euro zahlt, meint es auch ernst, lautet die Einschätzung. Ist dazu die Annonce in einer seriösen Zeitung geschaltet, kann man damit eine hohe Erfolgsquote erreichen. Und wenn eine Zuschrift nicht zusagt, zerreißt man sie und schmeißt sie weg. Daten werden keine gespeichert.

Lesen Sie auch: Ehevertrag – Faire Abmachungen in friedlichen Zeiten treffen

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Annette Jäger
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Annette Jäger
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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de