Auf einen Blick
  • Robin, der Robo-Advisor der Deutschen Bank, bietet seinen Kunden ein breit gefächertes Anlagekonzept aus 16 Strategien mit unterschiedlichen Risikoleveln.

  • Robin betreibt aktives Risikomangement mit passiven Produkten auf Basis des sogenannten Value at Risk (VaR).

  • Die breit gestreuten ETFs werden börsentäglich überwacht und die Zusammensetzung bei Bedarf an die Marktlage angepasst.
Robin, der Robo-Advisor aus dem Hause Deutsche Bank, kann auf das Know-how und die Kapitalmarktexpertise von DB Research zurückgreifen.
Bildquelle: Blue Planet Studio / Shutterstock.com

Die wichtigsten Informationen zu Robin

  • Anzahl der Kunden: k. A.
  • Kundenvermögen: dreistelliger Millionenbetrag.
  • Unternehmen: Seit 2017 ist Robin die digitale Vermögensverwaltung der Deutschen Bank.  
  • Gründung/Gründer: 2017 von der Deutschen Bank.
  • Risikomanagement: aktiv.
  • Anlagestrategie: Die digitale Vermögensverwaltung bietet ihren Anlegern ein breit gefächertes Anlagekonzept aus 16 Strategien mit unterschiedlichen Risikoleveln.

Erfahrungen und Testergebnisse

  • Google Play: Keine eigene Android-App vorhanden
  • App Store: Keine eigne iOS-App vorhanden

Kunden können sich nicht mit einer speziellen App in die Konten ihrer Geldanlage einloggen. Eine Abfrage ist jedoch über die "Deutsche Bank Mobile"-App per Smartphone, Tablet oder per mobiler Browser möglich.

Kundenstimmen

Wie die Erfahrungsberichte von Robin-Kunden in divesersen Anlegerforen zeigen, sind die Nutzer mit dem Robo-Advisor der Deutschen Bank im Durchschnitt sehr zufrieden. Zum einen wegen seiner ausreichenden, wenn auch nicht herausragenden Performance und der regelmäßigen Weiterentwicklung im Bereich Technologie und Portfolioanpassungen. Zum anderen werden das Informationsangebot als sehr reichhaltig und die Gebühren als akzeptabel bewertet.

Biallo-Test

Biallo.de zeichnet in seinem Test nur Robo-Advisor mit der besten Performance aus. Robin wurde hier bisher noch nicht aufgelistet. Derzeit bewegt sich die Wertentwicklung von Robin in unserem Performance-Vergleich nur im Mittelfeld.

Finanztest

Bei Finanztest von Stiftung Warentest wurde Robin mit der Gesamtnote befriedigend (2,7) bewertet.

Die Testkriterien im Einzelnen:

  • Mängel des Portfolios: sehr gering
  • Jährliche Kosten: befriedigend (2,8)
  • Informationen zu Produkt und Kosten: befriedigend (2,9)
  • Ermittlung Kundenstatus: gut (1,9)
  • Mängel der Vertragsbedingungen: keine


Performance der Robin-Portfolios

Portfolio Performance 1 Jahr Performance 2 Jahre Performance 3 Jahre
"VaR 6%" (defensiv) 0,96 % 8,93 % 6,46%
"VaR 9%" (ausgewogen) 1,15 % 12,62 % 8,62 %
"VaR 20%" (offensiv) 3,43 % 24,55 % 14,03 %

Quelle: Robin (Deutsche Bank); Performance-Vergleich biallo.de / Stichtag: 31. Dez. 2020 / Performance vor Vermögensverwaltungsgebühr und Steuern
Risikohinweis: Bitte beachten Sie, dass historische Werte kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind!


So melden Sie sich bei Robin an

1. Eingabe der persönlichen Daten

2. Einrichtung Ihres Referenzkontos

3. Auskunft über Ihre Erfahrung im Handel mit Wertpapieren

4. Bestätigung der rechtlichen Hinweise

5. Überprüfung Ihrer Angaben

6. Auswahl der Legitimierungsmethode (über VideoIdent- oder PostIdent-Verfahren)

Robin – Anmeldung

Quelle: Webseite von Robin (Screenshot)

Die Anlagestrategie von Robin

Robin beobachtet die Marktschwankungen am Kapitalmarkt und überprüft regelmäßig, ob das Portfolio noch im Einklang mit dem gewählten Risikolevel des Kunden steht. Dafür stehen Robin täglich aktualisierte Kapitalmarktdaten sowie aktuelle Einschätzungen zur Marktlage von den Analysten der Deutschen Bank rund um den Chefanlagestrategen Dr. Ulrich Stephan zur Verfügung. Bei Anpassungsbedarf berechnet Robin eine neue Portfoliozusammensetzung und stellt diese speziell ausgebildeten Portfoliomanagern zur Verfügung. Die Portfoliomanager überprüfen den Umschichtungsvorschlag des Algorithmus und geben ihn frei. Der Kunde muss an dieser Stelle nicht selbst aktiv werden. Die Häufigkeit einer Portfolioanpassung ist abhängig vom Risikolevel sowie der Entwicklung der einzelnen Anlageklassen und den Kapitalmarktprognosen für diese Anlageklassen. Zusätzliche Portfolioanpassungen können zum Beispiel dann entstehen, wenn der Kunde eine zusätzliche Einzahlung oder eine Entnahme tätigt.


Robin – Anlagestrategie

Quelle: Webseite von Robin (Screenshot)

Finanzprodukte

Die Anlage erfolgt ausschließlich in ETFs (Aktien Industrieländer, Aktien Schwellenländer, Staats- & Unternehmensanleihen, Staatsanleihen, besicherte Anleihen, Rohstoffe).

    Risikomanagement

    Robin verfolgt ein aktives Risikomanagement.

    Diversifikation

    Breit gestreute ETFs, die börsentäglich überwacht und bei Bedarf umgeschichtet werden.


    Rebalancing

    Jedes Robin-Kundenportfolio wird individuell börsentäglich überwacht, damit das gewählte Risikolevel (VaR) auch eingehalten wird. Dabei wird in den Algorithmus monatlich oder ad-hoc die aktuelle Marktmeinung des Deutsche-Bank-Chefanlagestrategen Dr. Ulrich Stephan eingebracht. Damit verbindet Robin die Fähigkeiten von Mensch und Maschine. Immer wenn der Risikokorridor verlassen wird oder eine neue Marktmeinung vorliegt, wird das Kundenportfolio optimiert.


    So funktioniert das Risikomanagement

    Robin arbeitet – ähnlich wie Scalable Capital – mit dem sogenannten Value at Risk (VaR). Die Kennzahl beziffert das Verlustrisiko, das mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent nicht überschritten werden soll. Ein VaR von zum Beispiel 20 Prozent bedeutet, dass innerhalb von 20 Jahren statistisch gesehen nur einmal ein Jahresverlust von mehr als 20 Prozent auftreten sollte. Droht eine Abweichung von der individuellen Risikovorgabe, passt Robin das Portfolio automatisch an. Dabei wird börsentäglich überprüft, ob die Zusammensetzung der Anlageklassen noch mit dem Risikoprofil des Anlegers übereinstimmen. 

    Auf Basis aktueller Marktdaten errechnet der Robo-Advisor, welche ETFs gekauft oder verkauft werden, um wieder das entsprechende Risikolevel zu erreichen. Allerdings prüft vor der Aktivierung einer Order ein Expertenteam, ob die Anpassung sinnvoll ist. Zur Risikoreduzierung in turbulenten und extrem volatilen Marktphasen wird der Liquiditätsanteil erhöht und entsprechende ETFs werden verkauft.

    Portfoliozusammensetzung für verschiedene Risikolevel

    VaR 5 %

    Robin – Portfoliozusammensetzung VaR 5 %

    Quelle: Webseite von Robin (Screenshots)

    VaR 10 %

    Robin – Portfoliozusammensetzung VaR 10 %

    Quelle: Webseite von Robin (Screenshots)

    VaR 15 %

    Robin – Portfoliozusammensetzung VaR 15 %

    Quelle: Webseite von Robin (Screenshots)

    VaR 20 %

    Robin – Portfoliozusammensetzung VaR 20 %

    Quelle: Webseite von Robin (Screenshots)

    Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

    Die Servicegebühr beträgt 0,75 Prozent pro Jahr und wird auf Basis des durchschnittlichen Gesamtportfoliowerts (Robin-Konto und Depot) nachträglich zum Quartalsende vom Robin-Konto belastet. Bei unterjähriger Depoteröffnung und -schließung wird die Vergütung zeitanteilig berechnet. Außerdem fallen bei Robin durchschnittlich Produktkosten in Höhe von 0,25 Prozent pro Jahr an, die direkt von den Emittenten der ETFs einbehalten und bereits in den ETF-Kursen berücksichtigt sind.

    Quelle: Webseite von Robin (Screenshot)

    Diese Mindestanlage ist notwendig

    Es ist eine Mindestanlage von 500 Euro notwendig. Sparpläne sind in beliebiger Höhe möglich.

    Wie Sie kündigen können

    • Es gibt keine Mindestlaufzeit.
    • Bei Robin lässt sich das Kapital flexibel ein- oder auszahlen.
    • Keine Kündigungsfrist oder Gebühren für Einzahlungen und Entnahmen.

    Wie sicher Ihre Einlagen sind

    Depot und Konto werden bei der konzerneigenen Deutschen Bank AG geführt, die an die gesetzliche Einlagensicherung gebunden ist. Dadurch sind Einlagen bis zu 100.000 Euro auf dem Verrechnungskonto garantiert. Im Schadensfall steht das Geld spätestens innerhalb von sieben Tagen bereit. Reguliert wird der Vermögensverwalter Robin durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

    ETFs zählen zum sogenannten Sondervermögen und genießen im Fall einer Insolvenz des Vermögensverwalters, der Depotbank oder des Emittenten besonderen Schutz. Das bedeutet, die Wertpapiere werden nicht zur Insolvenzmasse gezählt und bleiben im Besitz des Anlegers beziehungsweise werden an diesen herausgegeben.

    Kontaktdaten


    Vor- und Nachteile

    Vorteile

    Nachteile

    • Umfangreiches Angebot aus 16 Risikolevel
    • Regulierung durch die BaFin
    • geringe Mindestanlage
    • Einzahlung in einen Sparplan
    • Professionelles Kenntniswissen der Deutschen Bank
    • Börsentägliche Überwachung Ihres Portfolios
    • Kein Gemeinschaftskonto
    • kein Kinderdepot
    • durchschnittliche Performance


    Fazit

    Über drei Jahre ist Robin am Markt und sammelt Pluspunkte mit seinem umfangreichen, nutzerfreundlichen Serviceangebot. Dabei greift Robin bei seinen Analysen auf das umfangreiche Datenmaterial der Deutschen Bank zurück und ein Expertenteam managed aktiv die Orderentscheidungen. Im Performance-Vergleich von biallo.de hinkt Robin den aktuellen Top-Performern wie SolidvestLiqid oder Cominvest allerdings etwas hinterher.




      Peter Rensch

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