Wohnraum

Studentenbude kaufen statt mieten

Update: 10.10.2019
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Auf einen Blick
  • Die Preise für Wohnraum in den Großstädten sind teilweise extrem hoch. Das bekommen auch Studenten zu spüren.

  • Eine Studentenbude zu kaufen statt zu mieten kann eine sinnvolle Möglichkeit sein. Die aktuell historisch niedrigen Bauzinsen erleichtern dies.

  • Damit die gekaufte Studentenbude zum Erfolg wird, sollten Interessierte sich vorab genau informieren.
Eine gekaufte Studentenbude kann ein Erfolg für die ganze Familie werden.
baranq/Shutterstock.com

Nicht nur Familien leiden unter der Wohnungsnot und steigenden Mieten, auch Studenten sind davon betroffen. Jedenfalls dann, wenn sie in beliebten Studienorten wie München, Berlin, Hamburg oder Stuttgart zur Universität oder Hochschule gehen. Aber nicht nur in den Großstädten haben Studenten und Studentinnen Schwierigkeiten, eine bezahlbare Bleibe zu finden, sondern auch in den kleineren Uni-Städten, die bei den jungen Menschen ebenfalls sehr beliebt sind. Das sind unter anderem:

  • Heidelberg
  • Freiburg
  • Leipzig
  • Jena.

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sind die Mieten in Deutschland Uni-Städten auf ein Rekordniveau gestiegen. Die Experten untersuchten, wie viele Studenten im Jahr 2019 für eine Musterwohnung in einzelnen Städten bezahlen müssen. So kostet sogar eine 20-Quadratmeter-Wohnung mit einfacher Ausstattung, die vergleichsweise weit vom Campus entfernt ist, in München 479 Euro. In Hamburg sind es 301 Euro und in Berlin 271 Euro.

In Freiburg sind für die Musterwohnung 338 Euro fällig und in Frankfurt am Main 339 Euro. Günstiger ist der Wohnraum in Ostdeutschland. So zahlen Studenten für die Musterwohnung in Jena 242 Euro, in Dresden 205 Euro, in Leipzig 191 Euro und in Magdeburg sogar nur 182 Euro.

Doch ganz gleich, wo Studenten leben: Die Wohnkosten machen einen erheblichen Anteil an ihren Lebenshaltungskosten aus.

  • Biallo-Tipp: Wollen Sie als zahlende Eltern horrende Mietpreise verhindern, sollten Sie in den Status des Vermieters wechseln. Die eigene Studentenbude verhilft nicht nur dem studierenden Nachwuchs zu einer ordentlichen Bleibe, bei günstigen Bedingungen wirft sie auch eine attraktive Rendite ab.

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Anbieter
Monatliche Rate
effektiver
Jahreszins
gebundener
Sollzins
 
1.
987,50
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Betrag 300.000 €, Laufzeit 10 Jahre, Beleihung 60 %

So klappt es mit dem Wohnungskauf

Sie kaufen tatsächlich eine kleine Wohnung, weil dies finanziell leichter zu stemmen ist. Eine solche Wohnung könnte so aussehen:

Eine solche Wohnung ist schon extrem teuer. Sie liegt in München. Dennoch kann sich das für Sie rechnen. Bei einem Zins von beispielsweise 0,65 Prozent zahlen Sie pro Monat 657 Euro. Darin enthalten ist schon eine Tilgung von 3,5 Prozent jährlich. Sie können diese Wohnung dann an Ihre Tochter oder Ihren Sohn zu einem günstigeren Preis vermieten. Die Ausgaben für diese Wohnung können Sie in voller Höhe steuermindernd als Werbungskosten absetzen, wenn die vereinbarte Miete mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete entspricht.

Eine andere Überlegung: Größere Wohnungen sind pro Quadratmeter oft viel günstiger als kleine Appartments. Daher rechnet es sich oft eher, eine Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnung zu kaufen und an eine studentische Wohngemeinschaft zu vermieten. Ihr Sohn oder Ihre Tochter managen das vor Ort. Hier mal ein Rechenbeispiel aus Hamburg. Je nach Stadtteil und Ausstattung sind die Preise sehr unterschiedlich.

In Hamburg-Marmstorf bietet man eine 72 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Wohnung schon für 199.000 Euro an, also ein Schnäppchen.

Realistisch und gut finanzierbar ist dagegen eine günstige Immobilie in einem netten Stadtteil, in dem sich gut leben lässt. Dafür folgendes Beispiel:

Wer diese Wohnung zu 100 Prozent – also ohne Eigenkapital – finanziert, zahlt dafür aktuell monatlich rund 1.000 Euro bei 3,5 Prozent Tilgung im Jahr und einer Zinsfestschreibung von 15 Jahren.

Allein die Miete von drei Zimmern an Fremde erbringt schon mehr als man selbst an Zinsen an die Bank zahlt. Das restliche Zimmer könnte man dann ja dem Nachwuchs kostenlos überlassen.

Wie wird die Studentenbude ein Erfolg?

Auch bei der Studentenbude gilt die oberste Grundregel des Immobilienerwerbs: Lage, Lage, Lage. Nur wenn die Wohnlage stimmt, erfreut sich das Objekt hoher Nachfrage und erzielt gute Mietpreise. Dabei muss die Studentenbude nicht unbedingt im Zentrum liegen, auch Standorte in Uni-Nähe sind gefragt.

Neben der Lage sollte das Objekt in gutem Zustand sein und über eine ordentliche Ausstattung verfügen. Finanziellen Erfolg versprechen Investments in beliebten Uni-Städten. Dazu zählen praktisch alle deutschen Großstädte sowie traditionelle Uni-Standorte, etwa Heidelberg, Tübingen, Marburg oder Jena.

Studentenbuden bringen Vermietern viele Vorteile:

  • Hoher Mietpreis: Da die Gesamtmiete niedrig ist, können Sie als Vermieter für kleine Wohnungen höhere Quadratmeterpreise verlangen als für große.

  • Bessere Rendite: Höhere Mieteinnahmen puschen die Mietrendite. Sie liegt in der Regel über der Rendite von großen Familienwohnungen.

  • Regelmäßige Mietanpassung: Da Studenten oft die Bleibe wechseln bzw. nur wenige Jahre am Ort bleiben, können Sie bei Mieterwechsel den Mietzins regelmäßig an die Preisentwicklung anpassen.

  • Überschaubare Belastung: Für Eltern ist das Investment überschaubar, denn Studentenwohnungen gibt es zum Teil schon für fünfstellige Beträge, zudem sind die Kreditzinsen immer noch sehr niedrig.

  • Steuervorteile: Sie können Kreditzinsen, anfallenden Erhaltungs- und Sanierungsaufwand sowie die Abschreibung des Objekts steuerlich absetzen. Wohnt das eigene Kind in der Wohnung, brauchen Sie nur 66 Prozent der ortsüblichen Miete zu verlangen, um den vollen Steuerbonus zu genießen.

  • Altersvorsorge: Ist das Objekt abgezahlt, erhöhen die Mieteinnahmen die eigenen Einkünfte – ein finanzieller Vorteile im Alter.

Lesen Sie auch: Mieterhöhungen - was Vermieter dürfen




  Max Geißler


 

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