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In Deutschland gibt es mehr Aktienbesitzer als je zuvor: Die Zahl der Menschen, die in Aktienfonds, ETFs oder einzelne Aktien investieren, hat mit 14,1 Millionen ein neues Rekordniveau erreicht. Das geht aus den Aktionärszahlen für 2025 hervor, die das Deutsche Aktieninstitut (DAI) am Dienstag (13. Januar 2025) veröffentlicht hat. Dabei tragen vor allem jüngere Anlegerinnen und Anleger zum Wachstum bei, heißt es in dem DAI-Bericht. 

Plus fünf Millionen Aktionäre in zehn Jahren 

Um zwei Millionen stieg demnach die Zahl der Aktionäre gegenüber dem Vorjahr. In den vergangenen zehn Jahren legte sie um mehr als die Hälfte zu: von neun Millionen im Jahr 2016 auf aktuell mehr als 14 Millionen (siehe Grafik). 

Seit 2016 deutlich gestiegen 

Menschen in Deutschland mit Aktienanlagen, in Millionen 
Quelle: DAI 

Aktienanlagen seien damit „In der Mitte der Gesellschaft verankert“, sagt Henriette Peucker, geschäftsführende Vorständin des DAI. Das gilt vor allem für jüngere Anlegerinnen und Anleger: Die Zahl der Aktienbesitzer im Alter von 14 bis 39 Jahren wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Millionen. Insgesamt besitzen mittlerweile knapp fünf Millionen Menschen unter 40 Jahren Aktienfonds, ETFs oder Aktien. Danach folgen – etwas überraschend – die über 60-Jährigen (vier Millionen Aktienbesitzer). Frauen, die Aktien besitzen, gibt es mittlerweile 5,4 Millionen. Das ist eine Million mehr als 2024. 

Junge Generation legt anders an 

Die Formen der Aktienanlage unterscheiden sich dabei je nach Altersgruppe. So hat die Hälfte der jüngeren Anleger einen ETF im Depot. Bei den über 40-Jährigen sind es dagegen nur 25 Prozent (siehe Grafik). Und auch bei den Sparplänen sind die Unterschiede deutlich: Während die Hälfte der unter 40-Jährigen regelmäßig in Aktien spart, ist es bei den über 40-Jährigen nur ein knappes Drittel. Insgesamt fänden damit jedoch „breit gestreute und kontinuierliche Investments auch mit geringerem Einkommen statt“, so DAI-Vorständin Peucker laut Mitteilung. 

Form der Aktienanlage nach Altersgruppe

In Prozent der Menschen mit Aktienanlage
Quelle: DAI

Angebot bei Banken und Brokern wächst 

Die wachsende Zahl an Aktien- und Sparplan-Besitzern schlägt sich auch im Angebot an Einzelaktien, Fonds und ETFs nieder, das Banken und Broker mittlerweile anbieten. Das macht der Biallo Depottest 2026 deutlich. Demnach ist etwa die Anzahl kostenloser ETF-Sparpläne deutlich gestiegen, die es bei den 22 untersuchten Brokern gibt. 

So bietet etwa der Neobroker Scalable mittlerweile 2.700 kostenlose ETF-Sparpläne an (siehe Tabelle). Im Jahr zuvor waren es noch rund 2.500. Bei Smartbroker+ stieg die Zahl von 850 auf mehr als 1.600, beim Biallo-Testsieger Traders Place von 950 auf mehr als 2.000. Ähnliches gilt für Aktiensparpläne: Auch hier haben Banken und Broker das Angebot deutlich ausgebaut. 

Die besten Anbieter bei Sparplänen  

Anbieter  

Anzahl ETF-Sparpläne 

davon kostenlos 

Anzahl Aktien-Sparpläne 

davon kostenlos 

Trading 212  

3.487 

3.487 

7.766 

7.766 

Scalable free  

2.700 

2.700 

3.000 

3.000 

Trade Republic  

2.389 

2.389 

3.444 

3.444 

N26  

2.100 

2.100 

2.500 

2.500 

Traders Place 

2.018 

2.018 

1.573 

1.573 

Flatex  

1.855 

1.855 

Finanzen.net Zero  

1.779 

1.779 

7.777 

7.777 

Smartbroker+  

1.620 

1.620 

2.469 

2.469 

Consorsbank 

1.500 

1.500 

5.000 

Fidelity 

1.200 

1.200 

ING 

1.196 

1.196 

541 

Rangfolge nach Anzahl kostenloser ETF-Sparpläne; Quelle: Angaben der Anbieter, Biallo Depottest 2026, Stand: Oktober 2025 

Das Deutsche Aktieninstitut betont dabei, wie sehr sich das Sparen in Aktienanlagen im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten lohne – vorausgesetzt, man investiere breit gestreut und regelmäßig: „Wer langfristig, breit gestreut und kontinuierlich in Aktienanlagen investiert, kann durchschnittlich sechs bis neun Prozent Ertrag pro Jahr erzielen.“

Über den Redakteur Andreas Jalsovec

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Hat als Redakteur in mehreren (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem beim Anlegermagazin Börse Online, bei der Münchner Abendzeitung, der Schwäbischen Zeitung und der Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Vor seinem Wechsel zu Biallo.de war er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung tätig.

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