Das erwartet Sie in diesem Artikel

EZB-Zinspause Nummer fünf: Während die Notenbank weiter abwartet, liefern sich Banken einen Wettbewerb um Sparer. Wo es jetzt gute Zinsen gibt und wie Zinssparer die besten Erträge rausholen. 

Es war das fünfte Mal in Folge – und es dürfte in den kommenden Monaten so weitergehen: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag (5. Februar 2026) eine weitere Zinspause eingelegt und ihre Leitzinsen unverändert gelassen. Der für Sparer wichtige Einlagensatz der EZB bleibt bei 2,00 Prozent. An diesem Zins orientieren sich die Banken bei den Konditionen für Tagesgeld und Festgeld

Wir sagen Ihnen, warum der EZB-Leitzins erneut konstant bleibt, wie sich die Zinsen künftig entwickeln dürften – und wie sich Sparerinnen und Sparer jetzt mit Tagesgeld und Festgeld gute Zinserträge sichern können. 

EZB hat keinen Grund für Änderungen 

Dass die EZB eine erneute Zinspause einlegt, war von Experten erwartet worden. "Es besteht aktuell kein Grund für einen Zinsschritt", sagt etwa Florian Pfaffinger, Zinsexperte beim Baukredit-Vermittler Dr. Klein. Der Grund: Die Konjunktur läuft relativ stabil, die Inflation ist zuletzt gesunken. In der Eurozone lag sie im Januar nach erster Schätzung bei 1,7 Prozent. Das liegt deutlich unter dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent.  

In einer Mitteilung der EZB vom Donnerstag heißt es denn auch, "dass sich die Inflation auf mittlere Sicht bei seinem Zielwert von zwei Prozent stabilisieren dürfte". Die Wirtschaft zeige sich "in einem schwierigen globalen Umfeld nach wie vor robust". Die EZB sieht daher keinen Anlass, an den Zinsen etwas zu ändern – und das dürfte vorerst auch so bleiben.

Leitzinsen dürften vorerst gleichbleiben 

Die meisten Fachleute sind sich einig, dass die Notenbank auch in den kommenden Monaten die Leitzinsen stabil hält. So rechnen in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Dow Jones 39 von 48 befragten Ökonomen damit, dass der EZB-Einlagensatz auch am Ende des dritten Quartals 2026 bei 2,0 Prozent liegt. 

Dass die EZB ihre Zinsen konstant hält, heißt aber nicht zwingend, dass auch die Sparzinsen gleichbleiben. So sind etwa die Zinsen für Tagesgeld in den vergangenen Monaten geklettert: Sie lagen laut Biallo-Tagesgeld-Index Anfang September 2025 im Schnitt noch bei 1,32 Prozent. Derzeit sind es 1,46 Prozent (Stand: 05. Februar 2026). Auch bei den Zinsen für Festgeld geht es schon länger aufwärts. 

Konkurrenzkampf treibt Sparzinsen hoch 

Ein Grund dafür dürfte der Konkurrenzkampf der Banken um Sparerinnen und Sparer sein. Das macht sich vor allem bei den Spitzenzinsen bemerkbar. So gibt es beim Tagesgeld mittlerweile wieder etliche Anbieter, die 3,00 Prozent und mehr zahlen. Spitzenreiter beim Zins im Tagesgeld-Vergleich von biallo.de ist die Norisbank mit 3,33 Prozent. Allerdings gibt es diesen Zins nur in Kombination mit einem neu eröffneten Girokonto. 

Andere Anbieter garantieren ihren Top-Zins nur für drei Monate – wie etwa die beiden deutschen Anbieter Raisin (3,20 %) und Bank11 (3,11 %) oder die französischen Banken Distingo (3,20 %) und Consorsbank (3,10 %). Danach fällt der Zins zum Teil deutlich – und damit auch der Ertrag, den das angelegte Geld abwirft. 

Biallo Tagesgeld Empfehlung

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 10.000 €, Anlagedauer: 6 Monate, Sicherheit: mind. hohe Sicherheit. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
Bewertung
S&P Länderrating
Produktdetails
Anbieter und Produkt
Zinssatz
2,90% /
145,88 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 1,00%
  • Aktionszins: 2,90% - gilt für die ersten 6 Monate
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz
2,75% /
137,97 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 0,75%
  • Aktionszins: 2,75% - gilt für die ersten 6 Monate
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz
2,55% /
126,70 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 0,60%
  • Aktionszins: 2,55% - gilt für die ersten 6 Monate
Zum Anbieter
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 05.02.2026

Wie Sparer gute Erträge rausholen 

Sparer sollten deshalb neben einem guten Zins auch auf den Gesamtertrag achten, den sie über eine bestimmte Zeit mit ihrer Zinsanlage herausholen. Bei gleichbleibenden oder sogar (leicht) steigenden Zinsen geht das am besten mit einer Kombination aus einem guten Tagesgeld und Festgeld verschiedener Laufzeiten. Angebote mit mindestens hoher Sicherheit bei der Einlagensicherung und guten Zinserträgen zeigt die Tabelle:  

Tagesgeld und Festgeld mit guten Zinserträgen 

Anlageart
Anlagedauer 

Anbieter
Zins / Zinsertrag 

Anbieter
Zins / Zinsertrag 

Tagesgeld
6 Monate 

Volkswagen Bank¹
2,90 % / 145,88 € 

Comdirect¹
2,75 % / 137,97 € 

Festgeld
1 Jahr 

ApoBank¹ 
2,66 % / 266,00 € 

HoistSpar²
2,60 % / 260,00 € 

Festgeld
2 Jahre 

Grenke¹
2,60% / 526,76 € 

 HoistSpar²
2,62 % / 524,00 € 

Festgeld
3 Jahre 

Ascory Bank¹
2,75 % / 825,00 € 

Grenke¹
2,65% / 816,25 € 

Festgeld
5 Jahre 

J&T Direktbank³
3,05 % / 1525,00 €   

Volkswagen Bank¹
3,00 % / 1.500,00 € 

Anbieter mit mindestens hoher Sicherheit bei der Einlagensicherung, deutsche Zinsberechnung; Anlagebetrag 10.000 Euro, ¹Deutschland (die Ascory Bank ist die ehemalige Varengold Bank); ²Schweden; ³Tschechien; Quelle: Tagesgeldvergleich und Festgeldvergleich von biallo.de, Angaben der Anbieter 

Die beiden Tagesgeldanbieter Volkswagen Bank und Comdirect garantieren dabei den Zins für sechs Monate. Das lässt sich gut mit Festgeld-Laufzeiten ab einem Jahr kombinieren – also eine Art Zinstreppe inklusive Tagesgeld. Jeweils am Ende der Laufzeit können Sparerinnen und Sparer dann neu überlegen, wie sie das Geld wieder anlegen. So bleiben sie flexibel – und können reagieren, sollten die Sparzinsen in den kommenden Monaten noch ein Stück weiter klettern. 

Über den Redakteur Andreas Jalsovec

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Hat als Redakteur in mehreren (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem beim Anlegermagazin Börse Online, bei der Münchner Abendzeitung, der Schwäbischen Zeitung und der Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Vor seinem Wechsel zu Biallo.de war er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung tätig.

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