Auf einen Blick
  • Über lange Zeiträume von zehn, 15 oder 20 Jahren liefern Aktien Renditen, die Sie kaum mit anderen Anlageklassen erzielen können.  

  • Aktien sollten daher in keinem Anlageportfolio fehlen. Zuvor jedoch sollten Sie überlegen, welcher Anlagemix zu Ihnen passt.

  • Über eine digitale Vermögensverwaltung können Sie einfach in Aktien investieren. Beim digitalen Vermögensverwalter Solidvest etwa legt ein Expertenteam das Geld der Kunden direkt in einzelne Papiere an.
* Anzeige: Mit Sternchen (*) oder einem (a) gekennzeichnete Links sind Werbelinks. Wenn Sie auf solch einen Link klicken, etwas kaufen oder abschließen, erhalten wir eine Provision. Für Sie ergeben sich keine Mehrkosten und Sie unterstützen unsere Arbeit.

Wochenlang nahm der Deutsche Aktienindex (Dax) Anlauf. Am 6. Februar dieses Jahres sprang der Leitindex schließlich erstmals über die Hürde von 17.000 Punkten und erreichte damit ein neues Rekordhoch. Seitdem hält sich der Dax auf Rekordniveau. Und nicht nur er: Weltweit verzeichneten die Börsen seit Ende des vergangenen Jahres deutliche Kursgewinne.  

Das unterstreicht: Aktien sollten in keinem Anlage-Portfolio fehlen. Denn die Anteilsscheine haben insbesondere „über lange Vergleichszeiträume das größte Renditepotenzial“, sagt Sebastian Hasenack, Leiter von Solidvest, der digitalen Vermögensverwaltung der DJE Kapital AG. Tatsächlich haben Aktien in der Vergangenheit verglichen mit anderen Anlageklassen langfristig stets gute Renditen abgeworfen.  

Ob allerdings ein hoher oder eher ein geringerer Aktienanteil für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrer Risikobereitschaft, Ihren Renditevorstellungen und ihrer persönlichen Lebensplanung ab. Bevor Sie sich daher dafür entscheiden, Aktien zu kaufen, sollten Sie sich Gedanken über den Anlagemix machen, der zu Ihnen passt. Wir erklären, was hinter dieser sogenannten „Asset Allocation“ steckt, wie Sie die richtige Mischung für Ihre Geldanlage finden – und warum Aktien dabei stets eine Rolle spielen sollten.

 

Was ist Asset Allocation?

Mit Asset Allocation ist die Aufteilung („Allocation“) des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen (englisch: „Assets“) gemeint. Die Assets haben unterschiedliche Eigenschaften. Diese betreffen vor allem drei Faktoren:

  • das Risiko, das mit der Geldanlage verbunden ist,
  • den Ertrag, der sich damit erzielen lässt und
  • den Anlagehorizont – also die zeitliche Dauer, für die das Geld angelegt wird.

Alle drei Faktoren beeinflussen den Anlagemix. So ist mit einigen Anlageklassen ein höheres Risiko verbunden als mit anderen. Die Wertentwicklung von Aktien etwa kann stark schwanken. Bei Festgeld gibt es dagegen keine Schwankungen. Die Mischung in Ihrem Anlageportfolio sollten Sie so wählen, dass sie insgesamt zu Ihrer persönlichen Risikobereitschaft passt.

Hinzu kommen Ihre Renditeziele: Wollen Sie mit Ihrem Vermögen möglichst hohe Erträge erwirtschaften oder sind Sie mit einem bescheideneren Plus zufrieden? Und auch der Zeithorizont für die Geldanlage ist wichtig. Bestimmte Anlagebeträge benötigen Sie bereits nach kurzer Zeit wieder, etwa das Geld für einen geplanten Urlaub. Andere Vermögensteile dienen eher langfristigen Zielen, etwa der Altersvorsorge.  

Risikoneigung, Renditevorstellung und die zeitliche Planung der Geldanlage sind bei jedem Anleger verschieden. Daher sieht auch die optimale Asset Allocation für jeden anders aus.  

 

Welche Anlageklasse passt zu welchem Anlagehorizont?

Rendite, Risiko und Dauer der Geldanlage sind eng miteinander verknüpft. So gilt in der Regel: Je höher das Risiko, desto höher ist auch der mögliche Ertrag. Gleichzeitig eignen sich unterschiedlich risikoreichere Anlagearten für unterschiedliche Anlagezeiträume – und damit auch für unterschiedliche Anlageziele.

Kurzfristige Ziele

Damit ist ein Zeitraum von bis zu drei Jahren gemeint. Bei Geldbeträgen, die Sie innerhalb dieser Zeit wieder benötigen, sollten Sie „hohe Schwankungsrisiken vermeiden“, rät Anlageexperte Sebastian Hasenack von Solidvest. Geld, das Sie gegebenenfalls sofort brauchen, legen Sie daher am besten auf ein Tagesgeldkonto. Für Sparziele, die Sie nach ein, zwei oder drei Jahren verwirklichen wollen, ist Festgeld eine passende Wahl. Beide Anlageformen sind nahezu risikolos, werfen jedoch oft auch weniger Ertrag ab als etwa Anleihen oder Aktien.

Mittelfristige Ziele

Wenn Sie Risiken bei der Geldanlage generell scheuen, kann Festgeld auch für einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren sinnvoll sein. Mehr Rendite versprechen derzeit jedoch Anleihen. Aus diesem Grund hat auch die digitale Vermögensverwaltung Solidvest ein Zinsportfolio aufgelegt, bei dem in Staats- und Unternehmensanleihen mit guter Bonität investiert wird. Anleihen bergen zwar zusätzliche Risiken, denn die Anleihekurse können schwanken. Wer die Papiere jedoch bis zum Laufzeitende hält, erhält den angelegten Betrag vollständig zurück – sofern der Emittent der Anleihe zahlungsfähig bleibt. Sie sollten daher die Laufzeit der Anleihen so wählen, dass sie zum Zeithorizont Ihrer Anlage passt.

Langfristige Ziele

Je länger der Zeithorizont bei der Geldanlage ist, desto eher können Sie auf risikoreichere Anlageklassen wie etwa Aktien setzen. Aktienkurse können kurzfristig stark schwanken. Je länger Sie jedoch Ihr Geld liegen lassen können, desto eher können Sie solche Marktphasen aussitzen. „Da Schwankungsrisiken über längere Zeiträume besser ausgeglichen werden, können langfristige Anleger auch ein höheres Risiko in Kauf nehmen“, sagt Sebastian Hasenack. Aktien eignen sich daher für einen längeren Anlagehorizont. So zeigt etwa das sogenannte Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts: Wer in den vergangenen 50 Jahren sein Geld mindestens für 13 Jahre in den Dax investierte, hat damit nie Verlust gemacht.

 

Wie schneiden Aktien langfristig ab?

Doch mit welcher Rendite können Sie als Anleger langfristig bei einem Investment in Aktien rechnen? Das zeigt die Tabelle für vier wichtige Börsenindizes aus Deutschland (Dax), USA (Dow Jones), Europa (Eurostoxx50) und der Welt (MSCI World). Demnach liegt die durchschnittliche jährliche Rendite der vier Indizes in den vergangenen zehn bis 20 Jahren zwischen gut 4,5 Prozent und knapp 10,8 Prozent (Stichtag 6. Februar 2024). Den Renditen im Dax liegen dabei Performance-Daten zugrunde. Das bedeutet: Neben den Kursgewinnen sind auch Dividenden in der Rendite enthalten. Bei den anderen Börsenindizes spiegelt die Rendite die reinen Kursgewinne wider.

Was Aktien langfristig bringen

Durchschnittliche jährliche Rendite bekannter Aktienindizes¹

Index 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre
Dax
6,29
9,05
7,45
Dow Jones
9,44
10,79
6,67
Eurostoxx50
4,53
4,73
-
MSCI World
7,37
9,17
5,73

¹Dax ist Performance-Index, die übrigen sind Kursindizes; Quelle: Yahoo Finanzen, A2 Finance, eigene Recherche; Stichtag: 06. Februar 2024

Die Zahlen sind Durchschnittswerte. Das heißt: Während der drei Zeiträume gab es durchaus Phasen, in denen die Performance der Aktienindizes schlechter ausfiel oder gar negativ war. Auf lange Sicht jedoch erreichen die Indizes durchweg Renditen, die mit anderen Anlageklassen im Schnitt kaum zu erzielen sind.

Das macht auch die Performance der Solidvest-Portfolios deutlich. Die digitale Vermögensverwaltung der DJE Kapital AG investiert direkt in Einzelaktien. Das offensive Portfolio (Risikoklasse 4) besteht dabei zu 100 Prozent aus Aktien. Im Robo-Advisor Performance-Vergleich von biallo.de liegt Solidvest damit über einen Zeitraum von sechs Jahren – die längste Zeitspanne im Vergleich – an erster Stelle (Stichtag 31. Januar 2024). Allerdings ist die historische Wertentwicklung keine Garantie für zukünftige Performance.

 

Wie investieren Sie am besten in Aktien?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Geld in Aktien anzulegen. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihr Investment möglichst umfassend diversifizieren. Das bedeutet, dass Sie Ihre Anlage über verschiedene Regionen und Sektoren streuen – am besten weltweit. Kostengünstig ist das etwa mit einem ETF auf einen weltweiten Aktienindex wie den MSCI World möglich.  

Stattdessen können Sie auch in viele einzelne Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Regionen investieren. Allerdings dürfte der Aufwand für die Auswahl, den Kauf und die anschließende Beobachtung der Papiere den meisten Privatanlegern zu groß sein.  

Wer daher auf die Anlage in Einzelpapiere Wert legt, kann sein Geld auch einfach „in die Hände von Profis geben, denen man vertraut“, sagt Experte Sebastian Hasenack. Bei Solidvest etwa übernimmt das 15-köpfige Expertenteam der DJE Kapital AG die Aktien-Auswahl.  

Zu Beginn legen Sie fest, wie hoch der Aktienanteil in Ihrem Portfolio sein darf. Er kann von null Prozent beim Zinsportfolio bis hin zu 100 Prozent beim offensiven Portfolio reichen. Die Auswahlmöglichkeiten basieren auf einem Fragebogen, der Ihre Erfahrung mit dem Thema Geldanlage, Ihre Risikotoleranz und Ihren Anlagehorizont abfragt. Danach übernehmen die Experten der digitalen Vermögensverwaltung für Sie alle weiteren Schritte. Bedenken sollten Sie aber: Auch ein professioneller Vermögensverwalter kann womöglich nicht alle Marktschwankungen ausgleichen. Ein Verlustrisiko besteht trotzdem.

Teilen:
Über den Autor Redaktion

Biallo.de, dahinter steckt erfahrener und unabhängiger Verbraucherjournalismus. Unsere Redaktion vereint Finanzjournalisten, Autoren und fachliche Experten, die dafür brennen, die vielfältigen Angebote und Themen der Finanzwelt zu analysieren und verständlich für Sie aufzubereiten. Dabei steht der praktische Nutzwert immer ganz oben auf der Agenda. Die Biallo-Redaktion informiert aber nicht nur auf biallo.de, sondern auch über unsere Podcasts und YouTube-Videos, unseren Newsletter sowie auf unseren Social-Media-Kanälen und in zahlreichen Printmedien.

Beliebte Artikel