Girokonto

Corona sorgt für Ansturm bei den Direktbanken

Update: 03.04.2020
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Auf einen Blick
  • Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach kostenlosen Girokonten und Depots derzeit enorm. 

  • Bei einigen Banken ist sogar zwischenzeitlich das Video-Ident-Verfahren zusammengebrochen. 

  • Erlebt die Aktienkultur hierzulande durch das Coronavirus einen Schub?
Deutschlands größte Direktbank erhält dieser Tage viele neue Kunden.
Dedy Pramu / Shutterstock.com
Wer aktuell ein Girokonto von zu Hause eröffnen will und Dienstleister wie die Deutsche Post, IDnow oder WebID kontaktiert, muss stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Grund: Sie werden durch die enorm gestiegenen Nachfrage nach Girokonten und Depots förmlich überrannt.
"Wir werden im ersten Quartal schon fast so viele Depots eröffnet haben, wie im gesamten vergangenen Jahr", sagt ING-Pressesprecher Alexander Baumgart. Auch bei den Girokonten gebe es ein starkes Wachstum.
Diese hohe Nachfrage verzeichnen vor allem die Internet-Anbieter, die zu gleich ein kostenloses Girokonto und ein gebührenfreies Wertpapierdepot anbieten. Vorteil für den Kunden: Über die Eröffnung des Kontos kann er auch gleich das Depot eröffnen und spart sich damit viel Arbeit. Auch den reinen Online-Brokern, wie Flatex und S-Broker, rennt man momentan die Bude ein.

DKB- und Comdirect-Broker mit starkem Wachstum

Die DKB, mit mehr als vier Millionen Onlinekonten die Nummer eins hierzulande, verzeichnet beim Brokerage ebenfalls zur Zeit ein "außergewöhnlich starkes Wachstum". Und auch bei Comdirect ist die Hölle los. "Allgemein liegen die Neukundenanträge aktuell bei 50 Prozent über normal", bestätigt Philipp Tonn, Pressesprecher bei Comdirect.
Die Norisbank erfährt ebenfalls aktuell viel Zulauf. "Tatsächlich ist es so, dass der Trend hin zum reinen Onlinebanking aktuell deutlich anzieht", sagt Pressesprecher Christian Jacobs.
Was jeden einzelnen dazu bewegt, sich nun endlich von zu Hause aus Zeit für einen Girokonto-Wechsel zu nehmen und ein Depot zu eröffnen, darüber kann man nur spekulieren. Tonn vermutet: "Die Menschen wollen schnellstmöglich an der für sie interessanten Börse aktiv werden."
Und dass es mit dem Video-Ident zur Zeit nicht so richtig hinhaut, dafür hat er auch eine plausible Erklärung: "Die Eingänge beim Video-Ident sind von durchschnittlich 8.000 auf 35.000 Stück pro Woche angestiegen."
Und so besinnen sich wieder mehr Leute und gehen einfach zur Post. In Schondorf am Ammersee beispielsweise verzeichnet die kleine Poststelle am Tag normalerweise ein oder zwei Konto-Eröffnungen per Post-Ident. Derzeit sind es schon sechs.





 

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