Ungedeckte Lastschrift: Leeres Konto wird teuer

Bargeldlos bezahlen Ungedeckte Lastschrift: Leeres Konto wird teuer

Update: 15.05.2019
Max Geißler
von Max Geißler
Update: 15.05.2019
Auf einen Blick
  • Wer mit der Girokarte und Unterschrift zahlt, sollte darauf achten, dass das Konto ausreichend gedeckt ist. Andernfalls kann es teuer werden.

  • Scheitert eine Lastschrift, können Gebühren und Bearbeitungskosten anfallen. Beauftragt der Händler ein Inkassobüro, können dafür schnell Kosten im dreistelligen Bereich entstehen.
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Viele Verbraucher zücken an der Kasse ihre Girokarte und begleichen den Einkauf mit ihrer Unterschrift. Doch nicht immer geht die Bezahlung glatt. Ist das Girokonto überzogen und der Dispo ausgereizt, verweigert die Bank die Abbuchung und gibt die Lastschrift zurück.

Beim Bezahlen mit Girokarte und Geheimzahl (PIN-Nummer) wird dies sofort bemerkt, denn das System überprüft die Kontodeckung direkt beim Zahlvorgang und verweigert gegebenenfalls die Abbuchung.

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Lastschrift wird von der Bank verweigert

Anders beim Lastschriftverfahren: Hier zahlen Sie mit Girocard und Unterschrift. Die eigentliche Kontoprüfung findet erst später statt, nämlich dann, wenn der Händler die Lastschrift bei der Bank einlösen möchte. Ist dann kein Geld auf dem Girokonto, verweigert das Geldhaus die Überweisung. Folge: Die Bank gibt die Lastschrift zurück und der Händler bleibt auf einer offenen Forderung sitzen.

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Soviel kostet die gescheiterte Lastschrift

Kommt es beim ersten Geldeinzug per Lastschriftverfahren zu Problemen, startet der Händler einen zweiten Versuch. Dabei verfahren die großen Handelshäuser recht unterschiedlich, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen herausfand: Der Lebensmittelhändler Rewe versucht zum Beispiel den zweiten Geldeinzug auf den Anfang des Monats zu legen, weil dann in der Regel neues Geld auf dem Konto eingegangen ist.

Gelingt der zweite Versuch, muss der Kunde nur die Gebühren übernehmen, die die Bank dem Händler für die Rückgabe der ersten Lastschrift in Rechnung gestellt hat – meist wenige Euro. Das Einrichtungshaus Ikea verlangt darüber hinaus noch eine Bearbeitungsgebühr von 11,30 Euro.

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Zweiter geplatzer Lastschriftversuch wird richtig teuer

Schlägt auch der zweite Lastschriftversuch fehl, kann es schnell teuer werden. Bereits die Anforderung der Kundenadresse von der Bank für die Zustellung der Mahnung kann den Händler mehr als 20 Euro kosten. Diese Gebühr reicht der Verkäufer genauso an den säumigen Zahler weiter wie anfallende Mahngebühren und Kosten für die Beauftragung eines Inkassobüros.

Manche Verkäufer machen mitunter schon nach der ersten geplatzten Lastschrift kurzen Prozess – und stellen Zusatzkosten von bis zu 40 Euro in Rechnung, wie die Verbraucherzentrale ebenfalls herausfand. Hinzu kommen weitere Mahngebühren bei erneuten Zahlungsanläufen. Bei der Beauftragung eines Inkassobüros sind schnell mehrere Hundert Euro zusätzlich fällig.

Für Verbraucher heißt das: Vor der Unterschrift unter eine Lastschrift Kontostand prüfen. Das gilt vor allem dann, wenn das Girokonto bereits überzogen ist und das Dispokredit-Limit naht. Ob das klassische Lastschrift- oder PIN-Nummern-Verfahren zum Einsatz kommt, bestimmt der Händler. Als Verbraucher haben Sie darauf keinen Einfluss.

Biallo-Tipp

Kann eine Lastschrift nicht eingelöst werden, sollten Sie schnell handeln. Wenn Sie binnen weniger Tage den offenen Posten begleichen, fallen geringere Mahnkosten an, mitunter lassen sie sich sogar komplett vermeiden.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de