Tagesgeld ist derzeit so attraktiv wie seit Jahren nicht. Bis zu vier Prozent Zinsen bieten die Geldhäuser für die sichere und flexible Verwahrung Ihrer Ersparnisse. Kein schlechter Deal, wenn man bedenkt, dass Sie jederzeit an Ihr Geld kommen. Die Krux an der Geschichte: Die Banken locken mit solchen fantastischen Angeboten Neukunden, deren Einlagen sie in der Regel nur etwa drei Monate lang zu dem Top-Zins aus der Werbung verzinsen. Danach gilt der reguläre Zins, auch als Bestandskundenzins bekannt, der oftmals sehr viel niedriger ist.
Clevere Anlegerinnen und Anleger nutzen dieses Wissen, indem sie ihre Tagesgeldkonten nach Ablauf des Aktionszeitraums kündigen und ihr Geld dorthin bringen, wo es die besten Angebote gibt. „Zins-Hopping“ nennt sich dieses Vorgehen. Und warum auch nicht? Tagesgeldkonten lassen sich mit ein wenig Vorbereitung schnell eröffnen sowie kündigen. Wir zeigen Ihnen, wie der Wechsel unkompliziert gelingt.
Kann ich ein Tagesgeldkonto jederzeit kündigen?
Ein Tagesgeldkonto zu kündigen, ist in der Regel unkompliziert und jederzeit möglich. Da Tagesgeldkonten keine feste Laufzeit haben, bieten die meisten Banken die Möglichkeit, das Konto ohne Kündigungsfrist aufzulösen. Wichtig ist jedoch, vor der Kündigung einige Punkte zu beachten, um unnötige Komplikationen zu vermeiden:
- Guthabenverfügbarkeit: Stellen Sie sicher, dass Sie über Ihr gesamtes Guthaben verfügen können und es gegebenenfalls auf ein anderes Konto transferieren.
- Zinsen: Informieren Sie sich über die Zinsgutschrift und stellen Sie sicher, dass alle Zinsen vor der Kündigung gutgeschrieben wurden.
- Freistellungsauftrag: Passen Sie gegebenenfalls Ihren Freistellungsauftrag an, um steuerliche Nachteile zu vermeiden. Wie Sie Ihren Sparerpauschbetrag optimal nutzen, erklären wir in einem weiterführenden Ratgeber.
Musterbrief zum Download
Um Ihnen den Kündigungsprozess zu erleichtern, haben wir ein Musteranschreiben vorbereitet, das Sie als Vorlage verwenden können. Laden Sie den Musterbrief hier herunter.