Über 3.000 kostenlose ETF-Sparpläne: Die Neobroker Scalable Capital und Trade Republic dominieren den Markt 2026, zeigt eine Auswertung von biallo.de. Doch nicht jeder Gratis-Sparplan ist automatisch auch sinnvoll.

Die Neobroker Scalable Capital und Trade Republic bieten Anlegerinnen und Anlegern derzeit die größte Anzahl an kostenlosen ETF-Sparplänen. Das zeigt eine Auswertung von biallo.de unter 21 Banken und Brokern in Deutschland. Demnach finden Kunden bei den beiden Spitzenreitern jeweils rund 3.000 Sparpläne, mit denen sich die beliebten Indexfonds gebührenfrei besparen lassen.

Insgesamt ist laut der Analyse die Anzahl solcher Sparpläne deutlich gewachsen. Wir sagen Ihnen, was hinter dem Sparplan-Boom steckt, wie viele Gratis-ETFs Banken und Broker bieten – und worauf Anlegerinnen und Anleger bei der Sparplan-Auswahl achten sollen.

Die Auswertung: Scalable vor Trade Republic

Bei einem kostenlosen ETF-Sparplan ist der regelmäßige Kauf eines ETFs gebührenfrei, die jährlichen laufenden Kosten fallen allerdings an. Bei Scalable Capital  finden Kundinnen und Kunden derzeit 3.043 solcher Sparpläne, bei Trade Republic sind es 2972. Ähnlich viele bietet der Online-Broker Trading212: Dort gibt es 2967 (Stand: 11. Februar 2026). Die Tabelle zeigt für die untersuchten Anbieter die gesamte Anzahl an ETF-Sparplänen – und wie viele davon kostenlos sind.

Bis zu 3.000 Gratis-ETFs

Bank oder Broker
ETF-Sparpläne/
davon kostenlos1
Mindestsparrate
Bei diesen Anbietern sind alle ETF-Sparpläne dauerhaft kostenlos:
Consorsbank

1720 / 1720

10 Euro

Fidelity

1309 / 1309

25 Euro

Finanzen.net Zero

1899 / 1899

1 Euro

Flatex

2128 / 2128

25 Euro

ING

1209 / 1209

1 Euro

JustTrade

177 / 177

25 Euro

Morgenfund

414 / 414

10 Euro

N26

2272 / 2272

1 Euro

Scalable Capital

3043 / 3043

1 Euro

Smartbroker+

2493 /2493

1 Euro

Trade Republic

2972 / 2972

1 Euro

Traders Place

2123 / 2123

1 Euro

Trading212

2967 / 2967

1 Euro

Bei diesen Anbietern ist ein Teil der ETF-Sparpläne kostenlos:
1822direkt

1200  /170

25 Euro4

Comdirect

3000 / 5766

1 Euro

Commerzbank

287 / 11

25 Euro

DKB

2000 / 515

25 Euro

Genobroker

1500 / 386

10 Euro

Hypo-Vereinsbank

800 / 7

25 Euro

Maxblue

472 / 4728

25 Euro

S-Broker

2227 / 9229

20 Euro

1Zahlen gerundet, Aktions-ETFs teilweise befristet; 2sonst 0,25 % vom Depotwert, mind. 25 €, max. 45 € p.a.; ³plus Verwaltungsentgelt für ETFs ohne laufende Vertriebsprovision: 0,1 % des Bestands, max. 150 Euro p.a.; 4Aktions-ETFs mind. 50 Euro, max. 500 Euro ; 5mindestens eine Ausführung pro Quartal oder zwei Trades pro Quartal oder Führen eines Girokontos, für Neukunden 3 Jahre kostenlos; 6für Neukunden Sparplanausführung für ETFs 12 Monate lang kostenlos; 7sonst 0,175 % p.a aufs Depotvolumen, mind. 4,95 € im Quartal ;8bis max. 250 Euro Sparrate kostenlos; 9bis max. 500 Euro Sparrate kostenlos; Quelle: eigene Recherche, Angaben der Anbieter, Stand: 11.02.2026

Die Entwicklung: Sparplan-Angebot boomt 

Die Biallo-Auswertung macht deutlich: Das Angebot an gebührenfreien Sparplänen ist im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen. Im Durchschnitt sind es pro Bank oder Broker gut 1.320. Bei einer Auswertung Anfang 2025 waren es im Schnitt noch knapp 830.

Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind aber groß. Während es etwa beim Neobroker JustTrade nur knapp 180 kostenlose ETF-Sparpläne gibt, haben insgesamt sieben Broker mehr als 2.000 solcher Sparpläne im Angebot. Die Consorsbank hat seit Anfang 2025 ihr Angebot verdreifacht. Commerzbank oder HypoVereinsbank dagegen setzen fast gar nicht auf Gratis-Sparpläne.

Die komplette Biallo-Auswertung haben wir für Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zu kostenlosen ETF-Sparplänen zusammengefasst:

Der Hintergrund: Immer mehr ETFs am Markt

Ein Grund für den Boom bei kostenlosen Sparplänen dürfte sein, dass es auf dem deutschen Markt schlicht immer mehr ETFs gibt. Damit steigt auch die Zahl der ETFs, mit denen Anleger regelmäßig sparen können. Hinzu kommt der Konkurrenzkampf der Banken und Broker: Wegen gesunkener Zinsen etwa bei Tagesgeld und Festgeld denken immer mehr Sparerinnen und Sparer darüber nach, ihr Geld regelmäßig über ETFs an der Börse zu investieren. Um diese Kunden buhlen Finanzfirmen mit Gratis-Angeboten.

So gibt es laut der Biallo-Analyse nicht nur immer mehr gebührenfreie-Sparpläne. Auch die Depotführung ist bei fast allen Anbietern kostenlos. Einige Anbieter setzen dafür aber Bedingungen wie ein Mindestdepotvolumen (Fidelity), eine bestimmte Orderanzahl pro Quartal (Commerzbank) oder die regelmäßige Nutzung eines Sparplans (Comdirect, Genobroker, S-Broker). Wo sie gute Depots finden, sagen wir Ihnen in unserem Depottest 2026:

Die Empfehlung: Bei der ETF-Auswahl aufpassen

Die große Auswahl an kostenlosen Sparplänen ist grundsätzlich etwas Positives für Anlegerinnen und Anleger. Die wenigsten von ihnen dürften allerdings das Riesen-Angebot auch nutzen. Und das ist gut so. Denn Anleger sollten bei der Auswahl eines ETF-Sparplans vor allem darauf achten, ob die (kostenlosen) ETFs zu ihrer Anlagestrategie passen. Nicht jeder ETF ist fürs eigene Depot auch sinnvoll.

In der Regel reicht ETF-Sparern zur langfristigen Geldanlage ein Basis-ETF auf einen Weltindex wie den MSCI World, den MSCI ACWI oder den FTSE All World aus – ergänzt durch den einen oder anderen zusätzlichen Indexfonds, der das Risiko weiter streut - oder die Renditechancen steigert wie etwa ein ETF auf die Emerging-Markets.

Bevor sich Anlegerinnen und Anleger daher für eine Bank oder einen Broker entscheiden, bei dem sie ihren kostenlosen ETF-Sparplan anlegen, sollten sie prüfen: Gibt es dort den passenden ETF, lässt er sich kostenlos besparen – und für wie lange? Denn für viele kostenlose ETF-Sparpläne gelten Aktionszeiträume, die nach einer bestimmten Zeit enden. Dann ist auch der Sparplan nicht mehr umsonst. Anleger sollten daher einen Anbieter wählen, bei dem es den gewünschten ETF-Sparplan dauerhaft kostenlos gibt.

Über den Redakteur Andreas Jalsovec

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Hat als Redakteur in mehreren (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem beim Anlegermagazin Börse Online, bei der Münchner Abendzeitung, der Schwäbischen Zeitung und der Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Vor seinem Wechsel zu Biallo.de war er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung tätig.

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