Geschäftsbericht und Vertreterversammlung im August:
Der Jahresabschluss für 2024 soll laut der Raiffeisenbank am 18. August dieses Jahres vorliegen. An diesem Tag soll auch die Vertreterversammlung stattfinden. Das teilte die Raiffeisenbank auf ihrer Website mit. Grund für die Verschiebung: Die Prüfung des Jahresabschlusses sei noch immer nicht abgeschlossen. Ein vorliegender Jahresabschluss sei satzungsgemäße Voraussetzung für die Vertreterversammlung.
Keine Dividende für 2024:
Die Raiffeisenbank hat auf ihrer Website bestätigt, dass die Verantwortlichen nicht mit einer Dividende für das letzte Jahr rechnen. Als Begründung verwies die Bank auf ihre wirtschaftliche Lage und die nötige Rettung durch die Sicherungseinrichtung der VR-Banken. "Bereits aus handelsrechtlichen Gründen" sei nicht mit einer Dividende zu rechnen.
Höhere Abschreibungen vermutet:
Das Brachen-Medium Finanzbusiness und die FAZ kommen zum gleichen Ergebnis: Die Abschreibungen für 2024 sollen über 400 Millionen Euro betragen. "Laut Recherchen der F.A.Z. liegt der Wertberichtigungsbedarf der kriselnden Bank bei mehr als 400 Millionen Euro", heiß es in der Zeitung. Finanzbusiness spricht unter Berufung auf Insider sogar von 440 Millionen Euro, wobei der Großteil von der Sicherungseinrichtung des BVR ausgeglichen werden müsse. Zuletzt wurde über Abschreibungen von über 300 Millionen spekuliert (siehe Aktualisierung vom 6.5.2025).
Weitere Crowdfundings betroffen:
Bisher war uns bekannt, dass es beim Projekt Bahnstraße in Willich zu einem längeren Zahlungsverzug gekommen ist. Auf unsere Nachfragen beim Emittenten und bei Genocrowd haben wir bis heute keine Antworten erhalten. Mittlerweile haben wir von weiteren Problemen erfahren: Beim Grünen Gewölbe in Berlin-Spandau habe sich die Auszahlung einem Anleger zufolge ohne Angabe von Gründen um ein halbes Jahr verschoben. Aus administrativen Gründen hätte sich außerdem die Auszahlung beim Projekt Modernes Wohnen in der Bahnstraße in Langen verzögert. Dies teilte uns ein anderer Anleger mit.
Auffällig: Beide Projekte wären kürzlich fällig geworden – Spandau am 30.6., Langen am 31.5. dieses Jahres. Betreffende Anleger beachten unseren Beitrag zu Problemen bei Crowdfundings.
An unseren grundsätzlichen Einschätzungen – und damit auch am Beitrag – haben wir mit diesem Update nichts geändert.