Renditefrühling mit Bonsai: Großes Geld mit kleinen Bäumen

Alternative Geldanlage Renditefrühling mit Bonsai: Großes Geld mit kleinen Bäumen

Max Geißler
von Max Geißler
04.04.2019
Auf einen Blick
  • Bonsai-Bäume sind eine wenig bekannte Art der Geldanlage. Pflanzenliebhaber können mit ausgesuchten Exemplaren üppige Renditen erzielen.

  • Ohne Zeit und Kenntnisse geht es aber nicht. Die Beschäftigung mit den Minibäumen erfordert Ausdauer und kontinuierlichen Pflegeaufwand.

  • Eine Garantie auf satte Gewinne gibt es nicht. Krankheiten und Schädlinge können den Traum vom großen Geld zunichte machen. Nicht selten ist Hilfe von Experten nötig.
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Dass Kunst, Oldtimer oder alter Wein gute Geldanlagen sein können, ist weithin bekannt. Dass Anleger aber auch mit Zimmerpflanzen großes Geld machen können, dürfte vielen neu sein.

Ein grüner Daumen, etwas Erde und Wasser sowie die heimische Fensterbank reichen häufig schon aus. Für kunstvoll geschnittene Bonsai-Bäume zahlen Liebhaber immerhin fünfstellige Summen.

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Ohne Liebe und Geduld geht es allerdings nicht. Bonsai-Bäume wollen das ganze Jahr über gehegt und gepflegt werden, damit sie zu voller Schönheit gelangen. Eine Wertsteigerung durch bloße Lagerung, wie bei Wein oder Aktien, ist nicht zu erwarten.

Laien, die sich ernsthaft mit dem Thema Bonsai auseinandersetzen wollen, empfiehlt sich ein Bonsai-Kurs zum Einstieg, um sich mit der Materie vertraut zu machen. Mehrstündige Kurse finden sich bei spezialisierten Bonsaihändlern ab 60 Euro aufwärts. Eine Liste mit Fachhändlern findet sich zum Beispiel im Internet bei "bonsai-art.com".

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Welcher Baum ist der richtige?

Einfach in den Baumarkt marschieren und ein Bäumchen für ein paar Euro kaufen, ist keine erfolgversprechende Strategie. Die Discounter-Exemplare sind anfällig und werden schnell krank.

Gutes Baummaterial erhalten Pflanzenliebhaber bei ausgewiesenen Fachhändlern, zum Beispiel bei dem Bonsai-Experten Udo Fischer aus Bammertal oder im Bonsai Centrum Hannover. Für solide und nicht allzu junge Bonsai-Bäume mit Wertsteigerungspotential sollte man eine dreistellige Summe einplanen.

Wichtig: Kaufen Sie einen Baum, der für den geplanten Standort geeignet ist. Als Zimmerbonsai empfehlen sich beispielsweise Carmona, Chinesische Ulme oder Ficus Bonsai. Für die Pflege im Freien benötigen Sie winterharte Ulmen, Wachholder oder Fächerahorn. Fangen Sie am besten mit einem pflegeleichten Baum an. Mehr Infos und Bilder finden Sie im Internet bei "bonsaiempire.de" oder "bonsai-park.de".

Welche Wertsteigerung ist zu erwarten?

Der Wert eines Bonsaibaums hängt vor allem von dessen Alter und Form ab. Zudem beeinflussen die Baumart und die Pflanzschale den Preis. Seltene oder schwierig zu ziehende Minibäume eingebettet in teure japanische oder chinesische Pflanzschalen können den Preis in die Höhe treiben. Die teuersten Bonsaibäume gibt es in Japan. Auf einer Auktion in Takamatsu wurde eine jahrhundertealte Kiefer für 1,3 Millionen US-Dollar verkauft.

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3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
17,51
0,70%
2.
12,51
0,50%
3.
10,00
0,40%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 3 Monate

So gehen Sie das Bonsai-Projekt richtig an

Bevor man sich einen teuren Bonsai aus Japan kommen lässt, sollten Hobbygärtner ihr Glück selbst versuchen. Die Bonsai-Deutschland-Agentur empfiehlt als erstes den Kauf eines sogenannten Rohlings, also eines jungen Bonsai-Bäumchens. Aussichtsreiche Zwergbäume gibt es ab etwa 500 Euro bei spezialisierten Bonsai-Züchtern.

Damit der Baum ordentlich wächst und eine schöne Form erhält, kommt man nach Ansicht der Experten um einen "Bonsai-Meister" kaum herum. Dieser koste zwischen 40 und 80 Euro die Stunde. Nennenswerte Ausgaben seien in den ersten Jahren aber nicht zu erwarten. "Ab dem zehnten Jahr fallen dann durchschnittlich 25 bis 40 Euro pro Monat an", so die Bonsai-Agentur. Diese Kosten müssten in die Gewinn-Kalkulation mit einfließen.

  • Beispielrechnung: Die Bonsai-Deutschland-Agentur macht auf ihrer Internetseite folgende Rechnung auf: Bei einer Investitionssumme von 2.500 Euro, aufgeteilt auf fünf verschiedene Bonsai-Pflanzen und geschätzten Pflegekosten von 9.800 Euro, erzielen Anleger beim Verkauf nach 35 Jahren unterm Strich ein Gewinn von knapp 30.000 Euro.

    Dies entspricht immerhin einer durchschnittlichen Wertsteigerung von mehr als 1.100 Prozent. Das i-Tüpfelchen: Im Gegensatz zu Kursgewinnen aus Wertpapieren oder Zinseinkünften ist der Bonsai-Gewinn steuer- und abgabenfrei.

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Fazit: Bonsai-Bäume sind lebende Kunstwerke. Bei kontinuierlicher Pflege bestehen gute Chancen, dass die Bäumchen mit den Jahren immer mehr an Wert gewinnen. Wächst und gedeihen die Exemplare üppig, bringen sie nicht nur über die Jahre ihrem Besitzer viel Freude, sondern später auch einen satten Ertrag.

Allerdings gibt es keine Garantie, dass die Minibäume nicht von Schädlingen oder Krankheiten befallen werden und im schlimmsten Fall sogar eingehen. Dann steht für Anleger viel Geld auf dem Spiel. Deshalb: Ohne liebe zu Pflanzen sollten Sie das Bonsai-Projekt besser nicht angehen. Nur wenn Sie über einen "Grünen Daumen" verfügen, werden Sie Spaß daran haben und am Ende auch Erfolg.

Biallo-Tipp

Um Risiken gering zu halten, sollten Sie stets nur einen überschaubaren Teil Ihres Geldes in Bonsais stecken. Verteilen Sie Ihr Sparkapital auf mehrere Assetklassen, allen voran Fonds und ETFs, denn diese sind kostengünstig und streuen die Anlagegelder breit in viele Wertpapiere. Wer seine Geldanlage nicht eigenständig steuern will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine geeignete Alternative. Wie die digitalen Vermögensverwalter genau funktionieren, erfahren Sie in unserem Ratgeber Robo-Advisor.

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Max Geißler
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de