Max Geißler
Autor
 

 
Auf einen Blick
  • Investitionen in Whisky haben hohes Wertsteigerungspotenzial, allerdings brauchen Anleger und Anlegerinnen Geduld.
  • Aussichtsreiche Flaschen sind begehrt und entsprechend schwer zu bekommen. Anleger müssen beständig den Markt scannen und sich sukzessive ein breites Whisky-Portfolio zusammenstellen.
  • Planen Sie hohe Kosten für Versand und Lagerung ein, damit sich die Investition unterm Strich rechnet. Sichern Sie eine umfangreiche Sammlung gegen Beschädigung oder Verlust ab.
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Wahre Kenner und Kennerinnen trinken ihren Whisky nicht, sondern lassen ihn in der Flasche – zumindest, wenn sie damit Geld verdienen wollen. Mit dem edlen Getreidebrand ist das vergleichsweise gut möglich, denn er ist einfacher zu lagern als Wein, birgt keine Rostgefahren wie Oldtimer und kostet keine Unsummen wie Immobilien. Die erzielbaren Renditen sind – je nach Marke und Einkaufsglück – sehr attraktiv.

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Whisky als Geldanlage

Wer in Whisky investieren will, braucht Geduld, denn die Preise steigen nicht über Nacht. Anleger müssen beständig den Markt scannen und nach Angeboten forsten. Da man nicht im Voraus weiß, welche Sorte oder welcher Jahrgang zum Höhenflug ansetzt, sollte man sich ein breites Whisky-Portfolio von 50 bis 100 Flaschen aufbauen und Geduld mitbringen – die Zeit arbeitet für Sie. Professionelle Sammler empfehlen den Kauf von jeweils drei Flaschen: eine zum Genießen, eine zum Sammeln und eine zum späteren Tausch oder Verkauf. Clevere Whisky-Käufer gehen gleich auf die Suche nach alten Lagerbeständen. Doch um eine echte Rarität zu finden, die auch noch bezahlbar ist, braucht man Glück und Ausdauer.

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Whisky Wertsteigerung: Welche Rendite ist drin?

Zwar sind aussichtsreiche Flaschen begehrt und entsprechend schwer zu bekommen, aber das Wertsteigerungspotenzial ist enorm. 

Yamazaki Whisky

Kenner investieren mehr und mehr in japanische Whiskys. Das Land hat sich zu einem der führenden Whisky-Produzenten der Welt gemausert. Limitierte Abfüllungen erzielen teilweise Spitzenrenditen. So wurde eine Flasche Yamazaki, die 2005 noch für 9.000 US-Dollar pro Flasche gehandelt wurde, 2018 für 343.000 Dollar verkauft – ein Wertgewinn von 3.800 Prozent in nur 13 Jahren!

Whisky Index beachten

Wie sich Whisky entwickelt, können Sammler am vielbeachteten Rare Whisky Apex 1000 Index verfolgen. Er ist eine Art Leitindex für die 1.000 gefragtesten Single Malt Scotch-Flaschen weltweit. Seit 2013 gewann der Index 415 Prozent an Wert. Zum Vergleich: Der US-amerikanische S&P 500 gewann in der gleichen Zeit knapp 180 Prozent.

 

Whisky kaufen: Wichtige Tipps für das Whiskey-Investment

Ein paar wichtige Punkte sollte man beim Whiksky-Kauf beachten, wenn man in die im Holzfass gereifte Spirituose investieren möchte.

Nur Original-Abfüllungen kaufen!

Als oberster Grundsatz für Anleger und Anlegerinnen gilt: Kaufen Sie nur Original-Abfüllungen, das heißt Flaschen mit Originaletikett, die die Brennerei selbst abgefüllt hat. Nur eindeutig identifizierbare Flaschen sind unter Sammlern begehrt.

Whisky limitierte Abfüllungen

Die Gewinnaussichten erhöhen sich, wenn Sie limitierte Abfüllungen kaufen, keine Massenware. Als Faustformel gelten 250 bis 500 Flaschen. Limitierte Auflagen bieten viele Brennereien, zum Beispiel Bowmore, Macallan oder Glenfiddich.

Whisky Sonderabfüllungen

Hohe Renditen versprechen Jahresflaschen und Sonderabfüllungen, etwa aus der schottischen Brennerei Glenmorangie. Hier sind 20 bis 30 Prozent Preissteigerung bereits nach einem Jahr keine Seltenheit. Ähnlich aussichtsreich sind Jahrgangs Malts der Destillerien Brora und Killyloch.

Whisky Erstabfüllungen nicht scheuen!

Scheuen Sie Erstabfüllungen neuer Brennereien nicht. Gerade in Schottland wird derzeit viel experimentiert und neue Destillerien eröffnen, zum Beispiel die Port of Leith Distillery in Edinburgh, die 8 Door Distillery John O’Groats in Nordschottland oder Glen Luss im Loch Lomond.

Whisky Raritäten: "Verlorene Brennereien"

Geschätzt unter Sammlern sind auch sogenannte verlorene Brennereien. So schloss beispielsweise die Destillerie Port Ellen auf der schottischen Insel Islay 1983 ihre Pforten. Bis heute werden immer wieder aus alten Lagerbeständen limitierte Abfüllungen verkauft.

Bei Whisky-Destillerie oder Spezialhändler kaufen

Whisky zur Geldanlage nur in renommierten Spezialgeschäften, bei autorisierten Auktionen oder direkt in der Destillerie kaufen. Auf keinen Fall bei Ebay oder Amazon!

Whisky Sorten diversifizieren

Da man nicht im Voraus weiß, welche Sorte oder welcher Jahrgang zum Höhenflug ansetzt, sollte man sich ein breites Whisky-Portfolio aufbauen. Experten empfehlen 50 bis 100 verschiedene Sorten. Als Faustformel gilt: Kaufen Sie jeweils drei Flaschen – eine zum Genießen, eine zum Sammeln und eine zum späteren Tausch oder Verkauf.

  • Biallo-Tipp: Informativ ist das deutsche Portal Whiskyexperts.net, das mit vielen Neuigkeiten und Wissenswertem aufwartet. So erfahren Interessentinnen und Interessenten, wo Neuabfüllungen geplant sind, welche Destillerien neu eröffnen und wo die nächsten Whisky-Messen stattfinden.
 

Whisky Wertanlage: Was muss ich beachten?

Die Geldanlage in Whisky scheint auf den ersten Blick einfach. Bei genauem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass man nicht einfach ein paar Flaschen kaufen und abwarten kann, bis diese im Wert steigen. Vier Probleme müssen Anleger beachten beziehungsweise überwinden

Aussichtsreiche Abfüllungen ergattern

Seltene Flaschen sind gesucht und damit bereits teuer. Renditepotenzial für überschaubares Geld bieten neue Sorten und Erstabfüllungen. Doch man bekommt aufgrund der großen Nachfrage oft nur wenige Flaschen, häufig nicht mehr als eine. Hier muss man also viel Zeit investieren und immer wieder dranbleiben, um im Lauf der Zeit ein größeres Portfolio an gesuchten Single Malts zusammenzustellen.

Whisky lagern: Bei Wertanlage hohe Lagerkosten beachten

Wer zwei oder drei berühmte Whiskys im Wohnzimmerschrank stehen hat, braucht sich noch nicht um Lagerung und Sicherheit zu kümmern. Anders sieht die Sache aus, wenn Sie 50 Flaschen á 500 Euro besitzen. Der Gegenwert von 25.000 Euro könnte Diebe anlocken. Auch wäre es gut, die Flaschen vor Feuer- oder Wasserschaden zu schützen, da sie sonst kaputt gehen oder an Wert verlieren. Empfehlenswert ist die externe Lagerung bei einem Unternehmen, das die Sammlung versichert und vor Beeinträchtigung und Diebstahl schützt. Allerdings gehen die anfallenden Kosten zu Lasten der Rendite.

Versandkosten nicht unterschätzen

Soll eine Flasche verkauft werden, sind die Versandgebühren nicht zu unterschätzen. Möchten Sie die Flasche wegen der besseren Gewinnaussichten nicht bei Ebay, sondern zum Beispiel beim britischen Auktionshaus Bonhams verkaufen, schlucken Verpackungskosten, Versandkosten und die notwendige Versicherung mehrere hundert Euro. Auch diese Ausgaben belasten den Gewinn.

Wertsteigerung: Zukunft ist ungewiss

Niemand weiß, welche Whisky-Sorten in zehn oder 20 Jahren gefragt sind. Zwar gibt es Klassiker wie Port Allen, Macallan oder Dalmore, die mit einiger Sicherheit auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Besteht das Whisky-Portfolio aber vorrangig aus neuen Destillen und Marken, dann gibt es keine Gewissheit für zukünftige Wertsteigerungen. In diesem Fall gilt nur eins: Falls sich eine Flasche als schlechtes Investment herausstellt – selbst trinken und genießen. Die Gaumenfreude ist in jedem Fall garantiert.

Biallo-Tipp:

Um Risiken gering zu halten, sollten Sie stets nur einen überschaubaren Teil Ihres Geldes in alternative Geldanlagen wie  SneakerComicsBonsai oder Whisky stecken. Verteilen Sie Ihr Sparkapital auf mehrere Assetklassen, allen voran Aktienfonds und  ETFs, denn diese sind kostengünstig und streuen die Anlagegelder breit in viele Wertpapiere. Wer seine  Geldanlage nicht eigenständig steuern will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine geeignete Alternative. Wie die digitalen Vermögensverwalter genau funktionieren, erfahren Sie in unserem Ratgeber Robo-Advisor.
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Über den Autor Max Geißler
nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de. Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien). Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.
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