Steinreich mit Star Wars: Besser als Gold, Silber und Aktien?

Alternative Geldanlage Steinreich mit Star Wars: Besser als Gold, Silber und Aktien?

Max Geißler
von Max Geißler
18.02.2019
Auf einen Blick
  • Viele Lego-Sets erleben binnen weniger Jahre hohe Wertsteigerungen, das gilt besonders für Nachbildungen beliebter Filmserien.

  • Planlos investieren sollte man aber nicht. Gute Recherche und strategischer Einkauf steigern das Renditepotenzial des Lego-Investments.

  • Versteifen Sie sich nicht ausschließlich auf Lego-Gewinne. Fahren Sie mit Ihren Geldanlagen stets mehrgleisig.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Aktien und Fonds erfreuen Anleger mit hohen Renditechancen. Doch Geld verdienen lässt sich nicht nur mit Wertpapieren, sondern auch mit Sammlerstücken. Oldtimer oder seltene Briefmarken sind sehr beliebt und erzielen regelmäßig Spitzenpreise. Was viele nicht wissen: Auch Kinderspielzeug hat hohes Wertsteigerungspotenzial.

Sie interessieren sich für unkonventionelle Geldanlagen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Renditeknüller Lego-Bausteine

Wer noch alte Bausätze vom Eiffelturm oder von Star Wars besitzt, der sollte gut aufpassen, dass er keinen Stein verliert. Denn solche Objekte erzielen zum Teil Spitzen-Preise. So wechselte beispielsweise der Original "Millennium Falcon" aus der Star Wars-Serie 2007 vor einiger Zeit auf der Internetplattform catawiki.de für den stolzen Preis von 4.700 Euro den Besitzer – mehr als das Zehnfache des ursprünglichen Verkaufspreises von 450 Euro.

Auch unscheinbare Bausätze wie das ebenfalls 2007 auf den Markt gekommene "Cafe Corner" sind gefragt. Damals für 100 Euro zu haben, zahlen Sammler heute bis zu 1.500 Euro für einen gut erhaltenen Bausatz.

Sind die Bausätze aus Kindertagen nicht mehr vollzählig, winken trotzdem hübsche Renditen. Denn auch die Einzelstücke sind begehrt, allen voran beliebte Serien-Figuren. Eine der gefragtesten Lego-Figuren ist der Kopfgeldjäger "Boba Fett" aus dem Star Wars-Universum.

Diese Figur kam 2003 mit dem Bausatz "Cloud City" auf den Markt. Das Original-Männchen mit gedruckten Verzierungen auf Armen und Beinen ist Sammlern heute bis zu 200 Euro Wert.

Lesen Sie auch: Geldanlage Holz – Natürliche Rendite mit Bruchgefahr

Elf Prozent Rendite pro Jahr

Mittlerweile beschäftigt sich sogar die Wissenschaft mit dem Phänomen Lego. In der Studie "Lego – The Toy of Smart Investors" analysierten kürzlich zwei russische Ökonominnen die Preisentwicklung von 2.300 Lego-Bausätzen.

Ihr Ergebnis: Die bunten Steine erzielen im Schnitt eine Rendite von elf Prozent pro Jahr. Filmbasierte Baureihen, etwa von Star Wars, Harry Potter oder Herr der Ringe liegen teils deutlich darüber. Das Gleiche gilt für beliebte architektonische Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm oder das Taj Mahal.

Positives Fazit der Autorinnen: Viele Bausteine und Bausätze übertreffen die Wertentwicklung von Gold, Silber und Aktien um ein Vielfaches, zudem entwickeln sich die Preise unabhängig von Finanzkrisen.

Lesen Sie auch: Sachwerte – Anlegerschützer warnen vor Direktinvestment

Sechs Regeln zum Investieren in Lego

Jedes Lego-Set ist einzigartig und hat eine festgelegte Auflage. Sobald es nicht mehr produziert wird, steigt der Preis. Das gilt besonders für lizenzierte Bausätze. Um erfolgreich zu sein, sollte man folgende Punkte beachten:

  • Nur limitierte, saisonale oder eventbezogene Sets kaufen. Diese sind nur kurze Zeit auf dem Markt und schnell vergriffen.

  • Bei Neuware: Rabatte nutzen, vor allem bei teuren Bausätzen.

  • Bei Gebrauchtkauf: Nur unbenutzte beziehungsweise originalverpackte Bausätze erwerben. Solche Sets sind deutlich mehr wert als unverpackte.

  • Kartons hochkant lagern, damit die Einzelteile nicht beschädigt werden. Vor Sonneneinstrahlung und Nässe schützen.

  • Über aussichtsreiche Renditebringer informieren. Besonders aufschlussreich ist die Anleger-Seite brickpicker.com, die allerdings englischsprachig ist.

Risiken beachten

Wie viele Geldanlagen, so ist auch das Investieren in Lego-Steine nicht ohne Risiko. Denn eine Garantie, dass die Preise stets aufwärts tendieren, gibt es nicht. Werden Sets neu aufgelegt, sinkt in aller Regel der Preis für die Erstausgabe. Sollte Lego seine Unternehmenspolitik ändern und alle Sets dauerhaft produzieren, würde dies das Ende des Renditepotenzials bedeuten. Allerdings gibt es keine Anzeichen dafür.

Auch ein Erlahmen des Interesses der Lego-Fangemeinde an den bunten Bausteinen würde zu einem Rückgang der Nachfrage führen. Doch danach sieht es ebenfalls nicht aus. Ein Manko haben Lego-Steine und Gold gemeinsam: Sie zahlen keine Zinsen.

Anleger profitieren ausschließlich von der Wertsteigerung. Zudem ist es um die Liquidität des Baustein-Kapitals nicht bestens bestellt, denn ein gewinnbringender Verkauf geht selten über Nacht, er braucht Zeit.

Lesen Sie auch: Crowdinvesting – So funktioniert die neue Anlageklasse

Biallo-Tipp

Um Risiken gering zu halten, sollten Sie stets nur einen überschaubaren Teil Ihres Geldes in Lego stecken. Verteilen Sie Ihr Sparkapital auf mehrere Assetklassen, allen voran Fonds und ETFs, denn diese sind kostengünstig und streuen die Anlagegelder breit in viele Wertpapiere.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Max Geißler
Max Geißler
Autor
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de