Max Geißler
Autor
 

 
Auf einen Blick
  • Viele Lego-Sets erleben binnen weniger Jahre hohe Wertsteigerungen, das gilt besonders für Nachbildungen beliebter Filmserien.

  • Planlos investieren sollte man aber nicht. Gute Recherche und strategischer Einkauf steigern das Renditepotenzial des Lego-Investments.

  • Versteifen Sie sich nicht ausschließlich auf Lego-Gewinne. Fahren Sie mit Ihren Geldanlagen stets mehrgleisig.
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Aktien und Fonds erfreuen Anleger mit hohen Renditechancen. Doch Geld verdienen lässt sich nicht nur mit Wertpapieren, sondern auch mit Sammlerstücken. Oldtimer oder seltene Briefmarken sind sehr beliebt und erzielen regelmäßig Spitzenpreise. Was viele nicht wissen: Auch Spielzeug kann hohe Gewinne bescheren. Vor allem ältere Lego Bausätze haben Potenzial. Viele Lego Sets erlebten binnen weniger Jahre hohe Wertsteigerungen, das gilt besonders für Nachbildungen beliebter Filmserien oder berühmter Gebäude.

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Lego als Wertanlage: Lego Eiffelturm und andere wertvolle Sets

Wer noch alte Bausätze vom Eiffelturm oder von Star Wars besitzt, der sollte gut aufpassen, dass er keinen Stein verliert. Denn solche Objekte erzielen zum Teil Spitzen-Preise. So wechselte beispielsweise der Original-Bausatz "Millennium Falcon" aus der Star Wars-Serie 2007 vor einiger Zeit auf der Internetplattform catawiki.de für den stolzen Preis von 4.700 Euro den Besitzer – mehr als das Zehnfache des ursprünglichen Verkaufspreises. Auch unscheinbare Bausätze wie das ebenfalls 2007 auf den Markt gekommene "Cafe Corner" sind gefragt. Damals für 100 Euro zu haben, zahlen Sammler heute bis zu 1.500 Euro für einen gut erhaltenen Bausatz. 

Lego Minifiguren Wertsteigerung

Auch unvollständige Lego-Sets oder Einzelfiguren lassen sich zu Geld machen. Häufig suchen Sammler bestimmte Einzelstücke, etwa beliebte Serien-Figuren. Der Kopfgeldjäger Jango Fett aus der Star Wars-Serie erzielt bei Internetauktionen bis zu 800 Euro.

  • Biallo-Tipp: Limitierte Sneaker ermöglichen märchenhafte Gewinne bis in den vierstelligen Renditebereich. Entscheidend für hohen Gewinn ist der Einkauf. Laien sollten sich vorab gut informieren, denn der Markt ist unübersichtlich und schwankend. Wir erklären in einem weiteren Ratgeber, wie Sie mit Sneaker Investments zu hohen Renditen kommen.

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Mit Lego Geld verdienen: Elf Prozent Rendite sind drin

Für Lego-Steine interessiert sich inzwischen sogar die Wissenschaft. In der Studie „Lego – The Toy of Smartinvestors“ analysierten vor einiger Zeit zwei russische Ökonominnen die Preisentwicklung von Lego-Bausätzen. Nach der Prüfung von über 2.000 Sets ermittelten die Forscherinnen eine Rendite von elf Prozent pro Jahr! Filmbasierte Baureihen wie Star Wars, Harry Potter oder Herr der Ringe liegen noch weit darüber. Damit rentieren nicht wenige Bausätze besser als Edelmetalle oder Wertpapiere.

  • Biallo-Lesetipp: Whisky als Geldanlage – auch Investitionen in Whisky haben hohes Wertsteigerungspotenzial, allerdings brauchen Anleger und Anlegerinnen Geduld. Aussichtsreiche Flaschen sind begehrt und entsprechend schwer zu bekommen.
 

Tipps für das Lego Investment

Jedes Lego-Set hat eine festgelegte Auflage. Wird es nicht mehr produziert, steigt der Preis. Das gilt besonders für lizenzierte Bausätze. Um erfolgreich zu sein, sollte man folgende Punkte beachten:

  • Nur limitierte, saisonale oder eventbezogene Sets kaufen. Diese sind nur kurze Zeit auf dem Markt und schnell vergriffen.

  • Bei Neuware: Rabatte nutzen, vor allem bei teuren Bausätzen.

  • Bei Gebrauchtkauf: Nur unbenutzte oder originalverpackte Bausätze erwerben. Solche Sets sind mehr wert als unverpackte.

  • Kartons hochkant lagern, damit die Einzelteile nicht beschädigt werden. Vor Sonneneinstrahlung und Nässe schützen.
 

Lego Geldanlage: Welche Risiken muss ich beachten?

Wie viele Geldanlagen, so ist auch das Investieren in Lego-Steine nicht ohne Risiko. Denn eine Garantie, dass die Preise stets aufwärts tendieren, gibt es nicht. Werden Sets neu aufgelegt, sinkt in aller Regel der Preis für die Erstausgabe. Sollte Lego seine Unternehmenspolitik ändern und alle Sets dauerhaft produzieren, würde dies das Ende des Renditepotenzials bedeuten. Allerdings gibt es keine Anzeichen dafür. Auch ein Erlahmen des Interesses der Lego-Fangemeinde an den bunten Bausteinen würde zu einem Rückgang der Nachfrage führen. Doch danach sieht es ebenfalls nicht aus. Ein Manko haben Lego-Steine und Gold gemeinsam: Sie zahlen keine Zinsen. Anleger und Anlegerinnen profitieren ausschließlich von der Wertsteigerung. Zudem ist es um die Liquidität des Baustein-Kapitals nicht bestens bestellt, denn ein gewinnbringender Verkauf geht selten über Nacht, er braucht Zeit.

Biallo-Lesetipp: Crowdinvesting – So funktioniert die neue Anlageklasse

Biallo-Tipp:

Um Risiken gering zu halten, sollten Sie stets nur einen überschaubaren Teil Ihres Geldes in alternative Geldanlagen wie   SneakerComicsBonsaiWhisky oder Lego-Bausteine stecken. Verteilen Sie Ihr Sparkapital auf mehrere Assetklassen, allen voran  Aktienfonds und  ETFs, denn diese sind kostengünstig und streuen die Anlagegelder breit in viele Wertpapiere. Wer seine   Geldanlage nicht eigenständig steuern will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine geeignete Alternative. Wie die digitalen Vermögensverwalter genau funktionieren, erfahren Sie in unserem Ratgeber  Robo-Advisor.
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Über den Autor Max Geißler
nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de. Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien). Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.
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