Mobile-Payment: Bezahlen mit Google Pay, Apple Pay, Paypal und Co

Online-Shopping Mobile-Payment: Bezahlen mit Google Pay, Apple Pay, Paypal und Co

Peter Rensch
von Peter Rensch Stefanie Engelmann
Auf einen Blick
  • Online-Bezahldienste wie Google Pay, Apple Pay oder PayPal fungieren als Zahlungsvermittler zwischen Kunde und Verkäufer.

  • Die Transaktionskosten trägt in der Regel der Händler. Dennoch sollten Sie auf versteckte Zusatzgebühren achten und das Kleingedruckte lesen.
  • Mängelrechte sollten immer erst gegenüber dem Händler geltend gemacht werden.
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Beim Online-Shopping zahlen Sie in der Regel per Kreditkarte, Vorkasse oder über einen sogenannten Payment-Dienstleister. Das bedeutet für Sie: Die Kaufabwicklung geht schneller, birgt aber auch das Risiko von Datenklau oder Phishing-Attacken.

Dennoch versuchen Online-Bezahldienste, ihren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten. Daher arbeiten sie entweder mit Käuferschutz oder geben sensible Bankdaten erst gar nicht an den Händler weiter.

Lesen Sie auch: So ist das Bankkonto vor Hacker-Angriffen sicher

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Auch wenn das sogenannte Mobile-Payment immer beliebter wird, sollten nach Ansicht der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz drei wichtige Fakten beim Bezahlen im Internet beachtet werden:

  • Der Kunde hat grundsätzlich kein Recht auf die Wahl einer bestimmten Zahlungsart.

  • Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt einer Rechnung oder Erteilung einer Einzugsermächtigung.

  • Online-Händler dürfen bei Käufen über das Internet keine gesonderten Gebühren für Kartenzahlungen verlangen. Eingeschlossen sind Girokarten oder Kreditkarten wie Mastercard und Visa.

Lesen Sie auch: Mobile- und Multi-Banking: Die besten Apps im Überblick

Wie funktioniert das Online-Payment?

Ein Online-Bezahldienst fungiert als Zahlungsvermittler zwischen Kunde und Verkäufer. Die Handhabe ist einfach: Sie registrieren sich bei dem entsprechenden Anbieter mit Ihren persönlichen Angaben und Bankdaten und können diesen Bezahldienst dann für die Zahlungsabwicklung beim Online-Shopping nutzen.

Man unterscheidet zwischen drei Varianten der Zahlungsabwicklung:

  • Der Dienstleister bezahlt Ihren Einkauf von einem virtuellen Konto aus und überweist die erforderliche Summe an den jeweiligen Online-Shop. Der Betrag wird später Ihrem Girokonto oder Ihrer hinterlegten Kreditkarte belastet.

  • Ihre Kontodaten werden von dem Bezahlservice-Anbieter verifiziert und Zahlungen werden automatisch von Ihrem Girokonto abgebucht.

  • Sie werden zum Online-Banking des jeweiligen Bezahldienstes weitergeleitet und begleichen die erforderliche Summe per Überweisung.

Die Transaktionskosten trägt in der Regel der Händler. Dennoch sollten Sie auf versteckte Zusatzgebühren achten und das Kleingedruckte lesen.

Wie sieht es aus bei Reklamationen oder Ärger beim Kauf über einen Bezahldienst? In diesem Fall nimmt der Anbieter die Rolle eines Vermittlers oder einer Schiedsstelle ein. Im Zweifel gibt es Geld zurück, wenn der Händler falsche oder beschädigte Ware geliefert hat.

Lesen Sie auch: Mobiles Bezahlen per NFC

3
 
Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
1.
0,00
6,74%
0,00
2.
0,00
6,99%
0,00
3.
 0,00
7,17%
0,00

Ihre Rechte bei Mängeln

David Riechmann, Referent für Bank- und Kapitalmarktrecht der Verbraucherzentrale NRW, erklärt, dass sich der Verbraucher bei mangelhafter Ware oder nicht erfolgter Lieferung zuerst immer an den Händler wenden sollte. Dieser ist der Vertragspartner und damit erster Ansprechpartner. Mängelrechte sollten daher immer erst ihm gegenüber geltend gemacht werden. Andernfalls kann es zu Problemen mit dem Online-Bezahldienst kommen (beispielsweise, wenn der Händler sein Geld erhalten hat und der Ausgleich des Benutzerkontos beim Online-Bezahldienst anschließend scheitert, weil die Lastschrift platzt oder die Lastschrift vom Verbraucher zurückgebucht wird).

Bei den Nachteilen von Online-Bezahldiensten spielt das Thema Sicherheit eine entscheidende Rolle. Um das Risiko von Cyberkriminalität zu umgehen, bieten beispielsweise Mastercard oder Visa ein sogenanntes 3D-Secure-Verfahren an. Einkäufe müssen dann mit einem persönlichen Sicherheitscode bestätigt werden. Zudem stellt die klassische Prüfnummer (CVC-Ziffer) auf der Rückseite der Kreditkarte sicher, dass diese auch physisch vorliegt.

Lesen Sie auch: Verbraucherrechte: So shoppen Sie sicher im Internet

Achten Sie auf das Käuferschutzprogramm

"Sollten Verbraucher, neben der gesetzlichen Gewährleistung, Wert auf einen zusätzlichen Käuferschutz legen, sollten sie zunächst nachlesen, ob die ausgesuchte Ware überhaupt vom Käuferschutzprogramm des Online-Bezahldienstes erfasst ist", rät Verbraucherschützer Riechmann.

Auch die intensive Datensammlung ist ein Negativ-Faktor, da von Ihnen als Käufer Datenprofile angelegt werden und Sie Ihre sensiblen Konto- oder Kreditkartendaten offenlegen. Es liegt daher in Ihrer Verantwortung, wem Sie Ihre Daten anvertrauen. Im Folgenden bieten wir Ihnen einen Vergleich der gängigsten Online-Bezahldienste – mit allen Vor- und Nachteilen.

Online-Bezahldienste im Überblick

Amazon Pay

Wer steckt dahinter?

Amazon Payments Europe 

Wie funktioniert es?

Sobald Sie auf der Amazon-Seite Ihr Profil mit Kontaktdaten und Bankverbindung oder Kreditkartennummer angelegt haben, können Sie per Amazon Pay-Button Ihren Online-Kauf auslösen. Eine Anzahl von Online-Shops kooperiert mit Amazon Pay und erspart Ihnen ein separates Händlerkonto. Nach dem Kauf werden Sie mit Ihrem Amazon-Konto verknüpft und der Betrag wird Ihrem Girokonto oder Ihrer Kreditkarte belastet.

Kreditkarte ja oder nein?

Ja

Käuferschutz?

Der Käuferschutz greift nach Beantragung der sogenannten A-bis-Z-Garantie und entschädigt geprellte Käufer mit bis zu 2.500 Euro. Diese Garantie deckt Zustand und rechtzeitige Lieferung der Ware. Dennoch heißt es Vorsicht vor gefälschten Seiten von Marketplace-Anbietern. Sobald Sie persönlichen Kontakt zu einem Händler aufnehmen und das Geschäft extern abwickeln, greift kein Käuferschutz.

Zu erkennen sind solche Fake-Seiten beispielsweise an einem fehlenden Impressum, extrem niedrigen Preisen und der Aufforderung zu einer Kontaktaufnahme außerhalb der Handelsplattform. Bezahlen Sie nie direkt an den Verkäufer, sondern immer über Amazon.

Sicherheitssystem?

Sichere Serververbindung durch Transport Layer Security (TLS) und Secure Sockets Layer (SSL), Passwort plus Aktivierung der Amazon Zwei-Schritt-Verifizierung (Sicherheitscode per Mail oder SMS an Ihr Mobiltelefon).

Gebühren?

Nein

Vorteil:

  • Weltweiter Einsatz der Zahlungsart
  • Als Amazon-Kunde muss kein weiteres Konto angelegt werden
  • Kein Zugriff der Online-Händler auf Ihre Bank- oder Kreditkartendaten
  • Keine Kosten

Nachteil:

  • Keine Verwendung von angesammeltem Guthaben
  • Sonderkosten bei Rückbuchungen und Rückerstattungen
  • Möglichkeit von Phishing-Attacken

Apple Pay

Wer steckt dahinter?

Apple Inc., USA

Wie funktioniert es?

Zahlungssystem des US-Unternehmens Apple für hauseigene, mobile Geräte– auch für die Apple Watch. Funktioniert wie eine kontaktlose, virtuelle Kreditkarte und kann als Bezahlmethode bei Online-Käufen in Apps und Internet sowie beim Einkauf im Ladengeschäft eingesetzt werden. Apple Pay arbeitet mit NFC und mit der Apple-App "Wallet". Die Kreditkartendaten werden auf dem Gerät in der "Wallet"-App hinterlegt, jeder Kauf muss dann über den Fingerabdruck-Sensor verifiziert werden. Bei einem Kauf wird für die Kartendaten immer ein einzigartiger, nicht übertragbarer Transaktionscode (Token) erzeugt.

Kreditkarte ja oder nein?

Ja

Käuferschutz?

Nein

Sicherheitssystem?

Beim Bezahlvorgang werden niemals die tatsächlichen Daten der hinterlegten Karte übermittelt, sondern eine zufällig generierte Pseudo-Kreditkartennummer (Device Account Number). Somit ist die tatsächliche Kartennummer für keine der an der Zahlung beteiligten Parteien ersichtlich. Bei jeder noch so kleinen Transaktion ist eine Authentifizierung des eingesetzten iOS-Gerätes mittels TouchID oder FaceID notwendig. Wenn das iPhone verloren geht, sollte die Kreditkarte für Apple Pay über den Apple-ID-Account deaktiviert werden.

Gebühren?

Nein

Vorteil:

  • Einfaches und schnelles Bezahlen
  • Keine Kosten
  • Einsatz auch im Ausland möglich
  • Bezahlvorgänge in der Wallet-App einsehbar
  • Sicherheit durch Übertragung eines Token (virtuelle Kreditkartennummer)
  • Verifizierung mittels TouchID oder FaceID

Nachteil:

  • Nicht alle Banken sind angeschlossen
  • Nur mit Kreditkarte nutzbar; Girokarten bisher nicht unterstützt
  • Funktioniert nur mit Apple-Geräten und Safari-Browser
  • Speicherung persönlicher Daten
  • Diebstahl und Hacken des Smartphones

Giropay

Wer steckt dahinter?

Giropay GmbH, das Bezahlsystem der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, der Postbank sowie zahlreicher PSD- und Privatbanken.

Wie funktioniert es?

Zahlung per Online-Überweisung direkt auf Ihrem Computer, Smartphone oder Tablet. Sie werden von der Händlerseite zum Online-Banking Ihrer teilnehmenden Bank weitergeleitet. Mithilfe eines PIN/TAN-Verfahrens wird die Zahlung in der sicheren Online-Banking-Umgebung Ihres Kreditinstituts abgeschlossen  – persönliche Konto- und Umsatzinformationen bleiben somit geheim. Sie brauchen sich nicht gesondert zu registrieren, sondern nutzen Ihre vorhandenen Zugangsdaten. Bei Kleinbeträgen unter 30 Euro wird auf eine TAN-Eingabe verzichtet.

Kreditkarte ja oder nein?

Nein

Käuferschutz?

Giropay arbeitet nur mit geprüften und verifizierten Händlern zusammen und verspricht dadurch hohe Sicherheit beim Online-Einkauf. Es wird allerdings kein expliziter Käuferschutz angeboten.

Sicherheitssystem?

Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) durch PIN und TAN.

Gebühren?

Nein

Vorteil:

  • Kein Zugriff der Online-Händler auf Ihre Bank- oder Kontodaten
  • Abwicklung der Zahlung über die eigene Bank
  • Schneller Zahlungstransfer
  • Bezahlen ohne TAN bei Kleinbeträgen möglich
  • Zwei-Faktor-Authentisierung

Nachteil:

  • Möglichkeit von Phishing-Attacken – auch direkt auf das eigene Konto
  • Nur für Online-Käufe in Deutschland möglich

Google Pay

Wer steckt dahinter?

Google, USA.

Wie funktioniert es?

Diese Zahlungsmethode funktioniert sowohl beim Online-Shopping als auch beim Einkauf im Geschäft. Um Google Pay zu nutzen, benötigen Sie ein Smartphone mit NFC-Funkchip und mindestens Android-Version 5.0, die Google Pay-App sowie eine passende Kreditkarte. Der Bezahldienst kann auch über WearOS-Smartwatches und Desktops genutzt werden.

Sobald Sie eine Kreditkartennummer hinzugefügt haben, können Sie starten und wie über eine Kreditkarte bezahlen. Ihre Kreditkartendaten werden nicht auf dem Smartphone abgelegt, sondern es wird ein nicht übertragbarer verschlüsselter Transaktionscode (Token) generiert. Erst ab einem Einkaufswert über 25 Euro wird eine Authentifizierung mittels Smartphone-Entsperrung und PIN erforderlich.

Kreditkarte ja oder nein?

Ja

Käuferschutz?

Nein. Wenn Sie Ihr Paypal-Konto zu Google Pay hinzufügen, gilt der Käuferschutz von Paypal.

Sicherheitssystem?

Beim Bezahlvorgang werden niemals die tatsächlichen Daten der hinterlegten Karte übermittelt, sondern eine zufällig generierte virtuelle Kreditkartennummer Die tatsächliche Kartennummer ist für niemanden ersichtlich. Den Schutz vor Hackern und Diebstahl können Sie erhöhen, indem Sie sich in Ihrem Google-Konto die "Bestätigung in zwei Schritten" einrichten: Bei der Zwei-Faktor-Authentisierung wird die Kontoanmeldung mittels Passwort und SMS-Code notwendig.

Gebühren?

Nein

Vorteile:

  • Einfache und schnelle Abwicklung
  • Vielseitiges Zahlungsangebot
  • Verschlüsselter Datentransfer zwischen Smartphone und Bankenserver
  • Eigentliche Kreditkartendaten nicht einsehbar
  • Keine Kosten
  • Auch im Ausland einsetzbar

Nachteile:

  • Nur mit Kreditkarte nutzbar; Girokarten bisher nicht unterstützt
  • Nicht alle Banken sind angeschlossen
  • Speicherung persönlicher Daten
  • Diebstahl und Hacken des Smartphones

Paydirekt

Wer steckt dahinter?

Paydirekt GmbH. Online-Bezahlverfahren der deutschen Banken und Sparkassen.

Wie funktioniert es?

Wenn Sie Paydirekt als Bezahlmethode gewählt haben, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden und anschließend den Kauf bestätigen. Ihr Girokonto wird unmittelbar mit dem entsprechenden Betrag belastet und der Online-Händler erhält sofort eine Zahlungsbestätigung. Sie benötigen lediglich ein Girokonto der teilnehmenden Bank oder Sparkasse und einen Zugang zum Online-Banking.

Kreditkarte ja oder nein?

Nein.

Käuferschutz?

Paydirekt arbeitet nur mit geprüften Händlern zusammen und verspricht durch seinen Käuferschutz hohe Sicherheit beim Online-Einkauf.

Sicherheitssystem?

Um es beim Online-Shopping nutzen zu können, sind Benutzername und ein Passwort erforderlich. Per TAN wird der Kauf abgeschlossen und der Betrag Ihrem Konto belastet. Mobil steht eine Paydirekt-App zur Verfügung.

Gebühren?

Nein.

Vorteil:

  • Schnelle und einfache Abwicklung
  • Keine Weitergabe sensibler Daten
  • Keine Kosten
  • Doppelte Sicherheit durch Zugangsdaten und TAN

Nachteil:

  • Geringe Akzeptanz im Internet
  • Möglichkeit von Phishing-Attacken

Paypal

Wer steckt dahinter?

Paypal (Europe) 

Wie funktioniert es?

Zunächst eröffnen Sie ein Paypal-Konto, bei dem Ihre Bankverbindung oder eine Kreditkarte hinterlegt wird. Sobald ein Online-Shop mit Paypal zusammenarbeitet, werden Sie nach dem Kauf dorthin weitergeleitet, loggen sich mit Ihren Zugangsdaten ein und bestätigen den Zahlungsbetrag. Paypal überweist sofort an den Händler und zieht den Betrag von Ihrem Girokonto ein oder belastet Ihre Kreditkarte damit.

Kreditkarte ja oder nein?

Ja

Käuferschutz?

Bei Uneinigkeit können Sie einen Käuferschutzantrag stellen und Paypal hilft bei der Klärung des Problems. Ist der Antrag berechtigt, bekommen Sie den vollen Betrag sowie die Versandkosten zurück erstattet.

Sicherheitssystem?

Komplexe Datenverschlüsselung durch SSL-Verbindung. Technisches Prüfsystem rund um die Uhr.

Gebühren?

Nein

Vorteil:

  • Weltweite Verbreitung
  • Sicherer Datentransfer
  • Keine Kosten
  • Kein Zugriff der Online-Händler auf Ihre Bank- oder Kreditkartendaten

Nachteil:

  • Möglichkeit von Phishing-Attacken
  • Passwortdiebstahl
  • Datenlagerung auf Servern in den USA
  • Keine zusätzliche Absicherung durch TAN-Verfahren

Paysafecard

Wer steckt dahinter?

Paysafe Holdings UK Limited.

Wie funktioniert es?

Für Beträge zwischen zehn und 100 Euro können Sie eine Paysafecard an Tankstellen, Postämtern oder in Supermärkten in Ihrer Nähe kaufen. Mit dem dazugehörigen Karten-PIN ist das Bezahlen in einem dafür geeigneten Online-Shop möglich. Keine Nutzung unter 18 Jahren.

Kreditkarte ja oder nein?

Nein

Käuferschutz?

Nein. Reklamationen gehen nur über den persönlichen Rechtsweg.

Sicherheitssystem?

Es werden keine persönliche Daten, Bank- oder Kreditkarteninformationen preisgegeben. Zusatzsicherheit durch einen persönlichen PIN.

Gebühren?

Es fallen Gebühren an wie beispielsweise Rücktauschgebühr, Bereitstellungsgebühr bei Nichtnutzung des Kontos über einen Zeitraum von zwölf Monaten, Transaktionsgebühr, Umrechnungsaufschlag.

Vorteil:

  • Keine Phishing-Attacken
  • Keine Weitergabe persönlicher Daten
  • Keine Bankverbindung notwendig
  • Kein Zugriff der Online-Händler auf Ihre Bank- oder Kreditkartendaten

Nachteil:

  • Kaum Kartenakzeptanz im Internet
  • Zeitaufwändiger Erwerb über Verkaufsstellen
  • Persönliche Aufladung nicht möglich
  • Keine Stornierung von Käufen

Skrill

Wer steckt dahinter?

Skrill Ltd., Britischer Zahlungsdienstleister aus London.

Wie funktioniert es?

Nach dem Anlegen eines Kundenkontos können Sie von Ihrem Girokonto oder über eine Kreditkarte ein Guthaben anlegen und damit Geld an Händler oder Freunde transferieren.

Zudem können sie auch eine Skrill-Prepaid-Mastercard beantragen, um an Geldautomaten von Ihrem Skrill-Konto Bargeld abzuheben. Den Bezahldienst können Sie sowohl am Computer als auch an Ihrem mobilen Endgerät nutzen. Apps können über Android und iOS heruntergeladen werden.

Kreditkarte ja oder nein?

Ja

Käuferschutz?

Nein. Reklamationen müssen über den persönlichen Rechtsweg abgewickelt werden. Zahlungen können nicht storniert werden.

Sicherheitssystem?

Es greifen die europäischen Datenschutzstandards und Datenverschlüsselung. Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA): Code von Ihrem Handy zusammen mit E-Mail-Passwort.

Gebühren?

Nein, wenn Sie den Skrill Money-Transfer-Dienst für die direkte Überweisung auf ein Bankkonto nutzen. Ansonsten fallen beispielsweise länderspezifische Transferkosten, Rückbuchungskosten oder Bereitstellungsgebühren bei Nichtnutzung des Kontos über einen Zeitraum von zwölf Monaten an.

Vorteil:

  • Kein Zugriff der Online-Händler auf Ihre Bank- oder Kreditkartendaten
  • Sicherheit vor übermäßigen Ausgaben durch Prepaid-Verfahren

Nachteil:

  • Überweisung kann nicht storniert werden
  • Geringe Verbreitung in Deutschland
  • Möglichkeit von Phishing-Attacken
  • Kosten bei Überweisung in andere Skrill-Wallets

Sofortüberweisung.de

Wer steckt dahinter?

Klarna Bank AB, Schweden.

Wie funktioniert es?

Ohne ein separates Konto können Sie mithilfe von Online-Banking und einem Direkt-Überweisungsverfahren Ihre Ware bezahlen. Die Legitimation geschieht mit Ihrer Kontonummer und einer PIN. Der Kauf wird abschließend durch eine TAN bestätigt.

Kreditkarte ja oder nein?

Nein

Käuferschutz?

Nein. Reklamationen müssen über den persönlichen Rechtsweg abgewickelt werden. Es können keine Zahlungen storniert werden.

Sicherheitssystem?

Doppelte Sicherheit durch PIN und TAN. Sie sollten beachten, dass persönliche Legitimationsdaten an die Sofort GmbH übermittelt werden. Dennoch wirbt der Anbieter mit dem TÜV-Siegel "Geprüfter Datenschutz" und besitzt das Zertifikat "Geprüftes Zahlungssystem" vom TÜV Saarland.

Gebühren?

Nein

Vorteil:

  • Schnelle und einfache Abwicklung
  • Hohe Akzeptanz in Deutschland
  • Kein separates Konto notwendig

Nachteil:

  • Möglichkeit von Phishing-Attacken
  • Gefahr von Datenklau
  • Einsicht des Anbieters in Ihren Kontostand
  • Kontodaten werden weitergegeben

Wirecard

Wer steckt dahinter?

Wirecard AG. Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr.

Wie funktioniert es?

Wirecard ist eine Art virtuelle Kreditkarte: Im sogenannten "Prepaid Trio", beispielsweise, sind Guthabenkonto, Girocard/Maestro-Karte und eine Prepaid-Kreditkarte enthalten. Sie legitimieren sich zunächst über das Post-Ident-Verfahren der Deutschen Post. Nachdem Sie ein verifiziertes Guthabenkonto eröffnet haben, laden Sie dieses per Bareinzahlung, Überweisung oder Lastschrift auf und schon können Sie von diesem Konto aus, wie mit einer gängigen Kreditkarte, in Online-Shops bezahlen.

Die Bezahlung erfolgt durch Eingabe von Kartennummer, Prüfnummer und Ablaufdatum. Gegen Gebühr können Sie bei der Wirecard-Bank auch eine Prepaid-Mastercard im klassischen Kreditkartenformat beantragen.

Kreditkarte ja oder nein?

Ja

Käuferschutz?

Durch die Kooperation mit Trusted Shops will der Anbieter einen umfangreichen Käuferschutz gewährleisten.

Sicherheitssystem?

Das Prepaid-System schütz vor Phishing-Angriffen. Zudem werden Aufträge nur ausgeführt, wenn Ihr Konto ein Guthaben aufweist – eine Überziehung ist also ausgeschlossen.

Gebühren?

Ja. Nach Kontoeröffnung fallen Kosten an, wie beispielsweise Kontoführungsgebühren, Einrichtungsgebühren oder Transaktionskosten.

Vorteil:

  • Sicherheit vor übermäßigen Ausgaben durch Prepaid-Verfahren
  • Schutz vor Phishing-Attacken durch Prepaid-System
  • Hohe Kreditkarten-Akzeptanz
  • Weltweit einsetzbar
  • Kostenlos Bargeld abheben mit Ihrer EC-Karte
  • Konto ohne Schufa
  • Als Pfändungsschutzkonto nutzbar

Nachteil:

  • Kosten bei jeder Transaktion
  • Zusatzkosten beim Aufladen der Kreditkarte
  • Kosten für Kontoführung
  • Einrichtungsgebühr

Biallo-Tipp

Das Angebot unter den Online-Bezahldiensten ist groß – daher lohnt sich ein genauer Vergleich der unterschiedlichen Anbieter. Bei der Auswahl sollten Sie vor allem entscheidende Kriterien wie Kostenaspekt, Käuferschutz und Sicherheitssystem beachten.

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ist gelernter Bankkaufmann und war zuletzt sieben Jahre Chefredakteur bei Springer Fachmedien in Wiesbaden. Dort war er verantwortlich für die Print- und Online-Objekte Bankmagazin, Bankfachklasse und SalesBusiness. Seit 2011 ist er freier Journalist und hat sich auf Finanz- und Verbraucherthemen spezialisiert.

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ist gelernter Bankkaufmann und war zuletzt sieben Jahre Chefredakteur bei Springer Fachmedien in Wiesbaden. Dort war er verantwortlich für die Print- und Online-Objekte Bankmagazin, Bankfachklasse und SalesBusiness. Seit 2011 ist er freier Journalist und hat sich auf Finanz- und Verbraucherthemen spezialisiert.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de