Digitale Vermögensverwaltung

ING Smart Invest im Test: Flexible ETF-Vermögensverwaltung mit Bankstruktur

Simin Heuser
Autorin
Veröffentlicht am: 19.02.2026

Auf einen Blick

  • Smart Invest ist ein flexibler Online-Vermögensverwalter mit drei Strategiebereichen: Weltportfolios mit 40 bis 100 Prozent Aktienquote, die zinsorientierte Strategie ZinsInvest sowie thematische Fokusportfolios ab 50.000 Euro. 
  • Die Servicegebühr liegt bei 0,75 Prozent pro Jahr unter 50.000 Euro Anlagevolumen und bei 0,65 Prozent darüber. Damit bewegt sich Smart Invest um den Marktdurchschnitt. 
  • Im biallo-Vergleich 2025 belegte Smart Invest in der defensiven und ausgewogenen Strategie jeweils Platz 1. 
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Wenn eine der größten Direktbanken Deutschlands mit einem der führenden Anbieter digitaler Anlagelösungen Europas kooperiert, sind die Erwartungen hoch. Die digitale Vermögensverwaltung ING Smart Invest verbindet das klassische Bankgeschäft der ING mit dem Prinzip eines Robo-Advisors über Scalable Capital

Das Konzept: Anleger wählen aus verschiedenen Anlagestrategien, investieren in breit gestreute Portfolios und überlassen die laufende Steuerung und das Rebalancing dem System. Gleichzeitig bleibt das Angebot im vertrauten ING-Umfeld verankert. Neben der Geldanlage können Kunden weiterhin klassische Produkte wie Tagesgeld nutzen. Ob das Zusammenspiel aus Bankstruktur und digitaler Vermögensverwaltung überzeugt, zeigt ein Blick auf Kosten, Strategien und Rendite

ING Smart Invest: Wenn Direktbank und Robo-Spezialist gemeinsame Sache machen 

Die Zusammenarbeit zwischen ING und Scalable Capital ist nicht neu. Beide arbeiten bereits seit einigen Jahren im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung zusammen. Ende 2024 wurde die bisherige Lösung neu aufgesetzt und unter dem Namen Smart Invest weiterentwickelt. 

Die Rollen sind klar verteilt: Die ING übernimmt Konto- und Depotführung sowie die regulatorische Infrastruktur. Scalable Capital steuert die technologische Plattform, die ETF-Auswahl und das laufende Portfoliomanagement. 

Über Smart Invest können ING-Kunden in unterschiedliche Anlagestrategien investieren. Herzstück sind die sogenannten Weltportfolios, die je nach Risikoneigung unterschiedliche Aktienquoten aufweisen und mit Aktien-ETFs, Anleihen und Rohstoffen arbeiten. Ergänzend gibt es Fokusportfolios mit klar definiertem Anlageschwerpunkt, etwa auf Megatrends oder Dividendenstrategien. Hinzu kommt mit „ZinsInvest“ eine eher defensiv ausgerichtete Lösung aus Geldmarkt- und Anleihe-ETFs, die sich als Alternative oder Ergänzung zum Tagesgeld versteht. 

Ein Überblick über die klassischen Weltportfolios von ING Smart Invest 

Anzahl Risikoklassen 
Nachhaltige Angebote Ja 
Mindesteinlage  20 € 
Sparplan ab 20 € 
Kosten* 0,75% bis 50.000 Euro Anlagevolumen, 0,65% ab 50.000 Euro Anlagevolumen 
Depot für Kinder  Nein 
Rebalancing automatisch 
Quelle: Angaben des Anbieters, Stand Februar 2026. 

Kosten und Konditionen im Überblick 

Die Gebührenstruktur von ING Smart Invest ist übersichtlich und klar kommuniziert. Entscheidend ist das Anlagevolumen pro Portfolio, also der Depotwert plus das Guthaben auf dem zugehörigen Smart-Konto. 

Verwaltungsgebühr 

  • Unter 50.000 Euro Anlagevolumen: 0,75 Prozent pro Jahr
  • Ab 50.000 Euro Anlagevolumen: 0,65 Prozent pro Jahr

Die Gebühr wird taggenau berechnet und monatlich automatisch abgebucht. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem Anteil für die ING und einem Anteil für Scalable Capital. Anleger erhalten dafür zwei separate Abrechnungen. Eine Performance-Gebühr gibt es nicht. Auch Depot- und Kontoführung, Orderentgelte oder Ausgabeaufschläge fallen nicht an. 

Beispielrechnung für ein durchschnittliches Anlagevolumen von 5.000 Euro 

Bei einem durchschnittlichen Guthaben von 5.000 Euro jeden Monat ergibt sich folgende Rechnung: 

  • 5.000 Euro x 0,75 Prozent = 37,50 Euro pro Jahr

Hinzu kommen die Kosten der eingesetzten ETFs. Diese liegen je nach Strategie durchschnittlich zwischen 0,12 und 0,42 Prozent pro Jahr. Sie werden nicht separat berechnet, sondern sind bereits in den ETF-Kursen enthalten. Bei 5.000 Euro und angenommenen ETF-Kosten von 0,12 Prozent entspräche das rechnerisch 6 Euro pro Jahr, die indirekt anfallen. 

Kostenvergleich: wie gut ist das Angebot von Smart Invest? 

Laut der Robo-Advisor-Studie 2025 von biallo.de verlangen digitale Vermögensverwaltungen im Durchschnitt eine jährliche Servicegebühr von 0,71 Prozent der Anlagesumme. Mit 0,75 Prozent liegt Smart Invest bei kleineren Anlagebeträgen leicht über diesem Durchschnitt. Ab 50.000 Euro fällt die Gebühr mit 0,65 Prozent dagegen unter den Marktschnitt. Smart Invest gehört damit weder zu den günstigsten noch zu den teuersten Anbietern am Markt. Preislich positioniert sich das Angebot im soliden Mittelfeld mit einem leichten Aufpreis für kleinere Anlagevolumina. 

Verzinsung des Smart-Kontos 

Ein Vorteil von ING Smart Invest: Guthaben auf dem Smart-Konto wird verzinst. Aktuell liegt der variable Zinssatz bei 0,75 Prozent pro Jahr und ist an das Extra-Konto der ING gekoppelt. Die Zinsen werden taggenau berechnet und einmal jährlich gutgeschrieben. 

Performance: Spitzenwerte im Biallo-Vergleich

Die Performance der Smart Invest Anlagestrategien lässt sich sehen: Im biallo.de Performance Vergleich der Robo-Advisor landet die ING sowohl mit der defensiven als auch mit der ausgewogenen Strategie auf dem ersten Platz. Bei der offensiven Strategie reicht es leider nur für Platz fünf. Allerdings beträgt der Abstand zum ersten Platz nur einen Prozentpunkt. 

Aktienquote Performance 31.12.24 - 31.12.25 
40% 6,10% 
50% 6,90% 
60% 7,60% 
70% 8,20% 
80% 8,60% 
90% 8,90% 
100% 9,10% 

Wie bewerten Nutzer und Experten ING Smart Invest? 

Für seine Leistungen wurde Smart Invest bereits mit diversen Preisen belohnt: Vom Wirtschaftsmagazin Capital erhielt der Anbieter vier Sterne in der Kategorie “Bester Robo-Advisor”. Extra ETF vergibt 4,5 Sterne mit der Note „sehr gut” und beim biallo.de Performance Vergleich belegt der Robo-Advisor den ersten Platz. 

Sowohl die ING als auch Scalable erhalten auf der Bewertungsplattform Trustpilot gute Bewertungen seitens der Kunden. Zu Smart Invest werden zum Beispiel folgende Kommentare geschrieben: 

“Guter Überblick über die Kursentwicklung der Aktien und ETFs. Ausreichende Auswahl an Handelsplätzen. Günstige Order Preise, Mit Smart Invest Sparplan sehr positive Erfahrungen gesammelt” 

“Alles transparent und über die App einfach zu handeln. Support erreichbar und sehr kompetent. Smart Invest hat mich überzeugt.” 

Die Anlagestrategien von Smart Invest im Überblick 

Smart Invest ist kein Einheits-Robo mit fünf starren Risikoklassen. Stattdessen ist das Angebot in drei große Strategie-Bereiche gegliedert: Weltportfolios, ZinsInvest und Fokusportfolios. Je nach Ziel, Risikobereitschaft und Anlagehorizont können Anleger unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Der Einstieg ist jeweils ab 20 Euro möglich – per Einmalanlage oder Sparplan. 

Weltportfolios: Das Basis-Investment 

Die sogenannten Weltportfolios bilden das Herzstück des Angebots. Sie investieren weltweit gestreut in ETFs auf Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Je nach gewählter Aktienquote variiert das Risiko deutlich. Möglich sind Anteile zwischen 40 und 100 Prozent Aktien. Damit eignen sich die Weltportfolios vor allem als langfristige Basis-Investition. Wer stärker auf Stabilität setzt, wählt eine niedrigere Aktienquote. Wer höhere Renditechancen sucht, entscheidet sich für eine höhere Aktiengewichtung. 

Weltportfolio mit Gold 

Beim Weltportfolio „Klassisch + Gold“ wird Gold als zusätzliche Anlageklasse beigemischt. Technisch erfolgt dies über börsengehandelte Goldprodukte. Gold gilt traditionell als Absicherungsbaustein in unsicheren Marktphasen, da es sich häufig anders entwickelt als Aktien oder Anleihen. 

In den vergangenen Jahren hat die Gold-Beimischung positiv zur Wertentwicklung beigetragen. Ob Gold diese Rolle dauerhaft spielt, ist jedoch offen. Das Edelmetall zahlt weder Zinsen noch Dividenden und auch sein Preis kennt Schwankungen. 

Weltportfolio mit ESG-Ansatz 

Das Weltportfolio mit ESG-Ansatz berücksichtigt ökologische, soziale und unternehmensethische Kriterien bei der ETF-Auswahl. Bestimmte Branchen oder Geschäftsmodelle werden dabei ausgeschlossen oder geringer gewichtet. 

Für Anleger, die neben Rendite auch Wert auf Nachhaltigkeitskriterien legen, bietet diese Variante eine Möglichkeit, entsprechende Präferenzen umzusetzen. Gleichzeitig sollten Investoren wissen: ESG bedeutet nicht automatisch geringeres Risiko oder höhere Rendite. Es verändert in erster Linie die Zusammensetzung des Portfolios. 

ZinsInvest: Alternative zum Tagesgeld 

Mit ZinsInvest bietet Smart Invest eine Strategie, die sich deutlich von den aktienlastigen Welt- und Fokusportfolios unterscheidet. Investiert wird ausschließlich in Geldmarkt-ETFs und Anleihen-ETFs mit Fokus auf Unternehmen mit hoher Bonität. Aktuell liegt die variable Zielrendite bei 2,5 Prozent. Sie orientiert sich an den Marktzinsen im Euroraum und damit indirekt am Leitzins der Europäischen Zentralbank. 

Die Zusammensetzung ist klar strukturiert: Rund 30 Prozent entfallen auf Geldmarkt-ETFs, etwa 70 Prozent auf kurzlaufende Unternehmensanleihen. Dadurch reagiert das Portfolio relativ sensibel auf Veränderungen des Zinsniveaus – allerdings mit deutlich geringeren Schwankungen als Aktienstrategien. 

Wichtig ist die Abgrenzung: ZinsInvest ist kein Tages- oder Festgeld. Die Rendite wird nicht von der Bank garantiert, sondern ergibt sich aus der Entwicklung der zugrunde liegenden ETFs. Das bedeutet: Es kann zu leichten Kursschwankungen kommen, insbesondere wenn sich das Zinsumfeld ändert. 

In der Praxis hat sich ZinsInvest bislang stabil entwickelt. In den vergangenen Jahren lagen die Renditen bei rund drei Prozent pro Jahr, zuletzt allerdings darunter. Das zeigt: Die Strategie folgt dem Zinsumfeld – steigt der Leitzins, steigt in der Regel auch die Ertragserwartung. Sinkt er, reduziert sich die Zielrendite entsprechend. 

Als Ergänzung zum Tagesgeld kann ZinsInvest sinnvoll sein, insbesondere wenn höhere Einlagen flexibel angelegt werden sollen und klassische Aktionszinsen auslaufen. Wer jedoch absolute Sicherheit und garantierte Verzinsung sucht, ist mit einem Einlagenprodukt besser bedient. 

Fokusportfolios: Thematisch investieren 

Wer gezielt auf bestimmte Marktsegmente setzen möchte, findet bei den Fokusportfolios passende Strategien. Diese sind allerdings erst ab 50.000 Euro Anlagevolumen verfügbar oder als zusätzliches zweites Portfolio nutzbar. 

Zur Auswahl stehen drei klar voneinander abgegrenzte Strategien: 

  • Megatrends, mit 100 Prozent Aktienanteil und Schwerpunkt auf Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz, Biotechnologie oder erneuerbare Energien. Das Portfolio ist gleichgewichtet aufgebaut und damit klar chancenorientiert – allerdings auch schwankungsanfällig.
  • Value & Dividende, ebenfalls vollständig in Aktien investiert. Hier liegt der Fokus auf unterbewerteten Unternehmen und dividendenstarken Titeln. Ziel ist es, von stabilen Geschäftsmodellen und laufenden Ausschüttungen zu profitieren. Auch hier gilt: 100 Prozent Aktien bedeuten entsprechend hohes Risiko.
  • Allwetter, eine deutlich ausgewogenere Strategie mit rund 40 Prozent Aktien, 40 Prozent Anleihen und 20 Prozent Rohstoffen. Sie orientiert sich an dem sogenannten Allwetter-Ansatz, der unter anderem durch den US-Investor Ray Dalio bekannt wurde. Ziel ist es, das Portfolio robuster gegenüber unterschiedlichen Marktphasen zu machen. Die Schwankungen fallen in der Regel geringer aus als bei reinen Aktienstrategien.

Die Fokusportfolios richten sich eher an erfahrene Anleger, die bewusst einen Investment-Schwerpunkt setzen möchten. 

Wie sicher ist meine Investition bei „Smart Invest?“ 

Sicherheit ist bei einer digitalen Vermögensverwaltung für viele Anleger ein entscheidendes Kriterium. Bei Smart Invest spielen dabei zwei Vertragspartner eine Rolle: die ING und Scalable Capital. Das Zwei-Partner-Modell mag auf den ersten Blick komplex wirken. In der Praxis ist die Aufgabenverteilung jedoch klar geregelt. 

Zwei Vertragspartner, klare Aufgabenverteilung 

Die ING übernimmt die Konto- und Depotführung. Dort liegt das Smart-Depot mit den ETFs sowie das Smart-Konto als Verrechnungskonto. Scalable Capital ist für die Vermögensverwaltung zuständig. Das Unternehmen steuert die Portfolio-Zusammensetzung, überwacht die Gewichtung der Anlageklassen und führt das automatische Rebalancing durch. Für Anleger bedeutet das: Die Bank verwahrt das Geld und die Wertpapiere, der Robo-Advisor verwaltet sie. 

Einlagensicherung und Sondervermögen 

Das Guthaben auf dem Smart-Konto unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person. Darüber hinaus ist die ING dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen. Aktuell sind Einlagen dort bis zu drei Millionen Euro pro Kunde abgesichert. Die ETFs im Depot gelten als Sondervermögen. Das bedeutet: Sie gehören rechtlich dem Anleger und werden getrennt vom Vermögen der Bank verwahrt. Sollte die ING oder Scalable Capital insolvent werden, bleiben die Wertpapiere grundsätzlich unangetastet. 

Technische Sicherheit 

Als regulierte Bank unterliegt die ING den deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Auch Scalable Capital ist als Vermögensverwalter reguliert. Transaktionen und Depotführung erfolgen innerhalb der bekannten ING-Infrastruktur. 

Fazit: Für wen eignet sich Smart Invest? 

Die Aufteilung in Weltportfolios, ZinsInvest und Fokusportfolios deckt nahezu jedes Anlegerprofil ab: Vom defensiven Sparer bis zum renditeorientierten Aktieninvestor. Die Weltportfolios eignen sich als langfristiges Basis-Investment mit variabler Aktienquote. ZinsInvest bietet eine Alternative zum Tagesgeld mit überschaubarem Risiko. Und die Fokusportfolios ermöglichen es, gezielt auf Themen wie Megatrends oder Dividendenstrategien zu setzen. Diese klare Dreiteilung sorgt für Orientierung und lässt tatsächlich kaum Wünsche offen. 

Man merkt dem Angebot an, dass hier zwei etablierte Marktteilnehmer zusammenarbeiten. Alle drei Anlagebereiche sind jeweils nochmals strukturiert aufgeteilt. Das Ergebnis ist kein Minimal-Robo, sondern eine vergleichsweise ausgereifte Vermögensverwaltung mit breiter strategischer Auswahl. Gerade im Vergleich zu einfach gestrickten Robo-Advisor-Modellen, die fünf Risikostufen mit unterschiedlichen Aktienquoten anbieten, sticht Smart Invest deutlich differenzierter heraus. 

Allerdings hat die Breite auch eine Kehrseite: Das Angebot ist komplexer als bei manch anderem Robo. Wer eine möglichst einfache „Ein-Portfolio-Lösung“ sucht, für den könnte die Vielzahl an Optionen zunächst als unübersichtlich sein. Hier gilt eben auch das Motto: Wer die Wahl hat, hat die Qual. 

Gerade Einsteiger, die bewusst einen Robo-Advisor wählen, um Entscheidungen abzugeben, müssen einige Grundsatzfragen klären. Soll es die klassische Weltlösung sein oder eine thematische Strategie wie Megatrends oder Dividenden? Ist Gold als Beimischung sinnvoll? Wie hoch darf die Aktienquote sein? Diese Weichenstellungen haben erheblichen Einfluss auf Risiko und Renditechancen. 

Zwar führt ein strukturierter Fragebogen durch den Prozess und nimmt einen Teil der Entscheidungsarbeit ab. Denn am Ende schlägt das System eine passende Strategie vor. Dennoch ersetzt das keine eigene Auseinandersetzung mit den Kernelementen der Geldanlage. Aus Sicht von biallo.de sollten Anleger die Empfehlung eines Robo-Advisors verstehen und im Zweifel auch hinterfragen können. Ein Robo nimmt operative Arbeit ab, aber nicht die Verantwortung für das gewählte Risiko. 

Wer sich also für Smart Invest entscheidet, sollte daher bereit sein, etwas Zeit in die Auswahl der Strategie zu investieren. Wer sich diese Zeit jedoch nimmt, wird dafür mit einer breiten strategischen Auswahl belohnt – und mit einer Performance, die in den vergangenen Jahren überzeugen konnte. 

Weitere Informationen zu Smart Invest

Wie eröffne ich ein Konto bei Smart Invest?

Der Einstieg erfolgt vollständig über die ING. Zunächst beantworten Anleger einen digitalen Fragebogen. Abgefragt werden unter anderem Anlageziel, Risikobereitschaft, Anlagedauer, geplante Anlagesumme sowie die finanzielle Situation. 

Auf Basis dieser Angaben wird ein Anlagevorschlag erstellt. Die Daten werden laut ING zunächst anonymisiert an Scalable Capital übermittelt, um eine passende Strategie zu ermitteln. Der konkrete Vorschlag wird anschließend im Online-Banking angezeigt – kostenlos und unverbindlich. 

Entscheidet sich der Anleger für eine Strategie, wird das Smart-Depot sowie das zugehörige Smart-Konto bei der ING eröffnet. Erst mit dieser Eröffnung erhält auch Scalable Capital die personenbezogenen Daten, die für die laufende Vermögensverwaltung erforderlich sind. 

Für Nutzer bedeutet das: Die Konto- und Depotbeziehung besteht mit der ING. Scalable Capital übernimmt die Verwaltung des Portfolios, greift dafür aber auf die notwendigen Kundendaten zu. 

Was muss ich bei einer Kündigung beachten? 

Smart Invest hat keine feste Laufzeit. Eine Kündigungsfrist gibt es ebenfalls nicht. Wer sein Portfolio auflösen möchte, kann die Kundenbeziehung direkt im Online-Banking der ING beenden. Die Kündigung erfolgt direkt über die ING – entweder in der App oder im Online-Banking. In der App wählen Sie Ihr Smart-Depot aus, gehen über das Zahnrad in die Depotdetails und finden dort unter „Anlage verwalten“ den Punkt „Portfolio kündigen“. Im Online-Banking ist die Funktion ebenfalls im Smart-Depot unter „Mehr Funktionen“ hinterlegt. 

Nach der Kündigung werden die im Depot gehaltenen ETFs verkauft. Der Erlös wird anschließend auf das hinterlegte Referenzkonto überwiesen. Da es sich um Wertpapiere handelt, hängt der Auszahlungsbetrag vom aktuellen Marktwert ab. Ein garantierter Rückzahlungswert besteht nicht. 

Zudem können beim Verkauf Steuern auf realisierte Gewinne anfallen. Sofern ein Freistellungsauftrag hinterlegt ist, wird dieser automatisch berücksichtigt. Wie lange die vollständige Abwicklung dauert, hängt von den Marktbedingungen und den Abrechnungsprozessen ab. In der Regel erfolgt die Auszahlung innerhalb weniger Bankarbeitstage nach dem Verkauf der Wertpapiere. 

Simin Heuser hat in Köln Volkswirtschaftslehre studiert und bereits während des Studiums für verschiedene Fondsgesellschaften und FinTechs gearbeitet. Ihr Fachwissen setzt sie auch als freie Finanzjournalistin ein. Ein Interesse gilt der Rolle von Frauen in der Finanzwelt - ein Bereich, in dem sie sich für mehr Aufklärung engagiert. Bei Investments konzentriert sie sich auf Aktienfonds und fühlt sich besonders im Bereich der nachhaltigen Geldanlage zuhause.

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