Sollte ich regelmäßig nach einer Tagesgeld-Aktion den Anbieter wechseln?
Solange Sie mit dem Bestandskundenzins Ihrer Bank zufrieden sind, besteht kein Anlass, sich eine andere Bank zu suchen. Der Umzug lohnt sich dabei umso weniger, je höher der Standardzins ist. Das ändert sich erst, wenn Ihre Bank den Zins senkt. Dann können Sie über ein "Zinshopping" nachdenken. Gemeint ist damit der (regelmäßige) Wechsel des Tagesgeldanbieters mit dem Ziel, immer einen guten Zins mitzunehmen.
Lohnt sich Zinshopping beim Tagesgeld?
Bevor Sie den Tagesgeldanbieter wechseln, sollten Sie prüfen, ob der zusätzliche Ertrag, den Sie dadurch erzielen, den Wechsel-Aufwand wert ist. Grundsätzlich haben Sie folgende Möglichkeiten, sich hohe Zinsen beim Tagesgeld zu sichern:
- Sie wählen einen Anbieter, der allen Kunden denselben, vergleichsweise hohen Zins zahlt – also sowohl Neukunden als auch Bestandskunden. Solche Anbieter finden Sie in der Tabelle oben.
- Sie setzen auf einen Anbieter, der einen hohen Zins für Neukunden bietet – und auch nach dem Aktionszeitraum gute Zinsen zahlt. Solche Anbieter zeigt die folgende Tabelle. Anbieter wie die Ayvens Bank tauchen dabei mit ihrem Bestandskundenzins in beiden Tabellen auf. Andere bekannte Anbieter dagegen wie die Direktbanken DKB, Comdirect, ING und Consorsbank knausern eher beim Tagesgeld für Bestandskunden. Sie sind daher auch nicht aufgeführt.
- Sie werden zum Zinshopper und wechseln immer nach Ablauf der Zinsgarantie zum nächsten Anbieter mit hohen (Aktions-) Zinsen.
Welches die beste Lösung für Sie ist, hängt auch davon ab, wie Sie es generell mit dem Anbieterwechsel halten. Sind Sie ein "Wechselmuffel", dann kommen eher die ersten beiden Varianten für Sie infrage. Macht Ihnen dagegen die Jagd nach dem höchsten Zins Spaß, können Sie es mit dem Zinshopping probieren.