Auf einen Blick
  • Verkäufer auf eBay Kleinanzeigen geraten in das Visier von Betrügern.

  • Diese kommunizieren nicht über das Kleinanzeigenportal, sondern über SMS, WhatsApp und E-Mail.

  • Wie der Betrug funktioniert und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie im Artikel.
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Der Betrug auf Kleinanzeigenmärkten wie Ebay Kleinanzeigen, Facebook Marketplace, Quoka und anderen Marktplätzen ist nicht neu. Ziemlich neu dagegen ist die Masche auf Ebay Kleinanzeigen, bei der Betrüger vorgaukeln, die „Sicher bezahlen-Funktion“ nutzen zu wollen. Doch auch eine alte Masche funktioniert heute noch so gut, wie bereits vor Jahren.

Hierbei versuchen die Kriminellen als vermeintliche Kaufinteressenten Kontakt per SMS oder WhatsApp aufzunehmen. Bei dieser Masche spielt die Ware überhaupt keine Rolle. Die Täter wollen lediglich an Ihr Geld. Wir erklären Ihnen, wie diese dabei vorgehen.

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So funktioniert der Betrug per SMS und WhatsApp

Wie bereits erwähnt, geben sich die Betrüger als vermeintliche Kaufinteressenten aus. Sie schicken Ihnen eine SMS oder WhatsApp-Nachricht und bitten Sie darum, dass Sie auf die in der Nachricht genannte E-Mail-Adresse antworten. 

So sehen die Nachrichten beispielsweise aus:

  • „Ich habe versucht Ihnen mehrmals durch kleinanzeigen zu schreiben. Aber es geht nicht, ich kaufe das tablet, bitte schicken sie fotos an detleft01@gmail.com“ 

Teilweise werden diese Nachrichten auch als Bild-Nachricht in dem Nachrichtensystem von Ebay Kleinanzeigen gesendet. Die Texte werden als Bild versendet, da das Kleinanzeigenportal den Betrug sonst herausfiltern und den vermeintlichen Käufer sperren würde.

Diese E-Mail-Adressen sind uns bereits bekannt:

E-Mail-Adressen von Betrügern

detlef011@hotmail.com, detleft01@gmail.com, my14job@gmail.com, breuer07@hotmail.com, wtomz289@gmail.com, eichwolfgang55@hotmail.com, krugerdieter025@gmail.com, floriangabriel1100@gmail.com, stefanlausen@mail.de, bremerchris1011@gmail.com, jeppobgt@gmail.com, wehrsmax@gmail.com, fugger075@gmail.com, christaanaly00@gmail.com, martinwolf30@hotmail.com.

Sollten Sie von einem anderen Käufer mit einer abweichenden E-Mail-Adresse kontaktiert werden, leiten Sie uns diese gernan hinweis@biallo-online.de weiter.

Da Ebay Kleinanzeigen diesen Betrug erkennen würde, versuchen die Täter Sie von der Verkaufsplattform wegzulocken. Vorsicht ist an dieser Stelle auch geboten, wenn Sie auf die SMS antworten. In der Regel gehen die Nummern ins Ausland (selbst, wenn eine deutsche Rufnummer mithilfe von Manipulation angezeigt wird). Für Sie könnten durch die Antwort zusätzliche Kosten entstehen.

Zunächst wird Interesse an der Ware vorgetäuscht. Es wird nach weiteren Bildern oder dem Zustand des Produkts gefragt. Doch am Ende werden Sie sich mit dem Täter immer einig.

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Versand ins Ausland

Anschließend teilt Ihnen der Käufer mit, dass Sie die Artikel ins Ausland verschicken sollen. Dabei geht die Ware mal ins europäische Ausland und mal nach Übersee. Selbstverständlich übernehmen die Käufer auch die Kosten für den Versand.

Uns sind bisher folgende fingierte Adressen bekannt:

Adressen, an die die Ware versendet werden soll

  • Detlef Köhler, Südtirolerstrasse 51, 5500 Bischofshofen, Österreich

  • Alexander Krauss, 47 Chamberlayne Avenue, London, HA9 8SR, United Kingdom

  • David Toma, 8 Almond Rd, London, N17 0PJ United Kingdom

  • Ada cekulova, Suite 58399 Slevacska 476/2A, Rumburk 40801, Czech Republic

  • Frank Möbius, Dorfstrasse 11 4690 Schwanenstadt, Vöcklabruck, Oberösterreich, Österreich

Auch hier gilt unser Aufruf an Sie: Sollte Ihnen eine weitere Adresse bekannt sein, teilen Sie uns diese gern unter hinweis@biallo-online.de mit, indem Sie uns die Konversation dazu senden.

 

Falsche Zahlungsbelege sollen Kauf beweisen

Die Täter erfragen Ihre Bankverbindung. Schließlich wollen Sie den vereinbarten Kaufpreis überweisen. Ist diese übermittelt, erhalten Sie relativ zeitnah eine fingierte Bestätigung für eine PayPal-Zahlung oder von einer Bank. Darin wird Ihnen zugesichert, dass das Geld beim Käufer abgebucht wurde und inzwischen treuhänderisch verwaltet wird.

Das Geld sollen Sie erst bekommen, wenn Sie als Verkäufer Transportkosten an das Transportunternehmen überwiesen haben. Mit dieser Firma gibt es auch Schriftverkehr. Teilweise sollen die Transportkosten per Bargeldtransferdienst wie MoneyGram an den angeblichen Transporteur gesendet werden. Nicht selten handelt es sich um Beträge im dreistelligen Bereich.

Außerdem sollen Sie die Sendungsnummer für den Versand der Ware hinterlegen. Diese Aufforderung erfolgt vordergründig bei der vermeintlichen Bezahlung über PayPal. Doch diese Vorgehensweise gibt es bei dem Zahlungsdienstleister überhaupt nicht. Ziel der Kriminellen ist es, dass Sie die Ware versenden, ohne jemals dafür Geld zu erhalten.

 

Glaubwürdigkeit durch Führerschein, Pass oder Ausweis unterstreichen

Um Zweifel an ihrer Identität auszuräumen, versenden die Käufer oft auch eine Kopie von Führerschein, Pass oder Ausweis an Sie. Die Ausweise stammen von real existierenden Personen, die die Kopie unter anderen Umständen an die Betrüger senden sollten. Es handelt sich hier also um einen Missbrauch der Daten. Auch können die Kopien gefälscht sein. Aufgrund dessen sollten Sie sich nicht auf diese Ausweiskopie verlassen.

 

Was passiert, wenn Sie sich auf den Handel einlassen?

Egal, ob Sie die Transportkosten im Voraus bezahlen oder den Artikel versenden, der in Wahrheit noch gar nicht bezahlt ist – das Opfer sind am Ende Sie. Im ersten Fall ist das Geld weg und im zweiten Fall die Ware, für die Sie nie Geld erhalten werden. Der Kontakt zu dem Käufer wird aber in jedem Fall abbrechen.

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Wie können Sie sich vor dem Betrug schützen?

Damit Sie auf derartigen Betrug nicht hereinfallen, sollten Sie sich auf keinen Fall von der Ebay Kleinanzeigen-Plattform weglocken lassen. Sämtliche Kommunikation sollte über das Kleinanzeigenportal laufen. SMS, WhatsApp-Nachrichten und E-Mails sind tabu.

Außerdem wird empfohlen, dass Sie die Ware gegen das Geld persönlich tauschen. Auf den Versand von Artikeln sollten Sie möglichst verzichten.

Wichtig ist: Sobald Sie Verkäufer sind, müssen Sie keine Transportkosten im Voraus bezahlen. Zudem sollten Sie die Ware erst versenden, wenn das Geld tatsächlich auf Ihrem Bankkonto oder PayPal-Konto angekommen ist. Loggen Sie sich dafür in Ihr Onlinebanking beziehungsweise das PayPal-Konto ein. Nur wenn Sie dort eine Kontobewegung verbuchen können, ist das Geld tatsächlich überwiesen. Trauen Sie keinen E-Mails mit Bestätigungen der Zahlungen von Banken oder dem Zahlungsdienstleister. Lassen Sie die Finger von Bargeldtransferdiensten wie Western Union, PaySafe, MoneyGram!

  • Biallo-Lesetipp: Vorsicht vor einer Abzocke über PayPal - wie Sie sich vor einem Betrug über PayPal schützen können. 

 

Auf Betrug hereingefallen?

Zuerst sollten Sie die Beweise sichern. E-Mails, SMS, WhatsApp-Nachrichten, Belege und so weiter sollten Sie zusammen haben. Dann können Sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten. HabenSie Ihre Bankdaten weitergegeben, empfehlen wir Ihnen, dass Sie auch Ihre Bank über den Vorfall informieren. Zusammen mit der Vorgangsnummer der Polizei kann die Bank ein Auge auf Ihr Konto haben und Sie bei kritischen Kontobewegungen informieren oder diese unterbinden.

Der vermeintliche Käufer, mit dem Sie Kontakt hatten, sollte bei Ebay Kleinanzeigen gesperrt werden. Melden Sie dem Kleinanzeigenportal die Person. So können Sie andere Nutzer vor dem Betrug schützen.

Eine weitere Empfehlung ist, dass Sie Ihre Rufnummer beim Erstellen eines Angebots nicht angeben. Ebenso sollten Sie auch die E-Mail-Adresse weglassen. So kann die Kommunikation ausschließlich über das Nachrichtenportal von Ebay Kleinanzeigen laufen.

 

Wir benötigen Ihre Hilfe

Haben Sie auch Kontakt zu einem vermeintlichen Betrüger? Dann lassen Sie uns die Kommunikation gern an hinweis@biallo-online.de zukommen. Nur so können wir unsere Leserinnen und Leser mit Ihrer Hilfe vor den Betrügern schützen. Gern beantworten wir Ihnen auch Ihre Fragen, wenn Sie bei einem Kauf oder Verkauf auf Ebay Kleinanzeigen unsicher sind.

Sehen Sie sich auch unsere weiteren Warnungen vor Betrugsmaschen an. In einem weiteren Artikel berichten wir über die Neuerungen bei Ebay Kleinanzeigen.


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Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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