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Auf einen Blick

  • ETF-Sparpläne sind eine ideale Anlageform für den langfristigen Kapitalaufbau.

  • Neben dem passenden ETF kommt es beim Fondskauf vor allem auf niedrige Gebühren an.

  • Viele Banken ermöglichen dank langfristiger Aktionen, Ordergeld zu sparen.

  • Wir stellen die Sparplan-Aktionen der Broker vor.
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Im Einkauf liegt der Gewinn – mit dieser Faustformel ist schon so mancher Kaufmann reich geworden. Was für den Handel gilt, gilt auch für die Geldanlage. Je geringer die Kosten beim Erwerb von Fonds oder anderen Wertpapieren, desto eher kommt das Investment in die Gewinnzone und desto höher ist der Sparertrag. Das ist auch bei Sparplänen der Fall, obwohl hier der Vorteil des Cost-Average-Effekts mindestens ebenso wichtig ist.

Ein ETF-Sparplan ist für den Vermögensaufbau über lange Sparzeiträume hinweg bestens geeignet. Wer etwa in den vergangenen 50 Jahren monatlich stets den gleichen Betrag in einen Sparplan auf einen weltweiten MSCI-World-ETF investierte, erzielte damit bis Ende 2020 in Euro gerechnet und inklusive Dividenden eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,1 Prozent. Ablesen lässt sich das am sogenannten Renditedreieck für den MSCI World Index auf der Internetseite dividendenadel.de.

 

Wo kauft man ETFs günstig ein?

Bei Fondssparplänen kaufen Anleger monatlich Anteile. Der Kauf kostengünstiger ETFs erfolgt über die Börse. Hierfür berechnet die Bank eine Ordergebühr. Diese Gebühr ist von Bank zu Bank unterschiedlich hoch, allerdings meist deutlich günstiger als bei einer ETF-Einmalanlage, wo oft eine pauschale Gebühr von beispielsweise 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Ordervolumen fällig wird.

Manche Geldhäuser berechnen pro Sparplan-Ausführung pauschal 1,50 Euro. Andere Broker verlangen prozentuale Gebühren in Abhängigkeit von der Orderhöhe. So berechnet zum Beispiel die Consorsbank für eine Sparplan-Ausführung gewöhnlich 1,50 Prozent vom Kurswert.

Allerdings ermöglichen Onlinebroker und Direktbanken immer wieder ETF-Sparpläne ohne Orderentgelt auszuführen. Anleger können dann – meist begrenzt auf einen bestimmten Zeitraum – kostenlos ETF-Anteile erwerben. In der Regel sind die Aktionen an bestimmte Fonds geknüpft, die damit von der jeweiligen Fondsgesellschaft gesponsert werden. Sparer müssen sich dann erkundigen, wie lange die Aktion anhält oder ob sie zunächst unbefristet läuft und ob die Aktion gegebenenfalls auch für ETFs anderer Anbieter gilt. Außerdem haben in jüngster Zeit einige Anbieter die Zahl der ETFs in ihren Aktionen reduziert. Dann sollten Anleger überprüfen, ob ihr ETF betroffen ist – und möglicherweise doch Gebühren anfallen.

Ein besonders attraktives Angebot steht derzeit bei Deutschlands größter Direktbank ING in den Startlöchern: Seit 1. April 2021 gibt es alle rund 800 ETF-Sparpläne zum Nulltarif. "Zusammen mit dem kostenlosen Depot und der Möglichkeit, bereits ab einem Euro Sparrate in Wertpapiersparpläne zu investieren, schafft die Bank ein im deutschen Markt einmaliges Angebot", heißt es laut Pressemitteilung. Im Folgenden geben wir einen Überblick, bei welchen Banken ETF-Sparpläne derzeit zum Nulltarif zu haben sind. So haben einige Anbieter auch sogenannte Black Friday Aktionen im Angebot.

 

Ausgewählte Broker und Direktbanken mit kostenlosen ETF-Sparplänen

  • 1822direkt: Bei Depoteröffnung können Kundinnen und Kunden 25 Aktions-ETFs von VanEck zwölf Monate lang ohne Orderentgelt besparen sowie 25 ausgewählte Fonds-Sparpläne für zwölf Monate mit 25 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Zudem winken ein 100-Euro-Amazon-Gutschein und zwei beziehungsweise fünf Gramm Gold für Vieltrader. Die Mindestsparrate liegt bei 50 Euro pro Monat.

  • Consorsbank: Dort gibt es 340 sparplanfähige ETFs von Amundi, BNP Paribas, Lyxor und Xtrackers ohne Ausführungsentgelt, darunter auch 30 nachhaltige ETFs. Monatliche Sparpläne können ab 25 Euro eingerichtet werden. Bei Abschluss des ersten Sparplans gibt es zudem 20 Euro als Bonus.

  • Comdirect: Bei der Commerzbank-Tochter sind 140 ETF-Sparpläne von Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Xtrackers gebührenfrei erhältlich (bis 31. Dezember 2021). Die Mindestsparrate liegt bei 25 Euro.

  • ING: Seit April 2021 gibt es dauerhaft alle rund 820 ETF-Sparpläne zum Nulltarif. Die Mindestsparrate beträgt nur 1,00 Euro.

  • S-Broker: Beim Broker der Sparkassen können fast alle ETF-Sparpläne kostenlos bespart werden. Dies gilt für Sparplanraten von 50 bis 500 Euro. Seit dem 25. Oktober 2021 wird für jeden neu angelegten Sparplan, der die Aktionsbedingungen erfüllt, jeweils ein Baum gepflanzt. Das Angebot ist zwar nicht befristet, allerdings behalten sich S-Broker und die jeweiligen Emittenten das Recht vor, die Aktion jederzeit zu modifizieren oder zu beenden.

  • Commerzbank: Bei Neueröffnung eines ETF-Sparplans bis zum 13. Dezember 2021 können Anleger bei der Commerzbank drei Jahre lang sechs ausgewählte Indexfonds von Vanguard, Lyxor, iShares und VanEck kostenlos besparen. Die Mindest-Sparrate im Monat liegt auch hier bei 25 Euro.

ETF Sparplan – Im Corona-Crash investieren?

  • Flatex: Rund 1.350 ETFs von Amundi, VanEck, Vanguard und Xtrackers können ohne Ordergebühr bespart werden. Die Aktion läuft bis auf Weiteres und kann von Flatex oder vom jeweiligen Partner jederzeit geändert oder beendet werden. Sparpläne sind ab einer Monatsrate von 25 Euro möglich. Wer bis zum 30. November 2021 ein neues Depot bei Flatex eröffnet, der zahlt sechs Monate lang keine Orderprovision oder Depotgebühren. Achtung: Guthaben auf dem Verrechnungskonto werden mit einem Negativzins von 0,50 Prozent pro Jahr belastet! Außerdem berechnet Flatex eine jährliche Depotgebühr von 0,10 Prozent des Vermögensbestandes.

  • Maxblue: Mehr als 130 ETFs von Amundi, Vanguard und Xtrackers sind bis zu einer Sparrate von 250 Euro ohne Ordergebühr besparbar (bis 31. Dezember 2024). Die Mindestsparrate liegt bei 50 Euro.

  • Trade Republic: Bei dem Discountbroker können Anlegerinnen und Anleger rund 1.500 ETFs von Amundi, iShares, Lyxor, WisdomTree und Xtrackers dauerhaft provisionsfrei handeln und kostenlos besparen. Die Mindestsparrate beträgt 10,00 Euro.

  • Smartbroker: Der Onlinebroker der Wallstreet Online Capital AG bietet derzeit mehr als 280 ETF-Sparpläne von Amundi, Lyxor und Xtrackers zum Nulltarif an. Die Aktion ist unbefristet. Die Mindestsparrate liegt bei 25 Euro.

  • Scalable: Auch der sogenannte "Neobroker" von Scalable bietet kostenlose ETF-Sparpläne an. Sogar in der komplett kostenlosen Variante, dem sogenannten "Free Broker", können alle 1.900 ETFs von iShares, Invesco und Xtrackers gebührenfrei gekauft und bespart werden. Die Mindestsparrate beträgt auch hier 25 Euro. Wer bis zum 30. November ein Depot bei Scalable eröffnet, hat zudem die Möglichkeit auf 1.000 Euro extra fürs Portfolio.

Quelle: biallo.de / Konditionen laut Anbieter / Stand 23. November 2021 / Angaben ohne Gewähr

Hinweis: Manche Anbieter sind nicht verlinkt, weil sie über biallo.de derzeit keine Neukunden akquirieren wollen. Wie wir uns finanzieren, haben wir in der Rubrik "Über uns" transparent offengelegt.

Über den Autor Max Geißler
nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de. Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien). Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.
  Max Geißler
  Kerstin Weinzierl