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Zum Jahresanfang kratzte sie sogar an der Drei-Prozent-Marke: Bis auf 2,90 Prozent stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen in den ersten Januartagen 2026. Die sicheren deutschen Staatspapiere sind für Anlegerinnen und Anleger wieder attraktiv. Doch lohnen sie sich wirklich – etwa im Vergleich zu Festgeld? Wir erklären, warum Bundesanleihen derzeit gute Renditen abwerfen, wie sie im Vergleich zu Festgeld dastehen – und wie sich die „Bundrenditen“ und die Festgeldzinsen 2026 entwickeln könnten. 

Warum steigt die Rendite bei Bundesanleihen? 

Die zehnjährige Staatsanleihe ist der wichtigste Gradmesser für die langfristige Entwicklung der Zinsen. Seit dem Anstieg Anfang Januar ist ihre Rendite zwar wieder leicht gefallen. Sie liegt mit 2,83 Prozent (Stand 9. Januar 2026) aber so hoch wie seit März 2025 nicht mehr. Hauptgrund dafür ist das geplante Schuldenpaket der Bundesregierung. Um Investitionen in die Infrastruktur und die Verteidung zu finanzieren, muss der Bund Milliardensummen am Kapitalmarkt aufnehmen. Die Deutsche Finanzagentur hat deshalb für 2026 die Ausgabe von Staatspapieren verschiedener Laufzeiten in Höhe von 500 Milliarden Euro angekündigt.

Wegen der zunehmenden Verschuldung verlangen Investoren für die Papiere einen Risikoaufschlag. Das lässt die Renditen steigen. Und zwar nicht nur in Deutschland: Auch in anderen europäischen Ländern steigt die Verschuldung – und damit die Renditen der Staatspapiere. In Frankreich etwa können Anleger bei zehnjährigen Staatsanleihen derzeit 3,53 Prozent ergattern, in Österreich 3,08 Prozent, in den Niederlanden sind es 2,94 Prozent. 

Biallo News

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Sind Bundesanleihen jetzt attraktiver als Festgeld? 

Nein – noch kommen sie nicht an die besten Festgeldangebote heran. So zeigt die nachfolgende Tabelle: Anbieter mit höchster Sicherheit bei der Einlagensicherung – also etwa aus Schweden, Liechtenstein oder Deutschland – zahlen beim Festgeld noch immer Zinsen, die deutlich über den Bundrenditen liegen. Das gilt für alle Laufzeiten. 

Festgeld schlägt Bundesanleihen 

Laufzeit 

Bester 
Festgeld-Zins 

Bestes deutsches

Festgeld-Angebot¹ 

Rendite

Bundesanleihen 

1 Jahr 

2,80% 
HoistSpar² 

2,70% 
SBI Bank 

2,01% 

2 Jahre 

2,82% 
HoistSpar² 

2,60% 
Grenke Bank 

2,10% 

3 Jahre 

2,75% 
Varengold Bank 

2,75% 
Varengold Bank 

2,16% 

5 Jahre 

3,00% 
Volkswagenbank 

3,00% 
Volkswagenbank 

2,42% 

10 Jahre 

3,19% 
wiLLBe³ 

3,15% 
Wüstenrot4

2,83% 

¹deutsche Einlagensicherung; ²Schweden; ³Liechtenstein; 4noch bis 13. Januar 2026, danach 3,05%; nur Anbieter mit bestem Rating bei der Einlagensicherung; Anlagebetrag 25.000 Euro; Quelle: Festgeldvergleich biallo.de, Angaben der Anbieter, Stand 09.01.2026 

Tatsächlich sind die Festgeldzinsen seit Mitte 2025 im Durchschnitt wieder leicht gestiegen. So lag der Durchschnittszins aller im Biallo-Index gelisteten Anbieter bei der 5-jährigen Laufzeit im Juli noch bei 1,87 Prozent. Derzeit sind es 1,96 Prozent. 

Was bringt 2026 bei Festgeld und Staatsanleihen? 

Das lässt sich schwer vorhersagen. Eine Tendenz liefern die Prognosen großer deutscher Banken für die zehnjährige Bundrendite (siehe Tabelle). Beim Festgeld spielt dagegen der Einlagensatz der Europäischen Zentralbank (EZB) die entscheidende Rolle. Denn nach ihm richten sich die Zinsen der Geschäftsbanken für Tagesgeld und Festgeld. Aktuell liegt der Einlagensatz bei 2,00 Prozent. 

Das prognostizieren Banken für die Zinsentwicklung bis Ende 2026 

  

Rendite 10-jährige

Bundesanleihe 

EZB-Einlagensatz 

BayernLB 

3,15%¹ 

2,25%¹ 

Commerzbank 

3,00% 

2,00% 

DZ Bank 

3,00% 

1,75% 

Helaba 

3,00% 

2,00% 

LBBW 

3,00% 

2,00% 

NordLB 

2,90% 

2,00% 

Unicredit 

2,90% 

2,00% 

Deutsche Bank 

2,70% 

2,00% 

DekaBank 

2,65% 

2,00% 

¹Prognose für November 2026, sonst Dezember 2026, Quelle: Angaben der Banken 

Die Tabelle zeigt: Die Mehrzahl der Banken geht bis Jahresende für die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von einem leichten Anstieg aus. Lediglich die Deutsche Bank und DekaBank erwarten vom heutigen Niveau aus einen Rückgang. 

Beim EZB-Leitzins sind sich die Banken größtenteils einig: Er dürfte 2026 auf seinem jetzigen Niveau verharren. Die Experten gehen also davon aus, dass die EZB in diesem Jahr ihre Zinsen konstant halten wird. 

Was bedeutet das für Anlegerinnen und Anleger? 

Auch wenn die Bundrenditen in diesem Jahr nochmal leicht steigen könnten: Festgeld dürfte im Vergleich zu Bundesanleihen auch 2026 die bessere Wahl sein. Derzeit deutet wenig daraufhin, dass die Festgeldzinsen bald sinken. Anlegerinnen und Anleger können daher in Ruhe nach guten Angeboten Ausschau halten und einen passenden Anbieter wählen – etwa mit Hilfe des Festgeldvergleichs von biallo.de

Ganz außer Acht lassen, sollten sie die Bundesanleihen jedoch nicht. So bieten die Papiere bei einem Verkauf während der (Rest-)Laufzeit die Chance auf Kursgewinne. Für sehr langfristig orientierte Anleger gibt es außerdem gute Renditen: Bei den 15-jährigen deutschen Staatspapieren sind es derzeit 3,22 Prozent, bei den 20-jährigen 3,37 Prozent. Bei Bundesanleihen mit 25-jähriger Restlaufzeit erzielen Investoren sogar 3,48 Prozent.  

Wer sich Bundesanleihen ins Depot legt, sollte jedoch stets auf die Kosten achten. So verlangen Broker oft für Kauf und Verkauf eine Gebühr. Und auch die Depotführung ist nicht immer umsonst. Das mindert die Gesamtrendite. 

Biallo Festgeld Empfehlung

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 25.000 €, Anlagedauer: 60 Monate, Sicherheit: höchste Sicherheit. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
Bewertung
S&P Länderrating
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
3,00% /
3.750
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
2,75% /
3.631,83
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
2,74% /
3.425
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Liechtenstein
Zum Anbieter
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 10.01.2026

Über den Redakteur Andreas Jalsovec

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Hat als Redakteur in mehreren (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem beim Anlegermagazin Börse Online, bei der Münchner Abendzeitung, der Schwäbischen Zeitung und der Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Vor seinem Wechsel zu Biallo.de war er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung tätig.

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