Preisänderung bei Girokonto

ING schafft die kostenlose Girocard ab

Horst Biallo
Redakteur & Gründer
Veröffentlicht am: 03.11.2021

Auf einen Blick

  • Ab März 2022 kostet die Girocard bei der ING 0,99 Euro im Monat.
  • Die Visa-Debitkarten bleiben dagegen weiterhin gebührenfrei.
  • Damit können Kundinnen und Kunden kostenlos zahlen und Bargeld holen.
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Nachdem die Deutsche Kreditbank (DKB) kürzlich verkündete, die Girocard künftig nur noch gegen Gebühr auszugeben, vollzieht ab sofort auch die ING (ehemals ING-DiBa) diesen Schritt. Neue Kunden, die zur weiterhin gebührenfreien Visa-Debitcard eine Girocard haben wollen, zahlen dafür 0,99 Euro im Monat. Bestandskunden berechnet die Frankfurter Direktbank ab Anfang März 2022 diese Gebühr. Sie wird dann auch für die bislang kostenlose Partnerkarte fällig. Diese Gebühr wird erstmals im April 2022 fällig. Wer die Girocard nicht braucht, kann sie einfach zurückgeben und spart so die Kosten.

Mit der kostenlosen Visa Debitkarte und der ebenfalls gebührenfreien Partnerkarte, können Kundinnen und Kunden der ING in der gesamten Eurozone kostenlos zahlen und Geld abheben. Sie ist weltweit verwendbar und wird auch in Deutschland von den allermeisten Händlern vor Ort als Zahlungsmittel akzeptiert. Beide Karten kann man auch für mobiles Bezahlen und zum Begleichen von Rechnungen bei Internet-Einkäufen nutzen. Geld abheben in Deutschland funktioniert ab 50 Euro an 97 Prozent aller Geldautomaten.

Bargeld bekommen Sie mit der Visa-Debitkarte nicht nur an Geldautomaten mit dem Visa-Logo, sondern auch bei teilnehmenden Einzelhändlern. Aktuell können Sie bei Ihrem Einkauf bei Aldi Süd und der Drogeriekette Müller Bargeld abheben. Weitere Einzelhändler sollen schon bald folgen.

Die Girocard ist bei vielen Direktbanken auf dem Rückzug. Die meisten setzen mittlerweile auf die Visakarte als Debitkarte, die keine echte Kreditkarte ist. Das heißt: Wer damit zahlt oder Geld abhebt, dem werden die Beträge sofort vom Girokonto abgebucht. So hat der Kunde einen besseren Überblick über seine finanzielle Situation. Doch es gibt auch Nachteile, die Sie in unserem Rategber zu den Unterschieden der Debitkarte im Vergleich zur Kreditkarte entdecken.  Aber es gibt noch einige Banken, die die Girocard weiterhin kostenlos zum gebührenfreien Konto dazu geben. So die Raiffeisenbank im Hochtaunus oder die VR Bank Niederbayern-Oberpfalz, die ihre Onlinekonten bundesweit anbieten.

Generell ist die Akzeptanz der Debit-Kreditkarten im Vergleich zur Girocard in Deutschland noch nicht auf dem gleichen Niveau. Selbstbedienungsterminals an Tankstellen sind oft nur auf Girocards ausgelegt. Schwierigkeiten mit Debit Kreditkarten gibt es auch noch bei Annahmestellen der Deutschen Post, bei vielen Apotheken und in Behörden, wenn Bürger dort ihren neuen Personalausweis oder Reisepass unbar bezahlen möchten.

Über den Redakteur & Gründer Horst Biallo

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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. In den folgenden Jahrzehnten arbeitete er als selbstständiger Wirtschaftsjournalist und veröffentlichte regelmäßig in der Wirtschaftswoche, im Stern und zahlreichen Tageszeitungen. Daneben ist Horst Biallo Autor mehrerer Wirtschafts-Fachbücher, darunter „Die geheimen deutschen Weltmeister" und „Die Doktormacher". 1999 gründete er biallo.de - zu einer Zeit, in der Verbraucher Konditionen für Tagesgeld, Festgeld und Kredite noch mühsam aus Tageszeitungen heraussuchen mussten. Damit zählte Horst Biallo zu den ersten in Deutschland, die unabhängige Konditionsvergleiche redaktionell aufbereitet und für Verbraucher zugänglich machten. In den Folgejahren erweiterte er das Angebot um geldsparen.de (2003) und biallo.at (2009). Heute hat sich Horst Biallo weitgehend aus dem operativen Geschäft zurückgezogen - sein Sohn Samuel Biallowons führt das Unternehmen seit Dezember 2020 als Geschäftsführer. Als Gründer und Autor bleibt er biallo.de weiterhin verbunden und veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Beiträge zu Verbraucherfinanzthemen sowie zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen.

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