Kryptowährung

Krypto-ETNs bei der ING: Funktionsweise und aktuelle Konditionen im Überblick

Franziska Baum
Redakteurin
Veröffentlicht am: 03.02.2026
Bei der ING können Sie ETNs jetzt auch ohne Wallet handeln.

Anleger und Anlegerinnen können Kryptowährungen wie Bitcoin mittlerweile ohne eigene digitale Geldbörse über herkömmliche Depots handeln. Die ING bietet hierfür eine Gebührenaktion auf spezielle Krypto-Wertpapiere an, die an regulierten Börsen gelistet sind. In diesem Artikel erfahren Sie, wie diese Produkte funktionieren und welche Kosten sowie Risiken dabei entstehen.

Der Markt für Kryptowährungen hat sich professionalisiert. Für Anleger und Anlegerinnen, die nicht selbst technische Wallets verwalten möchten, gibt es etablierte Finanzprodukte: Krypto-ETNs (Exchange Traded Notes). Diese Wertpapiere bilden die Kursentwicklung von Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ethereum ab. Die ING ermöglicht es ihren Kunden derzeit, diese Produkte zu veränderten Konditionen in das bestehende Direkt-Depot aufzunehmen.

Im Fokus der aktuellen Aktion stehen Transparenz und ein vereinfachter Zugang. Sie nutzen dabei die Infrastruktur Ihres regulären Depots, um an der Wertentwicklung digitaler Assets teilzuhaben. Da die Verwahrung der zugrundeliegenden Werte durch die Emittenten erfolgt, entfällt der technische Aufwand, den ein Direktinvestment in Coins normalerweise mit sich bringt.

Investieren ohne Wallet: Die Rolle von Krypto-ETNs

Wer in Kryptowährungen investiert, steht oft vor der Frage der sicheren Verwahrung. Krypto-ETNs lösen dieses Problem, indem sie die Kryptowerte in ein börsennotiertes Wertpapier verpacken. Die Sicherheit der Anlage hängt hierbei maßgeblich von der physischen Besicherung durch den Emittenten ab. Das bedeutet, dass der Herausgeber des Papiers die entsprechenden Coins tatsächlich kauft und hinterlegt.

Ein wichtiger Aspekt für deutsche Anleger ist die steuerliche Einordnung. Werden diese ETNs länger als ein Jahr im Privatvermögen gehalten, können Kursgewinne unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei bleiben. Dies entspricht der steuerlichen Behandlung von physischem Gold oder direkten Krypto-Käufen. Weitere Details zur Besteuerung finden Sie in unserem Artikel über Kryptowährungen und die Steuer.

Die Details der Gebührenaktion

Die ING arbeitet im Rahmen dieser Aktion mit Partnern wie iShares, VanEck und 21Shares zusammen. Die Konditionen sind dabei an das jeweilige Ordervolumen im Direkthandel geknüpft:

  • Orders ab 1.000 Euro: Die Bank verzichtet auf die Orderprovision. Es fallen jedoch weiterhin produktbezogene Kosten und marktübliche Spreads an.
  • Orders unter 1.000 Euro: Hier wird eine pauschale Gebühr von 3,90 Euro pro Ausführung erhoben.
  • Sparplan-Optionen: Für den langfristigen Vermögensaufbau bietet die ING Sparpläne auf viele dieser ETNs ab einer Rate von 1 Euro an, wobei die Ausführungsgebühr im Aktionszeitraum entfällt.

Die Laufzeiten der Angebote variieren: Während die Konditionen für iShares-Produkte bis Ende Oktober 2026 befristet sind, gelten sie für andere Partner bis Mitte 2027. Ein Vergleich der verschiedenen Anbieter lohnt sich, da sich die internen Produktkosten der ETNs unterscheiden können.

Chancen und Risiken beim Handel mit ETNs

Trotz der einfachen Handhabung über das Depot bleibt die Anlage in Kryptowährungen mit erheblichen Risiken verbunden. Die Volatilität ist im Vergleich zu klassischen Aktien oder Anleihen sehr hoch. Zudem handelt es sich bei ETNs rechtlich um Inhaberschuldverschreibungen. Das bedeutet, dass Anleger ein Emittentenrisiko tragen: Sollte der Herausgeber des Wertpapiers zahlungsunfähig werden, könnte dies zu Verlusten führen.

Um die passenden Konditionen für Ihr Wertpapierdepot zu finden, können Sie unseren Depot-Vergleich auf biallo.de nutzen. Dort sehen Sie, wie die ING im Vergleich zu anderen Online-Brokern abschneidet.

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Wie bewerten Sie das Angebot der ING? Nutzen Sie bereits Krypto-ETNs oder bevorzugen Sie den direkten Kauf von Coins über eine eigene Wallet? Wir freuen uns über Ihre sachlichen Berichte und Meinungen an redaktion@biallo.de.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken verbunden. Verluste bis hin zum Totalausfall des eingesetzten Kapitals sind möglich. Sie handeln eigenverantwortlich und sollten sich vorab umfassend über die Risiken informieren.

Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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