Besser als Bitcoin? Ripple, Litecoin, Ethereum & Co im Krypto-Hype

Krypto-Serie Teil 4 Besser als Bitcoin? Ripple, Litecoin, Ethereum & Co im Krypto-Hype

Lars Becker
von Lars Becker
08.12.2017
Auf einen Blick
  • Bitcoin, Ethereum und Bitcoin Cash machen derzeit rund 80 Prozent des Krypto-Kuchens aus.

  • Insgesamt gibt es mehr als 1.300 Kryptowährungen, von denen einige das Potenzial haben, den Platzhirschen Marktanteile streitig zu machen.
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Inzwischen wollen schon einzelne Staaten eigene Kryptowährungen herausgeben. Japan plant, bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio den J-Coin auf den Markt zu bringen. Und das digitale EU-Vorreiterland Estland prüft die Entwicklung des Estcoins. "Unsere Bürger können fast alle Interaktionen mit Regierungsstellen inklusive des Wählens sicher online machen und können ihre Geschäfte abwickeln, ohne je einen Fuß in eine Behörde gesetzt zu haben", sagte Präsidentin Kersti Kaljulaid in einem Zeitungsartikel. Da erscheint es nur logisch, eine eigene virtuelle Währung zu entwickeln.

Freie und nicht von Staaten kontrollierte Währung

Allerdings widerspricht das eigentlich dem Geist der Kryptowährungen. Der Bitcoin als Vorreiter wurde einst von Programmierern entwickelt, um ein freies und nicht von Staaten kontrolliertes Geld zu entwickeln. Aus dieser vor neun Jahren erstmals geäußerten Idee ist inzwischen ein riesiger Kosmos von mittlerweile mehr als 1.300 Kryptowährungen entstanden, die meisten davon basieren auf der Blockchain-Technologie. Bitcoin (ca. 260 Milliarden US-Dollar) und Ethereum (ca. 45 Milliarden US-Dollar) kommen zusammen auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 300 Milliarden US-Dollar (Stand 8. Dezember 2017). Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt ist laut coinmarktecap.com derzeit mit 420 Milliarden US-Dollar bewertet.

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Darunter ist mit Bitcoin Cash als Nummer drei (25 Milliarden US-Dollar) noch ein Abkömmling von Bitcoin entstanden. Welche der kleineren Kryptowährungen haben also künftig die größte Chance auf einen Bedeutungs- und damit Wertzuwachs? Nummer fünf in Sachen Marktkapitalisierung ist Ripple (10 Milliarden US-Dollar) mit der dazugehörigen Währung XRP. Doch der Kryptowährungs-Experte Philipp Sandner, Professor am Frankfurt School Blockchain Center, hat andere Favoriten. "Ich finde zum Beispiel das Konzept von TenX sehr interessant. Das ist quasi die Kreditkarte für die Kryptowährungswelt und könnte das Bezahlen mit virtuellen Währungen künftig erleichtern."

TenX: Kreditkarte für Kryptowährung

TenX ist ein Start-up-Unternehmen aus Singapur, das es ermöglicht, mit gängigen Kryptowährungen über eine dazugehörige weltweite Kreditkarte zu bezahlen. Dank einer Partnerschaft mit den Kreditkarten-Unternehmen Visa und Mastercard, kann man so bei 36 Millionen Akzeptanzstellen weltweit mit Kryptowährungen bezahlen. So werden virtuelle und klassische Welt miteinander verbunden. TenX liegt in Sachen Marktkapitalisierung mit 215 Millionen US-Dollar (Stand: 8.12.2017) nur auf Platz 49 der aktuellen Liste. Auf Rang sechs befindet sich Litecoin, das neuerdings auch bei prominenten Bitcoin-Börsen wie coinbase.com gehandelt wird, mit einer Marktkapitalisierung von 5,6 Milliarden US-Dollar.

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Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
251,56
1,25%
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241,44
1,20%
3.
231,32
1,15%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 2 Jahre

Leichter bezahlen mit Litecoin

Die virtuelle Währung Litecoin will – wie der Name schon sagt – die Bezahlung leichter machen und ist bei den Transaktionen auch wesentlich schneller als das behäbige Bitcoin-System. Allerdings gibt es genau wie bei der Kryptowährung Dash bisher kaum Akzeptanzstellen. Interessanter findet Sandner da schon Kryptowährungen wie IOTA, NEO und OmiseGo wegen ihrer Zusatzfunktionen. "Inhaltlich faszinierend" seien Basic Attention Token und Golem. Wer sich von all den Kryptowährungen allerdings durchsetzen kann, ist völlig offen. Neben sinnvollen Funktionen hängt das auch von einem guten Marketing ab. Nicht zu unterschätzen ist auch der derzeitige Hype, der möglicherweise zu überhöhten Preisen führte. Das Risiko ist gerade wegen der bisher geringen Zahl von Marktteilnehmern bei den "kleineren" Krypowährungen noch viel höher als beim wichtigsten Internet-Taler Bitcoin.

Favorit unter den Kryptowährungen ist für Sandner derzeit ohnehin die Nummer zwei Ethereum. Wer in Kryptowährungen investieren will, sollte in jedem Fall diversifizieren. Und unbedingt darauf gefasst sein, dass neben märchenhaften Gewinnen auch ein Totalverlust möglich ist.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de