Nach Lohnerhöhung Tilgung anpassen

Baufinanzierung Nach Lohnerhöhung Tilgung anpassen

Max Geißler
von Max Geißler
24.07.2017
Auf einen Blick
  • Überprüfen Sie das zur Kredittilgung bereitstehende Einkommen.

  • Passen Sie die Kreditrate gegebenenfalls an.
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Die Höhe der Kreditrate bei der Baufinanzierung richtet sich vor allem nach dem verfügbaren Einkommen. Je mehr Geld Sie monatlich zur Verfügung haben, desto größer kann das Kreditvolumen ausfallen. Einen guten Überblick liefert hier ein Baufinanzierungsvergleich

Da Baufinanzierungen häufig über Jahrzehnte laufen, sollten Sie das zur Kredittilgung bereitstehende Einkommen von Zeit zu Zeit überprüfen und die Kreditrate gegebenenfalls anpassen.

Bei einem Jobwechsel und einer deutlichen Verbesserung des Gehalts, denken viele Eigentümer sicher sofort an eine Aufstockung der Kreditrate. Bei den jährlich stattfindenden Tarifrunden wird dies jedoch seltener der Fall sein, schließlich wächst das Einkommen nur marginal. Zwei oder drei Prozent Gehaltssteigerung fallen kaum ins Gewicht.

Auch kleine Lohnsteigerungen lohnen sich

Doch das täuscht. Nach drei oder vier Tarifrunden kann das verfügbare Einkommen um insgesamt zehn oder zwölf Prozent gewachsen sein. Dann ist eine Anpassung der monatlichen Tilgungsleistung auf jeden Fall ratsam. Bei einem Jahresgehalt von 45.000 Euro entsprechen drei Prozent Gehaltsplus immerhin einem Bruttojahresbetrag von 1.350 Euro.

Selbst wenn nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben nur die Hälfte des Geldes auf dem Konto ankommt, so hat sich das Nettoeinkommen nach drei gleich hohen Gehaltsrunden um rund 2.000 Euro erhöht. Umsichtige Immobilienbesitzer nutzen den Spielraum und stocken jetzt ihre Tilgung zum Beispiel um 100 Euro monatlich auf. Positive Folge: Laufzeit und Zinslast der Baufinanzierung sinken deutlich ab.

Ein Beispiel: Ein Immobiliendarlehen über 200.000 Euro kostet bei zwei Prozent Sollzins und einer Anfangstilgung von drei Prozent monatlich 833 Euro. Nach 25 Jahren und sechs Monaten ist das Darlehen vollständig getilgt, der gezahlte Zinsanteil beläuft sich auf 55.600 Euro. Erhöhen Sie nach drei Jahren die Tilgung um monatlich 100 Euro, so sinkt die Kreditlaufzeit auf gut 22 Jahre und die insgesamt zu zahlenden Zinsen fallen um 8.000 Euro auf 47.600 Euro.

Tilgungsänderung muss erlauben sein

Damit die Entlastung greift, muss die Baufinanzierung eine Änderung der Tilgungsrate erlauben. Nicht jedes Kreditinstitut bzw. jede Baufinanzierung ermöglicht das. Oft sind die Kreditverträge starr oder die Bank berechnet Gebühren oder Zinszuschläge.

Kreditnehmer sollten daher bereits bei Abschluss der Baufinanzierung darauf achten, dass sie den Tilgungssatz während der Zinsbindung ändern können, nach Möglichkeit gebührenfrei. Positive Beispiele hierfür sind ING-Diba, Santander Bank und Sparda Bank West. Diese Kreditinstitute erlauben auch bei festgeschriebenen Sollzinsen die Tilgung während der Laufzeit mehrfach kostenfrei zu ändern.

Biallo-Lesetipp: Darlehensgebühren bei der Auszahlung von Bausparkrediten sind unzulässig. Viele Bausparer haben Anspruch auf Erstattung.   

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de