
Schweden- Basiszins: 1,45%
- Aktionszins: 3,00% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 0,60%
- Aktionszins: 3,00% - gilt für die ersten 3 Monate

Deutschland- Basiszins: 1,00%
- Aktionszins: 2,90% - gilt für die ersten 6 Monate
Auf einen Blick


Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland hat im Notfall weniger als 2.000 Euro auf der hohen Kante. Das zeigt das aktuelle Liquiditätsbarometer 2025 der TeamBank. Besonders betroffen ist die Generation Z, die laut Studie oft keine ausreichenden Rücklagen hat, um unvorhergesehene Ausgaben zu stemmen. Dabei reichen schon eine kaputte Waschmaschine, eine Zahnarztrechnung oder ein plötzlicher Jobverlust aus, um finanziell ins Wanken zu geraten. Wer dann auf den Dispokredit zurückgreifen muss, zahlt oft hohe Zinsen und riskiert, in die Schuldenfalle zu geraten.
Ein Notgroschen schafft hier Sicherheit. Er bildet die Grundlage für eine stabile Finanzplanung und ist ein wichtiger erster Schritt in Richtung der Bildung weiterer Polster wie etwa für die Altersvorsorge.
Wie viel Geld auf dem Girokonto sinnvoll ist und wie hoch die „eiserne Reserve“ sein sollte, erfahren Sie hier. Außerdem erklären wir, was Sie beim Aufbau und der Verwaltung Ihres Notgroschens beachten sollten.
Grundsätzlich sind drei bis sechs Monatsgehälter als Notgroschen empfehlenswert. Allerdings sollten Sie Ihre persönliche Lebenssituation individuell betrachten. Wie viel Geld verdienen Sie pro Monat? Sind Sie verheiratet und haben Kinder? Stehen häufig wiederkehrende Kosten wie Reparaturen oder Rechnungen an? Diese Fragen sollten Sie sich stellen, bevor Sie anfangen, Ihre Rücklagen zu planen. Bei einem Nettoeinkommen von 2.500 Euro wäre es sinnvoll, mindestens 7.500 Euro als Notgroschen verfügbar zu haben.
Dennoch ist die Höhe des Notgroschens individuell. Während einige Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem kleineren Betrag von etwa 1.000 Euro bereits ruhig schlafen können, fühlen sich andere erst mit einem fünfstelligen Sicherheitspolster wirklich wohl. Überlegen Sie, welche unvorhersehbaren Ausgaben gleichzeitig auftreten könnten, und bewerten Sie, wie viel Geld Sie in solchen Fällen benötigen würden.
Viele Wege führen zum Ziel und Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Bedeutet: Die eine „richtige“ Strategie, um einen Notgroschen anzusparen, gibt es nicht. Wer Rücklagen bilden möchte, sollte zunächst den Überblick über die eigenen Finanzen gewinnen. Notieren Sie, wie viel Geld monatlich hereinkommt und wofür es wieder ausgegeben wird. Oft lässt sich schon durch kleine Veränderungen einiges sparen. Vielleicht entdecken Sie ein Abo, das Sie gar nicht mehr nutzen. Außerdem lohnt es sich, bei Versicherungen oder Stromanbietern mindestens einmal pro Jahr den Tarif zu vergleichen und in einen günstigeren zu wechseln.
Ein festes Monatsbudget für Einkäufe, Hobbys oder Freizeit hilft dabei, besser mit dem verfügbaren Geld zu planen. Wenn Sie wissen, wie viel Geld Ihnen am Monatsanfang tatsächlich zur Verfügung steht, fällt es leichter, konsequent etwas zur Seite zu legen.
Wir haben für Sie die gängigsten Methoden zum Aufbau eines Notgroschens zusammengefasst:
Es gibt keine gesetzliche Obergrenze dafür, wie viel Geld Sie auf Ihrem Girokonto aufbewahren dürfen. Trotzdem ist es sinnvoll, den Kontostand im Blick zu behalten, insbesondere mit Blick auf die Einlagensicherung. In der Europäischen Union sind pro Person und Bank bis zu 100.000 Euro gesetzlich geschützt. Diese Grenze gilt nicht nur für Ihr Girokonto, sondern für sämtliche Einlagen bei derselben Bank. Dazu zählen auch Tagesgeld-, Festgeld- und Sparkonten. Liegt Ihr Gesamtguthaben über diesem Betrag, wäre es im Falle einer Bankeninsolvenz nicht vollständig abgesichert.
Viel wichtiger zu beachten ist jedoch, dass Girokonten in der Regel keine Zinsen abwerfen. Nur wenige Anbieter wie etwa C24 zahlen derzeit Zinsen auf das Guthaben. Für den alltäglichen Zahlungsverkehr reicht es daher aus, ein bis zwei Monatsausgaben auf dem Girokonto zu halten.
Alles, was darüber hinausgeht, sollte beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto verwahrt werden. Dort ist Ihr Geld sicher, verzinst und ebenfalls jederzeit verfügbar. Auch psychologisch hat es Vorteile, wenn Rücklagen nicht sofort sichtbar und verfügbar sind. So sinkt die Versuchung, das Geld für spontane Ausgaben zu verwenden.
Um Ihr Girokonto optimal zu nutzen, ist es sinnvoll, darauf so viel Geld zu halten, wie Sie für den monatlichen Bedarf tatsächlich benötigen. Dies ermöglicht es Ihnen, das Girokonto, so wie es auch eigentlich gedacht ist, für den Zahlungsverkehr und den kurzfristigen Bedarf zu verwenden.
Es ist daher ratsam, Ihren Notgroschen auf einem separaten, jederzeit zugänglichen Sparkonto, wie beispielsweise einem Tagesgeldkonto, zu lagern. Dies bietet mehrere Vorteile:
Eine weitere Möglichkeit ist das Unterkonto, das zwar im Gegensatz zum Sparkonto keine Zinserträge bietet, dafür aber dank eigener IBAN dennoch getrennt von den täglichen Ausgaben zu verwalten ist. Dies bedeutet, dass Sie mit dem Unterkonto auch Überweisungen tätigen und Daueraufträge einrichten können. Folglich vereinfachen zweckgebundene Unterkonten beispielsweise das Sparen für bestimmte Ziele, die nach Erreichung des Sparzieles auch bequem direkt vom Unterkonto bezahlt werden können.
Wir haben bereits dargelegt, dass der Notgroschen am besten nicht auf dem Girokonto, sondern auf einem Tagesgeldkonto gelagert werden sollte. Daher empfiehlt sich drei bis sechs Monatsgehälter als Richtwert. Guthaben, die diesen Richtwert überschreiten, könnten gewinnbringender in anderen Anlageformen wie Aktien oder ETFs angelegt werden. Diese bieten langfristig die Möglichkeit auf höhere Renditen, allerdings auch bei einem höheren Risiko. Wenn Sie jedoch nicht sonderlich risikoaffin sind und dennoch von höheren Zinserträgen als auf dem Tagesgeldkonto profitieren möchten, könnte auch ein Festgeldkonto für Sie die richtige Wahl sein.
Sicherheitsorientierte Anlegerinnen und Anleger können natürlich auch mehr Geld auf dem Tagesgeldkonto parken, jedoch sollte hier wie bereits erwähnt die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro beachtet werden. Wenn Sie bereits andere Vermögenswerte bei derselben Bank haben, ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Gesamtsumme aller Ihrer Einlagen diese Grenze nicht überschreitet.
Neben dem Tagesgeldkonto können auch Geldmarktfonds eine interessante Möglichkeit sein, überschüssiges Geld kurzfristig zu parken. Diese Fonds investieren am Geldmarkt und bieten in der Regel eine hohe Liquidität. Das bedeutet, dass Sie ihre erworbenen Anteile jederzeit über die Börse verkaufen oder direkt an die Fondsgesellschaft zurückgeben können.
Geldmarktfonds gelten als vergleichsweise sicher, sind aber nicht durch die Einlagensicherung geschützt und unterliegen geringen Kursschwankungen. Für den klassischen Notgroschen sind sie deshalb nicht optimal aber als gute Ergänzung geeignet.
Ein wohlüberlegter finanzieller Puffer bietet nicht nur Sicherheit, sondern auch Seelenfrieden. Zwar hat jede Verbraucherin und jeder Verbraucher ein eigenes Sicherheitsempfinden, dennoch sind etwa drei bis sechs Monatsgehälter als Notgroschen ein bewährter Richtwert. Ein Tagesgeldkonto erweist sich dabei oft als die beste Wahl, um diesen Notgroschen sicher und zugänglich zu verwahren. Für die alltäglichen Ausgaben sollte das Girokonto verwendet werden und alles, was über den Notgroschen hinausgeht, bietet sich für das sogenannte Zielsparen an, wie beispielsweise für ein neues Auto oder eine geplante Reise. Zusätzlich kann überschüssiges Kapital in gewinnbringende Anlagen investiert werden, um ein ausgewogenes Portfolio aufzubauen, das sowohl Sicherheit als auch Ertragschancen bietet. Diese strukturierte Aufteilung hilft dabei, sowohl die täglichen finanziellen Bedürfnisse zu decken als auch langfristige finanzielle Ziele zu erreichen und dabei ein sicheres Gefühl zu haben.
Mit der 50-30-20-Regel stellen wir Ihnen auf biallo.de eine interessante Möglichkeit vor, wie Sie Ihre Finanzen in den Griff bekommen.

Schweden
Deutschland
DeutschlandDaheim sollten Sie wegen der Verlust- und Diebstahlgefahr keine großen Geldbeträge verwahren. Ein kleiner Bargeldbestand von 300 Euro ist sinnvoll, um in Situationen, bei denen Kartenzahlungen nicht möglich sind, handlungsfähig zu bleiben.
Auf einem Sparkonto sollten Sie die Beträge anlegen, die Sie nicht für den täglichen Bedarf benötigen, aber sicher aufbewahren möchten. Für längerfristige Anlagen könnten Sie auch Festgeldkonten in Betracht ziehen, die höhere Zinsen als klassische Spar- und Tagesgeldkonten bieten.
Die durchschnittliche Geldmenge auf den Girokonten der Deutschen variiert stark nach Altersgruppen und gibt wenig Aufschluss über die tatsächlichen finanziellen Mittel. Während jüngere Personen häufig in Aktien investieren und dadurch weniger auf dem Konto haben, neigen ältere Menschen dazu, mehr Bargeld zu horten. Laut einer aktuellen Studie des Vergleichsportals smava zeigt sich jedoch insgesamt ein zurückhaltendes Sparverhalten: Etwa ein Viertel der Deutschen hat höchstens 1.000 Euro auf dem Girokonto und nur rund jeder Neunte hat mehr als 10.000 Euro dort geparkt.
Auf einem Girokonto befindliches Geld ist selbst steuerfrei. Zu versteuern sind jedoch die Zinsen, die daraus erzielt werden – sofern Zinsen gezahlt werden. Das ist beim Girokonto ohnehin nicht der Fall.
Es wird empfohlen, eine Rücklage von drei bis sechs Nettomonatsgehältern zu haben, um unvorhergesehene Ausgaben oder Notfälle ohne finanziellen Druck bewältigen zu können.