Auf einen Blick
  • Jetzt kaufen – später zahlen: Viele Onlinehändler versenden ihre Ware auch ohne sofortiges Bezahlen.

  • Das Aufschieben der Bezahlung kann tückisch sein, denn schnell summieren sich Zinsen und Kreditraten.

  • Wie kann man der Gefahr einer Überschuldung begegnen und was sind die Alternativen zu „Buy now, pay later“?
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Bedenkenlos shoppen, ohne gleich zu bezahlen – was wie ein Märchen klingt, ist heute für jeden Verbraucher problemlos möglich. Das Zauberwort heißt „Buy now, pay later“ – also: jetzt kaufen, später zahlen. Der Trick dahinter ist ein aufgeschobener Rechnungs- oder Ratenkauf, bei dem das Begleichen der Rechnung später erfolgt oder peu à peu in kleinen Raten geschieht. Zum Tragen kommt diese Bezahlmethode vorrangig im Internet. Onlinehändler treten ihre Zahlungsforderungen an sogenannte E-Commerce-Dienstleister ab, die sich um die Begleichung der Rechnung kümmern. Vor allem bei jungen Käufern finden die Bezahloptionen „aufgeschobener Rechnungskauf“ oder „flexibler Ratenkauf“ großen Anklang.

Doch das Aufschieben von Rechnungen ist tückisch. Wer viel im Internet ordert, kann schnell den Überblick über die zahlreichen offenen Rechnungsbeträge verlieren. Auch wenn es sich in der Regel um eher kleinere Summen handelt. Die Vielzahl der Raten und die meist extrem teuren Darlehenszinsen summieren sich nicht selten zu hohen Beträgen. Nicht wenigen Verbraucherinnen und Verbrauchern wächst der Schuldenberg über den Kopf – es droht Überschuldung. Wie kann man dieser Gefahr begegnen und was sind die Alternativen?

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Wie funktioniert Buy now pay later (BNPL)?

„Buy now, pay later“ (Kurzform: BNPL) eröffnet die Möglichkeit, Einkäufe zu tätigen, ohne direkt bezahlen zu müssen. Angeboten werden solche Bezahloptionen von Zahlungsdienstleistern wie

  • Klarna

  • Paypal

  • Otto Payments

  • Payone oder

  • Riverty (vormals Afterpay).

Je nach Anbieter gibt es verschiedene Zahlungsmodelle, die dem klassischen Kauf auf Rechnung oder dem Ratenkauf sehr ähnlich sind. Wer an der Onlinekasse „Rechnungskauf“ oder „flexible Ratenzahlung“ wählt, verschiebt die Zahlungsfrist meist 30 Tage nach hinten; bei Klarna sind sogar 60 Tage möglich, bei Riverty maximal 21 Tage.

Das Neue an BNPL ist, dass auch kleinere Rechnungsbeträge in Raten aufgeteilt werden können. Außerdem ist für die Umwandlung des Rechnungsbetrages in einen Kredit kein Darlehensantrag nötig. Die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie sieht aber vor, dass künftig auch bei Kleinstkrediten eine Bonitätsprüfung erfolgen soll. Wer per Ratenzahlungsmodell bezahlt, hat bei den meisten Zahlungsdienstleistern die Möglichkeit, die Ratenhöhe und die Zahlungsdauer flexibel zu bestimmen. Die Bezahldienstleister gehen in Vorkasse und ziehen die offenen Beträge vom Käufer oder der Käuferin ein, in vielen Fällen ist eine vorzeitige Tilgung der offenen Beträge möglich.

Ratenzahlung, Rechnungskauf: Bezahlmodelle im Vergleich

  • Rechnungsmodell: Rechnungen werden bis zu 30 Tage später vom Konto abgebucht. Wird die Rechnung bis zum Fälligkeitsdatum beglichen, fallen keine Zusatzkosten an. Bei einigen Anbietern kann man die Zahlungsfrist gegen eine kleine Gebühr einmalig nach hinten schieben.

  • Ratenzahlungsmodell: Beim Ratenzahlungsmodell wird ein Darlehensvertrag mit dem Zahlungsdienstleister abgeschlossen. Dieser überweist dem Verkäufer sofort sein Geld. Der Zahlungsdienstleister bucht dann die Raten vom Konto des Käufers ab. Für die Rückzahlung bleiben je nach Anbieter 36 oder 48 Monate Zeit. Die Zahlungsdauer und damit auch die Ratenhöhe sind individuell wählbar.

 

Was sind die Vor und Nachteile von Buy now pay later?

Die Vor- und Nachteile von BNPL als Bezahlmethode haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst:

Vorteile:

  • Sowohl das Ratenzahlungs- als auch das Rechnungsmodell können unkompliziert im Onlineshop ausgewählt werden.

  • Die Anzahl der Raten und die Länge der Finanzierung kann individuell beeinflusst werden.

  • Im Gegensatz zum klassischen Ratenkredit ermöglicht die Ratenzahlung die Finanzierung von sehr kleinen Rechnungsbeträgen.

  • Kunden erhalten monatliche Sammelrechnungen vom jeweiligen Zahlungsdienstleister.

Nachteile:

  • Hohe Zinsen und gegebenenfalls monatliche Gebühren machen den Einkauf sehr teuer.

  • Bei nicht pünktlicher Zahlung entstehen Verzugsgebühren und Mahnkosten.

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Warum kann das BNPL-Prinzip zu Schulden führen?

„Bei aufgeschobener Ratenzahlung besteht die große Gefahr, den Überblick über alle ausstehenden Rechnungen zu verlieren“, warnt Thomas Mai, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen. „Vor allem junge Menschen laufen durch ständige Impulskäufe Gefahr, sich unwissentlich zu verschulden.“ Parallel laufende Kreditraten sowie die extrem hohen Zinssätze würden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. 

Ratenzahlung: Hohe Zinssätze bei Zahlungsdienstleistern und Kreditkartenanbietern

Eine Stichprobe der Zeitschrift Finanztest im April 2023 ergab, dass für eine zwölfmonatige Ratenzahlung über 800 Euro Zahlungsdienstleister jeweils folgende Zinssätze berechneten:

  • Paypal: 9,50 Prozent Effektivzins.

  • Klarna berechnete 11,97 Prozent Sollzins plus eine Gebühr von 0,45 Euro pro Monat, was einem Effektivzins von 13,97 Prozent entspricht.

  • Otto Payments: 15,06 Prozent Effektivzins.

Auch manche Kreditkartenanbieter offerieren Karten mit Teilzahlungsfunktion, bei denen aufgeschobene Ratenzahlung möglich ist. Aufgrund extrem hoher Zinsen ist dieses Bezahlverfahren aber sehr tückisch. So wurden nach Berechnungen der Zeitschrift Finanztest für den gleichen Modellfall folgende Zinssätze berechnet:  

  • Die Barclaycard Visa berechnete im gleichen Modellfall wie oben bei „flexibler Teilzahlung” (diese Funktion ist voreingestellt, kann aber abgewählt werden) 21,33 Prozent Effektivzins. Zahlt der Kunde mit der Funktion “Ratenkauf” fallen bei einem Zahlungsziel von drei Monaten (bis 500 Euro Kreditbetrag möglich) gar keine Zinsen an, bei längerer Zahldauer schwankt der Effektivzins zwischen 9,37 und 17,22 Prozent.

  • Die Hanseatic Bank forderte beim Einkauf mit den Kreditkarten Awa 7 Visa und Paysol Classic Visa jeweils 19,70 Prozent Effektivzins.

Kosten für Ratenzahlung bei Otto Payments

Während viele Zahlungsdienstleister sich eher bedeckt halten, was die geforderten Kosten und Zinssätze bei Ratenzahlung betrifft, macht der Versandriese Otto dazu konkrete Angaben auf seiner Internetseite. Verbraucherinnen und Verbraucher können dadurch sehr genau nachvollziehen, welche Kosten auf sie zukommen.

Monatsraten

Monatlicher Aufpreis

Effektiver Jahreszins

3

0,85 %

16,35 %

6

0,77 %

16,85 %

9

0,75 %

17,14 %

12

0,74 %

17,24 %

18

0,73 %

17,23 %

24

0,73 %

17,24 %

36

0,74 %

17,29 %

48

0,75 %

17,24 %

Quelle: www.otto.de, Stand: 30.05.2023.

Um den genauen Aufpreis bei einem Einkauf beim Onlinehändler Otto zu errechnen, benötigt man folgende Formel: Kaufpreis x monatlicher Aufpreis x Anzahl Monatsraten geteilt durch 100.

  • Beispiel: Kaufpreis 250 Euro, Laufzeit 24 Monate. 
  • Rechnung: 250 x 0,73 x 24 : 100 = 43,80 Euro.
  • Der Gesamtpreis eines 250-Euro-Einkaufs beträgt inklusive Finanzierungskosten demnach 293,80 Euro.

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Checkliste BNPL: Was Sie vor dem Kauf unbedingt beachten sollten

„Verbraucher sollten auf keinen Fall mehr bestellen, als das eigene Budget zulässt. Wichtig ist, den eigenen Kontostand sowie alle ausstehenden Ausgaben stets im Blick zu haben und hohe Kreditzinsen zu vermeiden“, rät Verbraucherschützer Mai. Droht Überschuldung, sollte man versuchen, „mit dem Anbieter realistische Ratenhöhen auszuhandeln“ oder in einen „günstigeren Ratenkredit umzuschulden“. Ein absolutes Tabu sind neue Schulden. 

Checkliste „Buy now pay later“

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat folgende Checkliste zusammengestellt, die Online-Shopper unbedingt beherzigen sollten:


Das sollten Sie vor dem Kauf per „Buy now pay later“ beachten

Auch Ratenkäufe sind Schulden

Machen Sie sich bewusst, dass Sie auch mit solchen Angeboten Schulden aufnehmen.

Zinsen und Gebühren vermeiden

Lesen Sie die Konditionen des Anbieters genau durch. Fallen Zinsen und Gebühren an, wenn Sie die Zahlungsoption wählen, schauen Sie nach kostengünstigeren Alternativen.

Rate sichern

Bei Ratenzahlung sollten Sie das Geld für die Rate schon Anfang des Monats zur Seite legen. So können Sie sicher sein, dass das Konto bei Abbuchung auch gedeckt ist.

Frühere Rückzahlung

Prüfen Sie, ob Sie den Betrag auch früher zurückzahlen können.

Zahlungserinnerung einrichten

Stellen Sie sich Erinnerungen für die Frist Ihrer Raten ein, zum Beispiel im Kalender Ihres Handys. Manche Zahlungs-Apps haben auch eine Benachrichtigungsfunktion.

Übersicht über Ausgaben

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Ausgaben. Welche Fixkosten haben Sie und welche Beträge stehen zur freien Verfügung?

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

 

Alternativen zu „Buy now, pay later“

Als Alternative zu „Buy now, pay later“ kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht. 

Null-Prozent-Finanzierung 

Viele Onlineshops bieten Ratenkauf zu null Prozent Zinsen an. Dazu wird ein Finanzierungsvertrag mit dem Kreditnehmer geschlossen, die Raten werden direkt von der finanzierenden Bank abgebucht. Um sicherzustellen, dass auch wirklich keine Zinsen anfallen, ist es wichtig, alle Raten pünktlich zu bezahlen.

  • Positiv: Begleichen Sie alle Raten wie festgelegt, fallen keine weiteren Kosten an. Die Ware wird ohne Aufpreis erworben.

  • Risiko: Werden Raten nicht rechtzeitig bezahlt, drohen Ausfallzinsen und Mahngebühren. Die Finanzierung verteuert sich dadurch unnötig. Kann der Kaufpreis nicht beglichen werden, kommen teure Inkasso-Gebühren dazu.

Mehr zu den Vor- und Nachteilen einer Null-Prozent-Finanzierung und ob diese Finanzierungsart ein Schnäppchen oder eine Kostenfalle ist, lesen Sie in einem weiteren Ratgeber auf biallo.de.

Ratenkredit

Laufen die Finanzierungskosten bei aufgeschobener Ratenzahlung aus dem Ruder, sollte man versuchen, zumindest die Zinskosten zu verringern. Dazu kann man den Gesamtbetrag der offenen Forderungen in einen günstigen Ratenkredit umschulden. Laut Biallo-Index liegt der durchschnittliche Effektivzins bei 36-monatiger Laufzeit bei 8,97 Prozent (Stand: 29. Juni 2023) und damit unter den Zinssätzen der meisten Zahlungsdienstleister. Damit bieten Ratenkredite also viel Sparpotenzial: Angenommen, die ausstehenden Zahlungen belaufen sich auf insgesamt 3.000 Euro, dann kann eine Umschuldung in einen Ratenkredit mit Top-Zins über 500 Euro an Finanzierungskosten sparen:

Vergleich Ratenkauf versus Ratenkredit: (Finanzierung von 3.000 Euro über 36 Monate)

Finanzierungspartner

Offener Betrag

Zinssatz Effektiv

Monatliche Rate

Zinsen gesamt

Kosten gesamt

Otto Payment

3.000 €

17,29 %

105,55 €

799,86 €

3.799,86 €

Bank of Scotland

3.000 €

5,20 %*

90,02 €

240,74 €

3.240,74 €

Ersparnis:

15,53 €

559,12 €

559,12 €

*repräsentatives Beispiel, Angabe nach Zwei-Drittel-Zins des Anbieters.

Quelle: biallo.de, eigene Berechnungen, Stand: 30.05.2023. 

Biallo-Tipp: So finden Sie einen günstigen Ratenkredit

Die  Kreditzinsen klettern aktuell weiter nach oben. Bei der Darlehenssuche sollten Sie nicht vorschnell auf das erstbeste Kreditangebot Ihrer Hausbank zurückgreifen. Auch wenn das Institut mit einem absoluten „Top-Zins“ wirbt – ein Zinsvergleich ist immer ein Muss. Einen umfassenden Überblick über günstige Kreditanbieter bekommen Sie mit dem  Ratenkredit-Vergleich von biallo.de.

Seit 2010 sind Kreditinstitute verpflichtet, neben dem Top-Zins stets den sogenannten Zwei-Drittel-Zins anzugeben – also den Zins, den mindestens zwei Drittel der Kunden nach Bonitätsprüfung bei dem betreffenden Geldhaus erhalten. Achten Sie beim Zinsvergleich genau auf diesen Zins, denn er ermöglicht eine gute Vergleichbarkeit der Darlehenszinsen. Wichtig: Eine Zinsgarantie gibt der Zwei-Drittel-Zins allerdings nicht, im Endeffekt hängt der Zinssatz stark von der individuellen Bonität, also der Kreditwürdigkeit des einzelnen Kreditnehmers beziehungsweise der Kreditnehmerin ab.

  • Biallo-Tipp: Im Ratenkredit-Vergleich von biallo.de wird bei Krediten mit bonitätsabhängigen Zinsen die Sortierung immer nach dem Zwei-Drittel-Zins ausgespielt. Dieser wird transparent dargestellt. Somit wird die Trefferanzeige nicht verzerrt und Verbraucher erhalten einen objektiven Vergleich.

Hinweis: Einige Banken vergeben Verbraucherdarlehen auch mit bonitätsunabhängigem Zins, zum Beispiel EthikbankDKB und die PSD Bank Nürnberg. Diese bieten den Vorteil eines einheitlichen Zinssatzes. Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer wissen also sofort, was sie das betreffende Darlehen kosten wird und können die Angebote gut vergleichen. Dennoch sollten Sie immer auch ein Angebot mit bonitätsabhängigen Zinsen einholen – vor allem, wenn Sie einen sehr guten Schufa-Score besitzen. Denn bei optimaler Bonität besteht die Möglichkeit, dass Sie einen besseren Zins bekommen können als bei Darlehen mit bonitätsunabhängigen Zinsen.

Vorteile Ratenkredit

  • Ratenpause: Die meisten Banken erlauben die Ratenzahlung einmal oder mehrmals im Jahr auszusetzen, zum Beispiel Bank of ScotlandDeutsche Skatbank und Targobank.

  • Sonderzahlung: Besteht die Möglichkeit, außerplanmäßig die Kreditschuld zurückzuführen, zahlt man unterm Strich weniger Zinsen und ist schneller schuldenfrei. Manche Banken erlauben sogar, den Kredit ganz oder teilweise auf einen Schlag abzuzahlen, ohne dass dafür Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, beispielsweise INGPSD Bank NürnbergDKB und Volkswagen Bank.

  • Flexibel ausgestalten: Beim Ratenkredit können Laufzeit und Ratenhöhe individuell festgelegt werden. Damit lässt sich die monatliche Kreditbelastung punktgenau steuern.

Nachteile Ratenkredit

  • Kleinkredite: Nur wenige Banken vergeben sehr kleine Darlehensbeträge.

  • Kosten: Die Darlehenszinsen verteuern den Einkauf. Deshalb: Auf möglichst günstige Zinsen achten!

  • Übersicht verlieren: Werden mehrere Ratenkredite gleichzeitig bedient, kann der Überblick über die Finanzierungskosten verloren gehen. Es lauert die Gefahr, in die Schuldenfalle zu tappen.

Spezialkredite

Eine weitere Alternative zu aufgeschobenen Finanzierungen von Zahlungsdienstleistern können zweckgebundene Ratendarlehen sein. Autokredite oder Wohnkredite bieten oft sehr günstige Kreditzinsen, weil Banken häufig Sicherheiten einfordern. So wird bei Autokrediten oft der Fahrzeugbrief als Sicherheit einbehalten, falls mit der Autofinanzierung etwas schiefläuft. Wohnkredite bei der ING beispielsweise kosten gut einen Prozentpunkt weniger als klassische Ratenkredite.

Rahmenkredite / Abrufkredite

Flexible Abrufkredite – auch Rahmenkredite genannt – eröffnen dauerhaft eine individuell vereinbarte Kreditlinie, auf die man jederzeit zugreifen kann. Die maximalen Kreditbeträge liegen meist zwischen 25.000 und 50.000 Euro. Die Bereitstellung des Darlehens ist kostenlos, Zinsen fallen nur für den in Anspruch genommenen Betrag an. Um einen Rahmenkredit zu bekommen, müssen Sie einige Bedingungen erfüllen:

  • Volljährigkeit

  • Ständiger fester Wohnsitz in Deutschland

  • Unbefristeter Arbeitsvertrag bei einem Arbeitgeber in Deutschland

  • Beendete Probezeit.

Im Gegensatz zum Ratenkredit mit seinen festen monatlichen Rückzahlungsbeträgen ist man beim Rahmenkredit flexibel. Häufig ist die Tilgung frei wählbar, manchmal werden ein oder zwei Prozent Mindesttilgung des in Anspruch genommenen Betrags gefordert. Positiv: Sondertilgungen sind jederzeit in beliebiger Höhe erlaubt. Kosten fallen dafür nicht an.

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Über den Autor Max Geißler
nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de. Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien). Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.
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