Auf einen Blick
  • Wer ordentlich heiraten möchte, der braucht das nötige Kleingeld. Da kommt schnell eine fünfstellige Summe zusammen.

  • Viele müssen dabei auf einen Kredit zurückgreifen, doch das kann je nach Anbieter teuer werden.

  • Hier lohnt es sich, die Konditionen der einzelnen Anbieter genau zu vergleichen.
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Wer den Bund der Ehe eingeht und diesen entsprechend mit allem Drum und Dran gebührend feiern möchte, der muss einiges an Geld auf den Tisch legen. Eine Summe zwischen 10.000 und 15.000 Euro gehört hierzulande zum gehobenen Durchschnitt, heißt es auf der Internetseite von Santander. Wer diese Summe nicht in der Portokasse hat, der muss sich nach einer Finanzierung umsehen.

 

Was ist ein Hochzeitskredit?

Es gibt einige Banken, die spezielle Hochzeitskredite bewerben. Dabei handelt es sich um herkömmliche Ratenkredite, die den Brautpaaren zur freien Verwendung ausgezahlt werden. Damit lassen sich dann alle Spesen rund um die Hochzeit begleichen. Laut Biallo-Kredit-Index liegen die durchschnittlichen Zinsen für ein fünfjähriges Darlehen bei aktuell 6,33 Prozent pro Jahr.

 

Wann ist ein Hochzeitkredit sinnvoll?

Wer im Internet nach Ratgebern zum Thema Hochzeitskosten stöbert, der stellt schnell fest: Selbst bei einer Feier im „kleineren“ Kreise können die Kosten erheblich sein. Ob Eventlocation, Fotograf, Bank, Hochzeitstorte oder Essen und Getränke – da kommt schnell ein fünfstelliger Betrag zustande. Daher sollten Sie, bevor Sie einen Kredit beantragen, einen detaillierten Kostenplan erstellen – mit entsprechendem Sicherheitspuffer.

 

Was gilt es beim Hochzeitskredit zu beachten?

Wer einen Kredit beantragen möchte, muss die entsprechende Bonität mitbringen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Ratenkrediten – einmal mit bonitätsabhängigen Zinsen und zum anderen mit bonitätsunabhängigen Kreditzinsen. Bei Ersterem gilt: je schlechter die Bonität, desto höher die Zinsen. Daher weisen auch viele Banken und Sparkassen eine Zinsspanne aus. Bei Ratenkrediten mit bonitätsunabhängigen Zinsen ist das anders. Alle Kundinnen und Kunden erhalten den gleichen Zinssatz, sofern der Kreditantrag bewilligt wird. Da bei bonitätsabhängigen Ratenkrediten die Banken und Sparkassen meist eine Zinsspanne angeben, sollten Interessenten immer den sogenannten Zwei-Drittel-Zins beachten. Das ist der Zins, den zwei Drittel aller Kreditnehmer auch in der Praxis erhalten.

 

Die Zinsen genau vergleichen

Wenn Sie einen Kredit für Ihre Trauung aufnehmen möchten, sollten Sie nicht direkt das erstbeste Kreditangebot Ihrer Hausbank annehmen. Denn auch kleine Zinsunterschiede machen über die gesamte Laufzeit hinweg einen größeren Betrag aus.

 

Praxisbeispiel

Nehmen wir beispielsweise an, ein junges Paar möchte für die eigene Hochzeit einen Kredit in Höhe von 20.000 Euro aufnehmen. Beim Sparkassen-Privatkredit (Kredit-per-Klick) liegt der Zwei-Drittel-Zins bei 8,59 Prozent pro Jahr. Das wären in fünf Jahren 4.486,61 Euro an Zinsen. Geht das Paar beispielsweise zu Santander, zahlt es in der gleichen Zeit nur 2.579,23 Euro, also fast 2.000 Euro weniger. Der Zins beträgt hier 4,99 Prozent.

 

Gemeinsam beantragen für niedrigere Zinsen

Wie bereits erwähnt, hängt die Zinshöhe bei vielen Darlehen von der Bonität des Antragsstellers ab. Da kann es sich für Paare lohnen, den Kredit gemeinsam zu beantragen. Denn durch die zwei Einkommen erhöht sich in der Regel die Bonität, was wiederum für einen niedrigeren Zinssatz sorgt. Aber: Wird der Kreditvertrag von beiden unterschrieben, haften beide für die Schulden – und das auch nach einer Trennung.

 

Auf die Sondertilgung achten

Gerade, wenn Sie einen Kredit für Ihre Hochzeit aufnehmen wollen, spielt die kostenlose Sondertilgung eine wichtige Rolle. Mit dieser Option lässt sich nämlich der Kredit, entweder in Teilen oder komplett, vorzeitig tilgen. Durch diese außerplanmäßigen Zahlungen verringert sich die Laufzeit und damit auch automatisch die Zinskosten. Aber hier ist Vorsicht geboten: Nicht bei jedem Geldhaus lässt sich der komplette Betrag auf einen Schlag kostenlos zurückzahlen. Dann wird die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Dabei ist die Höhe der Gebühr gesetzlich geregelt. Läuft der Kredit noch länger als zwölf Monate, darf die Entschädigung nicht höher als ein Prozent des Restbetrages betragen, bei weniger als zwölf Monaten 0,50 Prozent des restlichen Kreditbetrages.

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