Strom & Energie

Energiepreise im Blick: So senken Sie Ihre Kosten für Strom und Heizung

Franziska Baum
Redakteurin
Veröffentlicht am: 05.03.2026
Sie können die Energiekosten trotz steigender Preise senken.

Weltweite Krisen lassen uns an der Zapfsäule und bei der Stromrechnung oft bangen. Doch Sie müssen die drohenden Energiekosten keineswegs tatenlos hinnehmen. Entdecken Sie hier clevere Tricks und unscheinbare Gadgets, mit denen Sie im Alltag sofort hunderte Euro sparen.

Haben Sie sich beim letzten Tanken auch über die hohen Zahlen an der Zapfsäule geärgert? Die Benzinpreise ziehen derzeit vielerorts spürbar an. Die jüngste Eskalation im Iran-Konflikt sorgt für heftige Turbulenzen an den Märkten. Durch die Abriegelung der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Routen für den weltweiten Öl- und Gastransport – sind die Großhandelspreise für Rohöl und Erdgas binnen weniger Tage stark gestiegen. Wer beispielsweise mit Heizöl heizt oder demnächst eine neue Stromrechnung erwartet, sollte mögliche Preissteigerungen einkalkulieren. Auch wenn die genauen Entwicklungen schwer vorhersehbar bleiben, ist es ratsam, sich frühzeitig auf steigende Ausgaben einzustellen.

Doch Sie sind dieser Lage nicht schutzlos ausgeliefert. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit praktischen Smartphone-Apps, cleveren Alltags-Tipps, modernen Gadgets und dem richtigen Tarif Ihre Ausgaben spürbar senken. 

Günstiger tanken mit dem Smartphone

Bevor wir uns den eigenen vier Wänden widmen, werfen wir einen Blick auf Ihre Mobilität. Die Preisunterschiede an den Tankstellen sind oft enorm – nicht nur zwischen verschiedenen Anbietern, sondern auch je nach Tageszeit. Um hier nicht unnötig viel zu bezahlen, helfen Ihnen Gratis-Apps zum günstigen Tanken. Das ist aktuell besonders wichtig, denn an den Zapfsäulen schlagen die Krisen schnell durch. So stiegen die Durchschnittspreise für Superbenzin und Diesel zuletzt um bis zu 13 Cent je Liter.

Mit diesen praktischen Helfern vergleichen Sie die Preise der Tankstellen in Ihrer Umgebung. Einige Apps bieten sogar Preisprognosen und zeigen Ihnen an, ob Sie lieber sofort tanken oder noch ein paar Stunden warten sollten. Mit einem kurzen Blick auf das Handy können Sie vor der nächsten Fahrt Geld sparen.

Zudem könnten Sie Kreditkarten mit Tankrabatt nutzen. So bekommen Sie bei jedem bezahlten Tankvorgang einen gewissen Betrag rückerstattet. Hierfür bietet die Santander eine interessante Lösung.

Clever heizen und Heizkosten reduzieren

Heizen verschlingt einen Großteil Ihres Energiebudgets zu Hause. Nutzen Sie Heizöl? Dann haben Sie sicher den jüngsten Preisschock bemerkt. Die Preise kletterten laut Medienberichten zuletzt um gut 30 Prozent auf etwa 126 Euro pro 100 Liter. Verfallen Sie jetzt aber nicht in Panik! Die Heizsaison neigt sich dem Ende zu. Sitzen Sie diese Preisspitze nach Möglichkeit einfach aus. Ist Ihr Tank komplett leer, bestellen Sie nur eine kleine Menge zur Überbrückung. Doch Vorsicht: Geringe Mengen inklusive Lieferung können teuer werden! Eine akute Knappheit droht derzeit in Deutschland nicht. Langfristig lohnt es sich ohnehin, durch Dämmmaßnahmen oder klimafreundliche Heizsysteme unabhängiger von der weltpolitischen Lage zu werden.

Oft laufen herkömmliche Heizungen unnötig, wenn Sie gar nicht da sind. Hier helfen programmierbare oder smarte Thermostate, um Kosten zu senken. Diese steuern Sie bequem per Smartphone-App. Sie investieren für eine Zweizimmerwohnung minimal etwa 100 Euro. Diese Kosten haben Sie meist schon im ersten Jahr wieder reingeholt. Smarte Thermostate erkennen zudem geöffnete Fenster und drosseln die Heizung automatisch. Gerade in einem gut eingerichteten Smart Home sparen Sie mit solchen vernetzten Geräten noch effizienter Energie.

Auch kleine Gewohnheiten bringen viel: Senken Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad. Damit sparen Sie bereits rund sechs Prozent Heizenergie. Stellen Sie außerdem keine Möbel vor die Heizkörper. So kann sich die Wärme optimal im Raum verteilen. Lüften Sie mehrmals täglich kurz und kräftig (Stoßlüften), anstatt die Fenster dauerhaft zu kippen.

Wohnen Sie in einem Altbau? Dann bietet moderne Technik enormes Potenzial. Das Unternehmen Paul Tech aus Mannheim senkt etwa die Heizkosten mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI). Damit werden Heizsysteme in Bestandsbauten optimiert. Sensoren und eine smarte Software regeln den Heizungskreislauf perfekt. Die Vorlauftemperatur sinkt dadurch von 58 auf 53 Grad. Sie sparen so bis zu 40 Prozent Energie ein, ganz ohne teuren Heizungstausch.

Stromfresser im Haushalt entlarven und ausschalten

Schalten Sie Ihre Geräte richtig aus. Fernseher, Konsolen oder Ladekabel ziehen im Stand-by-Modus unbemerkt viel Strom. Die Verbraucherzentrale NRW rechnet vor: Schalten Sie diese Geräte komplett ab, sparen Sie bis zu 240 Euro im Jahr. Nutzen Sie dafür am besten Mehrfachsteckdosen mit einem praktischen Kippschalter und beachten Sie auch unsere weiteren Tipps zum Strom sparen.

Kennen Sie Ihre heimlichen Stromfresser? Mit einem Strommessgerät für die Steckdose finden Sie diese schnell. Solche kleinen Helfer gehören zu den besten Tools, um im Alltag zu sparen. Das kleine Gerät kostet etwa zwölf Euro. Stecken Sie es einfach zwischen Steckdose und Elektrogerät. So sehen Sie genau, welches Gerät zu viel Strom verbraucht.

Beim Waschen und Trocknen liegt ebenfalls viel Sparpotenzial. Waschen Sie normal verschmutzte Wäsche bei 40 Grad und lassen Sie die Maschine nur voll beladen laufen. Denken Sie auch über Trocknerbälle aus Schafswolle nach. Diese verkürzen die Trockenzeit im Trockner um etwa 30 Minuten und sparen damit Strom.

Auch in der Küche können Sie sparen. Kochen Sie immer mit Deckel und nutzen Sie die Restwärme der Herdplatten. Erhitzen Sie Ihr Teewasser lieber im Wasserkocher statt im Topf. Tauen Sie zudem Ihren Gefrierschrank regelmäßig ab. Eine dicke Eisschicht treibt den Stromverbrauch massiv in die Höhe.

Ersetzen Sie alte Glühbirnen durch sparsame LED-Lampen. In Räumen, in denen Sie sich nur kurz aufhalten, lohnt sich ein Bewegungsmelder. Dieser schaltet das Licht automatisch ab, wenn Sie den Raum verlassen.

Wasserverbrauch spielend leicht drosseln

Wasser zu sparen, senkt nicht nur Ihre Wasserkosten, sondern auch die Energie für die Warmwasseraufbereitung. Nutzen Sie einen Durchflussbegrenzer in der Dusche. Dieser Ventileinsatz kostet nicht viel, spart aber bis zu 70 Prozent Wasser. Das Duschgefühl bleibt dabei komplett erhalten. Am Waschbecken hilft ein Infrarot-Wasserhahn. Das Wasser fließt nur, wenn Sie Ihre Hände unter den Sensor halten.

Unabhängiger werden mit einem Balkonkraftwerk

Produzieren Sie Ihren Strom einfach selbst. Ein Balkonkraftwerk – also eine Mini-Solaranlage für die Steckdose – macht es möglich. Die Geräte bestehen meist aus ein oder zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter.

Eine Anlage mit 600 Watt Nennleistung kostet oft zwischen 750 und 800 Euro. Die Investition lohnt sich: Ein Vier-Personen-Haushalt kann damit über 15 Jahre hinweg durchschnittlich 162 Euro Stromkosten im Jahr einsparen. Informieren Sie sich vor dem Kauf, ob Ihre Stadt oder Gemeinde solche Anlagen finanziell fördert.

Der größte Hebel: Wechseln Sie Ihren Anbieter

Trotz aller Gadgets und Spartipps bleibt ein Wechsel des Strom- und Gasanbieters Ihr größter finanzieller Hebel. Besonders, wenn Sie noch in der teuren Grundversorgung stecken, verschenken Sie viel Geld.

Gerade beim Gas ist jetzt schnelles Handeln gefragt. Die Großhandelspreise haben sich laut Medienberichten durch die angespannte Lage in Nahost zeitweise verdoppelt. Noch schlagen diese extremen Preissprünge nicht auf die neuen Tarife für Haushalte durch. Nutzen Sie dieses Zeitfenster! Sichern Sie sich genau jetzt einen günstigen Vertrag mit einer Preisgarantie für ein oder zwei Jahre. So bleiben Sie für den nächsten Winter auf der sicheren Seite. Aktuell bekommen Sie die Kilowattstunde Gas in fairen Tarifen für durchschnittlich gut 9 Cent, während die Grundversorgung oft bei über 13 Cent liegt.

Nutzen Sie unseren kostenlosen Stromvergleich von biallo.de und finden Sie schnell einen günstigeren Tarif. Je nach Wohnort sparen Sie durch den Anbieterwechsel oft hunderte Euro. Beim Gaswechsel sind teils sogar bis zu 960 Euro Ersparnis drin. Einen aktuellen Gasvergleich finden Sie ebenfalls auf biallo.de.

Achten Sie bei einem neuen Vertrag auf eine kurze Laufzeit von maximal einem Jahr. Die Kündigungsfrist sollte höchstens einen Monat betragen. So bleiben Sie flexibel. Wenn Sie langfristig planen, wählen Sie am besten einen Tarif ohne Neukundenbonus. Solche Boni machen den Vertrag oft nur im ersten Jahr günstig.

In diesem Video von "Aroundhome" finden Sie noch weitere visuelle Alltagstipps, wie Sie Ihre Kosten effizient senken können:

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Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 10.000 €, Anlagedauer: 12 Monate, Sicherheit: . Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
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Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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