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Sie sind noch immer ein Erfolgsmodell: Gut 228 Milliarden Euro hatten deutsche Anleger nach Angaben des Fondsverbands BVI Ende 2023 in ETFs angelegt – ein neuer Rekord. In den vergangenen zehn Jahren hat sich damit das in die börsennotierten Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz: ETF) investierte Vermögen fast verdreifacht.  

Tatsächlich sind Indexfonds eine einfache Möglichkeit, Geld am Aktienmarkt anzulegen. Und sie sind günstig – vor allem dann, wenn Sie Ihren ETF kostenlos oder zu Aktionspreisen bekommen. Denn je nach Bank und investiertem Betrag kann der Kauf eines ETF schonmal hundert Euro oder mehr kosten. Da lohnt es sich, auf die Aktionen von Direktbanken zu achten wie Consorsbank, ING oder DKB oder von Online-Brokern wie dem S-Broker der Sparkassen oder dem Deutsche-Bank-Broker Maxblue.  

Wir haben für Sie aktuelle Angebote für den ETF-Kauf zusammengetragen. Dabei geht es um den einmaligen Kauf eines ETF. Aktionsangebote für ETF-Sparpläne, also für das monatliche Sparen in ETF-Anteilen, finden Sie in einem weiteren Ratgeber. Auch auf die sogenannten Neobroker gehen wir in diesem Artikel nur kurz ein (siehe unten). Eine ausführliche Übersicht über deren Angebote finden Sie in unserem Neobroker-Test.

Wie funktionieren die ETF-Aktionen der Direktbanken und Online-Broker?

Die Aktionsangebote gelten in der Regel nur für eine begrenzte Anzahl von ETFs. Die Zahl der angebotenen Indexfonds liegt dabei je nach Bank zwischen knapp 50 und mehr als 500 (siehe Tabelle). Die Aktions-ETFs bekommen Sie dabei entweder kostenlos oder zu einem vergleichsweise günstigen Festpreis.  

Die Angebote sind in der Regel befristet. Anzahl und Zusammensetzung der Aktions-ETFs können sich daher immer wieder ändern – oder die Aktion läuft ganz aus. Außerdem verlangen die Institute meist ein Mindestordervolumen. Das bedeutet: Sie müssen beispielsweise mindestens 500 oder 1000 Euro in einen ETF investieren, um von der Aktion zu profitieren – mitunter liegt die Mindestsumme auch höher. Kaufen Sie für geringere Summen, gelten die sonst üblichen – und normalerweise höheren – Orderkosten.

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Welche Aktionen gibt es derzeit bei den Direktbanken?

Die Tabelle fasst die aktuellen Angebote bekannter Direktbanken und Online-Broker beim ETF-Einmalkauf zusammen. Die Anzahl der Aktions-ETFs unterscheidet sich dabei deutlich. Sie reicht von 45 ETFs bei 1822direkt bis zu mehr als 500 bei der Consorsbank. Auch die Orderkosten sind unterschiedlich: Bei vier der sieben Anbieter können Sie Ihren Aktions-ETF kostenlos ordern. Ansonsten zahlen Sie einen geringen Festpreis: Er liegt bei den Angeboten in der Tabelle zwischen 2,95 Euro und 4,90 Euro. Manche Aktionen laufen nur kurze Zeit, etwa bei Maxblue oder ING. Bei einigen Anbietern gelten die Angebote dagegen bis ins Jahr 2025 hinein.

Diese ETF-Aktionen bieten Direktbanken und Online-Broker

Broker/Bank Anzahl der Aktions-ETFs Orderkosten Aktion gilt für ETFs von …
Aktion befristet bis …
Consorsbank 210
>330
kostenlos
3,95 €
Amundi, BNP Paribas, iShares, Xtrackers, Wisdom Tree
31.12.2024¹ bzw. 31.12.2025²
Comdirect >200
3,95 €
Amundi, Franklin Templeton, Global X, iShares, VanEck, Xtrackers
31.12.2024
Maxblue (DWS)
alle Xtrackers-ETFs
2,95 €
Xtrackers
31.05.2024
ING 104
110
kostenlos4
3,90 €5
Amundi, SPDR, VanEck, Wisdom Tree, Xtrackers
30.06.2024
DKB >200
kostenlos
Amundi, SPDR, Xtrackers
31.12.2025
S-Broker 69
kostenlos
Legal & General, Wisdom Tree
31.12.20246 bzw.
31.03.20257
1822 direkt 308
159
3,90 €
4,90 €
Xtrackers, Legal & General (LGIM)
31.01.20258 bzw.  
14.04.20259

¹iShares, ²Amundi, Xtrackers, Wisdom Tree; ³ab zwei Trades im Quartal, mit ETF-Sparplan oder mit Girokonto; 4Themen-ETFs und nachhaltige ETFs, 5Basis-ETFs und Rohstoff-ETCs; 6Wisdom Tree , 7Legal & General; 8Xtrackers, 9LGIM; Quelle: Internetseiten der Anbieter, Biallo-Recherche, Stand: 03.05.2024

Welche ETFs gibt es bei den Aktionen?

Bevor Sie die Angebote zum ETF-Kauf nutzen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, welcher ETF für Sie sinnvoll ist. Viele der Aktions-Fonds sind Länder-, Branchen- oder Themen-ETFs. Sie decken daher spezielle Märkte ab. Ein Beispiel: Die Aktions-ETFs von 1822direkt des Anbieters Legal & General Investment Management (LGIM) beschäftigen sich alle mit Zukunftstechnologien wie Optik, Künstliche Intelligenz oder saubere Energie.

Solche speziellen Indexfonds sind vor allem für Anleger geeignet, die ihrem Depot einen ausgewählten Aspekt hinzufügen wollen – und die bereits ein Basisinvestment im Depot haben, also einen weltweit anlegenden ETF etwa auf den Index MSCI World oder den noch breiter anlegenden MSCI All Country World. Auch solche ETFs gibt es bei den Angeboten. Allerdings müssen Sie danach gezielt suchen. Und: Die weltweiten Basis-ETFs bekommen Sie häufig nicht kostenlos.  

So hat etwa die Consorsbank den MSCI All Country World ETF von Amundi (ISIN LU1829220216) in ihrem Aktions-Angebot. Sein Einmalkauf kostet 3,95 Euro. Kostenfrei gibt es bei der Bank dagegen eine nachhaltige Variante der MSCI World ETFs – den BNP Paribas Easy MSCI World SRI (LU1291108642). Er bildet ebenfalls Unternehmen weltweit ab, enthält jedoch deutlich weniger Firmen als ein herkömmlicher MSCI World ETF. Ähnliches gilt für die Direktbank ING: Dort sind Basis-ETFs für 3,90 Euro zu haben. Nachhaltige ETFs und Themen-ETFs gibt es kostenlos. Bei der DKB bekommen Anlegerinnen und Anleger dagegen derzeit einen sehr breit gestreuten weltweiten ETF kostenlos: den MSCI ACWI IMI-ETF des Anbieters SPDR (ISIN IE00B3YLTY66).

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Worauf sollten Sie beim Kauf noch achten?

Dass Sie einen ETF kostenlos kaufen, heißt nicht, dass Sie für den Indexfonds nichts zahlen. So wird für ETFs jährlich die sogenannte TER fällig. Dabei handelt es sich um die laufenden Kosten. Diese sind zwar, verglichen etwa mit aktiv gemanagten Fonds, vergleichsweise gering. Dennoch sollten Sie beim Kauf auf diese Kosten achten. Denn sie können dafür sorgen, dass sich der Kauf eines Aktions-ETFs nicht lohnt.  

Ein Beispiel: Kaufen Sie bei der Consorsbank den MSCI ACWI Aktions-ETF von Amundi, zahlen Sie für den Einmalkauf 3,95 Euro. Bei einer Anlage von 10.000 Euro fallen zusätzlich jedes Jahr 45 Euro laufende Kosten an. Der MSCI ACWI-ETF von iShares (IE00B6R52259) kostet Sie dagegen bei derselben Bank einmalig 4,95 Euro plus 0,25 Prozent der Anlagesumme, das sind insgesamt 29,95 Euro. Die laufenden Kosten des ETF liegen jedoch lediglich bei 0,2 Prozent, also bei 20 Euro im Jahr. Sie sparen also im Vergleich zum Amundi-ETF jedes Jahr 25 Euro laufende Kosten. Nach 13 Monaten haben Sie damit den Kostennachteil aus dem Einmalkauf des ETFs wieder reingeholt.

  • Biallo-Tipp: Um einen ETF zu kaufen, benötigen Sie ein Wertpapier-Depot. Auch dabei sollten Sie unbedingt auf die Kosten achten. Kostenlose und günstige Depots finden Sie etwa in unserem Depot-Vergleich.

Wo kann man ETFs ebenfalls günstig kaufen?

Wenn Sie ihren ETF lbei einem sogenannten Neobroker statt bei einer Direktbank kaufen, müssen Sie sich über Aktionsangebote keine Gedanken machen. Anbieter wie Trade Republic, Traders Place, Finanzen.net Zero oder Scalable Capital bieten neben einem kostenlosen Depot auch den einmaligen Kauf von ETFs sehr kostengünstig oder sogar kostenlos an. Das betrifft in der Regel alle ETFs, die die Neobroker im Angebot haben – und das sind meist einige hundert bis zu mehr als 2.500. Mehr dazu lesen Sie in unserem Neobroker-Test.

Allerdings bieten Neobroker nur den Handel mit Wertpapieren an. Ein Girokonto eröffnenTages- oder Festgeld anlegen oder einen Kredit aufnehmen, ist dort in der Regel nicht möglich. Wer also Wert auf weitere Bankleistungen beim selben Institut legt, ist bei einer Direktbank besser aufgehoben.

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Über den Autor Andreas Jalsovec

hat als Redakteur für mehrere (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem für das Anlegermagazin Börse Online, die Münchner Abendzeitung, die Schwäbische Zeitung und die Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Neben seiner Tätigkeit für Biallo.de arbeitet er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.

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