Basiskonto: Große Gebührenunterschiede zwischen den Banken

Girokonto für jedermann Basiskonto: Große Gebührenunterschiede zwischen den Banken

Update: 26.04.2019
Horst Biallo
von Horst Biallo Max Geißler
Update: 26.04.2019
Auf einen Blick
  • Alle Menschen haben bei uns ein Recht auf ein Girokonto, auch die Leute, die nur wenig Geld haben.

  • 50 Banken und Sparkassen schrecken diese Leute jedoch mit überteuerten Preisen ab. Das teuerste Konto kostet 17,50 Euro pro Monat.

  • Aber 90 Prozent aller Geldhäuser sind wirklich fair und berechnen zumindest nicht mehr als anderen Leuten, einige sogar deutlich weniger.

  • Es gibt sogar zehn kostenlose Basiskonten, die meisten sind reine Internet-Konten.
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Seit Juni 2016 haben alle Menschen in Deutschland Anspruch auf ein Girokonto. Nicht nur Sparkassen wie zuvor, sondern alle Geldhäuser müssen seitdem solche speziellen Konten anbieten. Das ist wichtig, denn damit erhalten auch sozial Schwache, Obdachlose und Asylbewerber Zugang zu einer gültigen Bankverbindung. Dies benötigen sie, wenn sie Sozialleistungen beziehen oder eine Wohnung anmieten wollen.

Die Eröffnung eines Girokontos hatten vor allem private Banken vorher gern verwehrt, weil kein sonderliches Geschäft mit finanzschwachen Kunden zu erwarten ist. Damit die sogenannten Basiskonten aber nicht nur Aufwand und Kosten für die Geldhäuser verursachen, dürfen sie Gebühren dafür erheben. Manche Bank ist dabei allerdings nicht zimperlich. Die Gebührenspanne zwischen den einzelnen Instituten klafft weit auseinander. Welche Möglichkeit haben Kontoinhaber, bei den Gebühren zu sparen?

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Wer hat Anspruch auf ein Basiskonto?

Anspruch auf Abschluss eines Basiskontovertrags hat jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union (EU). Das gilt neben sozial schwachen und verschuldeten Personen auch für Menschen ohne festen Wohnsitz und Asylsuchende sowie für Menschen ohne Aufenthaltstitel, die aber aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht abgeschoben werden können – sogenannte Geduldete.

Einen festen Wohnsitz im Sinne des Meldegesetzes benötigen Kontoinhaber nicht. Für die Eröffnung eines Basiskontos genügt bereits die Angabe einer Anschrift. Die postalische Erreichbarkeit ist zum Beispiel gewährleistet, wenn Angehörige, Freunde oder eine Beratungsstelle ihre Adresse für den Kontoinhaber bei der Bank hinterlegen.

Wer ein Konto für gewerbliche Zwecke braucht, auch wenn dies nebenberuflich geschieht, hat keinen Anspruch auf ein Basiskonto.

Wer stellt Basiskonten bereit?

Grundsätzlich muss jede Bank oder Sparkasse, die Verbrauchern private Zahlungskonten anbietet, auch Basiskonten zur Verfügung stellen. Eine Ausnahme stellen kirchliche Banken dar. Als Zahlungskonto gelten übrigens alle Girokonten, auf denen Geld eingezahlt und abgehoben werden kann und die Lastschriften, Überweisungen und Zahlungskartengeschäfte ermöglichen.

Was bietet das Basiskonto?

Basiskonten müssen grundlegende Funktionen eines Girokontos bereitstellen. Dazu gehören unter anderem:

  • Bareinzahlungen und Barauszahlungen
  • Ausführung von Lastschriften
  • Überweisungen und Daueraufträge
  • Zahlungsvorgänge mittels einer Zahlungskarte

Einschränkung: Die Kreditinstitute sind nicht verpflichtet, Kontoinhabern die Möglichkeit einzuräumen, Schulden zu machen. Das Basiskonto stellt daher keinen Überziehungsrahmen bereit. Auf einen Dispokredit können Kontoinhaber somit nicht zurückgreifen.

Positiv: Inhaber eines Basiskontos genießen – im Vergleich zu sonstigen Zahlungskonten – besonderen Schutz: Die Kündigungsmöglichkeiten des Kreditinstituts sind deutlich eingeschränkt.

Wo und wie erfolgt die Antragstellung?

Interessenten müssen einen schriftlichen Antrag beim gewünschten Institut stellen. Hierzu stellt jede Bank ein entsprechendes Formular bereit. Die Antragstellung ist in der Regel auch online möglich. Die Bank ist verpflichtet, den Antragseingang unter Beifügung einer Abschrift zu bestätigen. Die Eröffnung des Basiskontos erfolgt innerhalb von zehn Geschäftstagen nach Abgabe des Antrages.

Welche Unterlagen muss man bei der Kontoeröffnung vorlegen?

Neben dem ausgefüllten Antrag auf Eröffnung eines Basiskontos benötigt man ein Personaldokument für die Durchführung der Identifizierung nach dem Geldwäschegesetz. Solche Dokumente sind gültige amtliche Ausweise, die ein Lichtbild des Inhabers enthalten und mit denen die Pass- und Ausweispflicht im Inland erfüllt wird. Anerkannt sind zugelassene Pässe, Personalausweise oder Pass- beziehungsweise Ausweisersatzpapiere.

Darüber hinaus lässt die Zahlungskonto-Identitätsprüfungsverordnung weitere Personalpapiere zu, insbesondere bei nichtdeutschen Antragstellern. So sind sogenannte Duldungsbescheinigungen nach Paragraph 60a Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes sowie Ankunftsnachweise gemäß Paragraph 63a Asylgesetz als Identifikationsdokumente zugelassen.

Darf die Bank die Antragstellung ablehnen?

Ja, das Kreditinstitut kann den Abschluss eines Basiskontovertrags unter bestimmten Voraussetzungen ablehnen. Das ist der Fall, wenn:

  • Die Bank ihrer Pflicht zur Überprüfung der Identität der Vertragspartner nicht ordnungsgemäß nachkommen kann.

  • Der Antragsteller bereits bei einem anderen Kreditinstitut in Deutschland ein Basiskonto hat.

  • Der Antragsteller innerhalb der letzten drei Jahre vor Antragsstellung wegen einer vorsätzlichen Straftat gegen das Kreditinstitut oder einen seiner Mitarbeiter oder (einen seiner Kunden) verurteilt worden ist.

  • Bereits ein Basiskonto bei demselben Kreditinstitut besteht.

  • Das Kreditinstitut den Basiskontovertrag wegen Zahlungsverzug oder wegen Nutzung des Kontos zu verbotenen Zwecken berechtigt gekündigt hat.

  • Das Kreditinstitut durch die Aufnahme und Unterhaltung einer Geschäftsbeziehung zum Kontoinhaber gegen seine allgemeinen Sorgfaltspflichten aus dem Geldwäschegesetz und aus dem Kreditwesengesetz.

Welche Möglichkeiten bestehen, wenn der Kontoantrag abgelehnt wird?

Wird der Antrag auf Eröffnung eines Basiskontos abgelehnt, haben Sie drei Möglichkeiten, dagegen vorzugehen:

  • Erstens können Sie ein Verwaltungsverfahren bei der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (Bafin) beantragen.

  • Zweitens können Sie eine Klage vor den Zivilgerichten erheben.

  • Drittes können Sie sich an den Ombudsmann des Bundesverbandes deutscher Banken wenden (BdB).
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Bargeldversorgung ist eigentlich nie ein Problem

Kunden von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken dürfen ein dichtes Netz von Partnerbanken nutzen. Rund 18.000 Geldautomaten stehen den VR-Bank-Kunden zur Verfügung, sogar 25.000 sind es bei den Sparkassen. Gab es vor ein paar Jahren hier keine Einschränkungen, hat sich dies geändert.

Bei einem Drittel dieser regionalen Geldhäuser können die Kunden bei der eigenen Bank und/oder beim Partner-Institut zwischen zwei und fünf Mal kostenlos Bargeld mit der Girocard abheben. Danach werden Gebühren bis zu 2,50 Euro pro Transaktion fällig.

Überregionale Anbieter wie Deutsche Bank und Commerzbank kennen solche Einschränkungen nicht. Dafür ist deren Partner-Banken-Netz mit 7.200 Stellen auch deutlich kleiner.

Bei den Direktbanken muss man aufpassen. Günstige Anbieter wie die DKB oder ING haben zwar auch kostenlose Girocards. Doch die gebührenfreie Bargeldversorgung – weltweit (DKB) oder in der gesamten Eurozone – regeln sie über ihre kostenlosen Visa-Karten. Doch eine Kreditkarte bekommen Inhaber von Basiskonten nicht.

Aber: Mit Girocard können ING-Kunden zum einen an ING-Geldautomaten kostenlos Bargeld bekommen. Die gibt es oft an Aral-Tankstellen oder in Baumärkten. Zudem kann man ab zehn Euro Einkaufswert bei Discountern wie Aldi-Süd, Rewe, Penny oder Toom-Baumarkt bis zu 200 Euro Bares erhalten.

Das Gleiche gilt für die DKB. Bargeld gibt es für DKB-Kunden bei Penny, Real oder Budni. Andere Direktbanken haben ähnliche Regelungen.

Fazit: Direktbanken sind für Basiskonten-Kunden die besten Adressen. Aber dafür müssen sie sich auf das Internet-Banking einlassen.

Die meisten sind fair – viele aber auch nicht

Der Gesetzgeber verlangt "angemessene" Preise. Er sagt aber nicht, was angemessen ist. Wir sind der Meinung: Solange der Preis für ein Basiskonto nicht höher ist als für ein Filialkonto, verhalten sich die Banken fair gegenüber dieser Kundschaft. Aus unserer Untersuchung aller Konten geht hervor: Gut 1.000 aller deutschen Geldhäuser, also die überwiegende Anzahl, verhält sich fair. Der Rest nicht.

Übers Jahr gerechnet sind es manchmal nur ein paar Euro, die Kunden mehr für das Basiskonto zahlen müssen. Bei 66 sind es jedoch über 50 Euro, die sie pro Jahr mehr zu zahlen haben. In der Spitze sind es sogar 168 Euro.

Welche Gebühren entfallen auf Basiskonten?

Kritik an Basiskonten

An zu hohen Gebühren gibt es immer wieder Kritik. Bei einzelnen Banken hat man sogar den Eindruck, dass diese sozial Schwache mit hohen Preisen abschrecken wollen. Daher haben Verbrauchschützer bereits zahlreiche Banken abgemahnt. "Basiskonten sollten für finanziell schwache Verbraucher bezahlbar sein. Hier fehlt eine klare gesetzliche Definition", kritisiert Christina Buchmüller vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV).

Kritikwürdig war bis Herbst vergangenen Jahres auch der Umgang der Banken in Bezug auf ihre Informationspolitik. Gerade über die Höhe der Gebühren von Basiskonten schwiegen sich viele Institute gern aus und gaben nur widerwillig Informationen preis. Seitdem müssen jedoch alle Banken und Sparkassen ihre Girokonten-Preise im Internet veröffentlichen. Mehr als 90 Prozent der Geldhäuser kommen dieser Pflicht auch nach.

Diese Gebühren verlangen Banken für ihre Basiskonten

Wer nicht viel Geld hat, wird mehr darauf achten, wie viel er im Monat oder im Jahr für sein Basis-Girokonto zahlt. Die Spanne ist groß. Es gibt rund 30 Banken, bei denen man für sein Konto gar nichts zahlt. Bei 200 zahlt man jedoch 100 Euro und mehr pro Jahr. Da das Basiskonto nicht überzogen werden kann, kommen vor allem vier Posten in Betracht, die ins Geld gehen oder auch nicht:

  • die monatliche Grundgebühr
  • der Preis für Überweisungen und Daueraufträge
  • die Girocard zum Bezahlen und Geldabheben
  • die Bargeldversorgung

Die nachfolgenden Informationen sollen all denjenigen helfen, die ein teures Basiskonto haben und auf der Suche nach einem günstigeren sind, um Geld zu sparen.

Die monatliche Grundgebühr als größter Posten

Die Spanne bei diesen Grundkosten, die Monat für Monat anfallen, ist riesengroß. Sie reicht von null Euro bis hinauf zu 17,50 im Monat oder 210 Euro im Jahr. Wenn man bedenkt, dass ein alleinerziehender Sozialhilfe-Empfänger 424 Euro im Monat bekommt, ist das natürlich schon eine enorme Summe. Der durchschnittliche Monatspreis aller deutschen Banken und Sparkassen beträgt übrigens 4,78 Euro.

Die Mehrzahl der Banken bietet nur ein einziges Basiskonto an. Das reicht auch in der Regel. Dabei ist eine Filialnutzung vorgesehen, Onlinebanking kann jedoch auch genutzt werden. Anders ist das bei den Direktbanken und den PSD-Banken, deren Geschäftsprinzip ja das Internetbanking ist und die (fast) keine Filialen haben.

Bei gut 100 Banken und Sparkassen ist das jedoch anders. Viele von ihnen haben gar kein Basiskonto in ihrem Preis-Leistungs-Verzeichnis vermerkt. Fragt man nach, heißt es: "Bei uns kann man jedes Konto in der Basisvariante haben, aber eben ohne die Möglichkeit, das Konto zu überziehen."

Überweisungskosten können ins Geld gehen

Bei den Direktbanken sowie den meisten Sparda- und PSD-Banken sind Online-Überweisungen in der Regel kostenlos. Das ist auch bei rund der Hälfte der regionalen Geldhäuser der Fall. Basiskonten-Kunden, die kein Onlinebanking machen, müssen die Überweisungen am Selbstbedienungs-Automaten vornehmen.

Ist keiner vorhanden, wie bei vielen kleinen Volks- und Raffeisenbanken, müssen beleghafte Überweisungen vorgenommen werden. Das geht oft noch deutlich mehr ins Geld – 1,50, 1,80 oder sogar zwei Euro kann eine Überweisung kosten. Das sind in der Spitze immerhin 120 Euro im Jahr bei fünf Überweisungen monatlich.

Girocard kostet oft nicht extra

An der Girocard, früher auch EC-Karte genannt, kommt kein Bankkunde vorbei. Mit ihr kann man beim Aldi oder Lidl einkaufen und zahlen sowie Geld am Automaten abheben. Bei den 550 Banken und Sparkassen muss man dafür keine Extra-Gebühr zahlen. Da ist die Karte also mit der Monatsgebühr abgegolten. Bei den anderen Geldhäusern zahlen die Kunden zwischen fünf und 20 Euro im Jahr.

Bargeld ist immer häufiger nicht mehr kostenlos

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Banken und Sparkassen die kostenlose Bargeldversorgung an den eigenen Automaten, aber auch an den Automaten des bundesweiten Sparkassen-Netzes beziehungsweise der VR-Banken-Gemeinschaft eingeschränkt.

Bei gut 350 Geldhäusern, also rund ein Viertel aller Banken und Sparkassen, können die Kunden, auch die mit einem Basiskonto, zwischen drei- und fünfmal im Monat gebührenfrei Geld abheben. Wer den Automaten noch öfter nutzt, der zahlt jedesmal bis zu 4,50 Euro je Abhebung. Bei 100 Geldhäusern ist dieser Obulus sofort fällig, ohne dass es kostenlose Bargeldverfügungen gibt.

Biallo-Tipp: Sie wollen keine böse Überraschung erleben? Fragen Sie ihre Bank oder Sparkasse danach. Im Girokonto-Vergleich von biallo.de sind diese Daten auf der Detail-Seite hinterlegt. Gibt es solche Einschränkungen bei Ihrer Bank, fragen Sie nach, ob Sie nicht mit der Girocard bei Ihrem Discounter Bargeld abheben können. Das geht bis zu 200 Euro zum Beispiel bei:

  • Aldi Süd
  • Rewe
  • Lidl
  • Netto
  • Penny
  • DM-Drogeriemärkte.

Auf den Jahrespreis kommt es an

Für den Verbraucher ist der Jahrespreis meist die wichtigere Größe vom Preisvergleich. Schließt ein Monatspreis alle anderen Komponenten mit ein, würde dieser genügen. Das ist aber meist nicht der Fall. Was nutzt einem ein Monatspreis von zwei Euro, wenn eine Überweisung das Gleiche kostet.

Um Transparenz zu schaffen, haben wir einen Modellkunden angelegt. Er macht fünf Überweisungen pro Monat und achtet bei der Bargeldversorgung darauf, dass er nur gebührenfreie Abhebungen bei seiner Bank, im bundesweiten Service-Netz und bei Discountern in Anspruch nimmt.

Die Spanne beim Jahrespreis ist extrem. Auf der einen Seite gibt es die teure Volksbank Adelebsen mit einem Jahrespreis von 210 Euro, dazu kommen noch sechs Euro pro Jahr für die Girocard sowie 0,39 Euro für beleghafte- und 0,15 Euro für Online-Überweisungen.

Das ist der höchste Wert, den wir in Deutschland gefunden haben. Auf der anderen Seite nehmen diese zehn Banken null Euro für Monatsgebühr, Überweisung und Girocard:

  • BBBank
  • Consorsbank
  • DKB (Deutsche Kreditbank)
  • Deutsche Skatbank 
  • Fidor Bank
  • ING
  • Moneyou
  • PSD Bank Karlsruhe-Neustadt
  • PSD Bank München
  • Wüstenrot Bank

Und nur eine davon, die BBBank aus Karlsruhe, ist sogar mit Filialen in fast allen größeren deutschen Städten vertreten, während man bei den anderen Anbietern Onlinebanking nutzen muss.

Der Durchschnitts-Jahrespreis aller Banken und Sparkassen in Sachen Basiskonto beträgt übrigens 72,49 Euro.

Bankenpreise: Von fair zu unfair

Verbraucher, ob mit viel oder wenig Geld, freuen sich selbstverständlich, wenn sie nichts für ein Girokonto bezahlen müssen. Aber Sie müssen wissen: Kein Konto ist wirklich umsonst. Die Kosten dafür tragen entweder Sie selbst, wenn Sie beim gleichen Geldhaus andere Dienstleistungen wie einen Ratenkredit, eine Geldanlage oder eine Baufinanzierung in Anspruch nehmen. Oder eben andere Kunden mit dem Kauf ihrer Dienstleistungen. Wenn Banken für ein kostenloses Girokonto werben, machen sie das, um den neuen Kunden dann andere Produkte zu verkaufen.

Wer das Verursacherprinzip richtig findet, der kann auch nichts gegen einen vernünftigen Preis für ein Girokonto haben. Doch welcher Preis ist vernünftig? Dafür sprechen zwei Dinge:

  1. Der Jahrespreis sollte nicht höher liegen als der Durchschnittspreis der Basiskonten aller deutschen Banken und Sparkassen. Das sind 72 Euro im Jahr oder sechs Euro im Monat. Das trifft auf 680 alle Geldhäuser zu.

  2. Der Jahrespreis des Basiskontos sollte zudem nicht höher sein als der Jahrespreis des Filialkontos der gleichen Bank oder Sparkasse. Bei 80 der 680 Banken und Sparkassen mit einem Jahrespreis fürs Basiskonto unter 72 Euro ist das der Fall.

Jahrespreise über 72 Euro sind nur schwer zu rechtfertigen. Erst recht nicht, wenn sie über 100 Euro liegen. Das trifft auf 180 Banken und Sparkassen zu. Davon wiederum nehmen 18 sogar mehr als 150 Euro.

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Horst Biallo
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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de