Wie funktioniert Micropayment?
Wenn Sie beispielsweise in der Amazon-App einen Kauf tätigen, können Sie im Anschluss die Bezahlmethode wählen. Zur Auswahl stehen meist Kreditkarte, Sofortüberweisung (Klarna), Paypal oder girodirekt. Der Betrag wird dann von der Kreditkarte beziehungsweise dem Bankkonto abgebucht.
Dabei lassen sich Mikropayment-Systeme dahingehend unterscheiden, dass sie entweder als Vorkasse oder als Billing beziehungsweise Inkasso getragen oder aber durch den Mobilfunkbetreiber abgerechnet werden. Das funktioniert, indem sich Anbieter mit Micropayment-Dienstleistern zusammenschließen, die die Infrastruktur für den digitalen Zahlungsprozess bieten.
Prepaid-Systeme
Hier müssen Sie im Vorfeld Ihr Konto aufladen, um den Kauf abschließen zu können. Der Aufladebetrag kann dabei per Gutschein oder auch als Lastschrift beglichen werden. Bei manchen Systemen lässt sich auch der Aufladebetrag mit Bitcoin oder dem sogenannten eGeld aufstocken.
Billing- und Inkasso-Systeme
In diesem Fall werden die Klein- und Kleinstbeträge angesammelt, um sie dann anschließend etwa am Monatsende gemeinsam abzurechnen. Das hat den Vorteil, dass der Händler einmal im Monat eine Gesamtgutschrift erhält und somit nicht mehrere kleine Transaktionen mit Kosten entstehen. Vor allem Mobilfunkanbieter bieten diese Zahlmethode an. So wird unter anderem der Kauf einer im Apple Store am Monatsende auf die Handyrechnung geschlagen.
Smartphone-Payment
Diese Variante dürften wohl die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher bereits genutzt haben. Etwa, wenn sie Geld an Freunde per Paypal schicken. Als Smartphone-Payment gilt, wenn die genutzte Bezahl-App auf dem Smartphone installiert ist. Diese Zahlungsarten stehen meist zur Auswahl:
E-Commerce, Paid Content & Co.: Wo kann man mit Micropayment bezahlen?
Micropayment ist ein Bezahlverfahren, das überwiegend im E-Commerce und für digitale Produkte genutzt wird. Zu den typischen Micropayment-Shops beziehungsweise E-Commerce-Händlern zählen Internetversandhändler, spezialisierte Onlineshops, Anbieter von Video-On-Demand-Services und digitale Musikangebote, Verlage sowie online gestützte Anbieter von Textmedien, Betreiber von Online-Games sowie Download-Portale. Aber Vorsicht: Zwischen all den seriösen Anbietern schmuggeln sich immer wieder schwarze Schafe dazwischen. Wir erklären Ihnen in einem weiteren Ratgeber, wie Sie Fakeshops im Internet erkennen können und sich davor schützen.
Wie sicher ist Micropayment?
Micropayment über etablierte Online-Stores wie Apple- oder Google Pay gilt als äußerst sicher. Wer im Internet einkauft, sollte zudem immer auch darauf achten, dass der Onlineshop auch seriös ist. Ein Blick ins Impressum hilft dabei.
Mikrobezahlungen: Was sind die Kosten und Gebühren?
Wenn Sie per Micropayment bezahlen, kommen in den allermeisten Fällen keine Gebühren auf Sie zu. Eventuelle Gebühren sind dann vom Händler an den jeweiligen Micropayment-Dienstleister zu entrichten. Anders sieht es aus, wenn Sie in Fremdwährung beziehungsweise Geld außerhalb der Eurozone transferieren. Hier können sich die jeweiligen Gebühren von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.