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Auf einen Blick
  • Die digitale Krypto-Handelsplattform Bison profitiert von der gestiegenen Nachfrage nach Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum.

  • Das Handelsvolumen auf der Bison-App hat im laufenden Jahr bereits die Zwei-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Das Nutzerwachstum legte seit Jahresanfang um gut 80 Prozent zu.

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Kryptowährungen schnell und gebührenfrei rund um die Uhr handeln – das ist seit gut zwei Jahren mit der Bison-App der Börse Stuttgart möglich. Angetrieben von der gigantischen Kursrallye bei Bitcoin und Co hat Bison in diesem Jahr bereits die Marke von zwei Milliarden Euro beim Handelsvolumen geknackt. Seit Jahresanfang stieg die Zahl der aktiven Nutzer um 83 Prozent auf rund 400.000. 

"Der starke Nutzerzuwachs und das hohe Handelsvolumen bei Bison im laufenden Jahr übertreffen unsere Erwartungen bei Weitem", sagt Dr. Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs GmbH, einer Tochtergesellschaft der Börse Stuttgart Digital Ventures GmbH, welche die Bison-App entwickelt hat. Das dynamische Wachstum spiegele auch "die aktuell hohe Dynamik im Kryptomarkt und das immer breitere Interesse an Kryptowährungen" wider. Allein im Januar, als sich der Bitcoin-Kurs innerhalb von nur zehn Tagen verdoppelte, verzeichnete Bison neue Rekorde beim Handelsvolumen in Höhe von gut 70 Millionen pro Tag.

Gebührenfreier Handel von Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin und Ripple

Bison-Nutzer können per Smartphone die Kryptowährungen Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum (Ether), Litecoin und Ripple kaufen und verkaufen. Weitere Kryptos sollen im Jahresverlauf folgen. Der Handel ist gebührenfrei – Bison verdient am sogenannten Spread, also der Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Dabei greift Bison eigenen Angaben zufolge auf Referenzpreise anderer Krypto-Handelsplattformen zurück, die allerdings nicht näher genannt werden. Handelspartner, sogenannter Market Maker, ist die renommierte Euwax AG, die zur Gruppe Börse Stuttgart gehört. Im Gegensatz zur Börse Stuttgart ist Bison allerdings kein regulierter Börsenhandelsplatz, sondern vergleichbar mit dem Direkt- oder außerbörslichen Handel bei Aktien.

Die Verwahrung der Kryptowerte erfolgt treuhänderisch und kostenlos über die Blocknox GmbH, ebenfalls eine Tochter der Börse Stuttgart Digital Ventures GmbH. Vorteil: Sie brauchen kein eigenes Wallet auf Ihrem Smartphone. Für die Verwahrung habe man "ein umfassendes und mehrstufiges Sicherheitskonzept implementiert", heißt es von Unternehmensseite.

So funktionieren Ein- und Auszahlungen beim Bison-Konto

Ein- und Auszahlungen sind gratis und werden über die App gesteuert. Als Referenzkonto dient ein beliebiges Girokonto aus Deutschland, von dem Sie das Geld per SEPA-Überweisung auf das Bison-Konto überweisen können. Dieses Euro-Konto ist ebenfalls kostenlos und wird bei der Solarisbank in Berlin geführt. Dort sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde über die gesetzliche Einlagensicherung garantiert. Wichtig: Die verwahrten Kryptowerte bei der Blocknox GmbH sind nicht versichert.

Die Mindesteinzahlung auf das Euro-Konto beträgt zum Start 20 Euro, maximal können Sie 20.000 Euro je Überweisung einzahlen. Das monatliche Limit beträgt 200.000 Euro. Käufe und Verkäufe sind auf 100.000 Euro je Order begrenzt. Sie können aber auch mit kleinen Beträgen anteilig Kryptowährungen kaufen und verkaufen – mit bis zu acht Nachkommastellen. Achtung: Wenn Sie viel Cash auf dem Bison-Konto stehen lassen, sollten Sie beachten, dass die Solarisbank für Guthaben ab 250.000 Euro Negativzinsen in Höhe von minus 0,50 Prozent berechnet.

Vorsicht bei direkter Ein- und Auszahlung von Kryptowerten 

Die Kryptowährungen können Sie auch direkt in der App – also ohne Umweg über das Euro-Konto – ein- und auszahlen. Allerdings weist Bison auf die Gefahr hin, dass die Transaktionen bei der Eingabe einer falschen Wallet-Adresse oder bei der Einzahlung einer nicht unterstützten Kryptowährung nicht mehr rückgängig gemacht werden können und die Werte somit verloren sind. Zu beachten ist auch, dass die direkte Ein- und Auszahlung von Kryptowährungen in Einzelfällen mehrere Tage dauern kann.

In der App bietet Bison auch zahlreiche Features an, wie etwa einen individuellen Preisalarm oder den "Cryptoradar". Letzteres ist eine Art Stimmungsbarometer und nutzt künstliche Intelligenz (KI). Der Algorithmus wertet täglich über zwei Millionen Tweets aus der Krypto-Community auf Twitter aus. So sehen Nutzer in Echtzeit, welche handelbaren Kryptowährungen derzeit heiß diskutiert werden.

Beachten Sie die steuerlichen Besonderheiten bei Krypto-Gewinnen

Auch für die jährliche Einkommensteuererklärung bietet die Bison-App ein Unterstützungstool: den "Info-Report". Damit erhalten Sie eine Transaktionsübersicht für das gesamte Jahr und eine unverbindliche Berechnung der realisierten Gewinne und Verluste nach dem sogenannten FiFo-Verfahren (First-In-First-Out). Diese Berechnung ist wichtig für die Ermittlung Ihrer Einkommensteuer (Paragraf 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 EStG). Denn anders als beim Wertpapierhandel greift bei Gewinnen aus Devisen- und Kryptogeschäften nicht die Abgeltungsteuer und es gibt auch keinen Freistellungsauftrag.  

Realisierte Gewinne aus einem Veräußerungsgeschäft von Kryptowerten sind nur dann steuerpflichtig, wenn zwischen dem Erwerb und der Veräußerung nicht mehr als ein Jahr liegt. Halten Sie die sogenannte Spekulationsfrist ein, zahlen Sie auch keine Steuern auf Ihre Gewinne. Außerdem gibt es eine steuerliche Freigrenze in Höhe von 600 Euro pro Jahr. "Diese Freigrenze gilt allerdings für den Gesamtgewinn aus sämtlichen privaten Veräußerungsgeschäften innerhalb eines Jahres", weist Bison in seinem FAQ-Bereich hin. Daher empfiehlt Bison, bei spezifischen Fragen zur Steuererklärung einen Steuerberater hinzuzuziehen.

Biallo-Tipp:

Ausführliche Informationen zur Besteuerung von Kursgewinnen bei Devisen und Kryptowährungen erhalten Sie in unserem Ratgeber " Bitcoin-Gewinne versteuern".
Über den Autor Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach. Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. 2014 baute er in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus als Chefredakteur und Moderator den österreichischen TV-Sender DAF-Austria mit auf. 2016 wechselte er zur Biallo & Team GmbH und übernahm Mitte 2017 die Redaktionsleitung. 

  Sebastian Schick