Diese 131 Banken und Sparkassen erheben Negativzinsen

Strafzinsen auf Einlagen Diese 131 Banken und Sparkassen erheben Negativzinsen

Update: 14.10.2019
Horst Biallo
von Horst Biallo Sebastian SchickKevin SchwarzingerMax GeißlerManfred FischerKerstin WeinzierlStefanie Engelmann
Update: 14.10.2019
Auf einen Blick
  • Eine biallo.de-Untersuchung von gut 1.200 Banken und Sparkassen zeigt: 131 Geldhäuser erheben Negativzinsen von einem Teil ihrer Privat- oder Geschäftskunden.

  • Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 100.000 Euro bis drei Millionen Euro reichen. Zwei Banken langen bei Privatkunden ab dem ersten Euro zu.

  • Die ersten Banken folgen der jüngsten EZB-Entscheidung und setzen den Negativzins von 0,4 auf 0,5 Prozent im Jahr. Zudem zeichnet sich eine Reduzierung der Freibeträge für Giro- und Tagesgeldkonten ab.
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Seit dem 18. September gilt der verschärfte Einlagensatz der EZB in Höhe von minus 0,5 Prozent. Das ist der Strafzins, den Banken zahlen müssen, wenn sie kurzfristig überschüssige Liquidität bei der Europäischen Zentralbank parken. Und diesen Strafzins reichen immer mehr Institute an einen Teil ihrer Privatkunden weiter.

14 der 35 von biallo.de erfassten Banken und Sparkassen haben ihr sogenanntes Verwahrentgelt für vermögende Privatkunden mittlerweile auf 0,5 Prozent erhöht, darunter auch große Institute wie die Berliner Sparkasse, die Berliner Volksbank und die Sparkasse Hannover.

Einige Banken haben die Freibeträge, die von den Strafzinsen ausgenommen sind, deutlich gekürzt. Bei der Berliner Sparkasse etwa werden Privatkunden jetzt ab 500.000 Euro auf dem Tagesgeld- oder Girokonto zur Kasse gebeten. Zuvor lag der Schwellenwert bei einer Million Euro. Auch die Sparkasse Bamberg hat ihren Freibetrag halbiert, und zwar von zwei Millionen auf eine Million Euro. Bei der Volksbank Ettlingen müssen Privatkunden jetzt ab 250.000 Euro ran (vorher: ab einer Million Euro), bei der Deutschen Skatbank bereits ab 100.000 Euro (vorher: ab 500.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto und ab einer Million Euro auf dem Girokonto).

Haspa und Naspa halten sich noch zurück

Die größte deutsche Sparkasse, die Hamburger Sparkasse (Haspa), will Negativzinsen im breiten Privatkundengeschäft nach wie vor vermeiden. "Wie lange wir das noch tun können, hängt von der Niedrigzinspolitik der EZB ab, die uns schon jetzt Tag für Tag sehr viel Geld kostet", sagt Haspa-Sprecherin Stefanie von Carlsburg. Der Strafzins auf Termin- und Giroeinlagen bleibt vorerst bei 0,4 Prozent. Dabei gilt weiter ein Freibetrag von 500.000 Euro. "Daher sind nur sehr wenige Kunden davon betroffen", betont von Carlsburg.

Auch die Nassauische Sparkasse (Naspa) belässt den Strafzins erst mal bei 0,4 Prozent. Der Freibetrag für Einlagen auf Giro- und Tagesgeldkonten liegt nach wie vor bei 500.000 Euro. Die Frankfurter Volksbank plant ebenfalls keine Verschärfung ihres Kurses, hohe Einlagen werden weiter mit 0,4 Prozent bepreist. Allerdings: "Die Auswirkungen der Veränderung des Zinssatzes durch die EZB prüfen wir derzeit", sagt Beate Schumacher, Pressesprecherin der Frankfurter Volksbank.

Für Verwirrung sorgten kürzlich die Raiffeisenbank im Oberland und die VR-Bank Südliche Weinstraße-Wasgau. Beide Geldhäuser hatten auf ihren Internetseiten zwischenzeitlich ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent pro Jahr für hohe Anlagebeträge auf dem Tagesgeld ausgewiesen. Offenbar ein technischer Fehler. "Wir erheben nach wie vor nur ein Verwahrentgelt von Kommunen ab Einlagen von einer Million Euro", heißt es von der Raiffeisenbank im Oberland. Und auch die VR-Bank Südliche Weinstraße-Wasgau spricht von einer Falscheingabe: "Es zahlt kein Kunde und hat auch keiner gezahlt", betont Peter Schehl, Bereichsleiter Privatkunden bei der Genossenschaftsbank im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern.

Negativzinsen als Abschreckung

Auch die VR-Bank Alzenau wurde zuletzt in Medienberichten genannt, dass sie kürzlich Negativzinsen für Privatkunden eingeführt hat. Laut Preisaushang von November 2018 wird für Einlagen auf Kontokorrent- und Tagesgeldkonten ein Verwahrentgelt von 0,4 Prozent verlangt – "soweit mit dem Kunden vereinbart". Die sei aber nur als Abschreckung zu verstehen, so die Genossenschaftsbank im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Derzeit sei "mit keinem Kunden etwas vereinbart".

Die Stadtsparkasse München sorgte kürzlich ebenfalls für Furore: Sie lässt Kunden, die ein Giro- oder Tagesgeldkonto eröffnen, eine Regelung unterschreiben, die es ihr erlaubt, bei Bedarf Negativzinsen zu erheben – und zwar für Einlagen ab 100.000 Euro pro Person – auch dann, wenn der Betrag gestückelt und auf mehrere Konten verteilt wird. Für Ehepaare gilt ein Freibetrag von 200.000 Euro.

Doch wie wahrscheinlich ist es, dass die Sparkasse von der Regelung Gebrauch macht? "Wir sehen zwei Szenarien, die die Einführung von Negativzinsen auslösen können", sagt Sebastian Sippel, Pressesprecher der Stadtsparkasse München. Nummer eins: "Wenn die EZB den Einlagenzins weiter senkt." Nummer zwei: "Wenn Wettbewerber Negativzinsen einführen und in der Folge mehr Sparer bei uns Geld parken wollen." Negativzinsen sollen in diesem Fall abschrecken. Die Regelung müssen nur Neukunden unterschreiben. Wer bereits ein Konto hat, ist nicht betroffen, betont Sippel.

Fortlaufende Untersuchung von gut 1.200 Banken und Sparkassen

Laut unserer Umfrage unter gut 1.200 Banken und Sparkassen, an der mittlerweile mehr als 200 Institute teilgenommen haben, kassieren insgesamt 35 Banken und Sparkassen ein Verwahrentgelt von Privatkunden (siehe Tabelle unten). Dabei gilt meist ein bestimmter Freibetrag, zum Beispiel in Höhe von 100.000 Euro. Der Negativzins wird dann für den übersteigenden Betrag berechnet.

Lesen Sie auch: 40 Banken bieten noch ein kostenloses Girokonto

Im Geschäftskundenbereich sind es sogar 127 Institute, die hohe Kundeneinlagen mit Strafzinsen belegen. Da einige davon auch ein Verwahrentgelt von Privatkunden kassieren, beläuft sich die Zahl insgesamt auf 131 Banken und Sparkassen, die einem Teil ihrer Kunden Negativzinsen in Rechnung stellen.

Hinweis der Redaktion: Da viele Geldhäuser nach dem jüngsten EZB-Zinsentscheid eine Einführung beziehungsweise Erhöhung des Verwahrentgeltes für Privatkunden prüfen, dürften in den nächsten Wochen noch etliche Banken hinzukommen – vor allem, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins weiter verschärft. Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater rechnet bis Frühjahr mit einer nochmaligen Absenkung des Einlagensatzes auf dann minus 0,6 Prozent. Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden.

Diese Geldhäuser berechnen Privatkunden Negativzinsen

GeldinstitutNegativzins p. a.Anlagebetrag
Berliner Sparkasse

0,50 %ab 500.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Berliner Volksbank

0,50 %ab 100.000 Euro
Deutsche Skatbank

0,50 %ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Ethikbank

0,40 %nach individueller Vereinbarung auf Girokonto
Flatex

0,50 %für Guthaben auf dem Cashkonto
Frankfurter Volksbank


0,40 %nach individueller Vereinbarung (nur für höhere Beträge) auf Festgeld und im Kontokorrentbereich
Hamburger Sparkasse (Haspa)

0,40 %für Guthaben ab 500.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Nassauische Sparkasse


0,40 %ab 500.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Raiffeisenbank Gmund


0,40 %ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Volksbank Kraichgau


0,50 %individuelle Vereinbarung, i.d.R. nicht unter einer Million Euro
Raiffeisenbank Südstormann Mölln

individuellab 750.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Sparda-Bank Berlin


0,40 %ab 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto
Sparkasse Bamberg


0,40 %ab 1.000.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Sparkasse Coburg-Lichtenfels


0,50 %Sichteinlagen im hohen Millionenbereich auf Giro- und Geldmarktkonten
Sparkasse HagenHerdecke


0,40 %Einzelfallentscheidung bei vermögenden Kunden
Sparkasse Hannover


0,50 %ab einer Million Euro, individuelle Vereinbarung
Sparkasse Harburg-Buxtehude

0,50 %ab 500.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Sparkasse Meschede 

0,40 %individuelle Vereinbarung
Sparkasse Neuss

variabelindividuelle Vereinbarung, Einzelfallentscheidung
Sparkasse Rotenburg Osterholz

0,50 % ab einer Million Euro auf Girokonto
Sparkasse Versmold

0,40 %individuelle Vereinbarung
V-Bank München

0,50 %ab 500.000 Euro
Volksbank Baden-Baden Rastatt
0,40 %ab einer Million Euro
Volksbank Dresden-Bautzen

0,50 %ab einer Million Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Volksbank Eisenberg

0,40 %ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Volksbank Ettlingen

0,50 %ab 250.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Volksbank Freiburg


0,40 %ab 750.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto 
Volksbank Main-Tauber


0,50 %ab 500.000 Euro auf täglich verfügbare Sichteinlagen
Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien

gestaffeltNegativzins wird als Gebühr auf Tagesgeldkonto weitergeben, 5-50 Euro je nach Anlagebetrag
Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg            
0,40 %vereinzelt für Privatkunden, nur für "frisches" Geld / individuelle Vereinbarung
Volksbank Rhein-Ruhr

0,40 %selektiv / individuelle Vereinbarung
Volksbank Stendal

0,50 %ab 100.000 Euro auf Kontokorrentkonten
VR-Bank Landsberg-Ammersee

0,40 %ab 300.000 Euro auf Girokonto, Tagesgeld und Festgeld nach individueller Vereinbarung
VR-Bank Mittelsachsen

0,40 %ab 100.000 Euro auf Tagesgeld

Quelle: eigene Recherche / Angaben ohne Gewähr / Stand: 14. Oktober 2019

Negativzinsen für institutionelle Kunden und Geschäftskunden

Bayern

GeldinstitutNegativzins p. a.Anlagebetrag
Fidor Bank

0,40 % ab 100.000 Euro für Firmenkunden
Kreissparkasse Augsburg

0,40 %ab 1.000.000 Euro für Kommunen
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg


0,40 %Kommunen: ab 250.000 Euro;
Unternehmen: ab 500.000 Euro;
auf Giro- und Geldmarktkonten
Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee

0,40 %ab 100.000 Euro auf Tagesgeld und Girokonto für Firmenkunden
Raiffeisenbank im Oberland


0,40 %ab 1.000.000 Euro, ausschließlich für Kommunen, auf Girokonto und Tagesgeld
Raiffeisenbank Isar-Loisachtal


0,40 %ab 200.000 Euro für Firmenkunden, für zwei Konten
Sparkasse Allgäu

0,40 %ab 250.000 Euro für Firmenkunden
Sparkasse Altötting-Mühldorf


0,40 %ab 250.000 Euro für Firmenkunden auf Giro- und Geldmarktkonten
Sparkasse Amberg-Sulzbach


0,40 %ab 250.000 Euro für gewerbliche Kunden auf Giro- und Geldmarktkonten
Sparkasse Aschaffenburg Alzenau

0,50 %individuelle Vereinbarung für Geschäftskunden
Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen

0,40 %Betrag nicht bekannt, für Firmenkunden
Sparkasse Bamberg


0,40 %ab 2.000.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld
Sparkasse Coburg-Lichtenfels


0,50 %ab hohen Millionen-Beträgen und für ausgewählte Zielgruppen, auf Giro- und Geldmarktkonten
Sparkasse Erding-Dorfen


0,40 %ab 250.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld
Sparkasse Freising


0,40 %vereinzelt für Firmenkunden und Kommunen nach individueller Vereinbarung
Sparkasse Mainfranken Würzburg

0,40 %ab 500.000 Euro für Firmenkunden, auf Girokonto und Tagesgeld
Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim

variabelIndividualvereinbarung für einige Unternehmen und Kommunen
Sparkasse Mittelfranken-Süd


0,40 %ab 500.000 Euro für gewerbliche Kunden, auf Girokonten und Tagesgeld
Sparkasse Neu-Ulm – Illertissen

0,40 %individuelle Vereinbarung für Gewerbekunden und Kommunen
Sparkasse Nürnberg


0,40 %ab 1.000.000 Euro für gewerbliche Kunden
Sparkasse Regensburg


0,40 %individuelle Vereinbarung für gewerbliche Kunden
Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach

0,40 %ab 500.000 - 3.000.0000 Euro, vereinzelt für Firmenkunden, individuelle Vereinbarung
Stadtsparkasse Augsburg

0,40 %individuelle Vereinbarung
Stadtsparkasse München


0,40 %ab 250.000 Euro für Firmenkunden und institutionelle Anleger, auf Geschäfts- und Tagesgeldkonten
V-Bank München

0,50 %ab 500.000 Euro
Volksbank Main-Tauber


0,50 %ab 500.000 Euro für täglich verfügbare Sichteinlagen
Volks- und Raiffeisenbank Bayern Mitte

0,40 %ab 500.000 Euro für Firmenkunden
VR Bank Bayreuth-Hof

0,40 %ab 300.000 Euro
VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg

0,40 %in Ausnahmefällen für "frisches" Geld, nach individueller Vereinbarung

Baden-Württemberg

GeldinstitutNegativzins p. a.Anlagebetrag
Kreissparkasse Ludwigsburg


0,40 % individuelle Vereinbarung für institutionelle Kunden und Firmenkunden, auf Geschäfts- und Geldmarktkonten
Kreissparkasse Ravensburg

0,40 %ab 500.000 Euro für gewerbliche und institutionelle Kunden, auf Giro- und Geldmarktkonten
Sparkasse Hanauerland

0,40 %k. A., für Firmenkunden
Sparkasse Kraichgau Bruchsal-Bretten-Sinsheim

0,40 %ab 500.000 Euro für Firmenkunden, auf Girokonto und Tagesgeld
Sparkasse Pforzheim Calw

0,40 %vereinzelt für gewerbliche Kunden und Kommunen, individuelle Vereinbarung
Sparkasse Rhein-Neckar Nord

variabel ab einer Million Euro für gewerbliche Kunden, auf Girokonto und Tagesgeld
Sparkasse Ulm


0,40 %vereinzelt für Firmenkunden, individuelle Vereinbarung
Volksbank Baden-Baden Rastatt


0,20 bis 0,40 %für Unternehmenskunden, 0,20 % ab 500.000 Euro auf Tagesgeld, 0,40 % ab 1.000.000 Euro auf Tagesgeld
Volksbank eG Überlingen

0,40 %ab 100.000 Euro für Firmenkunden, auf Kontokorrentkonto und Tagesgeld
Volksbank Ettlingen

0,50 %ab 250.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld
Volksbank Freiburg



0,40 %ab 750.000 Euro für Geschäftskunden und institutionelle Großanleger, auf Girokonto, Tagesgeld und "Kündigungsgeld 40"
Volksbank Lahr


0,40 %für Firmenkunden und institutionelle Anleger, individuelle Vereinbarung
Volksbank Stuttgart

individuellab 500.000 Euro, individuelle Vereinbarung
Volksbank Ulm-Biberach

0,40 %für gewerbliche Kunden ab 500.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld

Bremen

GeldinstitutNegativzins p.a.Anlagebetrag
Bremische Volksbank

individuellbei hohen Liquiditätsbeständen, individuelle Vereinbarung
Sparkasse Bremen

0,40 %bei hohen Summen auf Giro- oder Tagesgeld, individuelle Vereinbarung

Rheinland-Pfalz

GeldinstitutNegativzins p. a.Anlagebetrag
Sparkasse Germersheim-Kandel

0,40 %individuelle Vereinbarung
Kreissparkasse Kaiserslautern

0,40 % individuelle Vereinbarung
Sparkasse Koblenz

0,40 %für Gewerbekunden, individuelle Vereinbarung
Sparkasse Starkenburg


0,40 %für institutionelle Kunden ab 250.000 Euro, individuelle Vereinbarung
Sparkasse Südliche Weinstraße

0,40 %k. A.
Sparkasse Vorderpfalz

0,40 %ab einer Million Euro
Volksbank Kaiserslautern

0,30 %k. A.
Volksbank Kur- und Rheinpfalz

individuellnach individueller Abstimmung
VR-Bank Südpfalz

0,35 %k. A.

Mecklenburg-Vorpommern

GeldinstitutNegativzinsen p. a.Anlagebetrag
Ostseesparkasse Rostock

                       
0,40 %individuelle Vereinbarung, vereinzelt für Firmenkunden "ohne wirkliche Geschäftsbeziehung"
Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte
         
0,40 %ab 50.000 Euro für Firmen-Neukunden, individuelle Vereinbarung
Sparkasse Mecklenburg-Nordwest                              
                                     
0,40 %nur in Einzelfällen nach individueller Vereinbarung, bei Konto-Neueröffnung ab 100.000 Euro 
Sparkasse Mecklenburg-Schwerin


0,40 %ab 100.000 Euro für gewerbliche Kunden, ab 200.000 Euro für Vereine und ab 500.000 Euro für Kommunen
VR-Bank eG Schwerin



0,35 %ab 100.000 Euro auf Geschäfts- und Tagesgeldkonten von Firmenkunden, für institutionelle Kunden kein Freibetrag

Schleswig-Holstein

GeldinstitutNegativzins p. a. Anlagebetrag
Raiffeisenbank Südstormann Mölln                                               individuell                                                                         ab 750.000 Euro, in Einzelfällen                                                                                               

Niedersachsen

GeldinstitutNegativzins p. a.Anlagebetrag
Hannoversche Volksbank

0,40 % für Firmenkunden und institutionelle Anleger nach individueller Vereinbarung
Sparkasse Emslandindividuellfür einige institutionelle Anleger nach individueller Vereinbarung für Beträge im Millionenbereich
Sparkasse Hannover

0,50 %für Firmenkunden auf Girokonto und Tagesgeld nach individueller Vereinbarung
Sparkasse Harburg-Buxtehude            

0,50 %ab 500.000 Euro auf Tagesgeld und Girokonto
Volksbank Bad Laer-Borgloh-Hilter-Melle
 
0,50 %i. d. R. ab einer Million Euro, individuelle Vereinbarung
Volksbank Hameln-Stadthagen

0,40 %ab 500.000 Euro, vereinzelt für institutionelle Anleger und Firmenkunden, auf Tages- und Kündigungsgeld

Hessen

GeldinstitutNegativzins p.a.Anlagebetrag
Frankfurter Volksbank

0,40 %individuelle Vereinbarung
Nassauische Sparkasse

0,40 %individuelle Vereinbarung
Sparkasse Gießen

0,40 %ab einer Million Euro

Nordrhein-Westfalen

GeldinstitutNegativzins p.a.Anlagebetrag
Dortmunder Volksbank

0,40 % ab einer Million Euro / ab 500.000 Euro bei kommunalen Girokonten
GENO Bank Essen

0,40 %ab 100.000 Euro
Kreissparkasse Düsseldorf

0,40 %ab 250.000 Euro auf Girokonto, Tagesgeldkonto und Wertpapierverrechnungskonto
Kreissparkasse Köln

0,40 %ab 500.000 Euro auf Girokonto
Kreissparkasse Steinfurt

0,40 %ab zwei Millionen Euro Girokonto und Tagesgeld
Kreissparkasse Wiedenbrück

0,40 %ab 500.000 Euro
Sparkasse Bielefeld


0,40 %nur in wenigen Einzelfällen bei gewerblichen Kunden / individuelle Vereinbarung
Sparkasse Düren


0,40 %ab 500.000 Euro auf Girokonto und Tagegeld
Sparkasse HagenHerdecke

0,40 %individuelle Vereinbarung
Sparkasse Hamm

0,40 %individuelle Vereinbarung
Sparkasse Herford

0,40 %ab drei Millionen Euro
Sparkasse Höxter

0,40 %ab 500.000 Euro, individuelle Vereinbarung
Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen

0,40 %individuelle Vereinbarung für gewerbliche Kunden
Sparkasse Westmünsterland

0,40 %bei besonders hohen Guthaben in Millionenhöhe / individuelle Vereinbarung
Sparkasse KölnBonn


individuellvereinzelt bei hohen Einlagen nach individueller Vereinbarung
Sparkasse Lüdenscheid

0,40 %ab drei Millionen Euro
Sparkasse Meschede

0,40 %individuelle Vereinbarung
Sparkasse Mülheim an der Ruhr

0,40 %ab 500.000 Euro
Sparkasse Münsterland-Ost

0,40 %individuelle Vereinbarung
Sparkasse Neuss

individuellindividuelle Vereinbarung / Einzelfallentscheidung
Sparkasse zu Schwelm

gestaffeltindividuelle Vereinbarung für institutionelle Großanleger
Sparkasse Paderborn-Detmold

0,40 %ab einer Million Euro
Stadtsparkasse Rahden

0,40 %individuelle Vereinbarung auf Tagesgeld
Stadtsparkasse Remscheid

0,40 %ab einer Million Euro auf Giro- und Geldmarktkonten, individuelle Vereinbarung
Stadtsparkasse Rheine


0,40 %ab einer Million Euro auf Giro- und Geldmarktkonten, individuelle Vereinbarung
Stadtsparkasse Schmallenberg
0,40 %individuelle Vereinbarung
Stadtsparkasse Solingen

individuellab einer Million Euro für institutionelle Anleger
Stadtsparkasse Versmold

0,40 %individuelle Vereinbarung
Volksbank Bielefeld-Gütersloh

0,40 %ab 750.000 Euro, individuelle Vereinbarung
Volksbank Eisenberg

0,40 %ab 100.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld
Volksbank Köln Bonn


0,40 %individuelle Vereinbarung auf Girokonto und Tagesgeld ab einer Million Euro
Volksbank Lübbecker Land

0,40 %ab einer Million Euro in Ausnahmefällen / individuelle Vereinbarung
Volksbank Rhein-Ruhr

0,40 %selektiv für Großkunden nach individueller Vereinbarung

Hamburg

GeldinstitutNegativzins p. a.Anlagebetrag
Hamburger Sparkasse (Haspa)

0,40 % ab 250.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonten
Hamburger Volksbank

0,40 %individuelle Vereinbarung

Berlin-Brandenburg

GeldinstitutNegativzins p.a.Anlagebetrag
Berliner Sparkasse

0,50 % ab 500.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld
Berliner Volksbank

0,50 %ab 100.000 Euro
Mittelbrandenburgische Sparkasse

0,40 %ab 2,5 Millionen Euro auf Geschäftskonto
Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin

0,40 %ab 500.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld
Sparda-Bank Berlin

0,40 %ab 100.000 Euro
Sparkasse Oder-Spree

0,40 %ab 250.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld

Sachsen

GeldinstitutNegativzins p.a.Anlagebetrag
Erzgebirgssparkasse



0,40 %ab 500.000 Euro auf kommunalen Giro - und Tagesgeldkonten, ab 100.000 Euro auf Geschäftskonten
Ostsächsische Sparkasse Dresden

0,35% bis 0,40 %ab einer Million Euro auf Girokonten (0,40%) / ab 100.000 Euro auf Tagesgeld (0,35%)
Sparkasse Vogtland

0,40 %ab 100.000 Euro
Sparkasse Leipzig

0,40 %ab 500.000 Euro
Volksbank Dresden-Bautzen

0,50 %ab einer Million Euro auf Tagesgeld
Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien

0,40 %in Ausnahmefällen für wenige Firmenkunden, individuelle Vereinbarung
VR-Bank Mittelsachsen

0,40 %individuelle Vereinbarung

Sachsen-Anhalt

GeldinstitutNegativzins p. a.Anlagebetrag
Saalesparkasse

0,40 %ab einer Million Euro
Stadtsparkasse Magdeburg

0,40 %ab 500.000 Euro

Thüringen

GeldinstitutNegativzins p.a.Anlagebetrag
Ethikbank

0,40 % individuelle Vereinbarung auf Girokonto
Deutsche Skatbank

0,50 %ab 250.000 Euro auf Geschäftskonten
Sparkasse Mittelthüringen



0,40 %Individualvereinbarung und je nach Kontomodell mit Freigrenzen von 250.000 bis einer Million Euro auf Geschäftskonten, bei Folgekonten beträgt die Freigrenze 100.000 Euro
VR-Bank Altenburger Land                                                   
0,40 %lediglich für Großeinlagen im Firmenkundenbereich

Überregionale Banken

GeldinstitutNegativzins p. a.Anlagebetrag
Commerzbankindividuell                                                                                                                               bei großen Firmenkunden, Konzernen und institutionellen Kunden mit hohen Einlagen, individuelle Guthabengebühr für überschüssige Liquidität (gilt nicht für täglichen Zahlungsverkehr, sondern nur für echte Anlagebeträge)
Deutsche Bank                                  individuellvereinzelt für institutionelle Großkunden mit besonders hohen Einlagen, individuelle Vereinbarung
Postbankindividuellvereinzelt für institutionelle Großkunden mit besonders hohen Einlagen, individuelle Vereinbarung
Hypovereinsbankindividuellvereinzelt für institutionelle Großkunden mit besonders hohen Einlagen, individuelle Vereinbarung
Quelle: eigene Recherche / Angaben ohne Gewähr / Stand: 14. Oktober 2019

Negativzinsen für Privatkunden bei Universalbanken (noch) tabu

Von einer pauschalen Bepreisung sehen die überregionalen Banken bislang ab. Die Deutsche Bank etwa plant keine flächendeckende Einführung von Strafzinsen. Allerdings: "Für institutionelle Kunden mit zusätzlichem Bedarf an Einlagenprodukten ist die Bank im engen Dialog, um passende Anlagealternativen oder Kompensationsmodelle zu vereinbaren", heißt es von Seiten der Deutschen Bank.

Ähnlich äußert sich die Commerzbank: "Einlagen sind für uns ein wichtiges und stabiles Refinanzierungsinstrument. Es ist aktuell nicht geplant, dass wir von unserer bisherigen Linie abweichen und die Einlagen unserer Millionen privaten Kunden mit einem sogenannten Negativzins belasten werden", so die Commerzbank. Bei großen Firmenkunden, Konzernen und institutionellen Anlegern werde bei hohen Einlagen eine individuelle Guthabengebühr für die überschüssige Liquidität vereinbart. Dies gelte allerdings nicht für den täglichen Zahlungsverkehr, sondern nur für echte Anlagebeträge.

Auch Postbank und Hypovereinsbank treffen individuelle Vereinbarungen mit institutionellen Großkunden, Privatkunden bleiben jedoch ebenfalls außen vor. Santander und Targobank verzichten gänzlich auf Negativzinsen im Einlagengeschäft und planen dies aktuell auch nicht – weder bei Firmen- noch bei Privatkunden.

Horst Biallo, Gründer und Chef von biallo.de, geht nicht davon aus, dass Banken und Sparkassen in großem Stil Privatkunden mit Minuszinsen belasten: "Das würde dem Image zu sehr schaden, weil man damit die Kunden verprellt." Der Experte rechnet stattdessen damit, dass die Geldhäuser weiter die Gebühren rund um das Girokonto erhöhen und sich der Trend aus dem ersten Halbjahr 2019 fortsetzt. "Nach unseren Untersuchungen hat bis heute fast jede dritte Bank die Preise in diesem Jahr erhöht", so Biallo.

Lesen Sie auch: 400 Banken haben die Preise für Girokonten erhöht

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Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
17,51
0,70%
2.
12,51
0,50%
3.
10,00
0,40%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 3 Monate

Gerichtsurteile zu Negativzinsen

Eine flächendeckende Einführung von Negativzinsen im Einlagengeschäft ist auch aus rechtlicher Sicht problematisch. Das Landgericht Tübingen hatte bereits im Januar 2018 entschieden, dass bei Altverträgen das Verwahrentgelt nicht nachträglich per Klausel im Preisaushang eingeführt werden darf, und damit einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die Volksbank Reutlingen teilweise stattgegeben (Az.: 4 O 187/17).

"Die Bank kann nicht einseitig mittels des Kleingedruckten aus einer Geldanlage einen kostenpflichtigen Verwahrungsvertrag machen", sagt Niels Nauhauser, Abteilungsleiter Altersvorsorge, Banken und Kredite bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Bei individuellen Vereinbarungen sei dies allerdings möglich.

In einem weiteren Fall, der ebenfalls vor dem Landgericht Tübingen verhandelt wurde, klagte die Verbraucherzentrale Sachsen ebenfalls gegen die Volksbank Reutlingen. Dabei ging es um Minuszinsen in Höhe von 0,5 Prozent auf Girokonten. Auch hier gab das Gericht im Mai 2018 den Verbraucherschützern Recht (Az.: 4 O 225/17): "Die Erhebung von Negativzinsen im Wege eines Preisaushangs bei Einlagen auf einem Girokonto, für welches Kontoführungsgebühren erhoben werden, führt zu einer unangemessenen Benachteiligung von Bankkunden." Im Vorfeld hatten sich beide Parteien bereits auf eine Unterlassungserklärung der Volksbank Reutlingen geeinigt.

So wehren Sie sich gegen Negativzinsen

  • Wenn Ihre Bank Negativzinsen einführt, sollten Sie sich nach einer günstigeren Alternative umsehen. Vergleichen Sie die Kontomodelle in Ihrer Region. Der Girokonto-Vergleich von biallo.de umfasst das Datenmaterial von gut 1.300 Banken und Sparkassen. Lesen Sie auch unsere bundesweite Studie zu Premiumkonten.

  • Negativzinsen auf Tagesgeld oder Festgeld sind längst keine Seltenheit mehr (siehe Tabelle). Am besten fahren Sie, wenn Sie ein, zwei oder drei Tagesgeldkonten aus unserem Vergleich eröffnen. Dadurch sparen Sie sich nicht nur die 0,4 Prozent Strafzinsen, sondern bekommen auch noch Guthabenzinsen.

  • Hier haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Sie wollen wirklich das beste Ergebnis für sich herausholen mit den höchsten Zinsen? Dann müssen Sie Ihr Geld auf verschiedene Anbieter aufteilen und die Tagesgeld-Neukunden-Offerten nutzen. Spitzenreiter im März ist die Advanzia Bank. Diese gewährt für die ersten vier Monate nach Kontoeröffnung anteilig 1,0 Prozent pro Jahr für Anlagebeträge von 5.000 bis 1.000.000 Euro. Danach werden immerhin noch 0,4 Prozent Zinsen bezahlt. Auch die Frankfurter Direktbank ING bietet ihren Tagesgeld-Neulingen anteilig 1,0 Prozent für vier Monate. Nach der Garantiezeit fällt der Zinssatz allerdings auf das Bestandskunden-Niveau von 0,01 Prozent pro Jahr.

  • Sie wollen sich nicht die Mühe machen, auf Neukunden-Offerten zu reagieren und danach wieder neue Banken zu suchen? Sind Sie an dauerhafteren Lösungen interessiert, auch wenn das etwas Rendite kostet? Dann können Sie auch alternativ kurze Laufzeiten beim Festgeld wählen. Wo es aktuell die höchsten Zinsen gibt, lesen Sie in unserem Ratgeber Festgeldzinsen.

Warum liegen die Zinsen unter null Prozent?

Strafzinsen, Minuszinsen, Negativzinsen. Vor wenigen Jahren hätte sich kaum ein Sparer vorstellen können, dass diese Wortschöpfungen einmal zum Alltagsvokabular gehören. Es war im Juni 2014, als die Europäische Zentralbank (EZB) die Parole ausgab und erstmals den Einlagenzins ins negative Terrain drehte, damals auf minus 0,10 Prozent. Seither müssen Banken auf Geld, das sie bei der EZB hinterlegen, Zinsen bezahlen. Im März 2016 senkte EZB-Chef Mario Draghi den Einlagenzins auf das historische Tief von minus 0,4 Prozent, auf dem er seither verharrt.

Das ursprüngliche Ziel der EZB war es, dass Banken ihre Einlagen nicht schlummern lassen, sondern als Kredite in den Markt pumpen. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Denn irgendwann muss die EZB den Geldhahn wieder zudrehen. Dadurch steigt auch das Zinsänderungsrisiko für die Banken, da sie langfristige Kredite zu niedrigen Zinsen vergeben haben, sich aber irgendwann wieder höher refinanzieren müssen.

Deshalb reichen Banken und Sparkassen die Negativzinsen, die sie jetzt der EZB bezahlen müssen, an Sparer weiter. Sie verlangen ein "Verwahrentgelt". Zuerst betraf dies Einlagen ab einer Höhe von 500.000 Euro. Den Anfang machte im November 2014 die Skatbank in Thüringen. 2016 folgten die Raiffeisenbank in Gmund und die Volksbank in Stendal, beide Geldhäuser schraubten den Schwellenwert, ab dem der negative Zins greift, auf 100.000 Euro herunter.

Zwei Arten von Zinsen

Finanzexperten unterscheiden zwischen Zinsen auf Geldkapital und Zinsen auf Sachkapital. Ein Zins für Sachkapital ist zum Beispiel der Mietzins. Die Miete ist das Entgelt, das Sie an den Eigentümer der Immobilie für die Überlassung der Wohnung bezahlen. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie sich einen Mietwagen oder ein Ruderboot für den Sonntagsausflug leihen.

Interessant für Anleger und Kreditnehmer sind die Zinsen, die man für angelegtes Geld bekommt bzw. für geliehenes Geld zahlen muss. Legen Sie Ihr Kapital als Tagesgeld, Festgeld bzw. auf einem Sparbuch an, erhalten Sie normalerweise Zinsen. Borgen Sie sich Geld bei der Bank, zahlen Sie Kreditzinsen. Zinsen erfüllen also verschiedene Zwecke: Sie sind Lohn für bereitgestelltes Geld oder Kosten für geliehenes Geld.

Warum kann die Bank Zinsen zahlen

Im Normalfall zahlen Banken für angelegtes Geld Zinsen. Wie geht das? Ganz einfach: Die Bank verleiht das angelegte Geld als Kredit weiter und kassiert dafür Zinsen. Kreditnehmer sind zum Beispiel Verbraucher, die Ratenkredite aufnehmen, oder Unternehmer, die einen Investitionskredit abschließen. Da der Kreditzins höher ist als der Anlagezins, kann die Bank einen Teil der vereinnahmten Zinsen als Sparzins an die Anleger auszahlen, den Rest behält sie als Lohn für die eigenen Mühen ein.

Wie entsteht der Zinseszinseffekt

Ist Ihr Geld längerfristig bei der Bank angelegt, verzinst sich nicht nur die Kapitaleinlage, sondern auch die Zinsen. Durch die Verzinsung der Zinsen entsteht der sogenannte Zinseszinseffekt, der das Ersparte immer schneller wachsen lässt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Bank signifikante Zinsen zahlt. Bei einer Verzinsung nahe null, tendiert auch der Zinseszinseffekt gegen null.

Für Sie als Sparer ist es von Vorteil, wenn die Zinsen so oft wie möglich ausgezahlt werden. Erhalten Sie monatlich oder quartalsweise Zinsen, verstärkt sich der Zinseszinseffekt. Welche Bank ausgeschüttete Zinsen wieder verzinst, erfahren Sie in diesem Artikel: Welche Bank legt den Ertrag wieder an?

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
 243,46
1,21%
2.
211,10
1,05%
3.
 160,64
0,80%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 2 Jahre
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Horst Biallo
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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Horst Biallo
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de