Mehr als 150 Banken und Sparkassen kassieren Negativzinsen

Strafzinsen auf Einlagen Mehr als 150 Banken und Sparkassen kassieren Negativzinsen

Update: 12.12.2019
Horst Biallo
von Horst Biallo Sebastian SchickKevin SchwarzingerMax GeißlerManfred FischerKerstin WeinzierlStefanie Engelmann
Update: 12.12.2019
Auf einen Blick
  • Immer mehr Banken und Sparkassen führen ein sogenanntes Verwahrentgelt für hohe Einlagen von Privatkunden ein. Mit der Comdirect folgt ab 1. Januar 2020 nun auch die erste große Direktbank.

  • Eine biallo.de-Untersuchung von gut 1.300 Banken und Sparkassen zeigt: Mehr als 150 Geldhäuser kassieren mittlerweile Negativzinsen, davon gut 60 Institute im Privatkundenbereich.

  • Beim Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 100.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Fünf Banken langen bei Privatkunden bereits ab dem ersten Euro zu.

  • Hier eine Auswahl an Top-Girokonten ohne Negativzinsen:
    ING ➔
    DKB ➔
    PSD Nürnberg ➔
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Am 12. September beschloss die Europäische Zentralbank (EZB) die Verschärfung des Einlagensatzes auf minus 0,5 Prozent. Das ist der Strafzins, zu dem Banken kurzfristig überschüssige Liquidität bei der EZB parken. Die neue Regelung trat am 18. September in Kraft. Allerdings räumt die EZB den Banken seit Ende Oktober gewisse Freibeträge ein – und zwar das Sechsfache der Mindestreserve.

Seither steigt die Zahl der Banken und Sparkassen, die Negativzinsen an Privat- und/oder Geschäftskunden weiterreichen, kontinuierlich an. Die Redaktion von biallo.de zählt bislang insgesamt 154 Banken und Sparkassen, die ein sogenanntes Verwahrentgelt kassieren. Davon langen 61 Geldhäuser auch bei Privatkunden zu. 

Lesen Sie auch: Wo gibt es noch ein kostenloses Girokonto?

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Erste große Direktbank führt Strafzinsen ein

Es war nur eine Frage der Zeit: Die erste große Direktbank macht jetzt Nägel mit Köpfen und führt Negativzinsen auf hohe Einlagen von Privatkunden ein. Es geht um die Comdirect mit Sitz in Quickborn. Entsprechende Schreiben hat die Commerzbank-Tochter bereits im November an sehr vermögende Privatkunden verschickt. Darin fordert die Online-Bank die betroffenen Kunden auf, eine Zusatzvereinbarung zu unterschreiben. Diese Vereinbarung ermöglicht es den Quickbornern, ab dem 1. Januar 2020 ein "Verwahrentgelt" in Höhe von 0,5 Prozent für Einlagen über 250.000 Euro zu erheben.

"Wir wollen ein Verwahrentgelt im breiten Privatkundengeschäft weiterhin vermeiden. Daher haben wir uns bewusst dafür entschieden, ein solches Entgelt nur individuell mit ausgewählten Bestandskunden zu vereinbaren", sagt Christiane Rehländer, Sprecherin der Comdirect gegenüber biallo.de. Bislang habe man mit weniger als 300 Kunden gesprochen, "die über Sichteinlagen in deutlich größerer Höhe als 250.000 Euro verfügen". Der Freibetrag gelte auch für Firmenkunden. "Die Bank ist im engen Austausch mit den betreffenden Kunden, um Alternativen auszuloten, wie man das Geld anderweitig besser anlegen kann", sagt Rehländer.

Auch Commerzbank und Deutsche Bank mit Negativzinsen

Mit der Maßnahme folgt die Comdirect dem Beispiel ihrer Mutter Commerzbank, die ebenfalls mit sehr vermögenden Privat- und Firmenkunden individuelle Vereinbarungen über die Einführung eines Verwahrentgelts trifft. Kleinsparer sind davon bislang nicht betroffen.

Auch die Deutsche Bank trifft derzeit mit sehr vermögenden Privatkunden individuelle Vereinbarungen. "Im breiten Kundengeschäft mit relativ gesehen geringeren Einlagen gibt die Deutsche Bank keine Kosten für Einlagen an die Kunden weiter", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bank gegenüber biallo.de. "Bei Kunden mit höherem Einlagevolumen, wie Konzernen, großen Firmenkunden und sehr vermögenden Privatkunden, ist die Bank im engen Dialog, um passende Anlagealternativen oder Kompensationsmodelle zu vereinbaren."

Die Frankfurter Sparkasse reicht den Einlagenzins der EZB in Höhe von minus 0,5 Prozent mittlerweile ebenfalls an sehr vermögende Privatkunden weiter. Dabei orientiert sich das Institut "an einer Größenordnung von etwa 500.000 Euro Vermögen", die als Freibetrag eingeräumt werden.

"Wir stehen nach wie vor zu unserer Aussage, dass wir die Einführung von Verwahrentgelten auf breiterer Basis so lange vermeiden wollen, wie es geht. Doch zuletzt transferierten immer mehr Kunden anderer Kreditinstitute, bei denen bereits Verwahrentgelte eingeführt wurden, hohe Einlagen zu uns", sagt Julia Droege-Knaup, Pressesprecherin der Frankfurter Sparkasse. "Weder ist die Sparkasse eine Insel der Glückseligen, noch kann es Aufgabe der Kreditinstitute sein, auf unbestimmte Dauer ihre Kunden vor den Auswirkungen der Niedrigzinsphase abzuschirmen."

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Weitere Banken haben Strafzinsen angekündigt

Die DAB BNP Paribas, eine Bank für unabhängige Finanzdienstleister, geht einen besonderen Weg: Sie macht den Strafzins von der sogenannten Einlagenquote abhängig. Dabei wird der Euro-Geldbestand eines Kunden in Relation zu seinem Gesamtvermögen gesetzt. Zum Gesamtvermögen zählen alle Kontensalden (Einlagen auf Tagesgeld-, Festgeld und Verrechnungskonten, aber nicht auf Währungskonten) sowie der Depotwert.

Verglichen wird quartalsweise: Macht der durchschnittliche Kontensaldo pro Quartal nicht mehr als 15 Prozent des Gesamtvermögens im selben Zeitraum aus, fallen keine Strafzinsen an. Für Einlagen, die die Quote übersteigen, zwackt das Geldhaus anteilig 0,5 Prozent pro Jahr ab – so viel wie die Europäische Zentralbank (EZB) von Geldhäusern verlangt, die überschüssiges Kapital bei ihr parken.

Auch Privatkunden betroffen

Die Regelung gilt für alle Kundengruppen – auch für Privatkunden, die über einen Finanzdienstleister ein Konto bei der DAB BNP Paribas abgeschlossen haben. Kunden der Consorsbank – der zweiten deutschen Marke der französischen Großbank BNP Paribas – sind von den Strafzinsen nicht betroffen.

In einem Schreiben, das vor kurzem an DAB-Kunden verschickt wurde, machte die Bank eine Beispielrechnung auf: Wer ein Gesamtvermögen von 10.000 Euro hat, zahlt bis zu einem durchschnittlichen Saldo in Höhe von insgesamt 1.500 Euro auf allen Konten kein Verwahrentgelt. Liegt dieser Saldo bei 2.000 Euro werden 500 Euro davon mit minus 0,5 Prozent pro Jahr – sprich 2,50 Euro pro Jahr – verzinst.

Zum ersten Mal zu spüren bekommen Kunden die neue Regelung am Ende des ersten Quartals 2020. Die Bank geht davon aus, dass es nur wenige Anleger sein werden, denen ein Verwahrentgelt abgezogen wird. "Über alle Kunden gesehen, liegt die Cash-Quote deutlich unter 15 Prozent", sagt Unternehmenssprecher Jürgen Eikenbusch. Ein Großteil der Vermögensverwalter – diese sind bereits über die Regelung informiert worden – habe "das Thema sehr ruhig aufgenommen".

Wie andere Banken auch, begründet die DAB BNP Paribas die Einführung der Strafzinsen vor allem mit dem Zinskurs der EZB: Seit der EZB-Entscheidung im September habe sich die Situation weiter verschlechtert. Da man zudem keine Girokonten oder sonstige eigene Produkte anbiete, könne man "das stetig sinkende Zinsergebnis nicht durch anderes Geschäft kompensieren".

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Negativzinsen als Abschreckung

Die Stadtsparkasse München sorgte vor kurzem ebenfalls für Furore: Sie lässt Kunden, die ein Giro- oder Tagesgeldkonto eröffnen, eine Regelung unterschreiben, die es ihr erlaubt, bei Bedarf Negativzinsen zu erheben – und zwar für Einlagen ab 100.000 Euro pro Person – auch dann, wenn der Betrag gestückelt und auf mehrere Konten verteilt wird. Für Ehepaare gilt ein Freibetrag von 200.000 Euro.

Doch wie wahrscheinlich ist es, dass die Sparkasse von der Regelung Gebrauch macht? "Wir sehen zwei Szenarien, die die Einführung von Negativzinsen auslösen können", sagt Sebastian Sippel, Pressesprecher der Stadtsparkasse München. Nummer eins: "Wenn die EZB den Einlagenzins weiter senkt." Nummer zwei: "Wenn Wettbewerber Negativzinsen einführen und in der Folge mehr Sparer bei uns Geld parken wollen." Negativzinsen sollen in diesem Fall abschrecken. Die Regelung müssen nur Neukunden unterschreiben. Wer bereits ein Konto hat, ist nicht betroffen, betont Sippel.

Negativzinsen bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken

Aufruf in eigener Sache

Haben Sie auch Post von Ihrer Hausbank erhalten, dass Sie bald Strafzinsen zahlen müssen? Dann schreiben Sie uns unter [email protected]biallo.de. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Negativzinsen bei überregionalen Banken

GeldinstitutNegativzins / Verwahrentgelt p. a.Freibetrag / Kontoart
Comdirect-0,50 %nach individueller Vereinbarung für sehr vermögende Kunden, Freibetrag 250.000 Euro
Commerzbankindividuell individuelle Vereinbarung für sehr vermögende Privatkunden und große Firmenkunden, Konzerne sowie institutionellen Kunden mit hohen Einlagen (gilt nicht für täglichen Zahlungsverkehr, sondern nur für echte Anlagebeträge)
DAB BNP Paribas-0,50 %für Einlagen auf Tagesgeld, Festgeld und Verrechnungskonto (ab 01/2020), Freibetrag wird individuell berechnet (Euro-Geldbestand/Gesamtvermögen darf max. 15 Prozent betragen)
Donner und Reuschel-0,50 %für Einlagen auf Euro-Zahlungsverkehrskonten (ab 02/2020), Freibetrag 500.000 Euro
Deutsche Bank

individuell individuelle Vereinbarung für sehr vermögende Privatkunden und institutionelle Großkunden mit besonders hohen Einlagen
Ethikbank-0,40 %
individuelle Vereinbarung für hohe Einlagen auf dem Girokonto
GLS Bank

-0,40 %ab einer Million Euro auf allen Sichteinlagen
Fidor Bank-0,40 %

ab 100.000 Euro für Firmenkunden
Flatex Bank
-0,50 %für Guthaben auf dem Verrechnungskonto
Hypovereinsbankindividuellvereinzelt für institutionelle Großkunden mit besonders hohen Einlagen, individuelle Vereinbarung
Oldenburgische Landesbank-0,40 %ab 500.000 Euro auf Girokonto und ab 100.000 Euro auf Festgeld und Tagesgeld für Privat- und Geschäftskunden.

Postbankindividuellvereinzelt für institutionelle Großkunden mit besonders hohen Einlagen, individuelle Vereinbarung
Sparda-Bank Berlin
-0,40 %ab 100.000 Euro auf dem privaten Tagesgeldkonto, individuelle Vereinbarung für Firmenkunden
V-Bank München
-0,50 %für Einlagen ab 500.000 Euro
Quelle: eigene Recherche / Angaben ohne Gewähr / Stand: 20. November 2019

Gerichtsurteile zu Negativzinsen

Eine flächendeckende Einführung von Negativzinsen im Einlagengeschäft ist auch aus rechtlicher Sicht problematisch. Das Landgericht Tübingen hatte bereits im Januar 2018 entschieden, dass bei Altverträgen das Verwahrentgelt nicht nachträglich per Klausel im Preisaushang eingeführt werden darf, und damit einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die Volksbank Reutlingen teilweise stattgegeben (Az.: 4 O 187/17). 

"Die Bank kann nicht einseitig mittels des Kleingedruckten aus einer Geldanlage einen kostenpflichtigen Verwahrungsvertrag machen", sagt Niels Nauhauser, Abteilungsleiter Altersvorsorge, Banken und Kredite bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Bei individuellen Vereinbarungen sei dies allerdings möglich.

In einem weiteren Fall, der ebenfalls vor dem Landgericht Tübingen verhandelt wurde, klagte die Verbraucherzentrale Sachsen gegen die Volksbank Reutlingen. Dabei ging es um Minuszinsen in Höhe von 0,5 Prozent auf Girokonten. Auch hier gab das Gericht im Mai 2018 den Verbraucherschützern Recht (Az.: 4 O 225/17): "Die Erhebung von Negativzinsen im Wege eines Preisaushangs bei Einlagen auf einem Girokonto, für welches Kontoführungsgebühren erhoben werden, führt zu einer unangemessenen Benachteiligung von Bankkunden." Im Vorfeld hatten sich beide Parteien bereits auf eine Unterlassungserklärung der Volksbank Reutlingen geeinigt.

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So wehren Sie sich gegen Negativzinsen

  • Wenn Ihre Bank Negativzinsen einführt, sollten Sie sich nach einer günstigeren Alternative umsehen. Vergleichen Sie die Kontomodelle in Ihrer Region. Der Girokonto-Vergleich von biallo.de umfasst das Datenmaterial von gut 1.300 Banken und Sparkassen. Lesen Sie auch unsere bundesweite Studie zu Premiumkonten.

  • Negativzinsen auf Tagesgeld oder Festgeld sind längst keine Seltenheit mehr (siehe Tabelle). Am besten fahren Sie, wenn Sie ein, zwei oder drei Tagesgeldkonten aus unserem Vergleich eröffnen. Dadurch sparen Sie sich nicht nur die 0,4 Prozent Strafzinsen, sondern bekommen auch noch Guthabenzinsen.

  • Hier haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Sie wollen wirklich das beste Ergebnis für sich herausholen mit den höchsten Zinsen? Dann müssen Sie Ihr Geld auf verschiedene Anbieter aufteilen und die Tagesgeld-Neukunden-Offerten nutzen.

  • Sie wollen sich nicht die Mühe machen, auf Neukunden-Offerten zu reagieren und danach wieder neue Banken zu suchen? Sind Sie an dauerhafteren Lösungen interessiert, auch wenn das etwas Rendite kostet? Dann können Sie auch alternativ kurze Laufzeiten beim Festgeld wählen. Wo es aktuell die höchsten Zinsen gibt, lesen Sie in unserem Ratgeber Festgeldzinsen.

Warum liegen die Zinsen unter null Prozent?

Strafzinsen, Minuszinsen, Negativzinsen. Vor wenigen Jahren hätte sich kaum ein Sparer vorstellen können, dass diese Wortschöpfungen einmal zum Alltagsvokabular gehören. Es war im Juni 2014, als die Europäische Zentralbank (EZB) die Parole ausgab und erstmals den Einlagenzins ins negative Terrain drehte, damals auf minus 0,10 Prozent. Seither müssen Banken auf Geld, das sie bei der EZB hinterlegen, Zinsen bezahlen. Im März 2016 senkte EZB-Chef Mario Draghi den Einlagenzins auf minus 0,4 Prozent, im September 2019 schließlich auf minus 0,5 Prozent.

Das ursprüngliche Ziel der EZB war es, dass Banken ihre Einlagen nicht schlummern lassen, sondern als Kredite in den Markt pumpen. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Denn irgendwann muss die EZB den Geldhahn wieder zudrehen. Dadurch steigt auch das Zinsänderungsrisiko für die Banken, da sie langfristige Kredite zu niedrigen Zinsen vergeben haben, sich aber irgendwann wieder höher refinanzieren müssen.

Deshalb reichen Banken und Sparkassen die Negativzinsen, die sie jetzt der EZB bezahlen müssen, an Sparer weiter. Sie verlangen ein "Verwahrentgelt". Zuerst betraf dies Einlagen ab einer Höhe von 500.000 Euro. Den Anfang machte im November 2014 die Skatbank in Thüringen. 2016 folgten die Raiffeisenbank in Gmund und die Volksbank in Stendal, beide Geldhäuser schraubten den Schwellenwert, ab dem der negative Zins greift, auf 100.000 Euro herunter.

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Zwei Arten von Zinsen

Finanzexperten unterscheiden zwischen Zinsen auf Geldkapital und Zinsen auf Sachkapital. Ein Zins für Sachkapital ist zum Beispiel der Mietzins. Die Miete ist das Entgelt, das Sie an den Eigentümer der Immobilie für die Überlassung der Wohnung bezahlen. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie sich einen Mietwagen oder ein Ruderboot für den Sonntagsausflug leihen.

Interessant für Anleger und Kreditnehmer sind die Zinsen, die man für angelegtes Geld bekommt bzw. für geliehenes Geld zahlen muss. Legen Sie Ihr Kapital als Tagesgeld, Festgeld bzw. auf einem Sparbuch an, erhalten Sie normalerweise Zinsen. Borgen Sie sich Geld bei der Bank, zahlen Sie Kreditzinsen. Zinsen erfüllen also verschiedene Zwecke: Sie sind Lohn für bereitgestelltes Geld oder Kosten für geliehenes Geld.

Warum kann die Bank Zinsen zahlen

Im Normalfall zahlen Banken für angelegtes Geld Zinsen. Wie geht das? Ganz einfach: Die Bank verleiht das angelegte Geld als Kredit weiter und kassiert dafür Zinsen. Kreditnehmer sind zum Beispiel Verbraucher, die Ratenkredite aufnehmen, oder Unternehmer, die einen Investitionskredit abschließen. Da der Kreditzins höher ist als der Anlagezins, kann die Bank einen Teil der vereinnahmten Zinsen als Sparzins an die Anleger auszahlen, den Rest behält sie als Lohn für die eigenen Mühen ein.

Wie entsteht der Zinseszinseffekt

Ist Ihr Geld längerfristig bei der Bank angelegt, verzinst sich nicht nur die Kapitaleinlage, sondern auch die Zinsen. Durch die Verzinsung der Zinsen entsteht der sogenannte Zinseszinseffekt, der das Ersparte immer schneller wachsen lässt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Bank signifikante Zinsen zahlt. Bei einer Verzinsung nahe null, tendiert auch der Zinseszinseffekt gegen null.

Für Sie als Sparer ist es von Vorteil, wenn die Zinsen so oft wie möglich ausgezahlt werden. Erhalten Sie monatlich oder quartalsweise Zinsen, verstärkt sich der Zinseszinseffekt. Welche Bank ausgeschüttete Zinsen wieder verzinst, erfahren Sie in diesem Artikel: Welche Bank legt den Ertrag wieder an?

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Horst Biallo
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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Horst Biallo
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de