Auf einen Blick

  • Eine biallo.de-Untersuchung von knapp 1.300 Banken und Sparkassen zeigt: Rund 260 Institute kassieren mittlerweile Negativzinsen im Privatkundenbereich, bei Firmenkunden sind es gut 330 Geldhäuser (kostenloser PDF-Download s. u.).

  • Allein in diesem Jahr haben rund 200 Banken und Sparkassen Negativzinsen für Privatkunden eingeführt. Seit Mitte 2019 hat sich die Zahl fast verneunfacht.

  • Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Elf Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu.

  • Die Bank mit dem offziell höchsten Strafzins kommt aus dem Saarland: Die Bank 1 Saar erhebt ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,75 Prozent pro Jahr, für Neukunden bereits ab einem Freibetrag von 10.000 Euro.

Enteignung der Sparer: Negativzinsen sorgen dafür, dass viel Geld auf Giro- und Tagesgeldkonten verbrennt.
Mikael Damkier / Shutterstock.com

Nun also doch: Die Commerzbank-Tochter Comdirect hat den Freibetrag für das sogenannte Verwahrentgelt in Höhe von 0,50 Prozent gesenkt – und zwar von 250.000 auf 100.000 Euro. Der niedrigere Freibetrag gilt für ab 14. Dezember 2020 eröffnete Tagesgeld- und Girokonten. Für bestehende Konten (seit 17. Januar 2020) greift der geringere Freibetrag erst zum 14. Februar 2021.

Dabei ist zu beachten, dass die Comdirect den Freibetrag nicht pro Konto, sondern pro Kundenverbindung gewährt. Das heißt, alle unter einer Kundennummer registrierten Konten – auch Verrechnungskonto und Wertpapierkreditkonto – werden zusammengerechnet und die Guthaben dürfen insgesamt nicht mehr als 100.000 Euro betragen. Andernfalls werden für den übersteigenden Betrag jährlich 0,50 Prozent Strafzinsen fällig. Dazu führt die Comdirect fürs Tagesgeld ein Kontoführungsentgelt in Höhe von 1,90 Euro pro Monat ein. Die Gebühr entfällt jedoch, wenn neben dem Tagesgeldkonto noch ein Girokonto oder Depot bei der Direktbank besteht.

Negativzinsen bei Direktbanken

Die Maßnahme der Comdirect kommt wenig überraschend, schließlich haben die Platzhirsche ING (seit 4. November) und DKB (seit 3. Dezember) kürzlich auch ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,50 Prozent eingeführt und den Freibetrag auf 100.000 Euro festgesetzt. Allerdings sind dort im Gegensatz zur Comdirect nur neue Tagesgeld- und Girokonten betroffen und die jeweiligen Freibeträge gelten pro Konto. "Natürlich beobachten wir den Markt kontinuierlich und schauen, wie wir darauf reagieren", sagte Comdirect-Sprecher Philipp Tonn noch vor einem Monat gegenüber biallo.de. Offenbar war der Handlungsdruck der vergangenen Wochen zu groß.

Auch die 1822direkt hat im Neukundengeschäft seit Mai 2020 ein Verwahrentgelt ab einem Einlagenvolumen von 100.000 Euro eingeführt, während die Mutter Frankfurter Sparkasse einen Freibetrag von 500.000 Euro gewährt. "Durch Einlagen entstehen uns Kosten, die wir zum großen Teil selbst tragen. Bei größeren Einlagevolumen werden diese – auch im Hinblick auf den Wettbewerb – verursachergerecht weitergeben", sagt Konzernsprecherin Julia Droege-Knaup.

Die Deutsche-Bank-Tochter Norisbank zieht die Grenze ebenfalls bei 100.000 Euro. Die Consorsbank hält sich mit Strafzinsen für Privatkunden (noch) zurück: "Derzeit gibt es keine Überlegungen, für Neu- oder Bestandskunden Strafzinsen einzuführen", sagt Pressesprecher Axel Hartmann gegenüber biallo.de, auch wenn die Schwester DAB BNP Paribas bereits seit Jahresanfang Negativzinsen kassiert. 

Neue Regionalbanken mit Negativzinsen

Auch große Regionalbanken haben zuletzt Negativzinsen für Privatkunden eingeführt. Die Hamburger Volksbank etwa berechnet laut Preis- und Leistungsverzeichnis einen Strafzins in Höhe von 0,40 Prozent für Guthaben auf dem privaten Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonto (sogenanntes Kündigungsgeld) – und zwar für ab 1. April eröffnete Konten sowie bestehende Konten mit separater Vereinbarung. Der Freibetrag wird jeweils individuell vereinbart. 

Die Sparda-Bank Hamburg verschickt im Moment Kundenschreiben, in denen sie die Einführung eines Verwahrentgelts in Höhe von 0,50 Prozent ankündigt und ihre Kunden auffordert, eine individuelle Vereinbarung zu unterschreiben. Bei neuen Konten greift der Strafzins ab 1. November 2020. Der Freibetrag auf dem Giro- und Tagesgeldkonto beläuft sich auf 50.000 Euro.

Die Kreissparkasse Köln berechnet für Neukunden einen Negativzins von 0,50 Prozent für Guthaben ab 100.000 Euro auf dem Giro- und Tagesgeldkonto. Bestandskunden werden ab 1. Januar 2021 zur Kasse gebeten, allerdings mit einem deutlich höheren Freibetrag von 250.000 Euro.

Mit von der Partie ist unseren Recherchen zufolge nun offiziell auch die Sparda-Bank München, die einen Freibetrag von 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto gewährt. Der Strafzins in Höhe von 0,50 Prozent betrifft sowohl neue Konten (ab 1. Mai 2020) als auch bestehende Konten mit separater Vereinbarung.

Aufruf in eigener Sache

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Die Bank mit dem höchsten Negativzins

Die jüngsten Beispiele zeigen: Strafzinsen für Guthaben auf dem Girokonto und Tagesgeld sind längst keine Seltenheit mehr – im Gegenteil: Allein in diesem Jahr haben fast 200 Banken und Sparkassen Negativzinsen für Privatkunden eingeführt. Darunter vor allem kleine Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die zum Teil nur noch Freibeträge von 10.000 Euro oder weniger auf dem Girokonto gewähren. Beträge darüber hinaus werden meist mit einem Strafzins in Höhe von minus 0,50 Prozent belangt – eine Folge des negativen EZB-Einlagensatzes, den die Geldhäuser zahlen müssen, wenn sie kurzfristig Liquidität bei der Europäischen Zentralbank parken. 

Manche Banken gehen sogar einen Schritt weiter und setzen das Verwahrentgelt höher als die EZB an. Die Bank 1 Saar ist bundesweit die erste Bank, die offiziell einen Strafzins von 0,75 Prozent berechnet – und zwar ab jeweils 10.000 Euro auf dem privaten Tagesgeld- und Girokonto (außer "Junge-Leute-Konto"), wenn die Konten ab dem 27. März 2020 eröffnet wurden. Für zuvor bestandene Konten beträgt der Strafzins 0,50 Prozent bei einem Freibetrag von 250.000 Euro je Konto. 

Die Bank 1 Saar ist ein Paradebeispiel dafür, dass die Freibeträge, die von den Strafzinsen ausgenommen sind, tendenziell sinken. Nachdem etwa die Deutsche Bank bereits im Mai die Schwelle auf 100.000 Euro gesenkt hat und seither bei der konzerneigenen Postbank Privatkunden ebenfalls zur Kasse gebeten werden, gewährt auch die Commerzbank seit 1. Oktober für Neukunden nur noch einen Freibetrag von 100.000 Euro. Zuvor lag die Grenze für nach dem 1. Juli eröffnete Konten bei 250.000 Euro.

Mehr als 330 Banken und Sparkassen kassieren Negativzinsen

Mittlerweile berechnen 332 Geldhäuser (Tabellen und kostenloser PDF-Download s. u.) einem Teil ihrer Kunden Strafzinsen, 257 Institute langen auch im Privatkundenbereich zu. Das ist das Ergebnis unserer aktuellen Untersuchung von knapp 1.300 Banken und Sparkassen. Zum Vergleich: Bei unserer ersten großen Umfrage im Auftrag der "Süddeutschen Zeitung" Ende Juli 2019 waren es lediglich 30 Geldhäuser, die hohe Einlagen auf privaten Giro- und Tagesgeldkonten mit Negativzinsen bestraften. Damit hat sich die Zahl in nicht mal anderthalb Jahren fast verneunfacht.

Banken und Sparkassen vermeiden meist die Begriffe "Negativzins" oder "Strafzins", sie sprechen lieber vom sogenannten Verwahrentgelt. Bei bestehenden Verträgen kann dieses Verwahrentgelt eigentlich nur nach Zustimmung durch den Kunden eingeführt werden. Dass die Regelung allerdings Makulatur ist, zeigt das Beispiel der Sparkasse Freising: Das Geldhaus drohte einem langjährigen Kunden zum Jahresanfang mit dem Rauswurf, weil er sich weigerte, eine entsprechende Vereinbarung über die Einführung von Negativzinsen zu unterschreiben. Der Kunde zog schließlich selbst die Konsequenz und wechselte die Bank. 

Zuletzt berichtete das Hamburger Abendblatt von einem ähnlichen Fall, als die Sparda-Bank Hamburg einem treuen Kunden und langjährigem Mitglied die Konten kündigte, weil er der Aufforderung der Bank nicht nachkam, sein Geld abzuziehen oder anders anzulegen.

Lesen Sie auch: Wo gibt es noch ein kostenloses Girokonto?

Biallo-Tipp: Bis zu zehn Prozent Dividende

Eine sichere und interessante Alternative sind Genossenschaftsanteile von Genossenschaftsbanken  Diese bieten Jahr für Jahr attraktive Dividenden, besonders die Genossenschaftsanteile der Volksbanken werfen hohe Renditen ab.

Was sind Negativzinsen?

Der 30. Oktober 2014 markiert eine Zeitenwende für hiesige Sparer. Es war nämlich der Tag, an dem die Deutsche Skatbank verkündete, Negativzinsen für Sparer einzuführen – wenn auch nur für besonders wohlhabende Kunden. Der Grund: die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. 

Damals betrat das Geldhaus Neuland. Doch mittlerweile ist das "Verwahrentgelt" en vogue. Negativzinsen sind das Gegenstück zu den regulären Zinsen, die Kunden auf ihr Erspartes bekommen. Beim Negativzins verliert nämlich der Sparer über einen bestimmten Zeitraum einen gewissen Prozentsatz seines Geldes, der dann der kontoführenden Bank gutgeschrieben wird.

Dennoch: Gut jeder Zweite (53 Prozent) weiß überhaupt nicht, ob seine Bank Negativzinsen erhebt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der spanischen Openbank unter gut 2.000 Bundesbürgern ab 18 Jahren. Lediglich knapp jeder Vierte (23 Prozent) ist sich sicher, dass seine Bank keine Negativzinsen verlangt. Jeder Zehnte kann mit dem Begriff nichts anfangen.

Warum erheben Banken Negativzinsen?

Strafzinsen, Minuszinsen, Negativzinsen oder einfach nur "Verwahrentgelt". Vor wenigen Jahren hätte sich kaum ein Sparer vorstellen können, dass diese Wortschöpfungen einmal zum Alltagsvokabular gehören. Es war im Juni 2014, als die Europäische Zentralbank (EZB) die Parole ausgab und erstmals den Einlagenzins in negatives Terrain drehte, damals auf minus 0,10 Prozent. Seither müssen Banken auf Geld, das sie kurzfristig bei der EZB hinterlegen, Strafzinsen bezahlen. 

Im März 2016 senkte die EZB den Einlagenzins auf minus 0,40 Prozent ab, im September 2019 schließlich auf minus 0,50 Prozent. Eine weitere Absenkung auf minus 0,60 Prozent in den nächsten Monaten scheint nicht ausgeschlossen.

Das ursprüngliche Ziel der EZB war es, dass Banken ihre Einlagen nicht schlummern lassen, sondern als Kredite in den Markt pumpen sollen. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Denn irgendwann muss die EZB den Geldhahn wieder zudrehen – spätestens dann, wenn die Inflation deutlich anzieht. 

Das Zinsänderungsrisiko für die Banken ist nicht von der Hand zu weisen, da sie langfristige Kredite zu niedrigen Zinsen vergeben haben, sich aber irgendwann wieder höher refinanzieren müssen. Deshalb reichen Banken und Sparkassen die Negativzinsen, die sie der EZB bezahlen müssen, an Sparer weiter. Sie verlangen ein "Verwahrentgelt".

Negativzinsen als neue Einnahmequelle?

Allerdings wurde den Banken seit Ende Oktober 2019 ein Freibetrag in Höhe des Sechsfachen der gesetzlichen Mindestreserve eingeräumt. Diese Mindestreserve beläuft sich auf ein Prozent der Kundeneinlagen, zu denen die täglich verfügbaren Einlagen zählen wie etwa das Tagesgeld, aber auch Festzinseinlagen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren.

Kritische Experten monieren, dass die Geldhäuser durch die umfangreichen Freibeträge, die die EZB ihnen einräumt, mittlerweile mit den Negativzinsen sogar ein Geschäft machen. "Wenn selbst nur den wohlhabenden Kunden ein Negativzins auferlegt wird, so kann das in der Summe mehr Negativzinsertrag ergeben, als die Bank selbst gegenüber der EZB entrichten muss", zitiert das Hamburger Abendblatt Rechtsanwalt Claus Steiner, der selbst einmal Bankenvorstand war.

Der Experte stellt eine Beispielrechnung auf: Eine Bank XY verwahrt Kundeneinlagen in Höhe von zehn Milliarden Euro. Davon lagern zehn Prozent – also ein Milliarde Euro – bei der EZB. Der Strafzins von 0,5 Prozent wird aber nur auf 400 Millionen Euro berechnet, denn die restlichen 600 Millionen Euro – eben das Sechsfache der gesetzlichen Mindestreserve – sind von den Negativzinsen ausgenommen.

„Die Bank muss also nur zwei Millionen Euro Negativzinsen an die EZB zahlen“, sagt Steiner gegenüber dem Hamburger Abendblatt. „Rechnet man nun das auf die gesamten Kundeneinlagen von zehn Milliarden Euro um, ergibt sich für die Bank ein Aufwand von lediglich 0,02 Prozent, also von 20 Euro pro 100.000 Euro Kundeneinlage.“ Das sei im Hinblick auf das Kreditgeschäft eine zu vernachlässigende Größe. Denn schließlich erziele die Bank mit den restlichen neun Milliarden Euro, die sie als Kredite weiterreiche, einen dreistelligen Millionenbetrag an Zinserträgen.

Negativzinsen bei Krediten finden Verbraucher dagegen nur im Ausnahmefall. Mit Förderkrediten der KfW-Bank können Häuslebauer aber unterm Strich eine Baufinanzierung mit Negativzinsen abschließen. Unter bestimmten Voraussetzungen zahlen sie weniger Geld zurück, als sie zunächst als Kredit aufgenommen haben.

Negativzinsen als Abschreckung

Die Stadtsparkasse München sorgte im September 2019 für Furore: Sie lässt seither Kunden, die ein Giro- oder Tagesgeldkonto eröffnen, eine Regelung unterschreiben, die es ihr erlaubt, bei Bedarf Negativzinsen zu erheben – und zwar für Einlagen ab 100.000 Euro pro Person – auch dann, wenn der Betrag gestückelt und auf mehrere Konten verteilt wird. Für Ehepaare gilt ein Freibetrag von 200.000 Euro.

Doch wie wahrscheinlich ist es, dass die Sparkasse von der Regelung Gebrauch macht? "Wir sehen zwei Szenarien, die die Einführung von Negativzinsen auslösen können", sagt Sebastian Sippel, Pressesprecher der Stadtsparkasse München. Nummer eins: "Wenn die EZB den Einlagenzins weiter senkt." Nummer zwei: "Wenn Wettbewerber Negativzinsen einführen und in der Folge mehr Sparer bei uns Geld parken wollen." Negativzinsen sollen in diesem Fall abschrecken. Die Regelung müssen nur Neukunden unterschreiben. Wer bereits ein Konto hat, ist nicht betroffen, betont Sippel.

So werden Negativzinsen berechnet

Je nach Anlagebetrag können beträchtliche Summen an Negativzinsen zusammenkommen. Wenn Sie wissen wollen, was auf Sie zukommt, können Sie diese so berechnen: Vom vorhandenen Kapital ziehen Sie den Freibetrag der Bank ab, für den Sie keine Strafzinsen zahlen müssen. Den Restbetrag multiplizieren Sie mit dem Prozentsatz, der Ihnen in Rechnung gestellt wird, also beispielsweise 0,5. Das Ergebnis wiederum teilen Sie durch 100 und erhalten den Betrag, den Sie pro Jahr zahlen müssten. 

Wenn Sie den Jahresbetrag durch 365 teilen, erhalten Sie die Summe, die für jeden Tag berechnet wird. Haben Sie eine dreimonatliche Abrechnung auf Ihrem Girokonto, auf dem sich das Geld befindet, müssen Sie den Tagesbetrag mit der Anzahl der Tage, also rund 90, multiplizieren.

Das Ganze in Zahlen. Ein Kunde der Sparkasse Bielefeld hat 75.000 Euro auf dem Girokonto. Und damit es rechnerisch nicht zu kompliziert wird: Dieser Kontostand ist im ganzen Quartal gleich hoch. Er zahlt ab 25.000 Euro einen Strafzins in Höhe von 0,50 Prozent. Die Rechnung lautet nun: 50.000 Euro mal 0,5, geteilt durch 100 geteilt durch 365 mal 90 macht: 62,50 Euro. Da es auf einem Girokonto und sicher auch auf einem Tagesgeldkonto Bewegungen gibt, berechnet die Banken den Strafzins taggenau und addiert ihn am Ende der Abrechnungsperiode.

Welche Arten von Negativzinsen gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Negativzinsen: den negativen Real- und Nominalzins. Die sogenannten Realzinsen sind die Differenz zwischen Nominalzins und der Inflation. Liegt die Teuerungsrate also höher als der Marktzins, spricht man von einem negativen Realzins. In diesem Fall zerrt die Inaltionsrate am Ersparten und Anleger machen unter dem Strich einen Verlust.

Beim negativen Nominalzins liegt der angebotene Zinssatz selbst bei weniger als null Prozent und damit unabhängig von der Inflation im negativen Bereich. Bei einer Inflationsrate von beispielsweise 1,5 Prozent und einem nominalen Negativzins von minus 0,5 Prozent läge die Realverzinsung demzufolge bei minus 2,0 Prozent pro Jahr.

Negativzins wird oft versteckt

Auffällig ist, dass viele Banken und Sparkassen das Verwahrentgelt beim Girokonto nicht in der sogenannten Entgeltinformation gemäß Zahlungskontengesetz (ZKG) ausweisen. Die Verbraucherzentrale sieht die Institute in der Pflicht. Die Geldhäuser wiederum verweisen auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin): "Ein Verwahrentgelt ist nicht Bestandteil des Bafin-Musters für die Entgeltinformation", heißt es etwa vom Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Und auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) konstatiert: "Welche Preise in die Entgeltinformation aufzunehmen sind, ist nach europäischen Vorgaben streng reglementiert."

Wie ein Bafin-Sprecher gegenüber biallo.de erklärte, sind nach dem Zahlungskontengesetz "nur die Entgelte für die repräsentativsten mit einem Zahlungskonto verbundenen Dienste aufzuführen". Eine Liste dieser Dienste und die entsprechenden Rechtsgrundlagen sind auf der Homepage der Bafin veröffentlicht. Das Verwahrentgelt zählt demnach nicht dazu, wobei die Frage bleibt, warum die Verwahrung von Einlagen kein maßgeblicher Zahlungskontendienst ist.

Immerhin: "Gemäß Artikel 3 Absatz 6 der Zahlungskontenrichtlinie ist eine Überprüfung und gegebenenfalls Aktualisierung dieser Liste der repräsentativsten mit einem Zahlungskonto verbundenen Dienste alle vier Jahre vorgesehen", heißt es von der Bafin.

Geldwerte Tipps: So vermeiden Sie Negativzinsen und kassieren selbst

  • Wenn Ihre Bank oder Sparkasse Sie mit Negativzinsen ärgern will, müssen Sie nicht unbedingt das Konto wechseln, obwohl dies heute ganz einfach ist. Die neue Bank ist verpflichtet, den Wechsel praktisch für Sie durchzuführen. Dabei können Sie sogar viel Geld sparen, denn es gibt immer noch knapp 40 kostenlose Girokonten. Wenn Sie aber dorthin 100.000 Euro oder mehr überweisen wollen, verlangen Direktbanken wie ING auch schon Negativzinsen. In dem Fall wäre es besser, nur ein oder zwei weitere Girokonten zu eröffnen und das Geld geschickt aufzuteilen. Konten von anderen Filialbanken in Ihrer Nähe zeigt Ihnen unser Girokonto-Vergleich.

  • Nachteil der Girokonten: Es gibt keine Zinsen. Warum legen Sie einen Teil des Geldes nicht in Festgeld oder Tagesgeld an? Da erhalten Sie zum Beispiel bei der Renault Bank direkt oder der Bank of Scotland aktuell 0,50 Prozent aufs Tagesgeldkonto. Beide Geldhäuser bieten eine sehr hohe Sicherheit. Beachten Sie aber die Grenze von 100.000 Euro. Noch mehr Zinsen gibt es beim Festgeld. Bei der Grenke Bank mit deutscher Einlagensicherung erhalten Sie 0,75 Prozent Festgeldzinsen bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Sogar 1,05 Prozent vergibt die italienische FCA Bank mit geringerer Sicherheit, aber gut als Beimischung.

  • Wenn Sie verheiratet sind, können Sie bei der Raiffeisenbank im Hochtaunus 100.000 Euro in Genossenschaftsanteile investieren, also pro Person 50.000 Euro. Für 2019 hat die Vertreterversammlung am 26. Oktober eine Dividende von 2,5 Prozent beschlossen. Zwar greift nicht die klassische Einlagensicherung wie bei Tages- oder Festgeld, aber es ist noch nie eine Genossenschaftsbank insolvent geworden. Die gut 840 Institute stützen sich nämlich gegenseitig.

  • Wollen Sie kein zusätzliches Konto eröffnen und auch keine Zinsen oder Dividenden kassieren, gibt es noch eine Möglichkeit: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank oder Sparkasse, ob die noch ein freies Bankschließfach haben und was dieses kostet. Heben Sie das Geld einfach ab und deponieren es dort. Das ist in der Regel günstiger als Strafzinsen zu zahlen.

Welche Banken erheben Negativzinsen?

Wie bereits erwähnt, verlangen derzeit knapp 320 Banken und Sparkassen einen Negativzins, rund 240 Institute von ihren Privatkunden. Dazu gehören auch große Institute wie Deutsche Bank, Postbank und Commerzbank, aber vor allem auch viele kleine Sparkassen und Genossenschaftsbanken. 

Insgesamt wurden in der Biallo-Untersuchung rund 1.300 Banken und Sparkassen berücksichtigt. Wobei die Dunkelziffer deutlich höher liegen dürfte, denn nicht jedes Institut gibt bereitwillig Auskunft. Der geforderte Zinssatz liegt bei den meisten Instituten bei 0,50 Prozent pro Jahr. Folgende Tabelle zeigt, welche Banken und Sparkassen Strafzinsen für Privatkunden erheben.  

Negativzinsen bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken

Geldinstitut

Negativzins / Verwahrentgelt p. a.

Freibetrag / Kontoart

Augsburger Aktienbank

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Girokonto

Allgäuer Volksbank -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, soweit vertraglich vereinbart
Bank 1 Saar -0,75 % Freibetrag von 10.000 Euro für ab 27.03.2020 eröffnete Konten und Freibetrag von 100.000 Euro für vor dem 27.03.2020 bestandene Konten,  "Junge Leute-Konto" nicht betroffen
Bankhaus Anton Hafner -0,50 % ab 50.000 Euro auf persönlichen Konten (Girokonto, Tagesgeldkonto, Wertpapierabrechnungskonto, u.a.) 

Bayerische Bodenseebank

-0,50 %

für Guthaben ab dem ersten Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, soweit vertraglich vereinbart, individueller Freibetrag möglich

Berliner Sparkasse

-0,50 % 

ab 500.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Berliner Volksbank

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, für bestehende Konten (vor Okt. 2019) nur nach individueller Vereinbarung

Brandenburger Bank

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto, nur für neue Konten

Bremische Volksbank

-0,50 %

für Guthaben auf dem Girokonto (Freibetrag je nach Kontomodell 5.000 – 10.000 Euro) sowie ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto, jeweils für Neukonten (ab 17.01.2020) und Konten mit separater Vereinbarung

Eckernförder Bank -0,50 % ab 50.000 Euro auf dem Girokonto für ab dem 01.09.2020 eröffnete Konten und ab 250.000 Euro für vom 19.02. bis 31.08.2020 eröffnete Konten, soweit vertraglich vereinbart

Erfurter Bank

-0,50 %

ab 20.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Frankenberger Bank

-0,50 %

auf Tagesgeld- und Girokonto, für ab 01.01.2020 eröffnete Konten oder Konten mit separater Vereinbarung, individueller Freibetrag

Frankfurter Sparkasse

-0,50 %

ab 500.000 Euro nach individueller Vereinbarung

Frankfurter Volksbank

-0,50 %

vereinzelt für hohe Sichteinlagen, individuelle Vereinbarung

Freisinger Bank

-0,50 %

ab 50.000 Euro auf dem Girokonto (nur für neue Kunden ab 01.03.2020) und Tagesgeldkonto

Hamburger Sparkasse (Haspa)

-0,50 %

für Guthaben ab 500.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Hamburger Volksbank -0,40 % für Guthaben auf dem Giro- und Tagesgeldkonto sowie Kündigungsgeld, individueller Freibetrag, für nach dem 01.04.2020 eröffnete Konten und Konten mit separater Vereinbarung

Hannoversche Volksbank

-0,50 %

ab einer Million Euro auf Girokonto und ab 500.000 Euro auf Tagesgeldkonto, für ab 13.02.2020 eröffnete Konten und Konten mit separater Vereinbarung

Heidenheimer Volksbank

-0,50 %

auf Tagesgeld- und Girokonto, soweit vereinbart, individueller Freibetrag

Kasseler Sparkasse -0,50 % vereinzelt für hohe Guthaben, Freibetrag 100.000 Euro, individuelle Vereinbarung
Kreissparkasse Ahrweiler -0,50 % vereinzelt für hohe Einlagen nach individueller Vereinbarung, mtl. Gebühr von 2,50 Euro fürs Tagesgeldkonto

Kreissparkasse Böblingen

-0,50 %

ab 5 Mio. Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, Freibetrag wird im Jahresverlauf auf 500.000 Euro gesenkt

Kreissparkasse Düsseldorf -0,50 % für Neueinlagen ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Kreissparkasse Euskirchen

-0,50 %

ab 50.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto (für neue Konten ab 27.01.2020) und ab 10.000 Euro auf dem Girokonto

Kreissparkasse Halle -0,50 % ab 5.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto (für ab 23.11.2020 eröffnete Konten), höherer Freibetrag verhandelbar

Kreissparkasse Heilbronn

-0,50 %

auf Girokonto (außer Basiskonto) und Tagesgeldkonto, nur für neue Konten ab 01.02.2020, Freibetrag jeweils 500.000 Euro

Kreissparkasse Köln -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto für Neukunden, ab 250.000 Euro für Bestandskunden zum 01.01.2021
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg -0,50 % ab 250.000 Euro, nur für Neukunden

Kreissparkasse Saarlouis

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto, nur für Neukunden

Kreissparkasse Saarpfalz -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (für Ehepaare ab 250.000 Euro), nur für ab 01.09.2020 eröffnete Konten
Kreissparkasse Steinfurt -0,50 % ab 25.000 Euro auf Girokonto und ab 75.000 Euro auf Tagesgeldkonto (für neue Konten ab 01.07.2020)

Kreissparkasse Stendal

k. A.

ab dem ersten Euro auf dem Tagesgeldkonto

Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren

individuell

individuelle Negativzinsen, individuelle Vereinbarung

Kreissparkasse Vulkaneifel -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, für ab 08.12.2020 eröffnete Konten

Kreissparkasse Weilburg

-0,50 %

ab 30.000 Euro auf dem Girokonto, gilt für nach dem 01.01.2020 eröffnete Konten

Kreissparkasse Wiedenbrück

-0,50 %

ab 25.000 Euro auf dem Girokonto und ab 75.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto (für ab 15.02.2020 eröffnete Konten)

Landessparkasse zu Oldenburg -0,50 % ab 250.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten für Bestandskunden, ab 100.000 Euro für Neukunden 

LevoBank Lebach

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeldkonto

Münchner Bank

-0,50 %

auf Tagesgeld- und Girokonto, individuelle Vereinbarung

Nassauische Sparkasse

-0,40 %

ab 500.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Nordthüringer Volksbank -0,50 % ab 20.000 Euro auf Girokonto (für Konten, die ab dem 01.10.2020 eröffnet wurden)
Ostfriesische Volksbank individuell vereinzelt für hohe Einlagen, individuelle Vereinbarung

PSD Bank Hessen-Thüringen

-0,50 %

ab 50.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto, für neu eröffnete Konten ab dem 16.03.2020 sowie nach separater Vereinbarung

PSD Bank Kiel

-0,50 %

ab 250.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto

PSD Bank Westfalen-Lippe

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto

Raiffeisenbank Augsburger Land West

-0,50 %

ab 5.000 Euro auf Girokonto (für Mitglieder mit Gehaltseingang ab 10.000 Euro)

Raiffeisenbank im Allgäuer Land -0,50 % ab 10.000 Euro auf Girokonto und ab 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto (ab 01.11.2020)
Raiffeisenbank Baunatal -0,50 % ab 10.000 Euro auf Girokonto und ab 50.000 Euro auf Tagesgeldkonto
Raiffeisenbank Bobingen -0,50 % ab dem ersten Euro auf Tagesgeldkonto, ab 100.000 Euro auf Girokonto

Raiffeisenbank Eifeltor

-0,50 %

ab 10.000 Euro

Raiffeisenbank Estenfeld-Bergtheim

-0,50 %

ab 10.000 Euro

Raiffeisenbank Gilching

-0,50 %

ab 50.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto, ab 100.000 Euro auf dem Festgeldkonto, soweit vereinbart

Raiffeisenbank Gmund

-0,40 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Raiffeisenbank Main-Spessart

-0,50 %

ab 500.000 Euro

Raiffeisen – meine Bank eG (Hilpoltstein) -0,50 % ab 10.000 Euro auf Girokonto und ab dem ersten Euro auf dem Tagesgeldkonto
Raiffeisenbank Nordkreis Landsberg -0,30 % bis -0,50 % -0,50 % ab 300.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (-0,30 % auf Kündigungsgeld), soweit vereinbart
Raiffeisenbank Nüdlingen -0,50 % ab 25.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (für ab 01.08.2020 eröffnete Konten sowie Konten mit separater Vereinbarung)

Raiffeisenbank im Oberland

-0,50 %

für hohe Einlagen nach individueller Vereinbarung

Raiffeisenbank Oldenburg

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Girokonto und ab 25.000 Euro auf Tagesgeldkonto (jeweils für neue Konten)

Raiffeisenbank Ortenburg-Kirchberg -0,40 % ab einer Million Euro auf Tagesgeldkonto
Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin -0,50 % auf Tagesgeld- und Girokonto, individuelle Vereinbarung, Freibetrag in der Regel 100.000 Euro
Raiffeisenbank Ratzeburg -0,50 % ab 250.000 Euro auf Girokonto
Raiffeisenbank Rehling -0,50 % für neue Tagesgeldkonten, individuelle Vereinbarung 

Raiffeisenbank Straubing

-0,50 %

ab 25.000 Euro

Raiffeisenbank Südstormarn Mölln individuell ab 750.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Raiffeisenbank Ühlfeld Dachsbach

-0,50 %

ab 250.000 Euro auf dem Girokonto

Raiffeisenbank Unteres Vilstal

individuell

individueller Negativzins für hohe Einlagen, separate Vereinbarung und individueller Freibetrag

Raiffeisenbank Westeifel

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf dem Girokonto (für ab 15.06.2020 eröffnete Konten)

Raiffeisenbank Zorneding -0,50 % ab 50.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (für ab dem 15.09.2020 eröffnete Konten)
Raiffeisen-Volksbank Aurich -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
Raiffeisen-Volksbank Ebersberg wird als Gebühr weitergegeben "Zuschlag zur Kontoführungsgebühr" für Guthaben ab 100.000 Euro (ab 01.10.2020)
Sparda-Bank Hamburg -0,50 % ab 50.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto, für neue Konten ab 01.11.2020 und bestehende Konten mit separater Vereinbarung
Sparda-Bank München -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, für nach dem 30.04.2020 eröffnete Konten sowie Konten mit separater Vereinbarung.
Sparda-Bank Nürnberg -0,50 % ab 50.000 Euro auf Girokonto (für ab 01.07.2020 eröffnete Konten, für davor eröffnete Konten nach individueller Vereinbarung)

Sparkasse Aachen

-0,50 %

separate Vereinbarung und individueller Freibetrag

Sparkasse Altenburger Land

-0,50 %

für Einlagen auf dem Girokonto, individueller Freibetrag, gilt für ab 01.02.2020 eröffnete Konten sowie für Konten mit separater Vereinbarung

Sparkasse Altötting-Mühldorf -0,50 % ab 50.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, für ab 30.03.2020 abgeschlossene Konten
Sparkasse Amberg-Sulzbach wird als Gebühr weitergegeben mtl. Kontoführungsgebühr in Höhe von 1,95 Euro fürs Tagesgeld

Sparkasse Bamberg

-0,40 %

ab 1.000.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Sparkasse Baden-Baden Gaggenau

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto für ab 10.02.2020 eröffnete Konten

Sparkasse Bad Oeynhausen – Porta Westfalica -0,50 % ab 250.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, soweit vereinbart
Sparkasse Bielefeld -0,50 % ab 25.000 Euro auf Girokonto und ab 75.000 Euro auf Tagesgeldkonto (für Kontoeröffnungen ab 01.10.2020)

Sparkasse Coburg-Lichtenfels

-0,50 %

Sichteinlagen im hohen Millionenbereich auf Giro- und Geldmarktkonten

Sparkasse Emsland -0,50 % ab 100.000 Euro auf dem Girokonto
Sparkasse Dillingen-Nördlingen -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (ab 01.01.2021)
Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau -0,50 % individuelle Vereinbarung, gewöhnlich ab 250.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Sparkasse Freising

-0,50 %

auf dem Tagesgeld- und Girokonto, individuelle Vereinbarung

Sparkasse Freyung-Grafenau wird als Gebühr weitergegeben mtl. Gebühr von 1,00 Euro fürs Tagesgeldkonto, ab 2.000 Euro Guthaben entfällt die Gebühr
Sparkasse Gütersloh-Rietberg -0,50 % ab 10.000 Euro auf dem Girokonto (für nach dem 18.11.2020 eröffnete Konten) 

Sparkasse Hannover

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf dem Girokonto (für nach dem 31.03.2020 eröffnete Konten)

Sparkasse Harburg-Buxtehude 

-0,50 %

ab 500.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Sparkasse Heidelberg -0,50 % ab 500.000 Euro

Sparkasse Hochrhein

-0,50 %

ab einer Million Euro für Neukunden, individuelle Vereinbarung für Bestandskunden

Sparkasse Jena-Saale-Holzland -0,50 % ab 20.000 Euro auf Girokonto und ab 50.000 Euro auf Sparkonto (für Neuverträge ab dem 01.10.2020)
Sparkasse KölnBonn -0,50 % vereinzelt für hohe Sichteinlagen von vermögenden Privatkunden nach individueller Vereinbarung, Freibeträge von bis zu 500.000 Euro für Bestandskunden und bis zu 100.000 Euro für Neukunden
Sparkasse Krefeld -0,55 % ab 50.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto für ab 01.06.2020 eröffnete Konten, i. d. R. erst ab 100.000 Euro
Sparkasse Kulmbach-Kronach -0,50 %

ab 100.000 Euro auf dem Girokonto (außer „Giro Young“) und ab dem ersten Euro auf dem Tagesgeldkonto, soweit vereinbart 

Sparkasse Landshut

-0,50 %

ab 100.000 Euro

Sparkasse Mainz

individuell

individueller Negativzins für Sichteinlagen im Millionenbereich auf dem Tagesgeld- und Girokonto nach separater Vereinbarung, individueller Freibetrag

Sparkasse Meschede

-0,40 %

individuelle Vereinbarung

Sparkasse Mittelholstein

-0,50 %

ab 250.000 Euro

Sparkasse Mittelthüringen -0,50 % ab 20.000 Euro auf Girokonto und ab 50.000 Euro auf Tagesgeldkonto, nur für neue Konten

Sparkasse Moosburg

-0,50 %

ab 25.000 Euro

Sparkasse Neu-Ulm – Illertissen

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf dem Girokonto

Sparkasse Neuss

variabel

individuelle Vereinbarung, Einzelfallentscheidung

Sparkasse Offenburg/Ortenau -0,50 % ab 25.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten (nur für Neuanlagen ab dem 01.02.2020)
Sparkasse Passau -0,50 % ab 250.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto, soweit vertraglich vereinbart

Sparkasse Pforzheim Calw

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, nur für neue Konten

Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen

-0,50 %

ab 100.000 Euro

Sparkasse Rhein Neckar Nord

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, für alle neuen Konten und Konten mit separater Vereinbarung

Sparkasse Rotenburg Osterholz

-0,50 %

ab einer Million Euro auf Girokonto

Sparkasse Starkenburg -0,50 % ab 250.000 Euro auf Sichteinlagen, ab 100.000 Euro auf Tagesgeld (ab 01.01.2021)
Sparkasse Südliche Weinstraße wird als Gebühr weitergegeben mtl. Gebühr von 1,50 Euro fürs Tagesgeldkonto, für Depotbesitzer bei der Deka-Bank oder dwp-Bank entfällt die Gebühr

Sparkasse Waldeck-Frankenberg

-0,50 %

ab 100.000 Euro

Sparkasse Werra-Meißner

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (nur für Neukunden)

Sparkasse Wetzlar -0,50 %

ab 20.000 Euro auf Girokonto und ab 10.000 Euro auf Tagesgeldkonto, für ab 01.04.2020 eröffnete Konten

Sparkasse Worms-Alzey-Ried

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (nur für Neukunden)

Stadtsparkasse Augsburg

-0,50 %

ab 25.000 Euro auf Girokonten, ab 100.000 Euro auf Tagesgeld

Stadtsparkasse Bocholt -0,50 % individuell
Stadtsparkasse Düsseldorf -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Stadt-Sparkasse Langenfeld

-0,50 %

k. A.

Stadtsparkasse Magdeburg -0,50 % ab 10.000 Euro auf dem Girokonto und ab 90.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto, für ab 01.09.2020 eröffnete Konten

Stadtsparkasse München

-0,50 %

auf Tagesgeld- und Girokonto, nur bei Bedarf für Neukonten mit Vorabvereinbarung, Freibetrag insgesamt 100.000 Euro, für Gemeinschaftskonten 200.000 Euro, nur bei Bedarf für Neukonten

Stadtsparkasse Oberhausen -0,50 % variabler Freibetrag von bis zu 100.000 Euro nach separater Vereinbarung
Stadtsparkasse Versmold -0,40 % individuelle Vereinbarung

Steyler Bank

-0,50 %

ab 50.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

VBU Volksbank im Unterland

-0,50 %

auf Tagesgeld- und Girokonto, individueller Freibetrag nach separater Vereinbarung

VerbundVolksbank OWL

-0,50 %

ab 200.000 Euro für Neukunden (max. 100.000 Euro auf Girokonto und max. 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto), und ab 500.000 Euro für Bestandskunden, jeweils individuelle Vereinbarung

Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, nur für Neukunden und deren Kontoeröffnung ab 09.03.2020

Vereinigte Volksbank Brakel -0,50 % ab 100.000 Euro, soweit vertraglich vereinbart

Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank Odenwald & Miltenberg

-0,40 %

für Guthaben auf dem Girokonto, individueller Freibetrag

Vollksbank Ammerbuch wird als Gebühr weitergegeben mtl. Gebühr von 1,50 Euro fürs Tagesgeldkonto

Volksbank Baden-Baden Rastatt

-0,40 %

ab einer Million Euro

Volksbank Bocholt -0,40 bis 0,50 % ab 500.000 Euro für Bestandskunden, ab 100.000 Euro für Neukunden, 0,40 % bei Kündigungsgeld
Volksbank Bochum Witten -0,50 % ab 250.000 Euro
Volksbank Breisgau-Markgräflerland -0,60 % ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto
Volksbank Bremerhaven-Cuxland -0,50 % ab 25.000 Euro auf dem Girokonto (für nach dem 01.08.2020 eröffnete Konten)
Volksbank Bühl -0,35 % bis -0,45 % ab 250.000 Euro Gesamtvermögen, Freibeträge von 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto und 30.000 Euro auf Girokonto (gültig ab 01.10.2020)

Volksbank Delbrück-Hövelhof

-0,50 %

ab 250.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, für neue Konten und Konten mit separater Vereinbarung

Volksbank Delmenhorst Schierbrock

-0,40 %

ab 500.000 Euro auf Tagesgeldkonto und Kündigungsgeld, für neue Konten ab 01.12.2019 sowie für Konten mit separater Vereinbarung

Volksbank Dreiländereck

-0,40 %

ab einer Million Euro

Volksbank Dresden-Bautzen

-0,50 %

ab einer Million Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Volksbank eG – die Gestalterbank  (vormals Volksbank in der Ortenau und Volksbank eG Schwarzwald Baar Hegau) -0,36 % Gebühr Tagesgeld: -0,36 % ab 100.000 Euro (gültig bis 15.02.2021; Zinssätze werden jeweils quartalsweise auf Basis der Umlaufrendite neu berechnet)
Girokonto: Verwahrentgelt von je zwei Euro, wenn der Freibetrag von 25.000 Euro jeweils um volle 5.000 Euro überschritten wird

Volksbank eG Warendorf

-0,50 %

für Guthaben auf Einlagekonten und Girokonto (nur für Neukunden), Freibetrag von 10.000 Euro auf dem Girokonto

Volksbank Eisenberg

-0,40 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, soweit vereinbart, zzgl. mtl.  Kontoführungsgebühr von 3,50 Euro beim Tagesgeld

Volksbank Emmerich-Rees -0,35 % ab 100.000 Euro

Volksbank Essen-Cappeln

-0,50 %

ab 50.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto

Volksbank Ettlingen

-0,50 %

ab 250.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Volksbank Eutin -0,50 %

ab 25.000 Euro auf Girokonto und ab 250.000 Euro auf Tagesgeldkonto (jeweils für ab 01.01.2021 eröffnete Konten, für Bestandskunden individuelle Vereinbarung)

Volksbank Freiburg

-0,50 %

für Guthaben auf Tagesgeld- und Girokonto, Freibetrag insgesamt 225.000 Euro

Volksbank Gescher

-0,50 %

für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto, individueller Freibetrag

Volksbank Greven

-0,50 %

ab 50.000 Euro

Volksbank Gronau-Ahaus -0,50 % ab 100.000 Euro auf dem Girokonto, für ab 01.04.2020 eröffnete Konten sowie Konten mit separater Vereinbarung

Volksbank Hameln-Stadthagen

-0,50 %

ab dem ersten Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (gilt nicht für Kunden mit Hausbankverbindung: regelmäßiger Geldeinang, Mitgliedschaft und Nutzung einer weiteren Produktgruppe)

Volksbank Heilbronn

-0,50 %

vereinzelt für hohe Einlagen auf Tagesgeld- und Girokonto, Freibetrag von 500.000 Euro, individuelle Vereinbarung

Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, jeweils für ab 17.02.2020 eröffnete Konten

Volksbank Hohenlimburg

-0,50 %

ab 250.000 Euro

Volksbank Jerichower Land -0,50 % ab 100.000 Euro auf Girokonto
Volksbank Kassel Göttingen individuell vereinzelt für Großanleger nach individueller Vereinbarung
Volksbank Kempen-Gefrath -0,50 % ab 75.000 Euro auf Giro-und Tagesgeldkonto, für ab 01.12.2020 eröffnete Konten

Volksbank Kraichgau

-0,50 %

individuelle Vereinbarung, Freibetrag ab 100.000 Euro

Volksbank Köln Bonn

-0,50 %

für Guthaben auf dem Girokonto, ab 500.000 Euro für Bestandskunden (vor 01.03.2020) und ab 100.000 Euro für Neukunden (nach 01.03.2020)

Volksbank Lingen wird als Gebühr weitergegeben mtl. Gebühr von 2,40 Euro fürs Tagesgeldkonto
Volksbank Lüneburger Heide -0,50 % für Guthaben auf dem Girokonto nach separater Vereinbarung, individueller Freibetrag

Volksbank Magdeburg

-0,50 %

ab 100.000 Euro (teilt sich auf in max. 25.000 Euro auf Girokonto und max. 75.000 Euro auf Tagesgeldkonto)

Volksbank Main-Tauber

-0,50 %

ab 500.000 Euro auf täglich verfügbare Sichteinlagen

Volksbank Mittelhessen -0,50 % ab 100.000 Euro auf dem Girokonto, nur für Neukunden ab 01.09.2020

Volksbank Mittlerer Schwarzwald

-0,50 %

ab 250.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, für bestehende Konten nur nach individueller Vereinbarung

Volksbank Mittleres Erzgebirge

-0,50 %

ab 100.000 Euro

Volksbank Mosbach

-0,50 %

ab 250.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, nur für neue Konten

Volksbank Osnabrück -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, für ab 01.11.2020 eröffnete Konten

Volksbank Pforzheim

-0,50 %

vereinzelt für Großanleger nach individueller Vereinbarung

Volksbank Raiffeisenbank eG (Bargteheide, Bergedorf, Stormarn, Vierländer Volksbank)                      

-0,50 %

i. d. R. ab 100.000 Euro für Einlagen auf Kontokorrentkonten, soweit vertraglich vereinbart

Volksbank Raiffeisenbank Bad Kissingen

-0,50 %

individuell, auf Tagesgeld- und Girokonto

Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte

-0,50 %

ab 100.000 Euro

Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck

-0,50 %

nur für "frisches" Geld, Freibetrag insgesamt 130.000 Euro (100.000 Euro beim Kündigungsgeld, 10.000 Euro beim Tagesgeld und 20.000 Euro beim Girokonto)

Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien

wird als Gebühr weitergegeben

mtl. Gebühr fürs Tagesgeldkonto, 5-50 Euro je nach Anlagebetrag

Volksbank Raiffeisenbank Starnberg-Herrsching-Landsberg

-0,40 %

vereinzelt für Privatkunden, nur für "frisches" Geld / individuelle Vereinbarung

Volksbank Rathenow

-0,50 %

ab 25.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, nur für neue Konten

Volksbank Rhein-Erft-Köln

-0,50 %

ab 10.000 Euro auf Girokonto und ab 50.000 Euro auf Tagesgeldkonto, für ab 01.01.2020 eröffnete Konten und Konten mit separater Vereinbarung

Volksbank Rhein-Lippe

-0,50 %

ab 10.000 Euro

Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück

-0,50 %

auf Tagesgeld- und Girokonto (Freibetrag jeweils 100.000 Euro), für Neukunden ab 01.12.2019 sowie für bestehende Konten mit separater Vereinbarung

Volksbank Riesa -0,50 % individuell

Volksbank Rottweil

-0,35 %

auf dem Tagesgeld- und Girokonto, soweit vereinbart, individueller Freibetrag von 100.000 bis eine Million Euro

Volksbank Ruhr Mitte -0,50 % ab 25.000 auf Girokonto und ab 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto (nur für Neukunden ab 01.08.2020)
Volksbank Schermbeck -0,40 % ab dem ersten Euro auf dem Tagesgeldkonto, für ab 01.10.2020 eröffnete Konten und Konten mit separater Vereinbarung
Volksbank Spree-Neiße wird als Gebühr weitergegeben mtl. Gebühr von 2,00 Euro fürs Tagesgeldkonto
Volksbank Sprockhövel -0,50 % ab 100.000 Euro (für neu eröffnete Konten ab dem 01.10.2020)

Volksbank Stendal

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto

Volksbank Sulmtal

-0,50 %

ab 500.000 Euro auf Tagesgeldkonto

Volksbank Ulm-Biberach

-0,50 %

Freibetrag von 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- oder Girokonto, zusätzlicher Freibetrag von 10.000 Euro auf dem Girokonto (für Neukunden ab 01.02.2020 und für Bestandskunden ab 01.05.2020)

Volksbank Vorpommern

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Girokonten

Volksbank Zwickau -0,50 % ab 100.000 Euro auf Girokonto, ab dem ersten Euro auf Tagesgeldkonto, für ab 12.10.2020 eröffnete Konten, für Bestandskunden nach individueller Vereinbarung

Volks- und Raiffeisenbank Fürstenwalde Seelow Wriezen

-0,50 %

für Guthaben auf Tagesgeld- und Girokonto, individueller Freibetrag, für neue Konten und Konten mit separater Vereinbarung

VR-Bank Altenburger Land

-0,50 %

ab 25.000 Euro auf dem Girokonto

VR-Bank Alzenau

-0,40 %

individuelle Vereinbarung für Einlagen auf dem Giro- und Tagesgeldkonto (laut Bank derzeit kein Kunde betroffen)

VR-Bank Augsburg-Ostallgäu

-0,50 %

vereinzelt für Großanleger nach individueller Vereinbarung

VR-Bank Bad Kissingen -0,50 % auf Tagesgeld- und Girokonto, individuelle Vereinbarung
VR Bank Bad Orb-Gelnhausen -0,50 % ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto
VR Bank Bamberg-Forchheim -0,60 % ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto und ab 25.000 Euro auf dem Girokonto (für ab 01.07.2020 eröffnete Konten)

VR Bank Bayreuth-Hof

-0,60 %

ab 300.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto, "nach gesonderter Mitteilung"

VR-Bank Ellwangen

-0,50 %

ab einer Million Euro

VR-Bank Erding

-0,50 %

ab 50.000 Euro

VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach

-0,60 %

ab 20.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto (für ab 01.06.2020 eröffnete Konten, soweit vereinbart)

VR Bank Fulda -0,50 % für Guthaben auf Giro- und Tageskonten, die nach dem 01.03.2020 eröffnet wurden, individueller Freibetrag
VR-Bank Gerolzhofen -0,40 % ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto
VR Bank Hessen Land -0,50 % Freibetrag insgesamt 100.000 Euro (80.000 Euro beim Tagesgeld und 20.000 Euro beim Girokonto)
VR-Bank in Südniedersachsen -0,50 % für hohe Einlagen auf dem Giro- und Tagesgeldkonto, Freibetrag 100.000 Euro
VR-Bank Isar-Vils -0,50 % ab 50.000 Euro auf dem Girokonto und ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto

VR-Bank Kreis Steinfurt

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Sichteinlagen, für neue Konten und Konten mit separater Vereinbarung

VR-Bank Landsberg-Ammersee

-0,40 %

ab 300.000 Euro auf Girokonto, Tagesgeld- und Festgeldkonto nach individueller Vereinbarung

VR-Bank Mitte eG Eichsfeld Göttingen Northeim Werra-Meißner

-0,50 %

ab 100.000 Euro

VR-Bank Mittelsachsen

-0,40 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeld

VR Bank Mittlere Oberpfalz -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto, zusätzlicher Freibetrag von 10.000 Euro auf dem Hauptzahlungsverkehrskonto

VR-Bank Memmingen

-0,50 %

individuell; auf Giro- und Tagesgeldkonto

VR Bank München Land -0,50 % ab 100.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto, für ab 01.12.2020 eröffnete Konten
VR Bank Neuburg-Rain -0,50 % ab dem ersten Euro auf Tagesgeldkonto, ab 10.000 Euro auf Girokonto, für ab 01.10.2020 eröffnete Konten

VR-Bank Nordeifel

-0,50 %

k. A.

VR Bank Oldenburger Land -0,50 % ab 250.000 Euro

VR-Bank Ostalb

-0,50 %

ab einer Million Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto, für ab 01.01.2020 eröffnete Konten und Konten mit separater Vereinbarung

VR Bank Rhein-Neckar

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Girokonto

VR-Bank Schweinfurt

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto, gilt für neue Konten ab 01.02.2020 sowie für Konten mit separater Vereinbarung

VR-Bank Spangenberg-Morschen -0,50 % ab 100.000 Euro auf Girokonten, für Neukunden ab dem 01.10.2020
VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto

VR Bank Südpfalz

individuell

nur in Ausnahmefällen, individueller Freibetrag nach separater Vereinbarung

VR Bank Südthüringen

-0,50 %

ab 100.000 Euro auf Tagesgeldkonto

VR-Bank Taufkirchen-Dorfen

-0,50 %

ab 500.000 Euro auf Girokonto

VR Bank Westküste

-0,50 %

für Guthaben auf Tagesgeld- und Girokonto, für neue Konten ab 01.01.2020 sowie Konten mit separater Vereinbarung, individueller Freibetrag

VR Bank Westmünsterland

-0,50 % 

ab dem ersten Euro auf Tagesgeldkonto und ab 100.000 Euro auf Girokonto sowie -0,35 % auf Kündigungsgeld 30 (ohne Freibetrag), für Neukonten ab 01.12.2019, für bestehende Konten soweit vereinbart

VR Bank Würzburg

-0,50 %

ab 500.000 Euro nach individueller Vereinbarung

VR PartnerBank Chattengau-Schwalm-Eder

-0,30 %

individueller Freibetrag auf dem Girokonto, für bestehende Konten nach separater Vereinbarung

Westerwald Bank

-0,50 %

ab 250.000 Euro auf dem Girokonto, soweit vertraglich vereinbart



Negativzinsen bei überregionalen Banken

Geldinstitut Negativzins / Verwahrentgelt p. a. Freibetrag / Kontoart
1822direkt -0,50 % ab 100.000 Euro, für ab 01.05.2020 eröffnete Konten
Comdirect -0,50 % ab 100.000 Euro je Kundenverbindung, für neue Tagesgeld- und Girokonten ab 14.12.2020, für bestehende Konten ab 14.02.2021 (derzeit 250.000 Euro)
Commerzbank -0,50 % ab 250.000 Euro für alle Einlagen (für ab dem 01.07.2020 eröffnete Konten und Konten mit separater Vereinbarung), seit 01.10.2020 beträgt der Freibetrag für Neukunden nur noch 100.000 Euro
DAB BNP Paribas -0,50 % für Einlagen auf Tagesgeld, Festgeld und Verrechnungskonto, Freibetrag wird individuell berechnet (Euro-Geldbestand/Gesamtvermögen darf max. 15 Prozent betragen)
Deutsche Bank -0,50 % ab 100.000 Euro auf Girokonto, Tagesgeld- und Verrechnungskonto nach gesonderter Vereinbarung
Deutsche Skatbank -0,50 % ab 25.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
DKB -0,50 % ab 100.000 Euro auf privatem Tagesgeld- und Girokonto, für ab 03.12.2020 eröffnete Konten, ab 1 Mio. Euro für Geschäftskunden
Donner und Reuschel -0,50 % für Einlagen auf Euro-Zahlungsverkehrskonten, Freibetrag 500.000 Euro
Ebase -0,50 % ab 100.000 Euro auf dem Verrechnungskonto; Freibetrag sinkt zum 01.01.2021 auf 1.000 Euro (dann mit jeweils 30 Tage Karenz bei Überschreitung)
Ethikbank -0,40 %
ab 100.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto
Fidor Bank -0,40 %

ab 100.000 Euro für Firmenkunden
Flatex Bank -0,50 % für Guthaben auf dem Verrechnungskonto
GLS Bank -0,50 % ab 250.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto
Hypovereinsbank individuell Firmenkunden und institutionelle Kunden, individuelle Vereinbarung, zum Teil schon ab dem ersten Euro
ING -0,50 % ab 100.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonto, für ab 04.11.2020 eröffnete Konten
Meine Bank (Raiffeisenbank im Hochtaunus) -0,50 % ab 100.000 Euro auf Girokonto
Merkur Privatbank -0,40 % ab 100.000 Euro auf privatem Giro- und Tagesgeldkonto, für ab 01.11.2020 eröffnete Konten; bei betrieblichen Tagesgeldkonten werden die Konditionen individuell vereinbart 
Netbank -0,50 % ab 100.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
N26 -0,50 % ab 50.000 Euro, für ab 19.10.2020 eröffnete Konten (außer Premiumkonto „Metal“)
Norisbank -0,50 % ab 100.000 Euro auf Girokonto, Tagesgeld- und Verrechnungskonto
Oldenburgische Landesbank -0,20 % bis  -0,40 % Privatkunden: -0,40 % ab 500.000 Euro auf Girokonto und ab 100.000 Euro auf Festgeld- und Tagesgeldkonto

Firmenkunden: -0,40 % ab einer Million Euro auf dem Businesskonto und ab dem ersten Euro auf dem Tagesgeldkonto sowie -0,20 % für Guthaben auf dem Festgeldkonto
Onvista Bank -0,50 % ab 250.000 Euro auf dem Verrechnungskonto
Postbank -0,50 % ab 100.000 Euro auf Girokonto, Tagesgeld- und Verrechnungskonto nach gesonderter Vereinbarung
Solarisbank (Tomorrow) -0,50 % ab 100.000 Euro für Privatkunden und ab 250.000 Euro für Firmenkunden
Sparda-Bank Berlin -0,50 % ab 50.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto und ab 25.000 Euro auf dem Girokonto
Triodos Bank -0,50 % ab 100.000 Euro
Umweltbank -0,50 % ab 200.000 Euro auf Tagesgeld- und Girokonto
V-Bank München -0,50 % ab 500.000 Euro
Quelle: eigene Recherche / Angaben ohne Gewähr / Stand: 4. November 2020

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Mit unserem  kostenlosen PDF-Download erhalten Sie alle gut 300 Banken und Sparkassen, die Einlagen von Privatkunden und/oder Geschäftskunden mit Strafzinsen belegen.

Gerichtsurteile zu Negativzinsen

Eine flächendeckende Einführung von Negativzinsen im Einlagengeschäft ist aus rechtlicher Sicht problematisch. Das Landgericht Tübingen hatte bereits im Januar 2018 entschieden, dass bei Altverträgen das Verwahrentgelt nicht nachträglich per Klausel im Preisaushang eingeführt werden darf, und damit einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gegen die Volksbank Reutlingen teilweise stattgegeben (Az.: 4 O 187/17). 

"Die Bank kann nicht einseitig mittels des Kleingedruckten aus einer Geldanlage einen kostenpflichtigen Verwahrungsvertrag machen", sagt Niels Nauhauser, Abteilungsleiter Altersvorsorge, Banken und Kredite bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Bei individuellen Vereinbarungen sei dies allerdings möglich.

In einem weiteren Fall, der ebenfalls vor dem Landgericht Tübingen verhandelt wurde, klagte die Verbraucherzentrale Sachsen gegen die Volksbank Reutlingen. Dabei ging es um Minuszinsen in Höhe von 0,5 Prozent auf Girokonten. Auch hier gab das Gericht im Mai 2018 den Verbraucherschützern Recht (Az.: 4 O 225/17): "Die Erhebung von Negativzinsen im Wege eines Preisaushangs bei Einlagen auf einem Girokonto, für welches Kontoführungsgebühren erhoben werden, führt zu einer unangemessenen Benachteiligung von Bankkunden." Im Vorfeld hatten sich beide Parteien bereits auf eine Unterlassungserklärung der Volksbank Reutlingen geeinigt.

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Zinsen: Geldkapital versus Sachkapital

Finanzexperten unterscheiden zwischen Zinsen auf Geldkapital und Zinsen auf Sachkapital. Ein Zins für Sachkapital ist zum Beispiel der Mietzins. Die Miete ist das Entgelt, das Sie an den Eigentümer der Immobilie für die Überlassung der Wohnung bezahlen. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie sich einen Mietwagen oder ein Ruderboot für den Sonntagsausflug leihen. 

Interessant für Anleger und Kreditnehmer sind die Zinsen, die man für angelegtes Geld bekommt beziehungsweise für geliehenes Geld zahlen muss. Legen Sie Ihr Kapital als Tagesgeld, Festgeld beziehungsweise auf einem Sparbuch an, erhalten Sie normalerweise Zinsen. Borgen Sie sich Geld bei der Bank, zahlen Sie Kreditzinsen. Zinsen erfüllen also verschiedene Zwecke: Sie sind Lohn für bereitgestelltes Geld oder Kosten für geliehenes Geld.

Warum zahlen Banken überhaupt Zinsen?

Im Normalfall zahlen Banken für angelegtes Geld Zinsen. Wie geht das? Ganz einfach: Die Bank verleiht das angelegte Geld als Kredit weiter und kassiert dafür Zinsen. Kreditnehmer sind zum Beispiel Verbraucher, die Ratenkredite aufnehmen, oder Unternehmer, die einen Investitionskredit abschließen. Da der Kreditzins höher ist als der Anlagezins, kann die Bank einen Teil der vereinnahmten Zinsen als Sparzins an die Anleger auszahlen, den Rest behält sie als Lohn für die eigenen Mühen ein.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Ist Ihr Geld längerfristig bei der Bank angelegt, verzinst sich nicht nur die Kapitaleinlage, sondern auch die Zinsen. Durch die Verzinsung der Zinsen entsteht der sogenannte Zinseszinseffekt, der das Ersparte immer schneller wachsen lässt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Bank signifikante Zinsen zahlt. Bei einer Verzinsung nahe null, tendiert auch der Zinseszinseffekt gegen null.

Für Sie als Sparer ist es von Vorteil, wenn die Zinsen so oft wie möglich ausgezahlt werden. Erhalten Sie monatlich oder quartalsweise Zinsen, verstärkt sich der Zinseszinseffekt. 




  Sebastian Schick


 
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