Bonität erklärt

Schufa einfach erklärt: Score, Eintrag und Bonität verstehen

Annette Jäger
Autorin
Stefanie Engelmann
Redakteurin
Aktualisiert am: 17.04.2026

Auf einen Blick

  • Die Schufa bewertet Ihre Kreditwürdigkeit anhand gespeicherter Daten.
  • Seit 2026 basiert der Score auf einem Punktesystem mit bis zu 999 Punkten.
  • Mit richtigem Verhalten können Sie Ihren Score aktiv verbessern.
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Der Schufa-Score beeinflusst die Kreditwürdigkeit. Verbraucher sollten ihre Daten regelmäßig prüfen und Fehler korrigieren.
Das erwartet Sie in diesem Artikel

Die Schufa bewertet die Kreditwürdigkeit von Verbraucherinnen und Verbrauchern anhand gespeicherter Daten zum Zahlungsverhalten. Daraus ergibt sich ein Score-Wert, der darüber entscheidet, ob Sie einen Kredit, Mietvertrag oder Mobilfunkvertrag erhalten. Seit 2026 basiert der Score auf einem Punktesystem mit bis zu 999 Punkten. Der Schufa-Score gehört damit zu den wichtigsten Faktoren für finanzielle Entscheidungen im Alltag.

Biallo-Lesetipp: Der neue Schufa-Score ist da – was sich jetzt für Verbraucher ändert und welche Kriterien künftig entscheidend sind.

Was ist die Schufa?

Mit der Schufa kommt so gut wie jeder im Leben in Berührung: Sie ist die zentrale Auskunftsstelle über die Bonität von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Neben der Schufa gibt es weitere Auskunfteien wie etwa Creditreform und Crif Bürgel.

Die Schufa ist die größte Auskunftei in Deutschland und spielt eine zentrale Rolle bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit. Schätzt die Schufa die Zahlungsfähigkeit eines Verbrauchers als gering ein, kann daran ein Kredit, ein Mietvertrag oder ein Mobilfunkvertrag scheitern.

Verbraucher haben in bestimmtem Umfang die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen auf die Einschätzung der Schufa. Erfahren Sie im folgenden Text, wie die Schufa arbeitet und was es mit dem Schufa-Score auf sich hat.

Wie funktioniert die Schufa?

Schufa steht für "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung". Das Unternehmen, das sich auch Auskunftei nennt, wurde 1927 gegründet mit der Idee, dass Firmen ihre Zahlungserfahrungen mit Kunden untereinander austauschen: positive Aspekte wie zum Beispiel vertragsgemäß bediente Ratenzahlungen, aber auch Negativinformationen wie eventuelle Zahlungsausfälle. Die Rolle der Schufa ist es bis heute, diese Informationen zu sammeln, zu speichern und an Unternehmen weiterzugeben, die die Kreditwürdigkeit prüfen. Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Welche Daten speichert die Schufa über Sie?

Die Kernaufgabe der Schufa ist es, Daten von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu sammeln, zu speichern und zu analysieren. Sie arbeitet dazu mit Unternehmen zusammen, die Mitglied der Schutzgemeinschaft sind. Die Schufa erhält von diesen Unternehmen Kundenangaben. Die Schufa speichert zum Beispiel folgende Daten:

  • Name, Geburtsdatum und aktuelle Anschrift
  • Anzahl der geführten Girokonten
  • Informationen zu Kreditkarten und Mobilfunkverträgen
  • laufende Raten- oder Leasingverträge
  • laufende oder bereits zurückgezahlte Kreditverträge
  • bestehende Kundenkonten bei Versandhändlern
  • Informationen zu Kreditanfragen und bestehenden Verträgen
  • Angaben zu Zahlungsausfällen, Mahnungen und Inkassoverfahren

Daneben sammelt die Schufa Angaben dazu, ob Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen. Wenn ja, schlägt sich das positiv bei der Schufa nieder. Sie sammelt aber auch Angaben dazu, ob es zu Zahlungsversäumnissen kommt, Mahnbescheide auflaufen oder eine Kreditkündigung durch die Bank erfolgt. Solche Ereignisse wirken sich negativ auf den Schufa-Score aus.

Die Daten erhält die Schufa in der Regel von Vertragspartnern wie Banken, Telekommunikationsunternehmen oder Versandhändlern, mit denen Verbraucherinnen und Verbraucher Geschäftsbeziehungen eingehen.

Die Schufa speichert nach eigenen Angaben keine sensiblen personenbezogenen Daten wie Informationen zur Nationalität, Konfession, zum Beruf, Einkommen, Vermögen oder Familienstand.

Diese Daten bilden die Grundlage für die Berechnung des Schufa-Scores und damit für die Einschätzung der Kreditwürdigkeit.

Was ist der Schufa-Score?

Die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers spiegelt sich in seinem sogenannten Schufa-Score wider. Der Schufa-Score ist ein Bewertungswert, den die Schufa aus gespeicherten Daten zum Zahlungsverhalten und zu bestehenden Verträgen ermittelt. Seit 2026 erfolgt die Bewertung auf Basis eines Punktesystems mit bis zu 999 Punkten, das die Kreditwürdigkeit von Verbraucherinnen und Verbrauchern abbildet.

Je höher der Score-Wert ist, desto geringer schätzt die Schufa das Risiko eines Zahlungsausfalls ein. Der Score wird von Banken, Vermietern und anderen Unternehmen genutzt, um Entscheidungen über Verträge und Kredite zu treffen.

Grundlage für die Ermittlung des Schufa-Scores sind nach Angaben der Schufa unter anderem Kreditaktivitäten, Zahlungsausfälle, die Dauer bestehender Vertragsbeziehungen sowie Informationen darüber, wie lange bereits Erfahrungen mit Kreditgeschäften vorliegen. Der Schufa-Score ist damit eine Prognose darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Person ihren Zahlungsverpflichtungen künftig nachkommt.

Wie gut ein Schufa-Score ist, hängt von der Höhe des Werts ab. Die folgende Übersicht zeigt eine grobe Einordnung:

Score-WertEinschätzung der BonitätBedeutung für Verbraucher
sehr hochsehr geringes Risikosehr gute Kreditkonditionen wahrscheinlich
hochgeringes Risikogute Chancen auf Kredite und Verträge
mittelmoderates Risikoeingeschränkte Konditionen möglich
niedrigerhöhtes RisikoKredite oft nur eingeschränkt oder teurer
sehr niedrighohes RisikoKredite oder Verträge oft nicht möglich
Quelle: biallo.de; nach eigener Recherche; Stand: April 2026.

Hinweis: Eine einheitliche öffentliche Skala gibt es nicht. Die genaue Einordnung kann je nach Vertragspartner unterschiedlich ausfallen.

Die Einordnung dient lediglich als Orientierung und ersetzt keine individuelle Bewertung durch Banken oder Unternehmen.

Wie Sie Ihren Schufa-Score gezielt verbessern können, zeigen wir weiter unten im Artikel.

Wie wird der Schufa-Score berechnet?

Das genaue Berechnungsverfahren legt die Schufa weiterhin nicht vollständig offen. Seit 2026 sind jedoch die zentralen Bewertungskriterien öffentlich einsehbar. So bleibt unklar, welche Gewichtung einzelne Zahlungsvorgänge oder -ausfälle haben und wie sich daraus eine individuelle Zahlungsmoral ablesen lässt. Die Schufa weist darauf hin, dass die Score-Berechnung in Teilen geheim bleiben müsse, damit der Score nicht manipuliert werden könne. Die Formel würde aber von der Datenschutzbehörde und unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kontrolliert.

Welche Faktoren beeinflussen den Score?

Seit 2026 sind die zentralen Bewertungskriterien des Schufa-Scores transparenter. Zu den wichtigsten Faktoren zählen unter anderem Zahlungsstörungen, die Dauer bestehender Verträge, Kreditanfragen sowie bestehende Kreditverhältnisse.

Die Schufa selbst sagt, dass einzelne Merkmale für sich genommen oft keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss auf den Score-Wert haben. Statistisch relevant sind vor allem Abhängigkeiten einzelner Informationen untereinander. Außerdem kann, je nach übriger Datenlage, ein bestimmtes Merkmal sowohl einen positiven als auch einen negativen oder gar keinen Einfluss auf den Score-Wert einer Person haben.

Welche Faktoren im Einzelfall wie stark gewichtet werden, hängt von der individuellen Datenlage ab und wird von der Schufa nicht vollständig offengelegt.

Eine solide Finanzplanung hilft nicht nur beim Vermögensaufbau, sondern kann auch langfristig Ihre Bonität stabilisieren. Festgeld kann dabei eine sichere Basis sein.

Welche Auswirkungen hat die Schufa auf Verbraucher?

Sicher ist, dass die Schufa die gesammelten Datenbestände zu einer Person mit einer Vielzahl von Datenbeständen anderer Personen mit ähnlichen Merkmalen ab- und vergleicht. Dabei spielt natürlich eine Rolle, welches Ausfallrisiko diese vergleichbaren Datensätze in der Vergangenheit aufzeigen.

Fazit 1: Verbraucherinnen und Verbraucher können aus ihrer eigenen Zahlungshistorie zu keiner relevanten Einschätzung ihrer eigenen Kreditwürdigkeit kommen. Allein die Anzahl an Girokonten oder Mobilfunkverträgen sowie häufige Kreditanfragen können zu negativen Bewertungen führen – unabhängig von den Gründen, aus denen der Verbraucher handelt.

Fazit 2: Selbst, wenn jemand noch nie Schulden gemacht hat, kann er trotzdem eine weniger gute Bonität erhalten. Denn die Schufa gibt eine Prognose ab, wie sich das Zahlungsverhalten eines Kunden in Zukunft gestalten wird. Für diese Einschätzung untersucht sie das Zahlungsverhalten anderer Verbraucher, die unter ähnlichen Lebensumständen leben.

Wie bekomme ich eine Schufa-Auskunft?

Eine kostenlose Schufa-Auskunft erhalten Sie über die sogenannte Datenkopie nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Diese können Sie online bei der Schufa beantragen. Sie enthält alle zu Ihrer Person gespeicherten Daten.

Verbraucher haben ein Recht darauf zu erfahren, welche Daten ein Unternehmen über sie gespeichert hat. Das sieht Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) vor. Entsprechend können sie auch erfahren, welche Informationen der Schufa über sie vorliegen.

Davon zu unterscheiden ist die kostenpflichtige Bonitätsauskunft.

Kostenlose Schufa-Auskunft (Datenkopie)

Möchten Sie eine kostenlose Auskunft, welche Daten der Schufa zu Ihnen vorliegen, müssen Sie eine sogenannte Schufa-Datenkopie nach Artikel 15 der DSGVO bestellen. Das ist ganz einfach online möglich. Wir haben für Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, wie Sie eine solche Schufa-Selbstauskunft beantragen. Die kostenlose Datenkopie ist für Sie gedacht, damit Sie Ihre Daten überprüfen können.

So beantragen Sie Ihre kostenlose Schufa-Auskunft

So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Gehen Sie auf die Website der Schufa (meineschufa.de)
  2. Wählen Sie „Datenkopie nach Artikel 15 DSGVO“
  3. Geben Sie Ihre persönlichen Daten ein
  4. Bestätigen Sie Ihre Identität
  5. Sie erhalten die Auskunft per Post

Was kostet eine Schufa-Bonitätsauskunft?

Benötigen Sie eine Schufa-Bonitätsauskunft für Dritte, können Sie diese kostenpflichtig beantragen. Damit weisen Sie beispielsweise gegenüber Vermietern Ihre Zahlungsfähigkeit nach. Für eine solche Bonitätsauskunft fallen derzeit rund 29,95 Euro an (Stand 2026). Sie erhalten Sie dann versandkostenfrei per Post. Alternativ ist es auch möglich, laufende Mitgliedschaften bei der Schufa ab einem Monatspreis von 3,95 Euro abzuschließen. Dann können Sie jederzeit online Ihre Daten einsehen und erhalten die Bonitätsauskunft zum ermäßigten Preis.

Es empfiehlt sich, die eigenen Schufa-Daten regelmäßig zu prüfen, um Fehler frühzeitig zu erkennen und korrigieren zu lassen.

Der Schufa-Bonitätscheck

Neben der Datenkopie und der Schufa-Bonitätsauskunft gibt es den Schufa-Bonitätscheck. Diesen bietet die Schufa über Kooperationspartner wie zum Beispiel die DKB, die Postbank und die Immobilienportale Immobilienscout24, Immowelt und Immonet an. Den Bonitätscheck können Sie sofort downloaden, um umgehend einem Makler oder Vermieterinnen und Vermieter Ihre Zahlungszuverlässigkeit nachzuweisen. Ebenso wie für die Bonitätsauskunft fallen hierfür 29,95 Euro an.

Welche Folgen hat ein schlechter Schufa-Score?

Die Schufa ist mächtig. Ihre Auskunft zu einem Verbraucher kann für diesen zukunftsentscheidend sein. Schätzt die Schufa die Kreditwürdigkeit, also die Bonität, als sehr hoch ein, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde einen schnellen Kredit zu günstigen Konditionen erhält.

Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: Eine eher gering eingeschätzte Bonität kann dazu führen, dass der Kunde einen Kredit eben nur zu schlechteren Konditionen erhält oder sogar gar nicht. Es kann auch dazu führen, dass er den ersehnten Mietvertrag nicht erhält oder beim Versandhandel nur per Vorkasse oder Lastschrifteinzug einkaufen darf.

Wichtig zu wissen ist, dass der Schufa-Score nicht den einzigen Anhaltspunkt zur Kreditwürdigkeit eines Kunden liefert. Er ist ein Baustein, wenn auch ein nicht ganz unwichtiger. Banken prüfen aber auch das Einkommen, andere regelmäßige Einnahmen und die Ausgabenseite.

Auch ohne perfekten Schufa-Score können Sie Ihr Geld sicher und flexibel anlegen – zum Beispiel mit Tagesgeld.

Wie lange speichert die Schufa Daten?

Die Schufa speichert die Einträge nicht lebenslang. In der Regel bleiben die Informationen drei Jahre gespeichert, gerechnet ab dem Ende des Kalenderjahres der Erledigung, und werden dann gelöscht – vorausgesetzt, alle offenen Zahlungen sind geleistet. Also ein Kredit muss getilgt sein, ein Mahnbescheid erledigt. Kreditanfragen speichert die Schufa zwölf Monate. Kündigen Sie Ihr Girokonto oder ist der Kredit zurückgezahlt und es gab keine Zahlungsprobleme, so löscht die Schufa die Informationen direkt nach Bekanntgabe des Vertragsendes durch den Vertragspartner.

Gut zu wissen: Auch Anfragen nach Nullzins- oder Negativzins-Krediten, sogenannten Minikrediten, werden so gespeichert wie andere Kreditanfragen auch. Die Kredithöhe macht da keinen Unterschied.

Wann bekommt man einen Schufa-Eintrag? Voraussetzungen und Beispiele

Ein negativer Schufa-Eintrag entsteht nicht sofort. Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, bevor eine Forderung an die Schufa gemeldet wird. Welche das sind und welche Faktoren Ihre Bonität beeinflussen, lesen Sie hier.

Wann wird ein negativer Schufa-Eintrag gemeldet?

Wer es einmal versäumt, eine Rechnung pünktlich zu zahlen, muss nicht fürchten, gleich einen negativen Schufa-Eintrag zu bekommen. Erst nach einer bestimmten Frist, nach einer zweiten Mahnung, nach einer Ankündigung durch den Gläubiger und wenn der Forderung nicht widersprochen wurde, kann der Händler die ausgebliebene Zahlung an die Schufa melden. Voraussetzung ist in der Regel, dass die Forderung unbestritten ist und der Verbraucher zuvor gemahnt wurde.

Welche Faktoren beeinflussen den Schufa-Score?

Wichtig für Ihren Schufa-Score ist Ihre Kredithistorie. Die reine Aufnahme eines einzigen Kredites schlägt sich aber nicht negativ auf Ihren Schufa-Score nieder. Im Gegenteil: Die vertragsgemäße Rückzahlung eines Kredites wirkt sich positiv auf den Score aus. Die Schufa weist sogar darauf hin, dass der Score somit bei einem laufenden, zuverlässig bedienten Kredit sogar besser sein kann, als wenn Sie keinen Kredit aufgenommen haben.

Haben Sie aber viele Kreditverpflichtungen, verschlechtert das Ihren Score. Denn statistisch gesehen ist es wahrscheinlicher, dass Sie den Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Natürlich spielen auch die Höhe der Kredite und die Laufzeit eine Rolle.

Welche Einträge wirken sich negativ auf den Score aus?

Darüber hinaus schlagen sich auf den Schufa-Score zum Beispiel Zahlungsausfälle, fristlos gekündigte Verträge aufgrund von Zahlungsrückständen und Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen nieder. Ebenso verzeichnet die Schufa Anfragen von Krediten, Girokonten, Darlehen, Produkten und Dienstleistungen, bei denen der Anbieter in eine Vorleistung geht.

Biallo-Lesetipp: Droht bei einem Inkasso-Brief ein Schufa-Eintrag?

Haben Kreditanfragen Einfluss auf den Schufa-Score?

Wichtig zu wissen: Reine Konditionenanfragen, wenn Sie beispielsweise verschiedene Kreditangebote vergleichen möchten, werden nur kurzfristig gespeichert und haben keinen Einfluss auf den Score.

Speichert die Schufa Daten über alle Verbraucher?

Viele Verbraucher gehen davon aus, dass die Schufa keine Daten über ihn gespeichert hat, weil sie oder er noch nie einen Kredit aufgenommen und allen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachgekommen ist, irrt. Bei der Schufa sind nach eigenen Angaben Informationen zu fast jeder Privatperson in Deutschland gespeichert. Zu über 90 Prozent liegen laut Schufa nur positive Informationen vor.

Ein negativer Schufa-Eintrag kann erhebliche Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit haben und sollte daher möglichst vermieden werden.

Negativen Schufa-Eintrag löschen lassen: Wann ist das möglich?

Ein negativer Schufa-Eintrag kann nicht immer sofort gelöscht werden. Entscheidend ist, ob ein Fehler vorliegt oder gesetzliche Fristen erfüllt sind.

Ob ein Eintrag gelöscht werden kann, hängt also vom Einzelfall ab. Welche Möglichkeiten Sie konkret haben, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Biallo-Tipp: Auch bei Schufa-Einträgen können Fehler auftreten. Es kann sich lohnen, seine bei der Schufa hinterlegten Daten zu prüfen. Sollten diese fehlerhaft sein, muss die Schufa sie natürlich korrigieren.

Fehlerhafte Schufa-Einträge korrigieren lassen

Verbraucher und Verbraucherinnen können fehlerhafte Schufa-Einträge korrigieren lassen. Dieses Recht ist gesetzlich im Rahmen der DSGVO verankert. Je nachdem um welche Art von Fehler es sich handelt, ist die Schufa selbst zuständig oder aber der Gläubiger. Fehlt zum Beispiel der Vermerk, dass eine einst offene Zahlung nun erledigt ist, ist der Gläubiger zuständig. Es liegt in seiner Verantwortung, der Schufa zu melden, wenn eine Forderung beglichen ist. Der Gläubiger muss sich dann an die Schufa wenden. Der Verbraucher sollte den Schriftverkehr aufbewahren als Beweis. Er sollte sich auch vom Gläubiger eine Bestätigung schicken lassen, dass dieser das Schreiben an die Schufa weitergeleitet hat.

Wie sich negative Einträge auf Kreditchancen auswirken, zeigt unser Ratgeber zum Kredit trotz negativer Schufa.

Wer ist für die Korrektur zuständig?

Sind einem Einträge fälschlicherweise zugeordnet worden, ist die Schufa direkt der Ansprechpartner. Alle Fehlerkorrekturen sollten Verbraucher schriftlich beantragen, am besten per Einschreiben und Rückschein, so haben sie einen Beleg in der Hand.

So lassen Sie einen Schufa-Eintrag löschen

So gehen Sie vor, wenn Sie einen Schufa-Eintrag löschen lassen möchten:

  1. Prüfen Sie Ihre gespeicherten Schufa-Daten
  2. Identifizieren Sie fehlerhafte oder veraltete Einträge
  3. Wenden Sie sich schriftlich an die Schufa oder den Gläubiger
  4. Legen Sie Nachweise für die Fehlerhaftigkeit vor
  5. Fordern Sie die Löschung oder Korrektur des Eintrags

Wann wird ein Schufa-Eintrag automatisch gelöscht?

Einträge werden in der Regel automatisch gelöscht, sobald die gesetzliche Speicherfrist abgelaufen ist. Diese beträgt meist drei Jahre ab dem Ende des Kalenderjahres der Erledigung. Mehr Details zur Speicherdauer finden Sie im Abschnitt „Wie lange speichert die Schufa Daten?“.

Kontakt zur Schufa: So erreichen Sie den Anbieter

Registrierte Nutzer erreichen die Schufa über ein Log-in auf der Homepage. Ansonsten ist die Schufa telefonisch unter der Telefonnummer: 0611 - 92780 erreichbar (montags bis freitags von 8 Uhr bis 19 Uhr) und per Post unter:

SCHUFA Holding AG
Postfach 10 25 66
44725 Bochum

Bei Rückfragen zur Schufa-Auskunft, stellt die Schufa online ein Rückfragenformular zur Verfügung.

Benötigen Sie schnelle Hilfe, weil Sie vermuten, dass Ihre Daten missbraucht werden oder eine Personenverwechslung vorliegt? Dann bietet die Schufa Hilfe unter der E-Mail-Adresse schnelleHilfe@schufa.de.

Wie kann man den Schufa-Score verbessern?

Ist ein negativer Schufa-Eintrag nicht fehlerhaft, können Sie ihn natürlich nicht einfach so rauslöschen lassen. Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis der Eintrag “verjährt”. Und Sie können natürlich versuchen, darüber hinaus ein verlässliches Zahlungsverhalten an den Tag zu legen.

Sicherlich ist der Schufa-Score dann am besten, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher immer pünktlich ihre Rechnungen bezahlen und ihren Zahlungsvereinbarungen bei Ratenzahlungen nachkommen.

Schufa-Score verbessern: Das können Sie sofort tun

  • Rechnungen immer pünktlich bezahlen
  • Kredite zuverlässig bedienen
  • Kreditlinien möglichst nicht ausschöpfen
  • Nur notwendige Konten führen
  • Häufige Kreditanfragen vermeiden
  • Schufa-Daten regelmäßig prüfen

Diese Maßnahmen wirken sich nicht sofort aus, können aber mittel- bis langfristig zu einer besseren Bewertung führen.

Außerdem empfiehlt es sich, überflüssige Konten zu schließen. Es ist vorteilhafter, nur ein Konto oder wenige Konten zu pflegen, das aber mit Kontinuität. Räumt die Bank einen hohen Dispokredit ein, spricht das für Kreditwürdigkeit. Das gilt aber nur, wenn Verbraucher den Dispo nach Möglichkeit nicht nutzen.

Schufa-Score verschlechtern: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

  • Rechnungen verspätet oder gar nicht bezahlen
  • Mehrere Kreditanfragen in kurzer Zeit stellen
  • Viele parallel laufende Kredite aufnehmen
  • Konten und Kreditkarten häufig wechseln
  • Dispokredit dauerhaft oder vollständig ausschöpfen
  • Inkasso- oder Mahnverfahren riskieren

Solche Faktoren können sich negativ auf Ihre Bonität auswirken und die Chancen auf Kredite oder Verträge deutlich verschlechtern.

Weitere Hinweise der Schufa zur Verbesserung des Score-Werts:

  • Nicht vertragsgemäß bezahlte Rechnungen oder Ratenzahlungen schnellstmöglich bezahlen.
  • Bestehende (Kredit-)Verpflichtungen immer vertragsgemäß erfüllen und fristgemäß begleichen.
  • Kreditlinien nicht überziehen.
  • Die Gesamtsumme aller finanziellen Verpflichtungen sollte in angemessenem Verhältnis zu Einkünften oder Vermögen stehen.

Mehr Details und Hintergründe zum Schufa-Score finden Sie auch in unserem ausführlichen Experten-Ratgeber, welchen wie Ihnen als kostenfreie PDF zur Verfügung stellen.

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Häufige Fragen zur Schufa und zum Schufa-Score

Die wichtigsten Fragen zur Schufa und zur Bonität kurz und verständlich beantwortet:

Was ist ein guter Schufa-Score?

Ein hoher Score-Wert signalisiert eine gute Kreditwürdigkeit. Je höher der Wert, desto geringer ist das Risiko eines Zahlungsausfalls aus Sicht der Schufa.

Wie oft kann ich meine Schufa-Daten kostenlos abfragen?

Sie können Ihre Daten mehrfach im Jahr kostenlos nach Artikel 15 DSGVO einsehen, wenn ein berechtigtes Interesse besteht.

Beeinflusst ein Kredit meinen Schufa-Score?

Ja. Ein Kredit kann sich positiv auswirken, wenn er zuverlässig zurückgezahlt wird, und negativ bei Zahlungsproblemen.

Welche Daten speichert die Schufa nicht?

Die Schufa speichert keine sensiblen Daten wie Einkommen, Vermögen, Religion oder Familienstand.

Wann wird ein Schufa-Eintrag gelöscht?

In der Regel nach drei Jahren zum Jahresende, nachdem die Forderung erledigt wurde.

Checkliste: So verbessern Sie Ihren Schufa-Score

Mit diesen einfachen Maßnahmen können Sie Ihre Bonität langfristig verbessern:

  • Rechnungen immer pünktlich bezahlen
  • Kredite zuverlässig und fristgerecht bedienen
  • Dispokredit möglichst nicht ausschöpfen
  • Nur notwendige Konten und Kreditkarten führen
  • Mehrere Kreditanfragen vermeiden
  • Schufa-Daten regelmäßig überprüfen

Über die Autorin Annette Jäger

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren. Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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Stefanie Engelmann
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