Weg frei für Familien- und Rentenpaket

Gesetzesänderungen 2019 Weg frei für Familien- und Rentenpaket

von biallo.de
23.11.2018
Auf einen Blick
  • Der Bundesrat hat am Freitag die milliardenschweren Steuerentlastungen für Familien abgesegnet.

  • Auch das Rentenpaket der Bundesregierung ist in trockenen Tüchern.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Mehr Kindergeld und höhere Kinder- und Steuerfreibeträge – das knapp zehn Milliarden Euro schwere Familienpaket ist durch. Der Bundesrat hat an diesem Freitag grünes Licht gegeben.

Das Kindergeld steigt zum 1. Juli 2019 um zehn Euro pro Monat. Für das erste und zweite Kind gibt es dann 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro und für jedes folgende Kind 235 Euro. Weitere Erhöhungen sind geplant, aber noch nicht im Gesetz verankert.

Auch der Kinderfreibetrag wird angehoben, und zwar ab Januar 2019 von 7.428 auf 7.620 Euro und ab Januar 2020 auf 7.812 Euro pro Kind.

Der Grundfreibetrag steigt ebenfalls in zwei Schritten: Ab 2019 von 9.000 Euro auf 9.168 Euro und ab 2020 auf dann 9.408 Euro. Einkommen darunter bleiben grundsätzlich steuerfrei. In gleichem Umfang steigt auch der Unterhaltshöchstbetrag, bis zu dem man Unterhaltspflichten steuerlich geltend machen kann.

Lesen Sie auch: So klappt es mit dem Wohngeld

Um die sogenannte Kalte Progression auszugleichen, werden die Steuersätze der Inflation angepasst und die Steuertarife nach hinten verschoben. Bei einer zugrundegelegten Inflation von 2,0 Prozent etwa würde der Spitzensteuersatz von 42 Prozent nicht wie aktuell ab einem Jahreseinkommen von 54.950 Euro greifen, sondern erst ab 56.050 Euro.

Steuerentlastungen gibt es auch für Pendler. So ist das Jobticket vom Arbeitgeber ab 2019 steuerfrei – ebenso ein Dienstfahrrad. Darüber hinaus werden Elektroautos und Hybridfahrzeuge als Dienstwagen steuerlich begünstigt.

Lesen Sie auch: Tipps & Tricks bei der Dienstwagen-Besteuerung

Sollen wir Sie zu wichtigen Gesetzesänderungen auf dem Laufenden halten? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Grünes Licht für Rentenpaket

Der Bundesrat hat auch das Rentenpaket der Bundesregierung abgesegnet. Die Maßnahmen kommen vor allem Geringverdienern, Müttern, Erwerbsgeminderten und Beziehern von Grundsicherung zugute. Zudem wird die sogenannte doppelte Haltelinie bis 2025 festgezurrt: So soll das Rentenniveau bis dahin nicht unter 48 Prozent des Durchschnittslohnes sinken und die Beiträge sollen nicht über 20 Prozent steigen.

Die wichtigsten Änderungen ab 2019 im Überblick:

  • Wer eine Erwerbsminderungsrente beantragt, wird künftig genauso behandelt, als hätte er bis zum regulären Renteneintrittsalter gearbeitet. 

  • Geringverdiener werden ab Juli 2019 bei den Beitragszahlungen entlastet. Sie müssen erst ab einer Einkommensgrenze von 1.300 Euro statt bislang 850 Euro den vollen Satz Sozialbeiträge zahlen, ohne dadurch Renteneinbußen zu befürchten.

  • Auch für ältere Mütter sind Verbesserungen bei der Rente vorgesehen. Für jedes vor 1992 geborene Kind gibt es zusätzlich ein drittes Jahr Erziehungszeit. Dadurch steigt die monatliche Rente pro Kind in den alten Bundesländern um 16,02 Euro und in den neuen um 15,35 Euro.

Lesen Sie auch: Mehr Geld durch die Flexirente

Ihre Meinung ist uns wichtig
biallo.de
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
biallo.de
E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
biallo.de
E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de