Auf einen Blick
  • Kriminelle versenden dubiose Mahnungen und Zahlungsaufforderungen im Namen erfundener Inkasso-Unternehmen.

  • Überweisen Sie auf keinen Fall den geforderten Betrag.

  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Viele Verbraucher bekommen einen Schreck, wenn Post vom Inkasso eintrifft. Dabei handelt es sich in einigen Fällen um Fake.
Rainer Fuhrmann / Shutterstock.com

Haben Sie auch eine letzte außergerichtliche Mahnung von einem Inkassounternehmen bekommen? Diese werden im Namen der Euro Collect AG/Euro Coolect AG, PE Kasse AG, EXPERT KASSE INKASSO AG, P EXPERT AG oder Euro DE Inkasso GmbH versendet. Angeblich geht es um eine Forderung der "Deutsche Gewinner Zentrale", "JACKPOT 6/49" oder der "Euro Lotto Zentrale". Wir warnen vor diesen Briefen.

Betrüger denken sich immer wieder neue Maschen aus, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Besonders gut funktioniert seit längerer Zeit die Inkasso-Masche. Mit frei erfundenen Forderungen wird dem potenziellen Opfer Angst eingejagt und Druck ausgeübt. Seit Jahren werden die Mahnungen im Namen verschiedener Lotto-Unternehmen versendet. Angeblich wurde ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen und der Empfänger der Inkasso-Schreiben hat die Forderung nicht beglichen. Die geforderten Kosten liegen in den meisten Fällen zwischen 200 und 300 Euro und sollen auf ein Konto in Griechenland überwiesen werden.

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Überweisen Sie kein Geld

Leider funktioniert die Masche mit der Angst, die bereits mit dem ungeöffneten Brief ausgeübt wird. Dort sind häufig Zustellvermerke wie "Persönliche Übergabe" und "Keine Nachbarschaftszustellung" zu lesen, die einen amtlichen Eindruck erwecken sollen. Zudem sind die Fake-Schreiben mit dem Namen und der Adresse des Empfängers personalisiert. Viele Verbraucher überweisen das Geld auf die ausländischen Konten. Das Geld ist dann für immer verloren. Deshalb unser ausdrücklicher Rat: Überweisen Sie kein Geld! Es handelt sich um einen Betrugsversuch!

Woran erkenne ich eine ausländische IBAN?

IBAN-Nummer in Deutschland beginnen immer mit der Buchstabenkombination “DE”. Ist das nicht der Fall, handelt es sich um eine ausländische IBAN. Die IBAN-Nummern in den dubiosen Inkasso-Mahnungen beginnen häufig mit “GR” für Griechenland oder “LT” für Litauen.
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Diese Firmen versenden die betrügerischen Mahnungen

In den letzten Jahren haben sich die Briefe immer wieder geringfügig verändert. Vor allem die Absender der Mahnungen wechseln ständig. Wir listen nachfolgend auf, im Namen welcher erfundenen Inkassounternehmen die Forderung versendet wird. Falls Sie den Brief im Namen eines anderen Unternehmens erhalten, leiten Sie uns diesen bitte als Foto oder PDF-Datei an hinweis@biallo.de weiter. Mit Ihrer Hilfe können wir andere Verbraucher schnellstmöglich warnen. So sieht der Briefkopf beispielsweise aus:

So sehen die Mahnungen der Fake-Inkasso-Firmen aus.

Absender der Mahnungen und Namen der Fake-Inkasso-Firmen

Im Namen dieser Fake-Firmen werden die Briefe versendet:

  • ASTRA EU Inkasso GmbH / Astra EU Inkasso AG, Mainzer Landstraße 50, 60325 Frankfurt am Main, Telefon: 0048223897140, inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: PL91 1600 1462 1892 3974 7000 0002, Empfänger Überweisung: ASTRA EU
  • EU Trade Inkasso AG, Theodor-Heuss-Ring 23, 50668 Köln, Telefon: 021225089956, inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: GR27 0172 3530 0053 5310 2857 281, Empfänger Überweisung: EU Trade AG
  • Euro Collect AG/Euro Coolect AG, Theodor-Heuss-Ring 23, 50668 Köln, , Telefon: 021225089956, inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: GR43 0172 3530 0053 5310 2869 409, Empfänger Überweisung: Euro Collect AG
  • Euro DE Inkasso GmbH, Mainzer Landstraße 50, 60325 Frankfurt am Main, 0048223897140, inkassobuero.de@gmail.com
  • EXPERT AG, Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin, Telefon 030/23590368, E-Mail: inkassobuero.de@gmail.com
  • EXPERT KASSE AG, Leipziger Platz 15, 10117 Berlin, Telefon: 00441223926538, inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: GR76 0172 3530 0053 5310 2736 701, Empfänger Überweisung: EXPERT KASSE AG
  • Inkasso FED AG, Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin, Telefon: 03023590368, E-Mail: inkassobuero.de@gmail.com
  • MON EXPERT AG, Mainzer Landstraße 50, 60325 Frankfurt am Main, Telefon 00442081338868, E-Mail: inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: GR62 02601 4000 0011 0201 0806 43, GR03 0110 3780 0000 3780 0811 244, Empfänger Überweisung: MON EXPERT AG
  • OFA Solution Inkasso, Bielefeld, IBAN: LT16 3510 0011 1921 3133, Empfänger Überweisung: O.F.A. Group
  • P EXPERT AG, Leipziger Platz 15, 10117 Berlin, Telefon: 00441223926538, inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: GR92 0172 3530 0053 5310 2036 946, Empfänger Überweisung: P EXPERT AG
  • PE Kasse Inkasso AG, Leipziger Platz 15, 10117 Berlin, Telefon: 0044223926538, E-Mail: inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: GR76 0172 3530 0053 5310 2736 701, Empfänger Überweisung: PE Kasse AG
  • Plus Kasse Inkasso AG, Leipziger Platz 15, 10117 Berlin, Telefon: 021225089997, E-Mail: info@bergner-sek.de, IBAN: GR12 0172 3530 0053 5310 2736 786, Empfänger Überweisung: Plus Kasse AG
  • Plus Kasse Inkasso AG, Georg-Benjamin-Strasse 31, 13125 Berlin, Telefon: 021225089997, E-Mail: info@bergner-office.de, IBAN: GR12 0172 3530 0053 5310 2736, Empfänger Überweisung: Plus Kasse AG
  • Plus Kasse Inkasso AG, Uferstraße 12, 42699 Solingen, Telefon: 021225089997, E-Mail: kanzlei.bergner@gmail.com, IBAN: GR12 0172 3530 0053 5310 2736 786, Empfänger Überweisung: Plus Kasse AG
  • PORTEX AG, Mainzer Landstraße 50, 60325 Frankfurt/Main, Telefon 00442081338868 und 01633908254, E-Mail: inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: FR76 3000 4008 0200 0104 7437 965, Empfänger Überweisung: PORTEX AG
  • PRO CLAIM AG, Mainzer Landstraße 50, 60325 Frankfurt am Main, Telefon: 0048223897140, inkassobuero.de@gmail.com, IBAN: PL70 1600 1055 1893 3087 6000 0002, Empfänger Überweisung: PRO CLAIM
  • Skirke Marketing, Kurfürstendamm 144, 10708 Berlin, IBAN: DE35 8709 6124 0200 1074 20, Empfänger Überweisung: Mathias Skirke

Folgende Überschriften / Betreffzeilen wurden in der Vergangenheit verwendet:

  • 1. Mahnung
  • 1.Mahnung & Kündigung
  • Letzte außergerichtliche Mahnung
  • Vorpfändung

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Existieren die Inkassounternehmen überhaupt?

Sobald unsere Leser uns ein derartiges Anschreiben zusenden, überprüfen unsere Spezialisten die Mahnung auf Plausibilität. Das können Sie mit unserem Inkasso-Ratgeber auch selbst tun. Unsere Überprüfungen haben ergeben, dass die Inkasso-Firmen in der Regel nicht existieren oder Daten von existierenden Firmen missbraucht werden. Zudem fehlen auf den Briefen in der Regel die Pflichtangaben. Sie können diese Briefe vernichten, ohne darauf zu reagieren. Von einer Kontaktaufnahme raten wir sogar dringend ab!

Auch die Juristin Stefanie Kahnert von der Verbraucherzentrale Brandenburg rät:

"Zahlen Sie auf keinen Fall, wenn Sie ein solches Schreiben erhalten"

und sie erklärt weiter

"Leider sind immer wieder Fake-Inkassoforderungen im Umlauf. Die Namen der vermeintlichen Unternehmen variieren, mit dem Abdruck verschiedener Siegel soll Seriosität vermittelt werden. Häufig beziehen sich die Schreiben auf einen vermeintlichen Lotterievertrag. Die Angabe einer ausländischen Kontoverbindung ist auf einem solchen Schreiben nahezu ein Garant dafür, dass es sich um ein betrügerisches Schreiben handelt"

Kostenloser Ratgeber: So erkennen Sie unseriöse Trading-Plattformen

Frankierung als DHL Paket 

Mittlerweile sind die Briefe als DHL Paket frankiert. Dies soll wohl den "offiziellen" Charakter der Schreiben unterstreichen. Allerdings gibt DHL auf Nachfrage die Auskunft, dass Shops einen Brief nicht als Paket frankieren dürfen. Die Vermutung liegt nahe, dass die Betrüger sich die Etiketten selber ausdrucken. Um an das Geld der Opfer zu kommen, investieren die Kriminellen demnach ordentlich Geld. Denn die Frankierung als Paket ist teurer als ein Einschreiben-Brief.

Gibt es die Euro Lotto Zentrale oder die Deutsche Gewinner Zentrale?

In den dubiosen Mahnungen werden immer wieder Firmen wie die “Deutsche Gewinner Zentrale”, "JACKPOT 6/49” oder die “Euro Lotto Zentrale” genannt. Nach unseren bisherigen Recherchen können wir Entwarnung geben. Auch diese Firmen existieren nicht, sodass Sie mit diesen auch keinen Vertrag abgeschlossen haben können. Und selbst wenn Sie einen Vertrag abgeschlossen hätten, müsste der Absender der Mahnung Ihnen den Vertragsabschluss nachweisen können, was bei diesen Zahlungsaufforderungen nicht der Fall ist.

Was sollten Sie mit den dubiosen Mahnungen tun?

Auf keinen Fall sollten Sie das geforderte Geld überweisen. In der Regel lässt sich dieses nicht mehr zurückholen. Da es sich um einen Betrugsversuch handelt, raten wir Ihnen eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Das geht heutzutage auch online. Falls Sie sich unsicher sind, ob das Ihnen vorliegende Anschreiben ebenfalls Betrug ist, können Sie uns dieses zur Überprüfung an hinweis@biallo.de senden. In der Regel sind uns die Firmen bereits bekannt.

Warnung: Telefonanruf von der Hausbank kann Betrug sein.

Haben Sie noch Fragen oder möchten keine Warnung verpassen?

Wir warnen fast täglich vor neuen Betrugsmaschen, mit denen Kriminelle an Ihren Geldbeutel möchten. Damit Sie keine Warnung verpassen, sollten Sie uns auf Facebook oder Instagram folgen oder unseren kostenlosen Newsletter mit geldwerten Tipps abonnieren.




  Mike Belschner

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