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Auf einen Blick
  • Private Equity (PE) kann als Beimischung in Portfolios von Privatanlegern interessant sein, allerdings auf indirektem Weg.

  • Der abschreckende Begriff von „Heuschrecken“ ist überzogen. Dennoch sollten Anleger das Risiko bei PE-Fonds nicht unterschätzen.

  • Als Alternativen bieten sich für Privatanleger Investments in ETFs auf PE-Unternehmen oder einzelne Aktien an.
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Private Equity (PE) zählt immer noch zu den eher exotischen Geldanlagen für Privatanleger. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) stellt indes in ihrem Trend-Report 2021 fest, dass das europäische PE-Transaktionsvolumen trotz Covid-19 gestiegen ist. Besonders Deutschland ist laut PwC ein attraktives Investitionsgebiet. Deutschland gehört im Ländervergleich zu den Gewinnern des Jahres 2020, mit Platz 2 hinter Großbritannien.

Laut der PwC-Trend-Studie hält die Hälfte der Befragten (48 Prozent) Deutschland für das attraktivste Land der EU, um in PE zu investieren. Damit liegt Deutschland mit Abstand auf Platz eins. Und 100 Prozent der in Deutschland Investierten wollen hier wieder anlegen. Eine Besonderheit hierzulande ist der spezialisierte Mittelstand. Diese Hidden Champions geben in ihren Branchen oft weltweit den Ton an. Damit sind sie aus Sicht von Private Equity attraktiv.

Das Volumen der PE-Investitionen in Deutschland hat sich erfreulich entwickelt: 2020 waren es rund 12,5 Milliarden Euro. Damit liegt es um rund ein Drittel über dem Volumen vor der Subprime-/Finanzkrise von 2008/09 (rund 9,5 Milliarden Euro). Nach diesem weltweiten Crash gingen die PE-Investitionen in Deutschland auf drei Milliarden Euro zurück und stiegen bis 2016 auf 6,8 Milliarden Euro.

2017 überstieg das Volumen erstmals das Niveau von vor der Finanzkrise, mit 11,7 Milliarden Euro. 2019 erreichten die Investitionen mehr als 16,5 Milliarden Euro. Nach einem kurzen Rückgang auf 12,5 Milliarden Euro im Jahr 2020 wegen Covid-19 ist der PE-Markt in 2021 laut PwC wieder gestiegen. Diese Erhöhung erklärt sich aus den hohen Ertrags-Chancen bei Private Equity: Für eine Beteiligungsgesellschaft ist es eine normale Zielrendite, das investierte Kapital in drei Jahren zu verdoppeln.

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Was bedeutet Private Equity?

Equity bedeutet „Eigenkapital“. Was heißt also „Privates Eigenkapital“? Nun, die Abgrenzung „privat-öffentlich“ bezieht sich darauf, ob ein Unternehmen börsennotiert ist (dann öffentlich) oder nicht (dann privat). Es geht nicht darum, ob die Investoren privat sind oder börsennotiert. (Das ist nämlich beides möglich. „Privates Eigenkapital“ ist insofern irreführend.) Vielmehr geht es darum, dass das Kapital an Unternehmen geht, die nicht an der Börse gehandelt werden. Dadurch ist dann auch die Beteiligung des Kapitalgebers nicht an den Börsen handelbar und somit in diesem Sinne „privat“. Die Kapitalgeber können private und institutionelle Investoren sein. Sie stellen ihr Eigenkapital und ihre Management-Kompetenz zur Verfügung. Man kann „PE“ also mit „außerbörsliches/privates Beteiligungskapital“ übersetzen. Das Gegenteil davon ist Public Equity – die Beteiligung an börsengehandelten Unternehmen.

Für wen eignet sich Private Equity?

Schön und gut – aber eignet sich Private Equity überhaupt für Privatanleger, wenn das Kapital ohnehin nicht öffentlich handelbar ist? Für die Reinform von Private Equity gilt als Antwort: Nein – was den durchschnittlichen Privatanleger betrifft. Private Equity-Investments werden nicht an die Mehrheit der Privatanleger vermarktet, sondern an sehr vermögende (neben institutionellen) Investoren.

Die Beteiligung an einem PE-Fonds beginnt etwa bei 100.000 Euro. (Und das ist noch die „Discount-Variante“: Viele Fonds haben eine lange Warteliste für Anleger, die zwischen fünf und 20 Millionen Euro investieren wollen und dann zehn Jahre auf das Kapital verzichten können.) Außerdem unterliegt der Erwerb solcher Fondsanteile einem strengen Verbraucherschutz. Das bedeutet aber nicht, das Privatanleger Private Equity abhaken müssen. Es gibt Möglichkeiten, sich indirekt an dieser Anlageform zu beteiligen (siehe unten).

Ist Private Equity ein anderer Name für „Heuschrecken“?

2005 gab der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering ein Interview, in dem er sagte: „Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten – sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter.“ Damit stellte er auch auf Private Equity-Gesellschaften (PEG) ab.

Diese Kritik lässt sich nicht einfach abtun. PwC erstellte im Oktober 2019 den Private-Equity-Report „Creating Value beyond the Deal“. Darin fasste PwC zusammen: „Private Equity-Häuser fokussieren sich zu stark auf Kostensenkungen. Ihr Erfolgspotenzial stiege deutlich, würden sie auf andere Wertschöpfungskomponenten ebenso stark setzen – insbesondere auf die Betriebskapital-Effizienz und Umsatzwachstum.“

Allerdings äußerte der Sachverständigenrat („die fünf Wirtschaftsweisen“) schon in seinem Jahresgutachten 2005/06, die Diskussionen um Private Equity würden teils sehr undifferenziert geführt. Finanzinvestoren würden verkürzt zum Inbegriff von kurzfristigen Spekulanten gemacht („Heuschrecken“). Das sei auf ein mangelndes Verständnis der Strategien von Private Equity zurückzuführen. Es sei ökonomisch nicht nachzuvollziehen, dass Investoren systematisch den Wert eines Unternehmens zerstören und dann ihre Beteiligung mit Gewinn realisieren.

Zur angeblichen „sozialen Kälte“ (Abbau von Arbeitsplätzen) hieß es: Ein Zielkonflikt zwischen hoher Rendite und hoher Beschäftigung könne allenfalls kurzfristig bestehen. Langfristig könnten nur dauerhaft ertragsstarke Unternehmen einen hohen Beschäftigungsstand halten oder diesen sogar ausbauen. PE-finanzierte Unternehmen wüchsen überdurchschnittlich, schafften mehr Arbeitsplätze und investierten mehr in Forschung und Entwicklung als anderweitig finanzierte Unternehmen. (S. 463ff.)

Ist Private Equity dasselbe wie Venture Capital (VC)?

Venture Capital (VC) bedeutet Risiko-/Wagniskapital. Dabei geht es um die Finanzierung von vielversprechenden jungen Unternehmen oder Start-ups. Oft geht es um junge Branchen. Sie locken bei Erfolg mit einer enormen Rendite, aber das ist bei einer Beteiligung kaum absehbar, weil das Unternehmen erst noch verlässliche Erträge erwirtschaften soll. Hohen Chancen steht das Risiko des Totalverlusts gegenüber.

Eine Venture-Capital-Gesellschaft (VCG) stellt nicht nur Kapital zur Verfügung, sondern auch Management-Know-how. (Die Unternehmensgründer sind meist unerfahren.) Warum nimmt ein junges Unternehmen kein Darlehen auf? Banken vergeben oft keine Kredite wegen fehlender Sicherheiten. Venture Capital ist also eine Alternative zur traditionellen Finanzierung.

  • Bei VC ist meist nur eine Minderheitsbeteiligung vorgesehen, bei Private Equity aber eine Mehrheitsbeteiligung.
  • Bei VC fließt das Kapital in das Unternehmen, bei PE primär an den Verkäufer der Anteile.
  • Im Umkehrschluss ist der Einsatz von Fremdkapital bei VC eher gering, bei PE aber hoch.
  • VC dreht sich um junge, innovative Wachstumsunternehmen, PE an etablierte Mittelständler oder auch Großkonzerne.
  • Die Haltedauer beträgt bei VC fünf bis sieben Jahre, bei PE drei bis fünf Jahre.
  • Bei VC ist der Grad der Einflussnahme auf das operative Geschäft höher als bei PE.
  • Das Risiko des Investments ist bei VC sehr hoch, bei PE vergleichsweise geringer.

Welche Renditen sind bei Private Equity zu erwarten?

Im Hinblick auf das Chance-Risiko-Profil von Private Equity gilt wie bei jeder Anlage am Kapitalmarkt: Man erkauft sich eine Aussicht auf eine höhere Rendite durch mehr Risiko. An Risiko mangelt es bei dieser Anlageform nicht. Doch wie sieht es mit der Chance aus? Wie eingangs festgestellt, kann eine PE-Gesellschaft das eingesetzte Kapital leicht in drei Jahren verdoppeln, für Private Equity-Investoren sind also jährlich zweistellige Renditen möglich. Das klingt verlockend – zu verlockend?

Wenn man sich das hohe Risiko betrachtet, sollte Private Equity drei bis fünf Prozent mehr Gewinn erwirtschaften als die Aktienmärkte. Ist das so? Der „Global Private Equity Report 2020“ der Unternehmensberatung Bain & Company stellt das infrage: Seit 2009 habe die Private Equity-Branche keine höheren Renditen erwirtschaftet als vergleichbare US-Indizes. Ähnlich argumentiert Gerd Kommer – Bestseller-Autor, Investment-Banker, Vermögensverwalter und Finanzberater – in seinem Blog-Artikel „Private Equity – Wunsch und Wirklichkeit“. Er vergleicht den Index MCI World Small Cap (kleine Unternehmen) mit dem PE-Index LPX50, der die 50 größten börsennotierten Private Equity-Firmen der Welt enthält. Dabei ergibt sich folgende Tabelle:

Quelle: https://www.gerd-kommer-invest.de/private-equity-wunsch-und-wirklichkeit/

Danach hat in den vergangenen 27 Jahren ein durchschnittliches PE-Investment schlechter performt als ein passives Index-Investment. Wenn man Rendite und Risiko gemeinsam betrachte, erhalte man eine Sharpe Ratio von 0,36 für Private Equity und von 0,51 für den Aktienmarkt. (Je höher der Wert des Sharpe-Quotienten, desto besser ist die Wertentwicklung der untersuchten Geldanlage in Bezug auf das eingegangene Risiko.)

Allerdings heißt es in der Studie von Bain & Company auch: „Privates Beteiligungskapital übertrifft immer noch öffentliche Anlageklassen“. Es erziele „stabilere und zuverlässigere Renditen in allen wichtigen Regionen über mehrere Zeithorizonte“. In den USA näherten sich jedoch die Renditen bei privatem und öffentlichem Kapital an. Im Report heißt es: „Eine Parität mit den öffentlichen Märkten ist nicht das, wofür PE-Investoren bezahlen.“ Sie hätten „allen Grund, eine Prämie zu erwarten (…) Wenn alle Dinge gleich sind, bieten öffentliche Kapitalmärkte mehr Liquidität und geringere Kosten.“

Welche Strategien verfolgt Private Equity?

Wie funktioniert privates Beteiligungskapital genau? Private Equity-Gesellschaften wollen Unternehmen mit einem günstigen Rendite-/Risiko-Verhältnis finden. So ein Ziel-Unternehmen (Target) weist idealerweise einen hohen und stabilen Cashflow auf. Das perfekte Target hat außerdem einen weiten Burggraben (Wide Moat) gegenüber der Konkurrenz. Es hat keinen größeren Kapitalbedarf für das laufende Geschäftsjahr (wie Neu-Investitionen oder Forschung und Entwicklung).

Was geschieht beim Leveraged Buy-Out (LBO)?

„Leveraged Buy-Out (LBO)“ bedeutet „gehebelter Aufkauf“. Warum „gehebelt“? Das liegt an dem hohen Anteil von Fremdkapital. Dieses zieht eine Private-Equity-Gesellschaft zusätzlich zu den finanziellen Eigenmitteln heran. Die Hebelwirkung soll dadurch entstehen, dass die Rentabilität beim Target (Gesamtkapitalrentabilität) höher ist als die Zinsen für das Fremdkapital: Durch den geringen Einsatz von Eigenkapital in Kombination mit dem Fremdkapital lässt sich dann eine hohe Rendite erzielen. Das gilt natürlich nur, wenn das Ziel-Unternehmen ausreichend Cashflow erzielt, um die Verbindlichkeiten zu tilgen.

Zur Veranschaulichung: Blackstone, eine der größten PEGs der Welt, hat eine Marktkapitalisierung von über 60 Milliarden US-Dollar. Wenn Blackstone einen Fonds von einer Milliarde US-Dollar auflegt und eine Beteiligung am Target für 400 Millionen US-Dollar erwirbt, dann wird Blackstone trotzdem nur 100 Millionen US-Dollar aus Eigenmitteln aufwenden. Die restlichen drei Viertel der Summe finanziert die Gesellschaft durch Fremdkapital (Bankdarlehen, Schuldverschreibungen oder Mezzanine-Kapital, siehe unten).

Was bedeutet Management Buy-Out (MBO)?

Beim Management Buy-Out (MBO) geht es darum, dass das Management das von ihm geleitete Unternehmen kauft. In der Regel geht es um Unternehmen die operativ gut wirtschaften. Zur Finanzierung wenden sich die Manager an PE-Gesellschaften, die sich am Unternehmen beteiligen. Das führt zu einer gemeinsamen Beteiligung von PEG und Management. Dabei genießt das Management meist bessere Konditionen und erwirtschaftet oft schneller einen Gewinn als die PEG.

Worum geht es bei der Turnaround-Strategie?

Hier geht es um Unternehmen in der Krise, denen man eine Erholung zutraut. Unter Umständen droht sogar die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Liegt ein solcher Sanierungsfall vor, dann hängen die Renditechancen einer PEG davon ab, ob und wie eine Restrukturierung des Unternehmens Erfolg verspricht. Normalerweise entwickelt die PEG einen Sanierungsplan und setzt ihn um. Erst nach erfolgreicher Sanierung kommt es zum Exit der Beteiligungsgesellschaft.

Was ist die Mezzanine-Strategie?

Dieser Begriff leitet sich ab vom italienischen „mezzo“ (halb). (Ein Mezzanin ist ein Halb- oder Zwischengeschoss eines mehrstöckigen Gebäudes.) Es geht um Finanzierungen durch eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital. Bei der Mezzanine-Strategie beteiligt sich eine PEG nicht am Ziel-Unternehmen, sondern stellt nur Fremdkapital zur Verfügung, als nachrangiges Darlehen. Dafür erhält sie oft Genussscheine, Options- oder Wandlungsrechte. Banken betrachten nachrangige Darlehen normalerweise als Eigenkapital. Deswegen erhöht sich das Eigenkapital des Unternehmens, und seine Bonität steigt.

Wie können (normal verdienende) Privatanleger in Private Equity investieren?

Wie oben gesehen, eignet sich Private Equity nicht für den durchschnittlichen Privatanleger: Die verlangten Investitionssummen sind zu hoch. Es gibt aber Möglichkeiten, an dieser Anlageform trotzdem teilzuhaben.

Investition in Private Equity-Fonds

Hier geht es meist um geschlossene Investment-Fonds. Sie investieren außerbörslich in Unternehmen. Statt der klassischen Private Equity-Fonds (mit der oben angesprochenen Mindestbeteiligung von 100.000 Euro) entstehen zunehmend Private Equity-Fonds auch für Kleinanleger: Private Equity-Retailfonds oder Publikumsfonds. Sie sind zum öffentlichen Vertrieb zugelassen. Allerdings geht es immer noch um Mindestanlagen von rund 10.000 Euro. Private Equity-Retailfonds sind oft Dachfonds, die in andere Private Equity-Fonds investieren. Das macht sie leider intransparent für Privatanleger und außerdem teuer (doppelte Kosten für Dachfonds-Management und investierte PE-Fonds).

Zudem bestehen bei dieser Geldanlage erhebliche Risiken. Wenn das Target scheitert, kann das Folgen bis zum Totalverlust haben. Der Fonds ist außerdem nicht liquide, mit einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren, siehe oben. Und bis zur ersten Rendite dauert es meist drei bis vier Jahre.

Das hohe Risiko, die Intransparenz, die Mindestinvestitionen, die hohen Kosten und die lange Anlagedauer mit fehlender Flexibilität sprechen gegen eine Anlage in PE-Fonds.

Investition in Private Equity-ETFs

Warum aber nicht die ganze Private Equity-Branche kaufen? Das ist über ETFs möglich, die Zugang zu Private Equity-Aktiengesellschaften weltweit bieten. Auf dem deutschen Markt sind zwei solche ETFs handelbar:

iShares Listed Private Equity: Dieser ETF enthält die 70 größten Private Equity-Unternehmen aus Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik (S&P Listed Private Equity Index). Der ETF besteht seit März 2007, repliziert physisch, ist ausschüttend und hat ein Volumen von rund 800 Millionen Euro. Die jährlichen Gesamtkosten (TER) betragen 0,75 Prozent. Die größten zehn Unternehmen machen einen Anteil von knapp 60 Prozent aus. Dies sind:

  1. Blackstone Group (9,87 Prozent),
  2. Partners Group (8,54 Prozent),
  3. Brookfield Asset Management (8,06 Prozent),
  4. 3i Group (6,68 Prozent),
  5. KKR & Co. (6,66 Prozent),
  6. Apollo Global Management (4,04 Prozent),
  7. Intermediate Capital Group (3,97 Prozent),
  8. Ares Capital (3,80 Prozent),
  9. Owl Rock Capital (3,57 Prozent),
  10. Onex Corporation (3,51 Prozent).

Quelle: iShares / Stichtag 16. Juli 2021.

Die Hälfte der Unternehmen kommt aus den USA. Knapp 14 Prozent stammen aus dem Vereinigten Königreich. Es folgen Kanada (knapp 12 Prozent), die Schweiz (gut acht Prozent), Frankreich (fünf Prozent) und Schweden (knapp drei Prozent). Der ETF erzielte in den vergangenen fünf Jahren in der Originalwährung US-Dollar eine Performance von 125 Prozent (Stichtag: 15. Juli 2021)

Xtrackers LPX Private Equity: Dieser ETF bildet den Private Equity-Index LPX synthetisch nach, der die 25 größten börsengehandelten PE-Gesellschaften der Welt abbildet. Der ETF besteht seit Januar 2008, ist thesaurierend und hat ein Volumen von 275 Millionen Euro. Die jährlichen Gesamtkosten (TER) betragen 0,7 Prozent. Dieser Swap-ETF bildet die größten zehn Unternehmen mit einem Anteil von über 75 Prozent ab. Dies sind:

  1. KKR & Co. (11,13 Prozent)
  2. Blackstone Group (10,81 Prozent)
  3. Partners Group (9,57 Prozent),
  4. 3i Group (8,79 Prozent)
  5. Carlyle Group (8,29 Prozent)
  6. Apollo Global Management (6,85 Prozent)
  7. EQT AB (6,2 Prozent)
  8. Ares Capital (5,09 Prozent)
  9. Intermediate Capital Group (4,68 Prozent)
  10. Eurazeo SE (3,82 Prozent)

Quelle: DWS / Stichtag 31. März 2021

Über die Hälfte der abgebildeten Unternehmen kommt aus den USA. Knapp 16 Prozent stammen aus dem Vereinigten Königreich. Es folgen die Schweiz (gut 11 Prozent), Frankreich (gut 7 Prozent), Schweden (gut 6 Prozent) und Kanada (3,5 Prozent). Der ETF erzielte in den vergangenen fünf Jahren eine kumulierte Rendite von 123,5 Prozent (Stichtag: 15. Juli 2021).

Investition in einzelne Private Equity-Aktien

Man kann an der Private Equity-Anlageform auch teilhaben, indem man in die Aktien einzelner Private Equity-Unternehmen investiert. Die großen PEG ergeben sich aus den Top Ten, in die die ETFs von iShares und Xtrackers investieren. Hier folgt noch eine kleine Übersicht (Marktkapitalisierung jeweils zum Stichtag 19. Juli 2021 laut Google:

  • Blackstone (WKN: A2PM4W) ist ein US-Unternehmen aus New York, mit einer Marktkapitalisierung von knapp 120 Milliarden US-Dollar. Private Equity ist eines von vier Segmenten, neben Real Estate (am größten), Hedge Fund Solutions und Credit & Insurance.
  • Partners Group (WKN: A0JJY6) ist ein Schweizer Unternehmen aus Baar, mit einer Marktkapitalisierung von gut 38 Milliarden Schweizer Franken. Das Unternehmen ist hauptsächlich in Nordamerika und Europa aktiv, in den Bereichen Private Equity-, Private Debt-, Private Real Estate- und Private Infrastructure-Dealflow.
  • Brookfield Asset Management (WKN: A0HNRY) ist ein kanadisches Unternehmen aus Toronto mit einer Marktkapitalisierung von 75 Milliarden US-Dollar. Der Investitionsschwerpunkt liegt in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur, erneuerbare Energien und Private Equity (am größten). Private Equity konzentriert sich auf Unternehmensdienstleistungen, Infrastrukturdienstleistungen und Industriebetriebe, in den USA, Kanada, Brasilien und Australien.
  • 3i Group (WKN:A0MU9Q) ist ein britisches Unternehmen aus London mit einer Marktkapitalisierung von gut elf Milliarden Pfund. Das Kerngeschäft beruht auf Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen (Buy-Outs) und Finanzierungen der Infrastruktur. 3i ist aktiv in Europa, Asien und Nordamerika.
  • KKR & Co. (WKN: A2LQV6) – früher Kohlberg Kravis Roberts & Co. - ist ein US-Unternehmen aus New York mit einer Marktkapitalisierung von 49 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verwaltet alternative Anlageklassen, darunter Private Equity, Energie, Infrastruktur und Immobilien. Es ist vertreten in Nord- und Südamerika, in Europa, dem Nahen Osten und Asien-Pazifik.
  • Apollo Global Management (WKN: A2PRK2) ist ein US-Unternehmen aus New York State mit einer Marktkapitalisierung von 24 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Investitionen in Kredit-, Private-Equity- und Sachwerte und ist vertreten in Nordamerika, Europa und Asien.
  • Intermediate Capital Group (WKN: A2AMU0) ist ein britisches Unternehmen aus London mit einer Marktkapitalisierung von knapp sechs Milliarden Pfund. Intermediate hat zwei Hauptbereiche: eine Fondsverwaltungsgesellschaft und eine Investmentgesellschaft. Mit der ersten ist man operativ tätig in Europa, Asien-Pazifik und Nordamerika.
  • Ares Capital (WKN: A0DQY4) ist ein US-Unternehmen aus New York mit einer Marktkapitalisierung von 8,6 Milliarden US-Dollar. Ares konzentriert sich auf US-amerikanische mittelständische und größere Unternehmen.
  • Owl Rock Capital (WKN: A2PPPV) ist ein US-Unternehmen aus New York mit einer Marktkapitalisierung von 5,5 Milliarden US-Dollar. Owl Rock konzentriert sich aus US-Unternehmen des mittleren Marktes.
  • Onex Corporation (WKN: 873080) ist ein kanadisches Unternehmen aus Toronto mit einer Marktkapitalisierung von knapp acht Milliarden kanadischen Dollar. Onex hat zwei Hauptsegmente: Investitionen in Private Equity, Private Credit und Direktinvestitionen und Asset und Wealth Management für Pensionspläne, Staatsfonds, Versicherungsgesellschaften und Family Offices.
  • Carlyle Group (WKN: A2PXCR) ist ein US-Unternehmen aus Washington, D. C., mit einer Marktkapitalisierung von 15,5 Milliarden US-Dollar. Carlyle ist global tätig in den Bereichen Corporate Private Equity, Real Assets, Global Market Strategies und Fund of Funds Solutions. Der Schwerpunkt liegt in den USA.
  • EQT AB (WKN: A2PQ7G) ist ein schwedisches Unternehmen aus Stockholm mit einer Marktkapitalisierung von 345 Milliarden schwedischen Kronen. EQT ist Teil der Wallenberg-Unternehmensgruppe und hat zwei Geschäftsbereiche: Private Capital und Real Assets. Neben Schweden ist das Unternehmen vor allem vertreten in Deutschland, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden und Singapur.
  • Eurazeo SE (WKN: 860642) ist ein französisches Unternehmen aus Paris mit einer Marktkapitalisierung von 5,7 Milliarden Euro. Eurazeo agiert in vier Private Equity-Segmenten und investiert hauptsächlich in Europa. Der Schwerpunkt liegt bei mittleren und großen Unternehmen. Eurazeo expandiert in den chinesischen, brasilianischen und amerikanischen Markt.

Fazit:

Private Equtity ist ein spannendes Feld – aber zu nervenaufreibend für den normalen Anleger. Wer die Volatilität und das Risiko der Branche nicht scheut, der kann den indirekten Weg über Aktien und ETFs gehen. Allerdings sollte dies immer nur als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio geschehen.

Quellen

Über den Autor Alexander Rudow
Geboren 1972 in Münster/Westfalen. Bereits während seines Jura-Studiums und anschließenden Referendariats schrieb Alexander als freier Journalist für verschiedene regionale Tageszeitungen. Nach Absolvierung des zweiten Staatsexamens arbeitete er einige Zeit als Anwalt in eigener Kanzlei. Darüber hinaus war er in einer Warschauer Kanzlei tätig, wo er sich intensiv mit den deutsch-polnischen Handelsbeziehungen beschäftigte. Ebenfalls in Warschau unterrichtete er Deutsch als Fremdsprache am Österreich-Institut. 2010 entdeckte Alexander seine Leidenschaft für die Börse. Er ist glühender Verfechter der Buy-and-Hold-Strategie. Sein Depot umfasst ausgewählte Einzeltitel und ein ETF-Weltportfolio. Für biallo.de schreibt Alexander Börsen- und Aktien-Ratgeber. Dazu ist er als Lektor und freier Autor von Sachbüchern und in der Belletristik tätig.
  Alexander Rudow