Auf einen Blick
  • Reine Online-Konten sind seit geraumer Zeit im Trend. Doch sollte eine Banking-App mehr können, als nur digital geführt zu werden.

  • Genau das hat sich Vivid Money auf die Fahne geschrieben. Denn die Neo-Banking-App möchte mit seinen inkludierten Angeboten das Leben rundum Geld und Finanzen vereinfachen.

  • Mitgründer und Geschäftsführer Alexander Emeshev erklärt im Interview mit biallo.de, was Vivid Money so besonders macht und wie Kundinnen und Kunden mit Vivid ihr Wissen zum Thema Vermögensaufbau erweitern können.
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Vivid ist eines der boomenden Fintechs, welches das Smartphonekonto Vivid Money per App zur Verfügung stellt. Konkurrenten am Markt sind beispielsweise Revolut, N26, Tomorrow & Co..

Für Nutzerinnen und Nutzer bietet die kostenlose Banking-App bis zu 15 Unterkonten mit eigener IBAN. Zudem erhalten Sie eine Visa-Debitkarte aus Metall, die keinerlei aufgedruckte Daten enthält – also weder Ihren Namen noch die persönliche CVV-Nummer. Alle diese Details sind über die Vivid-App abrufbar und dort geschützt hinterlegt. Außergewöhnlich ist das Cashback-Programm von Vivid, womit Kontoinhaberinnen und -inhaber Geld für ihre Einkäufe zurückerhalten und über die Vivid-App in sogenannte Stock Rewards investieren können. Nach dem Vivid-Motto: Gespartes oder verdientes Geld sollte nicht von Gebühren aufgefressen werden.

Biallo.de wollte mehr erfahren über die Besonderheiten, Pläne und Vision von Vivid und sprach mit Co-Gründer Alexander Emeshev.

Erst im Jahr 2020 wurde Vivid gegründet und zählt heute mehr als 350 Mitarbeiter. Bereits etwa acht Monate nach Gründung wurden 100.000 Kunden erreicht – schneller als manch andere Neobank. Woran ist dieses rasante Wachstum festzumachen?

Alexander Emeshev: Unseren Kundinnen und Kunden gefällt es, wie einfach man mit der App bezahlen, sparen und investieren kann. Das aktive Handeln von Aktien, Kryptowährungen oder auch Edelmetallen erfordert ein spezielles Grundwissen und Marktverständnis. Daher fokussieren wir uns exakt auf das, was die Nutzer benötigen.

Einer der Gründer von Vivid Money, Alexander Emeshev, im biallo.de Interview.
Alexander Emeshev ist Mitgründer und Geschäftsführer von Vivid Money.

Das heißt, mit Vivid kann ich auch etwas über Finanzen lernen?

Emeshev: Unser redaktionelles Team liefert nicht nur täglich Nachrichten und Analysen zum Aktienmarkt, sondern bietet mit den "Vivid Classes" auch aktive Unterrichtseinheiten zum Thema Investieren an.

Mit Vivid soll jede und jeder die Möglichkeit bekommen, einfach, schnell und kostengünstig zu investieren. Dazu kommt, dass wir regelmäßig unser Angebot an Aktien, ETFs oder auch Kryptowährungen erweitern.

Welche weiteren Argumente können Sie nennen, die Ihre Kundinnen und Kunden spannend an Vivid finden?

Emeshev: Zusätzlich finden Neu- und Bestandskundinnen und -kunden natürlich auch unsere Cashback-Angebote spannend, mit denen bei ausgewählten Marken und Partnern ordentlich gespart werden kann und die ersten Schritte in den Investment-Bereich getätigt werden können, ohne eigenes Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Kundinnen und Kunden können sich eine Aktie ihrer Wahl aussuchen und das Cashback an diesen Kurs knüpfen, ohne dabei in echte Aktien zu investieren. Dabei können Kundinnen und Kunden nur gewinnen: Denn der Kurs kann quasi nie unter den eingesetzten Cashback-Betrag sinken. So lernen Nutzerinnen und Nutzer nahezu risikolos die Dynamiken des Aktienmarkts kennen.

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Doch was ist das entscheidende Alleinstellungsmerkmal von Vivid auf dem umkämpften Neobanken-Markt?

Emeshev: Wir bringen wöchentlich, teilweise sogar mehrmals die Woche, neue Funktionen in unsere App. Als Finanzplattform bieten wir Vivid-Kundinnen und -Kunden eben nicht nur die Möglichkeit zum Bezahlen.

Sie können ihre bis zu 15 Konten mit jeweils eigener IBAN mit Freunden und Familie teilen, sehr kostengünstig in Aktien, Kryptowährungen und Edelmetalle investieren oder an Workshops zum Thema Investieren teilnehmen. Sogar Mietwagen und Hotels können über die App direkt gebucht werden – mit attraktivem Cashback natürlich.

Versteht sich Vivid eigentlich als reine Mobile-Banking-App oder auch mehr als Investmentbanking-Plattform?

Emeshev: Vivid ist eine Finanzplattform und Super-App rund um das Bezahlen, Sparen und Investieren. In all diesen Bereichen machen wir unseren Kundinnen und Kunden attraktive Angebote, natürlich auch im Bereich des Investmentbankings, etwa mit Aktien, ETFs, Edelmetallen oder Kryptos.

Mit dem knapp einminütigen Video stellt sich Vivid Money mit seinem Banking-App-Angebot vor:

Ende 2021 wurde berichtet, dass Vivid seinen Kunden das Konto sperrt, wenn sie die Banking-App nicht verwenden. Was steckt für Vivid wirklich dahinter? Schließlich verabschiedet man sich nicht mal so von mehreren Hundert Kunden.

Emeshev: Um die Services in der Form anzubieten, wie wir es gerade machen, sind wir auf die Unterstützung unseres Infrastrukturpartners Solarisbank angewiesen. Jedes Konto und jede erstellte Debitkarte kostet uns dabei monatlich Geld. Nun nutzen nicht alle Kundinnen und Kunden ihr Konto aktiv.

Stellen wir also fest, dass Vivid-Nutzer längere Zeit nicht mit dem Vivid-Konto bezahlt oder auch investiert haben, benachrichtigen wir sie per E-Mail und Push-Mitteilung über die App, dass wir nun längere Zeit keine Aktivität festgestellt haben. Im besten Fall fangen Kundinnen und Kunden dann natürlich wieder an, unsere Services zu nutzen. Hier geht es auch darum zu verstehen, warum Kundinnen und Kunden beispielsweise aufhören unsere Produkte zu verwenden.

Und was sind letztlich die ausschlaggebenden Gründe für eine darauffolgende Kündigung?

Emeshev: Sollten die Kundinnen und Kunden nach einer Vielzahl von Kontaktversuchen unsererseits über Monate verteilt trotzdem keine Aktivität aufweisen, setzen wir sie in einen Stand-by-Modus. Das kann man sich wie beim Computer oder Smartphone vorstellen. Merkt der Computer, dass die Maus schon eine Weile nicht bewegt wurde, schaltet dieser Bildschirm und Co. aus. So bleibt er beispielsweise nicht die ganze Mittagspause an und verbraucht unnötig Strom, da er sowieso nicht genutzt wird.

Genauso versetzen wir auch unsere Produkte in den Schlafmodus. Konkret werden die Debitkarten deaktiviert. Der Rest wie die Pockets genannten Unterkonten mit eigener IBAN oder das in Aktien oder Krypto investierte Geld bleibt normal erhalten. Sobald Kundinnen und Kunden sich nun entschließen, wieder aktiv unsere Dienste zu nutzen, können sie sich jederzeit in die App einloggen und selbständig eine neue virtuelle oder physische Karte ausstellen.

Wie viele inaktive Kunden hat Vivid bis heute durch dieses Vorgehen verloren?

Emeshev: Wir verlieren keine Kundinnen und Kunden, da der Hauptaccount des Kontos bestehen bleibt und nicht deaktiviert wird.

Eine Möglichkeit, um Kunden, die neben anderen Konten Vivid einfach nur ausprobieren, aber nicht nutzen, abzuschrecken: die Schufa-Abfrage. Warum meldet Vivid derzeit nichts an die Schufa?

Emeshev: Die Mission von Vivid ist es, das finanzielle Leben der Kundinnen und Kunden mit unserer Finanzplattform zu vereinfachen und ihnen insbesondere den Eintritt in die Welt des Investierens näher zu bringen. Wir wollen Kundinnen und Kunden nicht abschrecken, unsere Produkte zu nutzen.

Wir kooperieren aktuell nicht mit der Schufa, da es unsere Produkte nicht voraussetzen und wir daher keinen Mehrwert darin sehen. Sollten es künftige Produkte voraussetzen, kann auch eine Kooperation mit der Schufa natürlich möglich sein.

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Plant Vivid, seinen Kunden einen Dispo zu ermöglichen? Die Konkurrenz C24 bietet beispielsweise nach positiver Bonitätsprüfung einen Dispo zum aktuellen Zins von 6,99%.

Emeshev: Wir überprüfen regelmäßig, welche neuen Produkte für unsere Kunden interessant sein könnten. Kreditprodukte finden wir daher natürlich auch sehr spannend – aktuell steht jedoch noch nicht fest, in welche Richtung wir gehen wollen.

Wird Vivid sein Online-Banking zukünftig auch für Laptop, Desktop & Co. anbieten?

Emeshev: Aktuell konzentrieren wir uns bei Vivid auf die App-Version des Bankings, da sich diese am besten in den Alltag unsere Kundinnen und Kunden einfügt.

Erhalte ich ein Vivid-Konto auch als Freiberufler? Wenn nicht, ist das in Planung?

Emeshev: Jede Frau und jedermann kann bei Vivid ein privates Konto eröffnen. Es ist nicht an einen regelmäßigen Gehaltseingang gekoppelt.

Lassen Sie uns in die Glaskugel schauen! Wo sieht sich Vivid langfristig am Markt?

Emeshev: Unser Ziel ist es, mit unserer App das Leben aller Europäerinnen und Europäer einfacher zu machen – weit über das Finanzielle hinaus.

Herr Emeshev, vielen Dank für das Gespräch!

Das Vivid Money Girokonto

Mehr zum Thema Vivid und was das Vivid Money Mobile-Banking mitsamt Karten, Cashback & Co. so drauf hat und welche Nachteile es mit sich bringt, können Sie in unserem aktuellen Produkttest " Kostenloses Girokonto von Vivid Money im Test" lesen. In einem weiteren Artikel haben wir uns angesehen, wie viel Cashback Sie bei Vivid Money bekommen können.
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Über die Autorin Kerstin Weinzierl

"Back-to-the-Roots", dieses Motto war ausschlaggebend, dass Kerstin Weinzierl sich 2018 bei biallo.de bewarb. Zuviel "IT-Gedöns" prägten ihre berufliche Vorgeschichte. Dabei vermisste sie die Kreativität, das Schreiben und die journalistische Arbeit. Die Themen von biallo.de sind schlichtweg spannend und dieser Meinung ist sie heute noch. Guter Content ist für Kerstin nicht nur trendig, sondern auch immer vorausschauend. Daher fühlt sie sich in den Themenwelten der Digitalisierung und Nachhaltigkeit besonders wohl. Somit weckten auch die Robo-Advisor und Fintechs sofort ihr Interesse und in diesen Bereichen konnte sie schnell ihre Expertise ausbauen. Privat verbiegt sich Kerstin beim Yoga oder ist mit ihrer Familie gerne auf dem heimischen Ammersee mit dem SUP Board.

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