Big-Data-Fonds: "Neuer" Investmenttrend mit Potential?

Fonds Big-Data-Fonds: "Neuer" Investmenttrend mit Potential?

von Peter Hermann
30.07.2018
Auf einen Blick
  • Der IT-Trend Big Data hilft Unternehmen, neue Produkte zu entwickeln und Prozesse zu optimieren. Mit Smart Data wird der Verfahrenskomplex erweitert.

  • Big-Data-Fonds bescheren Anlegern zwar heute schon zum Teil recht ansehnliche Renditen, hinken jedoch noch etwas hinter den besten, viel länger etablierten klassischen Technologiefonds hinterher.
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Big Data ist eines der ganz großen Technologie-Themen unserer Zeit – gemeint damit ist das Sammeln und Auswerten umfangreicher Datenmengen. Heutzutage sind nahezu ausnahmslos sämtliche große Unternehmen dazu gezwungen, sich mit diesem relativ neuen Trend auseinanderzusetzen. Und natürlich ist Big Data schon seit einiger Zeit auch bei den Anlegern bzw. bei den Anbietern von Finanzprodukten angekommen. Entsprechende Fonds mit unterschiedlichem Erfolg können Sie bereits miteinander vergleichen und natürlich auch erwerben.

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Big Data entwickelt sich durch die kleine Schwester Smart Data

Die Vorteile von Big Data liegen auf der Hand. So kann beispielsweise im Gesundheitswesen die Diagnose für viele Krankheiten in mancher Hinsicht verbessert, Risikofaktoren bestimmter Krankheiten eher identifiziert und die Wahl der Behandlungsmethode und deren Kontrolle besser gewährleistet werden. In der Versicherungsbranche oder bei der Automobilindustrie erweist sich Big Data ebenfalls als sehr praktikabel und effizient. Selbst Lebensmittelkonzerne oder gar Bundesligavereine setzen Big Data bei der Analyse des Konsumverhaltens ihrer Kunden ein.

Dabei ist die Wirtschaft bei der Entwicklung des Einsatzes von Big Data noch lange nicht am Ende. Smart Data heißt das neue Zauberwort. Smart Data ist gewissermaßen die kleine Schwester von Big Data und bezeichnet das gezielte filtern und intelligente Verknüpfen von großen Informationsmengen, um diese noch gewinnbringender nutzen zu können. Dies eliminiert den wohl größten Nachteil von Big Data – nämlich dass relevante Daten die betreffenden Entscheider oft zu spät erreichen.

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Fonds mit Schwerpunkt Big Data: Wo liegen die Chancen für Anleger?

Big Data wird in vielen Bereichen der modernen Wirtschaft als wahres Eldorado mit hohem Wertschöpfungspotenzial betrachtet. Das auf den IT-Bereich spezialisierte US-Forschungsunternehmen Gartner geht für die kommenden fünf Jahren mit einem Wachstum bei der Datengenerierung von rund 800 Prozent aus. Die neuen Entwicklungen werden von zahlreichen Experten als ebenso wichtig eingestuft wie seinerzeit die Einführung des World Wide Web.

Für den Edmond de Rothschild Fund Big Data ist die massive Zunahme des Datenvolumens im Internet und deren Auswertung das bestimmende Investmentthema. Die Zwölf-Monats-Performance beträgt knapp 14 Prozent. Auf Sicht von zwei Jahren steht ein Plus von fast 40 Prozent zu Buche.

Das Portfolio setzt sich zusammen aus Unternehmen, die

  • Daten sammeln und von Big-Data-Firmen erzeugte Daten zur Verfügung stellen,
  • die Software zur Analyse der Daten entwickeln und
  • Non-Technologie-Unternehmen, die Big Data bereits in ihr Kerngeschäft integriert haben, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.

Andere IT- oder Technologie-Fonds, die sich nicht explizit mit dem Begriff Big Data schmücken, weisen bei der Zusammensetzung ihrer Portfolios viele Gemeinsamkeiten mit dem Rothschild-Fonds auf. Diese sind teilweise jedoch schon seit Jahrzehnten auf dem Markt.

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FondsAnlageschwerpunkteEntwicklung 1 JahrEntwicklung 3 JahreEntwicklung 5 Jahre
BlackRock Global Funds - World Technology Fund D2 EURAktien weltweit aus dem Technologiesektor37,86 %91,75 %193,90 %
Janus Henderson Horizon Global Technology Fund H1 EURAktien weltweit aus dem Technologiesektor oder technologienahen Bereichen23,97 %--
AGIF - Allianz Global Hi-Tech Growth - A - USDDeutsche Blue Chips, Beimischung Mid und Small Caps19,41 %, 19,85 % auf Euro-Basis58,58 %, 49,93 % auf Euro-Basis85,98 %, 112,13 % auf Euro-Basis

Quelle Fondsdiscount, Stand 30.07.2018

In der Wirtschaft sowie auf zahlreichen Sektoren des öffentlichen Lebens werden mit den vorhandenen technischen Möglichkeiten das Verhalten der Menschen allgemein und ganz speziell die Gewohnheiten von Verbrauchern und Kunden beobachtet. Mehr noch: Der Trend zu immer mehr Transparenz weitet sich rasant aus. Getreu dem Motto aus George Orwells Roman "1984": Big Brother is watching you.

Biallo-Tipp

Ein Investment in Aktien oder Fonds sollte immer langfristig ausgerichtet sein, mindestens zehn bis fünfzehn Jahre. Das aktuelle Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts zeigt: Wer in den vergangenen 50 Jahren einen Dax-Aktienkorb kaufte und diesen mindestens zwölf Jahre hielt, hat stets eine positive Rendite erzielt. Das ist allerdings keine Garantie, dass das auch in Zukunft so sein wird. Zudem befinden sich die Aktienmärkte nach fast zehnjähriger Hausse in der Spätphase des aktuellen Bullenmarktes. Größere Rücksetzer wie 2008/2009 sind nicht ausgeschlossen, wodurch sich wieder lukrativere Kaufchancen ergeben würden.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de