Zoll

Vorsicht beim Goldkauf im Urlaub

Update: 15.11.2019
Max Geißler
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Auf einen Blick
  • Schmuck oder eine Goldmünze können ein schönes Urlaubssouvenir sein. Es können jedoch Zoll-Abgaben anfallen.

  • Bei Reisen außerhalb der EU müssen Edelmetalle bereits ab einem Wert von 300 Euro angemeldet werden. Bei Schiffs- und Flugreisen liegt die Grenze bei 430 Euro.

  • Dabei kommt es auf den Marktwert und nicht auf den Nominalwert an.
Wer sich im Urlaub goldene Souvenirs kauft, sollte die Rechnung nicht ohne den Zoll machen.
frantic00/Shutterstock.com

Ob bei der Ausreise aus Deutschland oder bei der Einreise: Haben Sie Gold im Gepäck, müssen Sie dieses ab bestimmten Mengen beim Zoll deklarieren. Das bedeutet: Bis zu einem Wert von 10.000 Euro darf man Gold beim Grenzübertritt bei sich führen, ohne es anmelden zu müssen. Erst wenn die Freigrenze überschritten ist, müssen Sie das mitgeführte Edelmetall mündlich anmelden. Dies gilt sowohl bei Einreise nach Deutschland aus einem EU-Mitgliedsland als auch bei Einreise in ein EU-Land von Deutschland aus.

Allerdings besteht ein Schlupfloch. Die Deklarationspflicht greift nur, wenn ein Zollbeamter nach der Höhe der mitgeführten Edelmetalle fragt. Reisende müssen nicht von sich aus aktiv werden und unaufgefordert ihren Goldschatz angeben.

Bei Ländern außerhalb der EU sinkt die Freigrenze auf 300 Euro

Reisen Sie in Länder außerhalb der EU, ist der Spielraum deutlich kleiner. Sowohl bei Ein- als auch bei Ausreise in Drittstaaten müssen Edelmetalle, die keine gesetzlichen Zahlungsmittel sind, bereits ab einem Wert von 300 Euro angemeldet werden. Fahren Sie mit dem Schiff oder fliegen Sie, gilt eine Grenze von 430 Euro. Grund: Gold und Silber werden bei Drittstaaten nicht als Barmittel angesehen, sondern als Handelsware, ihre Einfuhr muss schriftlich angemeldet werden.

3
 
Name
ISIN
Wertzu-
wachs p.a.
 
1.
Bakersteel Gl. Fd. S. -Electrum Fd. A2 EUR
LU0229009351
12,46%
2.
GR Dynamik
DE000A0H0W99
9,48%
3.
Sunares Sustainable Natural Resources
LU0344810915
3,49%
Laufzeit: 5 Jahre

Anlagegold wie Goldbarren oder Goldmünzen, die als gesetzliches Zahlungsmittel dienen, sind bei Einfuhr nach Deutschland von der Umsatzsteuer befreit. Anders sieht es bei Münzen aus, die nicht oder nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt sind, wie es bei Gedenkmünzen der Fall sein kann. Hier müssen Sie bei der Ermittlung des Goldpreises aufpassen. Entscheidend ist nicht der Nominalwert der Münze, sondern der Marktwert. Das ist der Kurs, den Sie am Tag des Grenzübertritts tatsächlich für das Edelmetall bei einer Bank oder einem Edelmetallhändler zahlen müssen.

Wie hoch ist der Zoll?

Ausschlaggebend für die Höhe der Abgaben sind die Art und der Wert der Ware. Der Zoll fordert entweder einen pauschalierten Abgabensatz oder berechnet detaillierte Steuern und Abgaben. Die Grenze liegt bei 700 Euro. Liegt der Wert der eingeführten Ware darunter, fallen pauschal 17,5 Prozent Steuern an, in Ausnahmefällen auch nur 15 Prozent. Um diese sogenannten Zollpräferenzen nutzen zu können, darf der Gesamtbetrag aller eingeführten Waren aber maximal 1.200 Euro betragen, wobei der Kaufpreis der Waren im Ausfuhrstaat maßgebend ist.

Liegt der Warenwert über 700 Euro, hängt die Höhe der Einfuhrabgaben nicht allein vom Warenwert ab, sondern auch von der Art der Ware. Hier können neben Zoll auch Verbrauchsteuern wie Tabaksteuer, Branntweinsteuer oder Kaffeesteuer sowie Umsatzsteuer anfallen. Für Gold, das nicht als Zahlungsmittel anerkannt ist, fällt bei der Einfuhr in die EU zum Beispiel bis zu vier Prozent Zoll plus 19 Prozent Umsatzsteuer an.

Biallo-Tipp

Heben Sie Kaufbelege auf und legen Sie diese bei Einreise dem Zoll auf Verlangen vor.



  Max Geißler


 

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