Vorsicht Abzocke

Fake-Shops: Wie Betrüger aus der Coronakrise Kapital schlagen

Update: 07.04.2020
biallo
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Auf einen Blick
  • Egal ob Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Corona-Schnelltests oder auch Gold – viele Betrüger wollen mit der Corona-Angst schnelles Geld verdienen.

  • Verbraucherschützer raten, die neuen "Online-Händler" genau unter die Lupe zu nehmen und auf keinen Fall per Vorkasse zu zahlen.

  • Mit diesen sieben Tipps enttarnen Sie die Fake-Shops.
Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel stehen bei Online-Betrügern derzeit hoch im Kurs.
B Ledger / Shutterstock.com
Die Internetseite "schutz-shopping24.de" ist mittlerweile nicht mehr erreichbar: "Die Server-IP-Adresse wurde nicht gefunden." Noch am Vorabend hatte die Süddeutsche Zeitung in einem Artikel vor der Website gewarnt. Der Fake-Shop hatte offenbar Atemschutzmasken vom Typ FFP2 zu einem Wucherpreis angeboten. Zehn Stück für knapp 100 Euro, angeblich von einem deutschen Markenhersteller. Doch beim Blick ins Handelsregister und beim Anruf der Hotline stellte sich heraus, dass die Firma "Schutz-Shopping 24 GmbH" aus Regensburg überhaupt nicht existiert.

Wie Betrüger die Corona-Angst ausnutzen

Auch die Verbraucherzentrale warnt vor Betrügern, die die Corona-Angst ausnutzen. Kriminelle Banden geben sich als Mitarbeiter vom Gesundheitsamt aus, um in die Wohnung zu gelangen. Trickbetrüger spielen am Telefon den erkrankten Enkel, um älteren Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch die Gefahr lauert vermehrt auch im Internet: "Wir beobachten, dass viele neue Internetseiten aufpoppen, auf denen dubiose Anbieter scheinbar ausverkaufte Waren wie Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken zu sehr hohen Preisen anbieten", sagt Stefanie Siegert von der Verbraucherzentrale Sachsen.
Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Fake-Shops handeln. Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln gehen zum Beispiel mit einem überteuerten "Immunpaket" auf Kundenfang, das gegen das Coronavirus helfen soll. Die Werbebotschaft wird mit pseudowissenschaftlichen Beiträgen untermauert. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat solches Vorgehen bereits abgemahnt. Denn Lebensmittel dürfen nicht mit heilender oder krankheitsbezogener Wirkung beworben werden.
3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
211,10
1,05%
2.
  201,00
1,00%
3.
  172,74
0,86%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 2 Jahre

Fake-Goldhändler locken mit hohen Rabatten

Auch Goldkäufer gehen den Internetbetrügern auf den Leim. Fake-Shops preisen Gold an, das es gar nicht gibt. Die Verbraucherzentrale Brandenburg berichtet von ständig wechselnden Internetadressen wie etwa goldscheideanstalt-mhz.de, goldscheideanstalt-dhd.de oder goldscheideanstalt-mhd.de.
Die falschen Goldhändler schalten auch verstärkt Anzeigen bei Google, um Leute auf ihre Seite zu ziehen. "Wir rufen Verbraucher auf, Anbieter genau zu prüfen, bevor sie vermeintlich Gold online kaufen und ihr Geld nie wiedersehen", warnt Erk Schaarschmidt, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.
Die Fake-Goldhändler stellen Neukunden zum Teil hohe Rabatte von bis zu 400 Euro in Aussicht. Dabei gehen die Betrüger äußerst dreist vor: Sie fälschen das Impressum und geben einen real existierenden Gold-Shop als Adresse an. Auch Internetauftritte von renommierten Goldhändlern werden kopiert, um dem Ganzen einen seriösen Touch zu geben. "Die Fake-Shops sind deshalb nicht so leicht zu erkennen", sagt Schaarschmidt.

Vorsicht vor Bezahlung per Vorkasse

In der Regel kann bei Fake-Shops nur per Vorkasse gezahlt werden. Das Empfängerkonto liegt oft im Ausland. Zwar werden manchmal auch andere Zahlungsmöglichkeiten angeboten, die dann aber "aus technischen Gründen derzeit leider nicht möglich" sind. Das Problem: Ist das Geld per Vorkasse überwiesen, kann man es nur schwer zurückholen.
Oft gaukeln die Betrüger auch Lieferschwierigkeiten vor, Betroffene werden wochenlang vertröstet. Entweder wird die Ware überhaupt nicht geliefert und wenn – dann nur mit minderwertiger Qualität oder es handelt sich um Fälschungen. Am Ende laufen die Anzeigen ins Leere, da die Hintermänner längst über alle Berge sind.
3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
13,76
0,55%
2.
12,51
0,50%
3.
11,25
0,45%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 3 Monate

Wie Sie Fake-Shops erkennen können

Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland Pfalz geben sieben nützliche Tipps, wie sich Verbraucher vor Fake-Shops schützen können:
1. Impressum und Kontaktangaben prüfen
Online-Händler sind verpflichtet, auf ihrer Internetseite ein Impressum einzustellen, das unter anderem den Firmennamen, die Adresse und einen E-Mail-Kontakt enthalten muss. Bei Unstimmigkeiten im Impressum oder fehlenden Kontaktdaten sollten Sie stutzig werden. Fehlt das Impressum komplett, dann machen Sie lieber einen großen Bogen um den Anbieter.

2. Bewertungen kritisch hinterfragen

Erkundigen Sie sich bei Bewertungsportalen und sozialen Medien, ob es bereits negative Erfahrungsberichte zu dem Online-Shop gibt. Allerdings können Kundenbewertungen auch gefälscht sein.

3. Gütesiegel auf Echtheit prüfen

Viele Fake-Shops versuchen, Verbraucher mit Gütesiegeln zu blenden. Durch einen Mausklick auf das Siegelemblem lässt sich prüfen, ob es sich um ein echtes Siegel handelt. Dazu muss das Zertifikat des Siegel-Betreibers verlinkt sein. Fehlt eine Verlinkung, handelt es sich meist um eine Fälschung.

4. Zahlung per Vorkasse vermeiden

Die Verbraucherzentrale warnt vor einer Zahlung per Vorkasse. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie lieber per Rechnung oder Lastschriftverfahren bezahlen. Manche Zahlungsdienstleister ermöglichen es auch, die Zahlung erst nach 14 Tagen durchzuführen.

5. Günstige Preise hinterfragen

Wird das Produkt deutlich günstiger als auf anderen Portalen angeboten, gilt es misstrauisch zu sein.

6. Bestellbutton prüfen

Die Aufschrift auf dem Bestellbutton muss folgende Angaben enthalten: "Zahlungspflichtig bestellen", "Jetzt kaufen" oder "Zahlungspflichtig buchen". Heißt es dagegen nur "Anmelden" oder "Bestellen", ist das ein Indiz für einen Fake-Shop.

7. Lieferbarkeit bei anderen Portalen vergleichen

Wenn die betreffende Ware als "sofort lieferbar" oder "auf Lager" deklariert wird, obwohl sie auf vielen anderen Portalen vergriffen ist, ist Skepsis angebracht.



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