Die besten Apps für Selbstständige und Unternehmer

Business-Apps Die besten Apps für Selbstständige und Unternehmer

Caroline Benzel
von Caroline Benzel
01.11.2019
Auf einen Blick
  • Mobiles Arbeiten mit Smartphone, Tablet & Co. gehört heutzutage für Selbstständige und Unternehmer zum Arbeitsalltag.

  • Dabei helfen Apps, nicht nur E-Mails von unterwegs zu checken, sondern beispielsweise auch Projekte zu planen, mit virtuellen Teams zu chatten und gleichzeitig Notizen und Dokumente auszutauschen.
     
  • Unser Ratgeber nimmt zahlreiche Apps, die Ihr mobiles Büro effizienter und produktiver machen können, genauer unter die Lupe.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Mobiles Arbeiten ist für viele Selbstständige und Unternehmer selbstverständlich. Gut, dass es inzwischen viele praktische Tools fürs Smartphone gibt, die das Arbeiten unterwegs leichter machen.

Dabei ermöglichen die praktischen Apps und Tools nicht nur, sich und Teams besser zu organisieren, sie erlauben auch, ohne Zeit- und Datenverlust vom Rechner aufs Smartphone oder Tablet zurück zu wechseln. Sprich: Wer einen Text am Computer begonnen hat, kann ihn in Ruhe am Tablet oder sogar auf dem Handy zu Ende schreiben. Voraussetzung ist nur, dass die richtigen Programme und Apps auf den gewünschten Endgeräten installiert sind.

Sie arbeiten selbständig, sind Unternehmer oder Gründer und möchten regelmäßig Beiträge rund um die Themen Mobile Apps sowie Konten und Geld erhalten? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Apps fürs Dateimanagement

Von unterwegs auf Texte, Bilder, Tabellen und Präsentationen Zugriff haben. Das erlauben so genannte Dateimanagement-Systeme, auch Clouds genannt. Welche App geeignet ist, hängt vor allem davon ab, welches System am eigenen Rechner genutzt wird. Manchmal sind auch mehrere Systeme notwendig, etwa wenn ein Kunde ein anderes System nutzt, als man selbst.

Wer kein Geld ausgeben will, kann seine Daten auch auf verschiedene Systeme verteilen, um Geld zu sparen. Denn die meisten Cloud-Lösungen bieten Gratis-Speicherplatz an. Erst wenn dieses Gratis-Volumen überschritten wird, fallen zusätzliche Kosten an.

Gängige Cloud-Systeme mit dazu passenden Apps sind Dropbox, Google Drive, One Drive, HiDrive von Strato und Apples iCloud:

1. HiDrive

Bei HiDrive handelt es sich um den größten deutschen Cloud-Speicher. Vorteil: Die Daten werden auf deutschen Servern gespeichert. Dauerhaft Gratis-Speicherplatz gibt es bei HiDrive indes nicht. Nur, wer sich für HiDrive 100 GB im Jahrespaket entscheidet, zahlt im ersten Jahr nichts und danach zwei Euro pro Monat. Sollen es ein Terabyte (TB) Speicherplatz sein, fallen schon 7,50 Euro im Monat an.

HiDrive ist ein Angebot von Strato, einem der größten Webhosting-Anbieter in Deutschland. Um HiDrive zu bedienen, ist allerdings ein wenig technisches Können gefragt. Die Benutzeroberflächen sind nicht ganz so nutzerfreundlich, wie die von Dropbox oder OneDrive gestaltet. Der Support soll Rezensionen zufolge aber sehr gut sein.

2. Dropbox

Dropbox ist Vorreiter unter den Cloud-Systemen und bis heute äußerst erfolgreich. Dabei gibt es in der Gratis-Variante der Dropbox lediglich zwei Gigabyte (GB) Speicherplatz. Wer mehr Datenvolumen über die Dropbox speichern und synchronisieren will, zahlt für zwei Terabyte Speicherplatz entweder 11,99 Euro oder 119,88 Euro im Jahr. Drei Terabyte kosten schon 19,99 Euro monatlich, bei jährlicher Zahlweise fallen knapp 199 Euro an. Das ist nicht billig, dafür synchronisiert Dropbox geräteübergreifend wirklich schnell.

Dropbox läuft sowohl auf Windows-, Android und Apple-Geräten. Besonders praktisch an der App ist der integrierte Dokumenten-Scanner und die Möglichkeit, Fotos automatisch hochzuladen. So gehen wichtige Fotos nie verloren, selbst falls das Smartphone verloren geht. Ebenfalls gut: Über die Dropbox lassen sich Dateien wiederherstellen und die Bearbeitungsverläufe anzeigen.

Für Business-Kunden gibt es spezielle Tarif-Angebote, die darauf ausgerichtet sind, Teams zusammenarbeiten zu lassen. Hier fällt der Monatspreis dann jeweils pro Nutzer an, wobei mindestens drei Nutzer vorausgesetzt werden. Drei Terabyte kosten zehn Euro pro Nutzer monatlich, mindestens also 30 Euro. Unbegrenztes Speichervolumen für Teams kostet schon 15 Euro im Monat, mindestens also 45 Euro.

3. Google Drive

Google Drive ist mehr als eine Cloud-Lösung. Das Besondere an Google Drive ist vor allem, dass über Google Docs mehrere Personen gleichzeitig am selben Dokument arbeiten können – und zwar ortsunabhängig. So ist es beispielsweise denkbar, dass mehrere Personen dieselbe Excel-Tabelle oder dasselbe Word-Dokument bearbeiten, natürlich alles über die Online-Anwendung Google Docs. Die Synchronisierung funktioniert geräteübergreifend schnell.

Praktisch: Über Google Fotos können Bilder unbegrenzt online gespeichert werden, ohne dass das begrenzte Speichervolumen von Google Drive herangezogen wird. 15 Gigabyte Speichervolumen sind gratis enthalten. 100 GB Speicherplatz gibt es für 1,99 Euro im Monat, oder 19,99 Euro im Jahr. 200 GB Speichervolumen kosten 2,99 Euro oder 29,99 Euro bei jährlicher Zahlweise. Diese Abos müssen bei Interesse über den Dienst Google One gebucht werden.

Firmenkunden können stattdessen auch die so genannte G-Suite buchen, die dann aber mehr enthält als den Cloud-Speicher. Neben dem Speicherplatz kommen dann weitere Team-Tools wie Chat-Funktion, Videokonferenzen, Business-Mails und ein gemeinsamer Kalender hinzu. Das Business-Abo kostet 10,40 Euro pro Nutzer und Monat. Dafür gibt es dann ein Terabyte Speicherplatz pro registriertem Nutzer. Sind mehr als fünf Nutzer angemeldet, gibt es unbegrenzten Speicherplatz.

4. OneDrive

One Drive ist die Cloud-Lösung von Microsoft und auf Rechnern mit Windows 8 oder 10 bereits vorinstalliert. Die mobile App ist für Android- und Apple-Geräte gleichermaßen erhältlich. Auch per One Drive lassen sich die Fotos des Smartphones automatisch sichern. One Drive hat die Nutzung von Excel, Windows und Power Point direkt integriert. Auf dem Rechner erscheint One Drive wie ein weiteres Laufwerk. Die App lässt sich per Smartphone und Tablet über den Icon öffnen. Dort wird dann die bekannte Ordner-Struktur angelegt.

Praktisch: Für besonders sensible Dokumente bietet One Drive einen digitalen Tresor, der zusätzlich per Passwort oder über Biometriedaten geschützt ist. Fünf Gigabyte Speicherplatz sind gratis bei One Drive enthalten. Wer sich dagegen Office 365 Personal für ein Jahr sichert, zahlt 69 Euro im Jahr oder sieben Euro pro Monat und bekommt gleichzeitig ein Terabyte Speicherplatz bei One Drive.

5. MagentaCloud

Wem wichtig ist, dass die Daten auf deutschen und nicht amerikanischen Servern gespeichert werden, kann sich auch für das Angebot der Telekom entscheiden. Die MagentaCloud bietet jedem, der sich anmeldet, zehn Gigabyte Speicher gratis. Telekom-Kunden bekommen sogar 25 Gigabyte. Soll der Speicher auf 100 Gigabyte erweitert werden, so kostet das relativ teure 4,95 Euro im Jahr. 1.000 Gigabyte gibt es dafür schon für 9,99 Euro monatlich.

Ein kleines Schnäppchen sind dafür dann die 50 GB Speicher für monatlich 1,95 Euro. Auch über die MagentaCloud lassen sich Daten geräte- und systemübergreifend synchronisieren und freigeben. Der Vorteil: Die Server sind in Deutschland. Nachteil: Telekom-Werbung gehört mit dazu, und die Bedienbarkeit ist weniger komfortabel als bei den amerikanischen Platzhirschen.

6. Amazon Web Services

Amazon Web Services wurde bereits 2006 gegründet. Der Internet-Riese brauchte nämlich für den Betrieb seines Online-Geschäfts immer mehr Rechenzentren auf mehreren Kontinenten verteilt. Freie Kapazitäten sollten jedoch nicht ungenutzt bleiben und werden seitdem Unternehmen zur Verfügung gestellt. Damit AWS den Anforderungen der deutschen Kunden, insbesondere zum Datenschutz, gerecht werden kann, wurde 2014 in Frankfurt der erste AWS-Standort in Deutschland eröffnet.

AWS spricht mit seinem flexiblen Web-Cloud -Dienst im Speziellen sowohl Firmen, als auch Agenturen, Freelancer und Selbstständige an, die eine Homepage bei einem leistungsfähigen Anbieter hosten und selbst verwalten möchten. Mit AWS können Nutzer die benötigte Serverleistung nach Bedarf ändern. Es gibt kleine bis große Hosting-Pakete und gezahlt wird immer nur die tatsächliche Nutzung beziehungsweise Leistung, die der User auch wirklich braucht. Gerade Gründer und Start-ups, die auf Wachstum orientiert sind, können von diesem Angebot profitieren.

Vorteil: Nach Kontoerstellung kann mit jedem Produkt aus unterschiedlichsten Bereichen wie Speicher, Datenverarbeitung, Datenbank, Analysen, Mobile Dienste etc. zwölf Monate kostenlos Erfahrungen in der Praxis gesammelt werden. Danach gelten die nutzungsabhängigen Preise für über 160 Cloud-Services. Der sogenannte Gesamtbetriebskostenrechner ermöglicht es, die Hosting-Kosten bei der Verwendung von AWS zu schätzen und zu vergleichen. Auch von Vorteil: Um die Cloud optimal zu nutzen, bietet AWS Trainings und Zertifizierungen an.

Biallo-Tipp

Sie sind Selbstständiger oder Freiberufler und suchen nicht nur nach Business-Apps, sondern auch nach einer günstigen Bankverbindung? Einer der günstigsten Anbieter ist zum Beispiel Fyrst, ein Online-Angebot der Deutschen Bank. Mehr Details dazu finden Sie über unseren neuen Geschäftskonten-Vergleich.

Smartphone als Notizblock

Die meisten Menschen haben ihr Smartphone fast immer dabei. Was läge also näher, als Einkaufslisten, plötzliche Geistesblitze und To-do-Listen ebenfalls mit dem Smartphone zu verwalten. Zumal sich im Smartphone leicht Sprachaufnahme, Fotos und geschriebene Listen verbinden lassen.

Ausgewählte Apps für Notizen:

1. Google Notizen

Google Notizen (Google Keep) ist ein praktisches Tool, das auf Android-Smartphones meist vorinstalliert ist. Notizen lassen sich mit einer Stiftfunktion direkt schreiben, einsprechen oder über die Tastatur eingeben. Das gesprochene Wort wird direkt – erstaunlich gut – transkribiert und dann als Notiz gespeichert. Auch Fotos können über Note als Gedächtnisstütze angefertigt und gespeichert werden.

In der Fotofunktion ist eine Texterkennung enthalten, so dass später etwa Fotos des fotografierten Dokuments angezeigt werden, wenn eine entsprechende Suche erfolgt. Für jede Notiz können auch Erinnerungen erstellt und die Notizen mit Labels versehen werden. Am Rechner lassen sich die Notizen einfach über das Google-Konto abrufen. Außerdem lassen sich Listen erstellen und abhaken. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, Notizen zu teilen. Summa summarum ein praktisches Tool.

2. Evernote

Auch Evernote ist ein cleveres Programm für Notizen. Zwar werden Sprachaufnahmen hier nicht direkt transkribiert, sondern lediglich als Audio-Datei gespeichert. Dafür kann man die Kamera-Funktion wie einen Dokumenten-Scanner nutzen. Das Programm erkennt das Dokument und lässt störende Hintergründe gleich weg. Notizen lassen sich natürlich auch per Stift-Funktion oder über die Tastatur eingeben.

Bei Evernote gibt es sowohl eine Gratis- als auch eine Bezahl-Version. In der Basic-Variante können Nutzer bis zu zwei Geräte mit Evernote nutzen. Die maximale Dateigröße liegt dann bei 25 Megabyte, der monatliche Upload zur Synchronisierung der Notizen ist auf 60 Megabyte beschränkt. Wer in die Premium-Version investieren will, zahlt 60 Euro pro Jahr oder aber 6,99 Euro im Monat. Dafür können beliebig viele Geräte mit Evernote synchronisiert werden, bei einem maximalen monatlichen Upload-Volumen von zehn Gigabyte und 200 Megabyte pro Notiz.

Wer glaubt, das alles nicht zu brauchen, sollte bedenken: Evernote kann die Organisation von Projekten immens erleichtern, da Notizen mit Links, Checklisten, Tabellen, Anhängen und Audioaufnahmen versehen werden können. Selbst handgeschriebene Notizen lassen sich durchsuchen und natürlich gibt es eine Erinnerungsfunktion und die Möglichkeit, Notizen zu teilen.

3. OneNote

OneNote ist das Notizen-Programm von Microsoft. Unter Windows 10 ist es bereits installiert. Es gibt aber auch die dazu passende App. Mit dem Tool lassen sich virtuelle Notizbücher über die Cloud OneDrive verwalten und anlegen. Um Notizen festzuhalten, müssen Nutzer erst einmal ein Notizbuch erstellen und einen Abschnitt festlegen.

Notizen können Bilder, Audioaufzeichnungen, per Tastatur oder Stiftfunktion eingegebene Notizen, Links und Videos sein. Die Daten werden automatisch über OneDrive synchronisiert und sind somit auf allen gewünschten Geräten abrufbar. Für Kurznotizen gibt es bei der App einen getrennten Bereich.

4. Wunderlist

Mit dieser praktischen Listen-App lassen sich einfach Listen erstellen und verwalten. Das können To-do-Listen oder Einkaufslisten, aber natürlich auch jede andere Art von Listen sein.

Besonders praktisch: Zu jeder Liste können Personen aus der Kontaktliste eingeladen werden, mit denen man die Liste dann auch über eine Chat-Funktion diskutieren kann. Auch ist es möglich, Aufgaben über Wunderlist zuzuweisen. Auf Wunsch benachrichtigt die App über alle Aktivitäten, die in geteilten Listen stattfinden. Wie die anderen Notiz-Apps synchronisiert auch Wunderlist sich automatisch auf allen Geräten, auf denen das Programm installiert und der Nutzer angemeldet ist.

5. Remember

Remember ist eine relativ einfache App mit wenig Funktionen, und doch sehr praktisch. Remember sorgt dafür, dass alle wichtigen Aufgaben, oder was man sich sonst für einen Tag vornimmt, auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden. Für jeden Tag lassen sich natürlich unterschiedliche Notizen erstellen. Das kann etwa für all diejenigen interessant sein, die ungeliebte Aufgaben gerne unter den Tisch fallen lassen. So erinnert das Smartphone jedes Mal an anstehende Aufgaben oder wichtige Termine, wenn man es nur anschaut.

Kalender-Apps

Sich selbst oder auch ganze Teams – selbst virtuell über Grenzen hinweg – zu organisieren, ist für Selbstständige und Unternehmer besonders wichtig. Hilfreich sind dabei Kalender-Apps, die auf Rechnern und mobilen Geräten gleichermaßen funktionieren.

Ausgewählte Kalender-Apps:

1. Google Kalender

Google Kalender wird inzwischen von vielen Firmen, Teams und Privatpersonen genutzt. Aufgrund der Vormachtstellung der Marke Google ist das kein Wunder. Schließlich haben die meisten Menschen inzwischen einen Google-Account, der Voraussetzung ist, um den Kalender zu nutzen. Er lässt sich sowohl am Rechner als auch auf dem Smartphone verwenden.

Besonders praktisch ist, dass man sich selbst diverse Kalender einrichten und diese auf Wunsch ein- und ausblenden kann. So lassen sich etwa Termine für unterschiedliche Projekte auf verschiedene Projektkalender verteilen, ebenso wie Messetermine oder Ähnliches. Zudem kann man seine Kalender auch teilen und freigeben, so dass etwa Termine von Geschäftsführern und einzelnen Team-Mitgliedern angeschaut und auf Wunsch bearbeitet werden können. Ein sehr praktisches und intuitives Organisationstool. Ebenfalls gut: Google Kalender gibt es auch für Apple-Geräte.

2. Business Kalender 2

Der Business Kalender 2 ist geeignet, wenn man bereits Google Kalender nutzt, da bei der Installation gleich alle eingetragenen Termine übernommen werden. Der Kalender ist etwas übersichtlicher als Google Kalender gestaltet. Zudem lassen sich Aufgabenlisten und Gruppen erstellen.

Die Bezahl-Version gibt es für 5,95 Euro. Dafür wird dann etwa der Wetterbericht in den Kalender integriert und Kunden können sich verschiedene Widgets für ihr Smartphone aussuchen. Besonders praktisch: Termine können in der Bezahlversion auch per Spracheingabe eingesprochen werden. Zudem lassen sich Termine praktisch per Drag and Drop verschieben. Bei verpassten Anrufen lässt sich automatisch ein To-do in den Kalender eintragen. Letztendlich reicht Google-Kalender für die meisten Bedürfnisse aus. Wer es noch komfortabler mag, macht mit der Investition von 5,95 Euro aber auch nichts falsch.

3. iPhone Kalender-App / iCalendar

Firmen und Selbstständige, die sich mit ihrem Geräten im Apple-Universum bewegen, können natürlich einfach die bei iPhones vorinstallierte Kalender-App nutzen. Sie synchronisiert sich automatisch über die iCloud und kann auch mit anderen Kalender-Apps synchronisiert werden, etwa Google Kalender oder Outlook.com.

Praktisch: Auch beim iPhone Kalender können die Termine entweder in einem oder aber auch in verschiedenen Kalendern gespeichert werden. Praktisch für Teams: Mehrere Personen können ganz einfach ihre Kalender teilen. Voraussetzung ist aber, dass bei allen Teilnehmern die iCloud aktiviert ist.

Apps für die Budget-Planung

Die meisten Angestellten bekommen jeden Monat dasselbe Gehalt überwiesen, und wissen deshalb genau, mit wie viel Geld sie rechnen können. Sozialabgaben und Einkommenssteuer werden praktischerweise direkt einbehalten, so dass Angestellte auch kein Geld fürs Finanzamt zurückhalten müssen.

Lesen Sie auch: Die besten Banking-Apps im Überblick

Anders sieht es bei Selbstständigen und Unternehmern aus. Diese müssen nicht nur Einkommensteuer zahlen, sondern häufig auch eine Umsatzsteuervoranmeldung machen und das Geld entsprechend ans Finanzamt überweisen. Um die Liquidität nicht zu gefährden, ist es deshalb wichtig, die Finanzen gut zu planen.

Lesen Sie auch: Die richtige Finanzplanung für Selbstständige und Freiberufler

Ausgewählte Budget-Planning-Apps:

1. Kontist

Kontist ist eine Mischung aus Finanz-App und Girokonto für Selbstständige. Kunden können diverse Konto-Modelle abschließen und bekommen je nachdem, für welches Konto sie sich entscheiden, zusätzliche Funktionen, wie etwa die Buchhaltungssoftware von Lexware.

Kontist Free ist das Gratis-Konto von Kontist, das keine besonderen zusätzlichen Feautures bietet. Für neun Euro monatlich gibt es Kontist Premium. Bei diesem Konto ist bereits eine Anbindung an unterschiedliche Buchhaltungsprogramme möglich. Zudem bildet Kontist hier über Unterkonten automatisch Rücklagen für die Steuer, so dass immer genug Geld für die Forderungen des Finanzamtes da ist.

Gerade für Selbstständige, die noch nicht so recht wissen, wie viel sie regelmäßig zurücklegen sollten, ein sehr praktisches Feature. Anders als bei den Geschäftskonten von Filialbanken, handelt es sich bei den ausgegebenen Mastercards aber nicht um eine echte Kreditkarte, sondern um eine Debit-Karte. Das ist auch bei dem Konto Duo der Fall. Hier zahlen Kunden zwölf Euro im Monat und bekommen zusätzlich Zugriff auf alle Funktionen von Lexoffice. Ähnliche Features bieten auch die Businness-Konten von Fyrst, Holvi und Penta.

2. Mein Budget

Mein Budget ist eine sehr einfache Finanz-App, die dabei hilft, Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten. Gerade absolute Finanzanfänger können die App nutzen, um Finanzströme besser zu kontrollieren. Für erfahrene Unternehmer oder Selbstständige ist die App aber zu einfach gehalten. Sie entspricht am ehesten einem klassischen Haushaltsbuch.

3. Lexoffice

Lexoffice ist ein umfassendes Buchhaltungs- und Finanzprogramm, das die Arbeit von Selbstständigen und kleinen Unternehmen sehr erleichtern kann – falls denn kein externer Dienstleister beauftragt werden soll. Grundsätzlich ist es aber empfehlenswert, auch selbst einen Überblick über die finanzielle Situation, Rechnungsstellung etc. zu haben. Lexoffice ermöglicht es, Angebote auf dem Handy zu erstellen, Rechnungen zu unterschreiben, neue Kunden anzulegen, Belege zu erfassen und offene Aufgaben zu checken. Es ist ein umfassendes Finanz- und Planungstool und lässt sich gleichermaßen auf Android- und Apple-Geräten nutzen.

Natürlich kann es angenehmer sein, bestimmte Aufgaben am Rechner zu erledigen – doch genau das ist das Praktische: Lexoffice funktioniert plattformübergreifend, so dass angefangene Aufgaben einfach am Tablet oder Smartphone weiter erledigt werden können.

Kommunikation und Teamarbeit

Selbstständige und Unternehmer arbeiten oft in Teams zusammen und müssen somit häufig gemeinsam an Dateien arbeiten, schnell Informationen austauschen und auch einmal größere Dateien verschicken. Natürlich können große Dateien gut über Cloud-Freigaben mit Kunden und Team-Mitgliedern geteilt werden. Es gibt aber auch andere Lösungen, die wiederum andere Vorteile und Funktionen bieten. Letztendlich hilft es, diverse Systeme erst einmal in der Gratis-Variante auszuprobieren, um dann die für die eigene Situation beste Lösung zu finden.

Ausgewählte Apps für Kommunikation und Kollaboration:

1. WeTransfer

Gerade wenn Fotos, Videos oder Präsentationen verschickt werden sollen, ist WeTransfer eine praktische Lösung. In der Gratis-Variante können Dateien mit einer Größe von bis zu zwei Gigabyte verschickt werden. Und das funktioniert so: Die Datei wird bei WeTransfer hochgeladen und der Empfänger bekommt den passenden Download-Link dazu. Nach sieben Tagen werden die Dateien automatisch gelöscht.

Wer sich für die kostenpflichtige Pro-Version entscheidet kann bis zu 20 Gigabyte versenden und empfangen. Hinzu kommt ein Terabyte an Speicherplatz, so dass die Dateien so lange wie gewünscht abrufbar sind. Sprich: Hier entscheiden Sie selbst, wie lange die Dateien abrufbar sind.

Ebenfalls gut: In der Pro-Version kann ein Passwortschutz für die Übertragungen eingerichtet werden. Preis: Zwölf Euro pro Monat oder 120 Euro im Jahr. Neben der Möglichkeit, Dateien zu übertragen, hat WeTransfer diverse weitere Tools entwickelt, um Ideen zu sammeln, zu präsentieren und zu teilen. Teils sind die Anwendungen kostenpflichtig, teils gratis zu haben.

Weitere Anwendungen aus der WeTransfer-Familie sind zum Beispiel "Paste" für die Visualisierung von Ideen, "Paper" für Konzept-Scribbles und "Collect", der interaktive Notizblock.

2. Teams

Wie der Name schon sagt, ist Teams eine Anwendung, die das Arbeiten innerhalb von Teams erleichtern soll. Über die App können Gruppenchats im Team geführt, Besprechungen geplant, Dateien geteilt und Video-Anrufe getätigt werden. Auch Audio-Konferenzschaltungen sind möglich.

Teams eignet sich vor allem für Anwender, die bereits mit Office-Anwendungen arbeiten. Dann ist die Integration von Teams besonders einfach möglich. Praktisch ist, dass – wenn beispielsweise externe Dienstleister oder Kunden in ein Team integriert werden sollen – diese sich auch eine Gratis-Version von Teams holen können.

Teams lässt sich nicht einzeln kaufen, sondern ist in den Office 365-Business-Anwendungen, Office 365 Business Essentials und Office 365 Business Premium bereits enthalten. Essentials kostet 5,10 Euro pro Monat und Nutzer, für Premium werden 12,60 Euro fällig.

3. Slack

Microsoft Teams und Slack sind erbitterte Konkurrenten im Kampf um die virtuelle Team-Arbeit. Ursprünglich war Slack der Platzhirsch, bis Microsoft sich ebenfalls des Themas angenommen hat und beide Unternehmen gegenseitig ihre Anwendung kopieren und dadurch auch stetig verbessern. Da Slack die eigene Anwendung nicht einfach in eine Anwendung wie Office integrieren kann, setzt das Unternehmen auf die Einbindung zahlreicher Apps, die das Arbeiten im Team erleichtern sollen.

Ob Slack oder Teams jeweils besser passen, kommt sicherlich auch darauf an, ob Office genutzt wird oder nicht. Ist dem nicht der Fall, ist Slack in jedem Fall eine sehr gute Anwendung – ebenfalls mit der Möglichkeit der Gratis-Nutzung.

Kostenpflichtig gibt es Slack bei monatlicher Zahlweise für 7,50 Euro pro Team-Mitglied in der Standard-Version. Den Plus-Plan gibt es bei monatlicher Zahlweise für 11,75 Euro pro Person. Der Plus-Plan besticht vor allem durch garantierten 24-Stunden-Support und besondere Tools zur Identitätsprüfung.

4. Skype

Der ursprünglich als Videotelefonie gestartete US-Dienst Skype lässt sich inzwischen auch sehr gut als Kommunikationstool für kleinere und größere Unternehmen nutzen. Auch Skype ist in den meisten Office-Abos bereits enthalten. Audio-Besprechungen können mit bis zu 50 Personen stattfinden.

Zudem ist es möglich, die Bildschirmansicht mit den Besprechungsteilnehmern zu teilen und an einem virtuellen Whiteboard zu arbeiten. Ein Power-Point-Upload gehört ebenso zum Funktionsumfang wie ein integrierter Chat. Der Kamera-Ausschnitt folgt über Skype den Kopfbewegungen des Sprechenden. Praktisch: Die Einladung zu einem Konferenz-Call erfolgt ganz einfach über eine URL.

5. Zoom

Zoom ist eine Anwendung, die vor allem für virtuelle Klassenzimmer und das Erstellen von Webinaren bekannt ist. Doch auch für virtuelle Meetings ist Zoom geeignet, zumal schon in der Gratis-Version viel möglich ist. So können zwei Personen unbegrenzt lang, so oft wie sie wollen, miteinander über Zoom sprechen.

Besonders gut: Schon in der Gratis-Version können Teilnehmer sich auch einfach per Telefon dazuschalten. Gruppenbesprechungen sind gratis mit drei bis vier Teilnehmern möglich. Wer bis zu 100 Teilnehmer in einer Besprechung haben will, kann sich für die Pro-Version entscheiden: 13,99 Euro pro Monat. Bis zu 300 Teilnehmer sind in der Business-Variante möglich. Preis: 18,99 Euro im Monat.

Selbstdarstellung und Networking

Neben der eigenen Webseite sind viele Unternehmen und Selbstständige auch in sozialen Medien aktiv. Einmal um sich mit anderen zu vernetzen, aber auch um Dienstleister zu finden und die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Interessant sind dabei nach wie vor soziale Medien wie Facebook, Instagram und Twitter – aber natürlich auch Geschäftsnetzwerke wie Xing und Linkedin.

Lesen Sie auchKredit für Selbstständige – bei diesen Banken kein Problem

Gerade für den Beginn einer Selbstständigkeit oder eines Unternehmens ist es aber nicht unbedingt zielführend, auf allen möglichen Plattformen präsent zu sein. Hier empfiehlt es sich erst einmal, auf eine Plattform zu konzentrieren und dort die Präsenz auszubauen. Wichtig wäre vorab eine Recherche der eigenen Zielgruppe: Also ob die gewünschten Kunden oder Kooperationspartner sich eher in einer Facebook-Gruppe oder bei Linkedin tummeln.

Neben den sozialen Netzwerken gibt es auch spannende Plattformen, auf denen Freelancer ihre Arbeit anbieten. Eine gute Möglichkeit also, die eigene Dienstleistung anzubieten oder den passenden Selbstständigen fürs eigene Projekt zu finden.

Lesen Sie auch: Baufinanzierung für Selbstständige und Freiberufler

Ausgewählte Apps für Networking und Projektsuche:

1. Fiverr

Auf Fiverr bieten Selbstständige aus der ganzen Welt ihre Dienste zum Festpreis an. Das kann sich lohnen, um etwa eine Webseite günstig erstellen zu lassen, oder um ein Logo in Auftrag zu geben. Es gibt auch diverse deutschsprachige Angebote, doch ist der englischsprachige Anteil ganz klar höher. Auch die Preisgestaltung entspricht nicht unbedingt deutschem Preis-Niveau, so dass Fiverr eher interessant dafür ist, ein Business zu starten, als unbedingt die eigene Dienstleistung dort unterzubringen.

2. HalloFreelancer

HalloFreelancer ist ein Service-Angebot von Xing. Voraussetzung ist also sowohl für die suchenden Firmen als auch die Freelancer, dass sie ein Xing-Profil haben. Xing verspricht Firmen, innerhalb von 48 Stunden über den Matching-Dienst den passenden Freelancer zu finden – einen, der auch Zeit hat.

Größter Vorteil: HalloFreelancer ist eine deutschsprachige Plattform, die auch ihre Server in Deutschland hat – somit gelten deutsche Sicherheits- und Datenschutzstandards.

3. Upwork

Bei Upwork können Freelancer sich selbst und ihre Dienstleistungen vorstellen, aber auch Unternehmen konkrete Projekte posten. Auch diese Plattform richtet sich vor allem an englischsprachige Auftraggeber- und Auftragnehmer. Es werden aber durchaus auch Übersetzungsaufträge vergeben. Deutsche Texter sind aber bei Upwork an der falschen Adresse. Die Website freelancer.com bietet ein vergleichbares Angebot.

Sicherheit rundum Smartphone, Tablet & Co.

Natürlich sollte IT-Sicherheit für alle Freiberufler und Unternehmer oberste Priorität haben. Gerade wer mit einem Rechner arbeitet, sollte auf höchste Sicherheit achten, Firewall und Virensoftware stehts auf dem neuesten Stand halten. Das gilt vor allem für digitale Nomaden und alle Unternehmer, die sich mit ihrem Rechner auch mal in fremde oder öffentliche Netzwerke einklinken.

Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern oder einem Firmennetzwerk lassen sich am besten von einem IT-Fachmann beraten. Einzelkämpfer können sich meist auch selbst um ihre IT-Sicherheit kümmern. Dabei ist wichtig, einen Virenschutz möglichst nicht nur auf dem Rechner, sondern auch auf Tablet und Smartphone zu installieren. Passende Lösungen gibt es etwa von Avira, Norton und Kapersky.

Lesen Sie auch: Mobile Payment per NFC

Ein weiteres großes Problem im Bereich Computersicherheit ist die Angewohnheit vieler Computernutzer immer dasselbe Passwort zu verwenden. Das kann dazu führen, dass Hacker die Passwörter kennen – etwa weil sie bei einem E-Mail-Provider Kundendaten erbeutet haben, und Kunden dieselben Passworte auch für andere Anwendungen nutzen.

Deshalb empfiehlt es sich, mehrere sichere Passworte für unterschiedliche Anwendungen zu nutzen. Eine Möglichkeit ist, sich verschiedene Sätze zu überlegen. Etwa: Mein Amazonkonto gehört zu mir, deshalb sichere ich es mit fünf tollen Passworten!!! Daraus könnte sich folgendes Passwort ergeben: "MAkgzmdsiem5tP!!!"

Alternativ lassen sich Passwörter über einen Passwortmanager verwalten, der diese in einer geschlüsselten Datenbank speichert und per Passwortgenerator selbst Passwörter erstellt. Nachteil: Falls es bei einem solchen Dienst einmal eine Sicherheitslücke gibt, sind alle Passwörter auf einen Schlag unsicher geworden. Und: Wer das Master-Passwort vergisst, hat keinen Zugriff mehr auf die gespeicherten Passwörter. Laut dem Technikmagazin Chip sind derzeit LastPass, Avira und F-Secure besonders sicher.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Caroline Benzel
Caroline Benzel
Autorin
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Caroline Benzel
Caroline Benzel

Biallo-Spezialistin rund um das Thema Mobilfunk. LTE, NFC, UMTS - sie weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für unsere Leser wichtig sind. Nach ihrem Studium der Publizistik hat sie sich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Caroline Benzel arbeitet für Print- und Online-Medien sowie fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Caroline Benzel
Caroline Benzel

Biallo-Spezialistin rund um das Thema Mobilfunk. LTE, NFC, UMTS - sie weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für unsere Leser wichtig sind. Nach ihrem Studium der Publizistik hat sie sich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Caroline Benzel arbeitet für Print- und Online-Medien sowie fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de