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  • Per SMS werden Sie aufgefordert, Importgebühren an den Zoll zu zahlen.

  • Angeblich wird eine an Sie adressierte Lieferung beim Zoll behalten, bis Sie die Gebühren beglichen haben.

  • Der angegebene Link führt nicht auf die Seite des Zolls. Vielmehr schließen Sie am Ende ein Abonnement ab.
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SMS von unbekannten Absendern sollten Sie nicht trauen. Auch wenn diese Kurznachrichten angeblich von der Bundesregierung oder bekannten Paketdienstleistern wie DHL, UPS und DPD stammen. Selbst SMS im Namen von Banken und Sparkassen wie der Commerzbank oder der Sparkasse sollten Sie nur mit Vorsicht begegnen. Denn findige Betrüger setzen immer mehr auf Smishing.

Auch eine SMS vom Zoll sorgt für Verwirrung. Laut Nachrichten-Text sollen Sie die noch ausstehenden Importgebühren für ein Paket bezahlen. Solange behält das Zoll-Zentrum das Paket ein. Was Sie der SMS nicht entnehmen können: den Absender. Sie wissen nicht, um was für eine Art Lieferung es sich handelt. Und genau darauf setzen die Betrüger. Sie spielen mit der Neugier der Menschen und dem Helfer Zufall. Und da durch die aktuelle Corona-Lage mehr Online-Bestellungen stattfinden, verschaffen sich die Betrüger mithilfe der SMS auch mehr Gehör.

Warnung: WhatsApp-Kettenbrief im Namen von Amazon führt in eine Falle

Stammt die SMS wirklich vom Zoll?

Nein, diese SMS wurde nicht vom Zoll versendet. Auch wenn der Text darauf schließen lässt:

“Vorname, Ihre Lieferung befindet sich in unserem Zollzentrum. Bitte begleichen Sie
hier nicht bezahlte Importgebühren: http://iroget…”

Wir raten an dieser Stelle davon ab, den Link in der Kurznachricht anzuklicken. Sie wissen nicht, auf welche Seite Sie geleitet werden. Da es sich aber nicht um die offizielle Seite des Zolls mit der Domain zoll.de handelt, ist Vorsicht angesagt. Falls Sie sich doch einmal unsicher sind, finden Sie auf der Webseite des Zolls auch die Kontaktdaten. Privatpersonen können sich per E-Mail an info.privat@zoll.de wenden. Unternehmen schreiben eine Nachricht an info.gewerblich@zoll.de.

Sollten Sie eine ähnlich dubiose SMS vom Zoll erhalten haben, leiten Sie uns diese bitte per E-Mail an hinweis@biallo.de zur Überprüfung weiter.

Wussten Sie schon, dass Sie für Paketlieferungen aus China zukünftig Geld an der Haustür bezahlen müssen?

Was passiert, wenn Sie den Link anklicken?

Bei einem Klick auf den Link in der SMS-Nachricht landen Sie auf einer Webseite, wo Sie sich registrieren sollen. Am Ende des Registrierungsprozesses wird eine Gebühr für die Warenlieferung verlangt, damit Sie die Ware beim Zoll auslösen. Geben Sie keine persönlichen oder gar Kreditkarten-Daten ein.

Denn genau hier lauert die Falle. Es liegt kein Paket für Sie beim Zoll. Auch die Importgebühr in Höhe von 1,50 Euro ist keine Gebühr für ein vermeintliches Paket. Vielmehr handelt es sich hier um eine Bestätigungszahlung für ein Abonnement.

Da Sie an dieser Stelle nicht deutlich erkennen, dass es sich um ein Abo handelt, schlägt hier die typische Abofalle zu. Am Ende zahlen Sie Kosten von über 50 Euro pro Monat. Nur wer ganz genau im Kleingedruckten liest, erfährt, dass es sich hier um ein Abo handelt. Dieses kann kostenpflichtig für knapp fünf Euro innerhalb von fünf Tagen gekündigt werden.

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Abo abgeschlossen, was können Sie tun?

Was sollten Sie tun, wenn Sie Ihre Daten eingegeben und abgesendet haben? Handeln Sie vor allem schnell. Informieren Sie Ihre Bank und lassen Sie gegebenenfalls Ihre Kreditkarte sperren. Parallel sollten Sie den Anbieter des Abos anschreiben und den Vertrag widerrufen. Beziehen Sie sich dabei auf einen nicht rechtmäßigen Abschluss des Abonnements. Fordern Sie in dem Widerruf Ihr Geld zurück. Sollten Sie das Geld nicht zurückbekommen, empfehlen wir Ihnen, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Biallo-Tipp:

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Über die Autorin Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war sie für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war sie als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat sie ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet, welches sie bei biallo.de ebenso einbringt wie ihr Wissen im Social Media Bereich.

  Franziska Baum
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