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  • Es gibt viele Möglichkeiten und Anlaufstellen, wo Sie spenden können.

  • Passen Sie nicht genau auf, fallen Sie möglicherweise auf unseriöse Spenden-Organisationen herein, Ihr Geld ist futsch und hilft niemandem.

  • Es gibt einige Punkte, anhand derer Sie seriöse Organisationen erkennen und wie Sie Betrüger entlarven.
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Normalerweise möchten Sie mit Ihrer Spende etwas Gutes tun. Denn Ihr Hintergedanke ist sicher, dass Ihre Hilfe auch bei den Hilfsbedürftigen ankommt. Doch im Internet gibt es mittlerweile so viele Hilfsorganisationen und Vereine, dass Sie schon sehr genau schauen müssen, wem Sie Ihr Geld anvertrauen. Es ist logisch, dass sich auch in diesem Bereich schwarze Schafe tummeln, die es lediglich auf einen finanziellen Vorteil abgesehen haben und niemandem helfen wollen.

Auch die Betrüger setzen auf Ihre Bereitschaft, Geld zu spenden. Besonders schlimm wird es immer in der Vorweihnachtszeit oder bei großen Naturkatastrophen. Da ist die Spenden- und Hilfsbereitschaft der Verbraucher meist besonders groß. Und diesen Umstand nutzen Betrüger aus. Beispielsweise gehen diese mit gefälschten Ausweisen von Tür zu Tür und geben vor, für einen wohltätigen Zweck Spenden zu sammeln. Aber Sie können die schwarzen Schafe erkennen. Wir geben Ihnen Tipps an die Hand, wie Sie eine seriöse Spenden-Organisation finden.

 

Update: Flut-Katastrophe: Ihre Spende zählt

Aus aktuellem Anlass möchten wir kurz auf die Flutkatastrophe nach den heftigen Regenfällen eingehen. Vor allem im Westen, aber auch in Teilen des Ostens von Deutschland bedrohen die Überschwemmungen Existenzen - sowohl beruflich als auch privat. Und mittlerweile gibt es schon Kriminelle, die die Hochwasser-Katastrophe ausnutzen. Nicht nur über Fakeshops wollen sie den Opfern der Flutkatastrophe das letzte Geld aus der Tasche ziehen. Vielmehr wollen sie auch an das Geld der freiwilligen Spender gelangen. Dafür kopieren sie Bilder von zerstörten Wohnungen, Häusern und Möbeln aus Facebook und starten einen Spendenaufruf. Das gespendete Geld kommt natürlich nie bei den bedürftigen Opfern an. Die Betrüger stecken es sich ein und sind für immer damit verschwunden. Deshalb ist es wichtig, so groß auch die Not ist, dass Sie genau recherchieren. 

Wir, die Biallo & Team GmbH, möchten die Helfer und natürlich auch die Opfer der Flutkatastrophe unterstützen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, 5.000 Euro an die Johanniter zu spenden. Wie Sie eine seriöse Spenden-Oganisiation finden, erfahren Sie in diesem Artikel. Nichtdestotrotz möchten wir Ihnen noch ein paar seriöse Spendenorganisationen mitteilen, die extra auch Spendenkonten für Flutopfer aus Deutschland eingerichtet haben.

Des Weiteren gibt es noch viele regionale Anbieter, bei denen Sie spenden können. Vor allem die Städte und Kreise haben Spendenkonten für die Flutkatastrophe eingerichtet. Ebenso rufen viele Bankinstitute zum Spenden für fie Fluthelfer und die Flutopfer auf. Belesen Sie sich dazu am besten auf der jeweiligen Webseite.

 

Worauf sollten Sie bei der Suche nach der richtigen Organisation/Aktion achten?

Wichtig bei der Suche nach einer geeigneten Organisation ist, dass Sie sich auf Ihr Bauchgefühl verlassen. Sie entscheiden, wo Ihr Geld am Ende hingeht. Lassen Sie sich von niemanden zu einer Spende überreden. Auf folgende Punkte sollten Sie außerdem achten:

  • Vorsicht bei gefühlsbetonten Bildern
    Wenn Sie auf der Suche nach einer passenden Spenden-Organisation sind, sollten Sie sich nicht von mitleiderregenden und sehr gefühlsbetonten Bildern blenden lassen. Vereine und Institutionen, welche solche Bilder nutzen, sind meist nicht seriös.

  • Sich über Ziele und Verwendung des Geldes informieren
    Informieren Sie sich über die genauen Ziele der Organisation und die Verwendung der Spendengelder. Rückt eine Organisation oder Aktion nicht zu 100 Prozent mit der Sprache heraus, lassen Sie lieber die Finger davon.

  • Nicht unter Druck setzen lassen!
    Außerdem sollten Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen, denn Zeitdruck ist kein guter Berater. Unterzeichnen Sie nicht vorschnell und geben Sie auch nicht zu schnell Ihr Geld her. Das ausgehändigte Informationsmaterial können Sie bei seriösen Institutionen in Ruhe zu Hause studieren.

  • Auf Fördermitgliedschaften achten
    Achten Sie auf Fördermitgliedschaften. Hören Sie genau hin, fragen Sie nach und lesen Sie in Ruhe. Gerade, wenn die Organisationen von Tür zu Tür gehen oder in der Fußgängerzone stehen, ist Vorsicht geboten. In der Regel äußern sich solche Vereine nicht konkret über Fördermitgliedschaften, sind aber auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Eine Fördermitgliedschaft bedeutet in der Regel, dass Sie ein bis zwei Jahre vertraglich gebunden sind und jeden Monat finanzielle Verpflichtungen haben. Entscheiden Sie sich bewusst für eine Fördermitgliedschaft, unterstützen Sie den Verein oder die Organisation längerfristig. Deshalb ist auch hier im Vorfeld eine genaue Recherche wichtig. Prüfen Sie, wem Sie Ihr Geld “schenken”.

  • Vorsicht bei Haustürgeschäften
    Seien Sie bei Haustürgeschäften vorsichtig. Das Vorzeigen eines Ausweises bringt Ihnen nur dann etwas, wenn Sie genau wissen, wie der Ausweis der jeweiligen Organisation aussehen muss. Betrüger sind hier mit gefälschten Ausweisen unterwegs.

     

    Spendenbescheinigung ausstellen lassen?

    Eine Spendenbescheinigung benötigen Sie, wenn Sie Ihre Spenden steuerlich geltend machen möchten. Für Spenden bis zu 200 Euro reicht hier ein einfacher Nachweis – beispielsweise in Form des Kontoauszuges. Ab 2021 gilt dies sogar bis 300 Euro. Für alles, was über diesem Betrag liegt, benötigen Sie eine Quittung beziehungsweise Spendenbescheinigung.

    Dabei gilt, dass Sie die Belege nicht grundsätzlich beim Finanzamt im Zuge der Steuerklärung einreichen müssen. Dennoch sollten Sie die Belege aufbewahren. Benötigt das Finanzamt den Beleg, wird es diesen von Ihnen verlangen.

    Biallo-Tipp:

    In der Steuererklärung können Sie die Spenden in der Anlage Sonderausgaben eintragen. Bei sehr großen Spendensummen ist es sogar möglich, dass Sie einen Teil der Spende sofort absetzen und den Rest als Spendenvortrag ins Folgejahr übernehmen.

    Übrigens: Das Finanzamt kann Ihre Spenden bis 100 Euro auch ohne Belege akzeptieren, wenn Sie die Ausgaben und Empfänger einzeln auflisten. Ein rechtlicher Anspruch darauf besteht allerdings nicht, weil es sich um eine interne Anweisung bei den Finanzämtern handelt.

    Haben Sie während der Corona-Pandemie auf ein Sonderkonto zur Bekämpfung der Pandemie gespendet, benötigen Sie bei Spenden über 200 Euro (ab 2021 über 300 Euro) keine Spendenbescheinigung.

    Wichtig: Spenden Sie nicht an eine Hilfsorganisation, sondern direkt an eine bedürftige Person, Familie oder einen Künstler, können Sie die Spende nicht steuerlich berücksichtigen.

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    Wie finden Sie die richtige Organisation? Liste seriöser Spendenorganisationen

    Sie sind sich noch nicht sicher, wem Sie Ihre Spende zukommen lassen möchten? Die Stiftung Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bietet eine Spendenberatung an. Auch auf der Webseite des Instituts können Sie nach einer geeigneten Organisation recherchieren.

    In diesem Zusammenhang sollten Sie noch wissen, dass die Stiftung DZI Gütesiegel für die Hilfsorganisationen vergibt. Kann Ihre gewählte Organisation ein derartiges Siegel vorweisen, geht sie mit den Spendengeldern sorgsam um und erfüllt die DZI-Standards. Das bedeutet aber nicht, dass alle Organisationen ohne Siegel ein schwarzes Schaf sind. Denn gerade kleinere Vereine und Organisationen melden sich nicht bei der Stiftung an. Schließlich kostet das Prüfsiegel Geld und ist den kleineren Wohltätern oft zu teuer.

    Ein kostenfreies Wirkt-Siegel vergibt die gemeinnützige Phineo AG. Dieses Unternehmen setzt sich für gesellschaftliches Engagement ein. Aber auch die Initiative Transparente Zivilgesellschaft vergibt kostenfreie Gütesiegel.

     

    Internationale Organisation vs. regionale Organisation

    Überlegen Sie vor einer Spende genau, ob Sie unbedingt eine internationale Organisation unterstützen möchten. Manchmal ist es besser, den kleinen regional agierenden Verein zu wählen. Immerhin haben Sie da den Ansprechpartner vor Ort und können so als Spender jederzeit mit ihm reden. Ein zusätzliches Schmankerl ist, dass die Hilfe meist greifbar ist. Veränderungen und Fortschritte bekommen Sie vor Ort deutlich besser mit als bei einer internationalen Organisation.

     

    Offene Auskunft gegenüber Spendern

    Testen Sie auf der Suche nach der richtigen Organisation auch die Auskunftsfreudigkeit dieser. Seriöse Spendenorganisationen verheimlichen keine Gehälter der Mitarbeiter und veröffentlichen die eingenommenen Beiträge sowie die höchsten Jahresgehälter.

    Außerdem erfahren Sie bei guten Organisationen, welche Mitglieder im Aufsichtsgremium sitzen. Lassen Sie sich genau sagen, wofür Ihre Spendengelder eingesetzt werden. Wenn dabei rumgedruckst wird, sollten Sie die Finger von der Organisation lassen.

    Misstrauisch sollten Sie auch sein, wenn Ihnen plötzlich wildfremde Menschen auf Facebook, Instagram und Co. schreiben und Ihnen ihr Vermögen schenken wollen. Diese Spende ist ein Vorschussbetrug. Denn am Ende sollen Sie Anwaltskosten, Notar- und Bankkosten bezahlen, erhalten aber keinen Cent.

    Dagegen können Sie relativ schnell und einfach selber spenden. Misten Sie doch mal wieder zu Hause aus. Was gut erhalten ist, aber nicht mehr gebraucht wird, können Sie verkaufen oder eben an Organisationen spenden, die die entsprechenden Dinge benötigen. 

    Sie wollen das Ganze gleich größer angehen und selber Spenden sammeln? Mithilfe einer eigens dafür gegründeten Stiftung klappt das ganz gut. Doch was ist eigentlich eine Stiftung und wie wird sie gegründet? Das verraten wir Ihnen auf biallo.de.

    Über die Autorin Franziska Baum

    Bereits in ihrer Schulzeit war sie für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war sie als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat sie sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet, welches sie bei biallo.de ebenso einbringt wie ihr Wissen im Social Media Bereich.

      Franziska Baum